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Geschichte der Rudergesellschaft Undine Rüsselsheim (RGUR)
von 1910 bis 1914 und von 1919 bis 1942

1925

Wie das Jahr 1924 bei der "Undine" geendet hat, mit einer geselligen Veranstaltung, so beginnt das Jahr 1925. Die "Undine" veranstaltet am 24. Januar 1925 in den Räumen des Hotels Adler einen großen Preis-Maskenball mit sechs Damen-, sechs Herren- und drei Gruppen-Preisen.

Anzeige in der "Main-Spitze" am 23. Januar 1925

Anzeige in der "Main-Spitze" am 28. April 1925

Am 3. Mai 1925 veranstalten erstmals die fünf benachbarten Rudervereine von Rüsselsheim, Flörsheim und Raunheim ihr Anrudern gemeinsam. Lassen wir darüber die "Main-Spitze" berichten:

"Das diesjährige Anrudern der fünf Nachbarvereine Ruderverein Rüsselsheim, Rudergesellschaft Undine Rüsselsheim, Flörsheimer Ruderverein 1908, Flörsheimer Rudergesellschaft 1921 und Ruder-Club 1920 Raunheim fand am letzten Sonntag Nachmittag auf dem Main statt. Am Freitag und Samstag war das Wetter noch schlecht und kalt und bot damit wenig günstige Aussichten für den Wassersport, dafür zeigte aber der Himmel am Sonntag ein freundliches Gesicht und lockte Tausende an die Ufer des Mains. An der Raunheimer Schleuse sammelten sich vierzehn Vierer und zwei Achter unter der Leitung des Ruderwarts  des Rudervereins Rüsselsheim, Herrn Ihrig, um sich pünktlich um 2 Uhr mainabwärts in Bewegung zu setzen. Die Flotte war ein schöner Anblick für die Zuschauer, die ihrerseits den Beweis erbrachten, dass auch in unserer Gegend der gesunde und schöne Rudersport eine große Anhängerschaft hat. Unterhalb des Undine-Bootshauses wurde umgedreht. Die Rückfahrt bis Flörsheim erfolgte dann in Kiellinie. In Flörsheim verbrachten sämtliche Teilnehmer noch eine gemütliche Stunde der Kameradschaft. Das Anrudern ist als offizieller Auftakt für die diesjährige Rudersaison zu betrachten. Es nahen nun bald die ersten Regatten. Jetzt heißt es für alle an die Arbeit, um die eigene Flagge bei den Rennen erfolgreich vertreten zu können."

Auf der 50. Verbandsregatta des Süddeutschen Ruderverbandes am 7. Juni 1925 in Mühlheim kann die "Undine" mit ihrem Schülervierer den ersten Saisonsieg erringen. Die Schülermannschaft mit Karl Hägele, Jean Riegel, Karl Hense, Heinrich Oehlschläger und Stm. Josef Müller schlägt nach hartem Kampf die Mannschaften des RK Germania Offenbach und des RK Hassia Gießen.

Vierzehn Tage später, bei der Frankfurter Jubiläums-Regatta, starten die jungen Undine-Ruderer im Schüler-Rennen um den Wanderpreis, gestiftet von Karl von der Emden, den die "Undine" bereits im Jahr 1923 einmal gewonnen hat. Und auch hier kann sich der Undine-Vierer gegen Germania Offenbach sowie Hassia Gießen durchsetzen und holt den Wanderpreis für ein Jahr zurück ins Undine-Bootshaus.

Der Schülervierer der Rudergesellschaft Undine 1919 Rüsselsheim mit Heinrich Oehlschläger, Karl Hägele, Stm. Josef Müller, Jean Riegel und Karl Hense gewinnt im Jahr 1925 sechs Rennen in Folge, eine stolze Bilanz!

Es folgen die 52. Verbandsregatta am 5. Juli 1925 in Nied, wo der Schülervierer der "Undine" den dritten Saisonsieg nach Hause fährt, und anschließend am 12. Juli die 53. Verbandsregatta in Offenbach. Hier muß sich der Schülervierer der "Undine" bereits am Morgen durch den Vorlauf kämpfen, hat im Hauptrennen dann den an diesem Tag berühmt gewordenen Start Nr. 1, auf dem ein großer Bogen auszufahren ist und auf dem in den zehn vorausgegangenen Rennen kein Sieg gelingt. Doch der Undine-Vierer meistert auch dieses Handicap und holt sich den vierten und schönsten Saisonsieg.

Dann am 19. Juli 1925 folgt die Regatta in Mainz, erneut mit einem Sieg der jungen Undine-Ruderer, und am 2. August die Meisterschafts-Regatta sowie letzte SRV-Verbandsregatta des Jahres in Mannheim. Auch hier kann die junge Undine-Mannschaft den Sieg an ihre Fahne heften, der sechste Sieg in Folge, eine stolze Bilanz, denn in der Geschichte der "Undine" war noch keiner Mannschaft eine derartige Siegesserie vergönnt.

Achter vor dem Bootssteg und dem Bootshaus der Rudergesellschaft Undine Rüsselsheim, im Hintergrund das Opel-Werk

Bei der feierlichen Einweihung des neuen Gesellschaftshauses der Nachbarn vom Ruderverein Rüsselsheim, die mit einer internen Regatta verbunden wird, treffen am 13. September 1925 erstmals in frei vereinbarten Rennen die Achter und auch die Schülervierer des Flörsheimer Rudervereins, der Rudergesellschaft Undine und des Rudervereins Rüsselsheim aufeinander. Im "Städteachter" siegt der RV Rüsselsheim vor dem Flörsheimer RV und der "Undine", im Schülervierer der Flörsheimer RV vor dem RV Rüsselsheim und der "Undine".

Auf dem Rudertag des Süddeutschen Ruderverbandes am 10./11. Oktober 1925 wird der "Undine" die Ausrichtung der ersten Verbandsregatta 1926 am 5. und 6. Juni auf dem Main in Rüsselsheim übertragen.

Beschlossen wird das Jahr gesellschaftlich mit dem Undine-Vereinsball im Saal des Hotels Adler, zu dem Mitglieder, Freunde und Gönner eingeladen sind.

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