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Geschichte der Rudergesellschaft Undine Rüsselsheim (RGUR)
von 1910 bis 1914 und von 1919 bis 1942

1923

Die bereits seit dem Jahr 1921 in der "Undine" wirkenden Trainer Max Seifert und "Seppl" Josef Müller haben bereits 1922 mit ihren jugendlichen Ruderern auf den Regatten des Süddeutschen Ruderverbandes bemerkenswerte sportliche Erfolge erringen können. Diese Arbeit soll 1923 fortgesetzt werden.

Am 13. Mai 1923 findet vom Bootshaus der "Undine" aus das Anrudern statt. Während die aktiven Ruderer nach Hochheim rudern, erreichen Freunde und Gönner nach einem Spaziergang das vorgegebene Ziel, abends vereint ein Tanzvergnügen alle wieder im Hotel Adler.

Anzeige in der "Main-Spitze" am 11. Mai 1923

Bei der Regatta des Süddeutschen Ruderverbandes am 24. Juni 1923 in Flörsheim startet die "Undine" mit vier Vierermannschaften. Lassen wir die "Main-Spitze" berichten:

"Bei der 1. Internen Regatta des Süddeutschen Ruderverbandes in Flörsheim am 24 ds. Mts. war es der hiesigen Rudergesellschaft Undine abermals vergönnt, zwei wertvolle Preise zu erringen. Sieger waren die Schüler unter 16 Jahren (Hägele, Wenzel, Hense, Kammerer, am Steuer Seifert) und die Schüler unter 17 Jahren (Schneider, Oehlschläger, Geizenauer, Kneipp, am Steuer Seifert). Der "Oswald-Vierer" hatte mit drei Bootslängen bis 400 Meter vor dem Ziel die Führung, musste aber infolge des unfairen Wassers den Endsieg an Flörsheim 21 abgeben. Der "Lutz-Vierer" war in vorzüglicher Form, obgleich er erst kurze Zeit im Training liegt. Bei den nächsten Regatten dürfte er wohl seinen Konkurrenten den Sieg schwer machen. Wir wünschen dem rührigen Verein auch ferner gute Erfolge in seinen Bestrebungen."

Es folgt die Regatta in Mainz am 22. Juli 1923, wo der Schüler-Vierer mit Karl Schneider, Heinrich Oehlschläger, Geizenauer, Ferdinand Kneipp, nun am Steuer Josef Müller mit großem Vorsprung abermals den ersten Platz belegt. Der Anfänger- und auch der Junior-Vierer müssen sich trotz guter Wasserarbeit mit dem zweiten Platz begnügen.

Und auch auf der Internen Regatta des Süddeutschen Ruderverbandes in Eddersheim am 19. August ist der Schüler-Vierer nicht zu schlagen und erringt zwei überlegene Siege.

Kameradschaftliches Zusammenstehen und ein reges Gesellschaftsleben sind weitere Bausteine für die Entwicklung, so dass die Mitgliederzahl der "Undine" schon bei etwa 100 liegt, wovon etwa 40 v.H. aktiv Sport treiben.

Hier eine kurze Beschreibung der Vorteile der Sportart Rudern, die aus dieser Zeit stammt:

"Das Rudern ist eine der ausgezeichnetsten Sportübungen mit Rücksicht auf den Endzweck aller sportlichen Bewegung, und das ist die Kräftigung des Körpers. Was ihm als besonderer Vorteil zuzuschreiben ist, das ist die Bewegung des Oberkörpers, welche kaum durch eine andere Sportübung in solchem Maße erreicht wird. Diese Bewegung stärkt die Bauchmuskeln, vermehrt den Blutumlauf im Unterleib und kräftigt demnach auch dort gelegenen Organe.

Als Vorzug ist noch der Umstand zu rechnen, dass man sich stets auf dem Wasser, also fern von allem Staub befindet. Die durch die Ruderbewegung geweiteten Lungen finden eine reine Luft zum Atmen vor, deren sich die Radsportfreunde nicht immer erfreuen können, ebensowenig Tennisspieler, Fußballspieler usw.; auch diesen trägt der Wind immer Staub von der Landstraße zu, wenn sie sich selbst auf dem staubfreien Rasen befinden.

Schließlich ist es aber die Art der Ausübung des Rudersportes, die sich in gesundheitlicher Beziehung sehr von anderen Sportarten abhebt, soweit es sich dabei um Kraftleistungen handelt. Das Rudern setzt ein ganz allmähliches Training voraus, will man die Anforderungen an die Kraft bis aufs Höchste steigern. Deshalb ist das Rudern ein sehr geeigneter Sport für Herzkranke."

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