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Die bereits seit dem Jahr 1921 in der "Undine"
wirkenden Trainer Max Seifert und "Seppl" Josef Müller
haben bereits 1922 mit
ihren jugendlichen Ruderern auf den Regatten des Süddeutschen
Ruderverbandes bemerkenswerte sportliche
Erfolge erringen können. Diese Arbeit soll 1923 fortgesetzt werden.
Am 13. Mai 1923 findet vom Bootshaus der "Undine" aus das Anrudern
statt. Während die aktiven Ruderer nach Hochheim rudern, erreichen
Freunde und Gönner nach einem Spaziergang das vorgegebene Ziel, abends
vereint ein Tanzvergnügen alle wieder im Hotel Adler.
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Anzeige in der "Main-Spitze" am
11. Mai 1923 |
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Bei der Regatta des Süddeutschen Ruderverbandes am
24. Juni 1923 in Flörsheim startet die "Undine" mit vier Vierermannschaften.
Lassen wir die "Main-Spitze" berichten:
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"Bei
der 1. Internen Regatta des Süddeutschen Ruderverbandes in
Flörsheim am 24 ds. Mts. war es der hiesigen Rudergesellschaft
Undine abermals vergönnt, zwei wertvolle Preise zu erringen.
Sieger waren die Schüler unter 16 Jahren (Hägele, Wenzel, Hense,
Kammerer, am Steuer Seifert) und die Schüler unter 17 Jahren
(Schneider, Oehlschläger, Geizenauer, Kneipp, am Steuer Seifert).
Der "Oswald-Vierer" hatte mit drei Bootslängen bis 400 Meter vor
dem Ziel die Führung, musste aber infolge des unfairen Wassers den
Endsieg an Flörsheim 21 abgeben. Der "Lutz-Vierer" war in
vorzüglicher Form, obgleich er erst kurze Zeit im Training liegt.
Bei den nächsten Regatten dürfte er wohl seinen Konkurrenten den
Sieg schwer machen. Wir wünschen dem rührigen Verein auch ferner
gute Erfolge in seinen Bestrebungen." |
Es folgt die Regatta in Mainz am 22. Juli
1923, wo der Schüler-Vierer mit
Karl Schneider, Heinrich Oehlschläger, Geizenauer, Ferdinand Kneipp, nun am
Steuer Josef Müller mit großem Vorsprung abermals den ersten Platz
belegt. Der Anfänger- und auch der Junior-Vierer müssen sich trotz guter
Wasserarbeit mit dem zweiten Platz begnügen.
Und auch auf der Internen Regatta des Süddeutschen Ruderverbandes in
Eddersheim am 19. August ist der Schüler-Vierer nicht zu schlagen und
erringt zwei überlegene Siege.
Kameradschaftliches Zusammenstehen und
ein reges Gesellschaftsleben sind weitere Bausteine für
die Entwicklung, so dass die Mitgliederzahl der "Undine" schon bei etwa 100
liegt, wovon etwa 40 v.H. aktiv Sport treiben.
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Hier eine kurze Beschreibung der Vorteile der Sportart
Rudern, die aus
dieser Zeit stammt: |
"Das Rudern ist eine der ausgezeichnetsten Sportübungen mit
Rücksicht auf den Endzweck aller sportlichen Bewegung, und das
ist die Kräftigung des Körpers. Was ihm als besonderer Vorteil
zuzuschreiben ist, das ist die Bewegung des Oberkörpers, welche
kaum durch eine andere Sportübung in solchem Maße erreicht wird.
Diese Bewegung stärkt die Bauchmuskeln, vermehrt den Blutumlauf
im Unterleib und kräftigt demnach auch dort gelegenen Organe.
Als Vorzug ist noch der Umstand zu rechnen, dass man sich stets
auf dem Wasser, also fern von allem Staub befindet. Die durch
die Ruderbewegung geweiteten Lungen finden eine reine Luft zum
Atmen vor, deren sich die Radsportfreunde nicht immer erfreuen
können, ebensowenig Tennisspieler, Fußballspieler usw.; auch
diesen trägt der Wind immer Staub von der Landstraße zu, wenn
sie sich selbst auf dem staubfreien Rasen befinden.
Schließlich ist es aber die Art der Ausübung des Rudersportes,
die sich in gesundheitlicher Beziehung sehr von anderen
Sportarten abhebt, soweit es sich dabei um Kraftleistungen
handelt. Das Rudern setzt ein ganz allmähliches Training voraus,
will man die Anforderungen an die Kraft bis aufs Höchste
steigern. Deshalb ist das Rudern ein sehr geeigneter Sport für
Herzkranke." |
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