Grundlegende Regeln für Hallen- und Feldhockey
Die Mannschaftssportart Feldhockey wird im mitteleuropäischen Raum im Sommer im Freien, im Winter als Hallenhockey gespielt; In der Halle mit leicht von den Feldhockeyregeln abweichenden Spielregeln. Die Rules of Horrow, 1852 in England veröffentlicht, sind das älteste überlieferte Hockeyregelwerk der Welt.
Seit Ende der 80er Jahre ist der Hockeysport zunehmend durch Athletik und Taktik geprägt. 1860 wurde in Blackheath 8England) der erste Hockeyverein gegründet. Die europäischen Länder Niederlande, Spanien und Deutschland sowie Australien sind bei den Herren führend. Die stärksten Nationen bei den Damen sind Australien, die Niederlande und Argentinien.
In Deutschland sind über 80.000 Hockeyspieler in über 370 Vereinen organisiert.
Um Verletzungen vorzubeugen ist für den Torwart eine Spielausrüstungen vorgeschrieben. Für Feldspieler sind nur Ausrüstungsteile wie Schienbeinschoner und Zahnschutzschiene zugelassen.
Welche Ausrüstung brauche ich, um beim RRK Hockey zu spielen?
Für Feldspieler vorgeschrieben sind: (hier brauchen wir ein Foto von RRK Feldspielern männlich /weiblich nebeneinander eventuell aus der B Jugend)
- Je einen Hallen- bzw. Feldhockeyschläger (Fotos Feld- und Hallenschläger im Vergleich als Gegenüberstellung)
- Vereinstrikots in den Klub-Farben ROT und BLAU mit Spielernummer
- Eine kurze Hose bzw. einen kurzen Rock in der Vereinsfarbe BLAU
- Stutzen in Rot + Blau
Empfohlen werden zusätzlich zum Schutz vor Verletzungen:
- Schienbeinschützer (um Verletzungen vorzubeugen)
- Mundschutz (Spezialanfertigungen kann man beim Zahnarzt individuell anpassen lassen, im Handel sind jedoch auch seriell gefertigte Versionen erhältlich)
- Schutzhandschuh (der Schutzhandschuh wird aufgrund der Schlägerhaltung an der linken Hand getragen)
- Gesichtsmasken für die Verteidiger (bei Strafecken) (Foto kurze Ecke)
Für Torwart vorgeschrieben sind: (Foto Torwart)
- Helm mit Gitter
- (Stock)Handschuhe
- Suspensorium
Ergänzt wird die Ausrüstung zum Schutz vor Verletzungen üblicherweise durch:
- Beinschoner (Kicker, Schienen)
- Brustpanzer
- Halskrause / Kehlkopfschutz
- Hose
- Trikot
- Torwartkelle (spezieller Hockeystock)
Beim Hockey treten zwei Mannschaften die aus jeweils zehn Feld- und einem Torwart bestehen (in der Halle fünf Feldspieler und ein Torwart) gegeneinander an. Ziel des Spiels ist es, den Kunststoffball (Durchmesser 7,1 bis 7,5 cm) in das 2,14 hohe Tor zu schießen, wobei der Torschuss nur innerhalb des vor dem Tor markierten Schusskreises erfolgen darf, um gültig zu sein. Dieser Schusskreis ist ein von der Tormitte ausgehender Halbkreis – beimFeldhockey mit dem Radius 14,63m, beim Hallenhockey 9m.
Pro Team sind zusätzlich bis zu fünf Auswechselspieler erlaubt. Es darf während des Spiels sooft gewechselt werden, wie man möchte.
In den jüngeren Altersklassen spielen die Teams beim Kleinfeld mit jeweils sechs Feldspielern und einem Torwart.
Hochklassiges Hockey wird inzwischen überwiegend auf Kunstrasenplätzen gespielt, früher waren Hart- und Rasenplätze üblich. Der Kunstrasen ermöglicht durch die ebene Oberfläche ein schnelleres Spieltempo und bessere Ballkontrolle. Ein weiterer Vorteil ist die Bespielbarkeit unabhängig vom Wetter.
Im Unterschied zu anderen Ballsportarten ist Hockey laut Vorgabe des Regelwerks ein körperloses Spiel, d.h. der Gegner darf nicht mit Körpereinsatz angedrängt oder aktiv abgeblockt werden.
Der Spielball wird ausschließlich mit der flachen Seite des Schlägers gespielt und darf weder den Fuß noch ein anderes Körperteil berühren. Nur der Torwart darf den Ball innerhalb des eigenen Schusskreises auch mit dem Körper abwehren (Foto Torwart in Aktion). Bei unabsichtlichen Regelverstößen der verteidigenden Mannschaft innerhalb des Schusskreis gibt es eine Strafecke, auch „kurze Ecke“ (Fotos Spielsituationen aus den Perspektiven verteidigende und angreifende Mannschaft) genannt. Die Wahrscheinlichkeit, dass bei solch einer Strafecke ein Tor fällt, ist hoch. Zur Abwehr einer Strafecke dürfen on den Verteidigern Gesichtsmasken getragen werden.
Bei absichtlichen Regelverstößen der verteidigenden Mannschaft innerhalb des Schusskreises oder bei Regelverstößen, die ein Tor oder zumindest eine nahezu hundertprozentige Torchance verhindert haben, wird ein Siebenmeter verhängt. Während der Ausführung des Siebenmeters wird die Spielzeit angehalten.
Der Ball darf im Feldhockey nur hoch gespielt werden, wenn er für die Spieler nicht gefährlich ist. Beim Torschuss darf der Ball auch hoch geschlagen oder geschlenzt (Foto Körper- und Schlägerhaltung Schlenzen) werden.
Feldhockey-Spiele dauern 2x35 Minuten(2 Halbzeiten), Hallenhockeyspiele 2x30 Minuten.
Im Kinder- und Jugendbereich wird kürzer gespielt, ebenso entsprechend der jeweiligen Vorgaben des gastgebenden Vereins bei Turnieren.
Seit 2007 darf jede Mannschaft pro Halbzeit eine Auszeit von einer Minute nehmen. Bei längeren Spielunterbrechungen wird die Zeit angehalten.
International wird Feldhockey mit vier Spielvierteln á 15 Minuten gespielt. Diese Änderung der FIH gilt seit 2014. Zusätzlich wurden bei allen Champion Trophys, ,World League Turnieren, Kontinental-Meisterschaften und bei den Olympischen Spielen im internationalen Feldhockey folgende Änderungen eingeführt: Eine 40 Sekunden dauernde Auszeit bei Strafeckenverhängung sowie nach Erzielen eines Tores. Bei Einer Strafecken-Wiederholung wird keine weitere Auszeit gewährt. Seit den Olympischen Spielen in London 2012 kann jede Mannschaft pro Halbzeit bei strittigen Situationen (gegnerischer Fuß blockt Ball, Ball wird über Schulterhöhe gespielt) einen Videobeweis einfordern.
Endet ein Spiel in einem Ausscheidungswettbewerb unentschieden, wird der Sieger über ein so genanntes Shoot-Out ermittelt. Mindestens fünf Spieler starten einzeln und im Wechsel mit den nominierten Spielern des gegnerischen Teams von der Viertellinie und versuchen gegen den jeweils verteidigenden Torwart ein Tor zu erzielen.
Dazu haben sie jeweils acht Sekunden Zeit. Bei einem Foul des Torwarts am Angreifer wird ein Siebenmeter verhängt.
Das Feldhockey-Spielfeld ist 91,4 x 55m groß( das entspricht 100x60 Yards). Das Hallenhockeyfeld ist kleiner und hat die gleiche Spielfläche wie ein Handballfeld.
Die beiden Spielhälften werden jeweils durch eine 22,9 m von der Torauslinie entfernte Viertellinie unterteilt. 6,40 m (das entspricht 7,00 Yards) vor der Tormitte befindet sich bei beiden Teams der so genannte Sieben-Meter-Punkt (für Strafstöße).
Strafecke
- Grüne Karte: Die grüne Karte bedeutet seit Anfang November 2016 nur noch im Feldhockey eine ernsthafte Verwarnung eines Spielers bei einem Regelverstoß. National und International wird seit 2012 zusätzlich im Feldhockey ein Spielausschluss auf Zeit von 2 bis 5 Minuten ausgesprochen. Im Hallenhockey bedeutet die grüne Karte seit Anfang November 2016 National und International nur noch ein Spielausschluss auf Zeit von 1 Minute. Eine Verwarnung wird nur noch durch die räumliche Nähe mündlich ausgesprochen. Maximal sollen insgesamt drei grüne Karten je Verein verhängt werden. Ein Spieler kann nur eine grüne Karte erhalten, sein nächster Regelverstoß hat eine gelbe Karte zur Folge.
- Die gelbe Karte bedeutet einen Ausschluss auf Zeit von 2 bis 5 Minuten auf Kleinfeld-Feldhockey, 2 bis 10 Minuten beim Großfeld-Feldhockey. Dabei spielt die Mannschaft mit einem Spieler weniger. Begeht ein Spieler beim Großfeld-Feldhockey einen technischen Regelverstoß ohne Körperkontakt, müssen die Schiedsrichter ihn für mindestens 5 Minuten des Feldes verweisen. Bei Foulspiel mit Körperkontakt muss der Spieler für 10 Minuten das Spielfeld verlassen. Begeht der Spieler nach Verhängen einer Zeitstrafe, aber vor dem Anpfiff der Spielfortsetzung, ein weiteres Vergehen, erhöht sich die ausgesprochene Zeitstrafe um 5 Minuten. Wenn ein Auswechselspieler oder Betreuer auf Zeit vom Spiel ausgeschlossen wird, müssen sie sich auf der Sitzgelegenheit für auf Zeit vom Spiel ausgeschlossene Spieler aufhalten. Außerdem muss der Mannschaftsführer einen seiner auf dem Spielfeld befindenden Spieler benennen, der auf der Mannschaftsbank oder an der Stelle, an der diese stehen müsste, Platz nehmen muss, jedoch als Auswechselspieler zur Verfügung steht. Auf Zeit ausgeschlossene Spieler oder Betreuer dürfen sich in der Halbzeitpause bei ihrer Mannschaft aufhalten. Und müssen zu Beginn der zweiten Halbzeit zu der vorbestimmen Stelle wieder zurückkehren, bis die Strafzeit abgelaufen ist. Sie dürfen auch an einer Besprechung im Rahmen einer Auszeit teilnehmen.
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- Die gelb-rote Karte bedeutet für den Spieler oder Betreuer den Ausschluss für die restliche Spieldauer. Der betroffene Spieler (oder Betreuer) muss das Spielfeld und dessen nähere Umgebung verlassen, seine Mannschaft spielt für den Rest des Spiels mit einem Spieler weniger. Die gelb-rote Karte wird verhängt, wenn ein Spieler, der im laufenden Spiel bereits ein Zeitstrafe oder gelbe Karte erhalten hat, einen Regelverstoß begeht, der eine weitere Zeitstrafe oder gelbe Karte zur Folge hätte. Eine gelbe-rote Karte ist mit einer Sperre für das nächste Spiel verbunden. Im Hallenhockey darf sich die Mannschaft, dessen Spieler oder Betreuer eine gelbe-rote Karte (‚zweite gelbe Karte‘‘) erhalten hat, sich bei einer Spielzeit von 2 x 30 Minuten nach 15 Minuten, bei einer Spielzeit von weniger als 2 x 30 Minuten nach 10 Minuten wieder vervollständigen.
- Die rote Karte ist die höchste Bestrafung beim Hockey. Der betroffene Spieler (oder Betreuer) muss das Spielfeld und dessen nähere Umgebung verlassen, seine Mannschaft spielt für die restliche Spielzeit mit einem Spieler weniger. Die Schiedsrichter müssen einen ausführlichen Bericht zu der roten Karte verfassen und an den zuständigen Ausschuss schicken. Der Spieler ist mindestens für die nächsten zwei Spiele gesperrt, wenn der zuständige Ausschuss nicht eine längere Sperre beschließt.
Im Feld- und Hallenhockey werden für persönliche Strafen farbige Signalkarten verwendet. Der Weltverband FIH hatte sie in den 1970er- Jahren eingeführt, damit die Strafen übersichtlicher gestaltet werden können.
Damit auch farbenblinde Spieler oder Offizielle erkennen können, welche Strafe ausgesprochen worden ist, haben die farbigen Karten unterschiedliche Formen.
Die Karten beim Feld und Hallenhockey
Grüne Karte
Feldhockey: Verwarnung 2 bis 5 Minuten Ausschluss
Hallenhockey: 1 Minute Ausschluss
Gelbe Karte
Feldhockey: 5 bis 15 Minuten Ausschluss
Hallenhockey: 2 bis 10 Minuten Ausschluss
Rote Karte
Ausschluss auf Dauer im Feld- und Hallenhockey