Rüsselsheimer Ruder-Klub 08 "Archiv und Chronik"

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Das Bootshaus des RRK 08

Entstehung und Geschichte beim Ruderverein Rüsselsheim (1908 – 1942),
bei der Rudergesellschaft Undine Rüsselsheim (1910 – 1942) und
beim Rüsselsheimer Ruder-Klub 08 (1942 – heute)

 

Rüsselsheimer Ruder-Klub 08 (1942 – heute)

2020


Umbau und Renovierung des RRK-Bootshauses ab Oktober 2018 ‒ die Phasen der Entwicklung und der Fortgang der Arbeiten (hier klicken!)


Daniela Ammar berichtet zum Stand der Arbeiten am Bootshaus in der "Main-Spitze" am 13.08.2020:

Rüsselsheimer Bootshaus ist noch immer eine Baustelle

Schon vor zwei Jahren begann die Sanierung, aber abgeschlossen ist sie noch immer nicht. Hier sind die Gründe.

Die Retro-Industrielampen hängen schon, aber ansonsten ist noch viel zu tun im Innenraum des Klubhauses.   ©Vollformat

Das "RRK-Bootshaus" gilt in Rüsselsheim als "Perle am Main". Damit sind nicht nur die Vereinsräume des "Rüsselsheimer Ruder-Klubs" (RRK) gemeint, sondern auch das Klubhaus und Gastronomie. Seit rund zwei Jahren wird das "Bootshaus" saniert, schon im vergangenen Jahr sollte es fertig sein.

"Wo hängt es denn?"“ und "Was ist los mit dem Bootshaus?" sind Fragen, die die Rüsselsheimer seit geraumer Zeit umtreiben. Jetzt gibt es Klarheit. "Wir wurden beim Vorhaben der Sanierung auch durch den Renovierungsstau ständig vor neue Herausforderungen gestellt", fasst der RRK-Vorsitzende Fritz Schmidt jr. die Lage zusammen. Gemeinsam mit einer "Kreativgruppe" und Architekten erarbeitete der Vorstand des Rüsselsheimer Traditionsvereins vor mehr als zwei Jahren das Konzept der Sanierung und Renovierung.

Klar war dabei von Beginn an, dass Hauptgebäude und Anbau sowohl innen als auch außen aufgewertet werden sollten. Doch bei der Renovierung mit fachkundigen Teammitgliedern taten sich ständig neue Baustellen auf: die Komplettsanierung der Kellerräume und der sanitären Anlagen, das Entlüftungssystem, die Elektrik, die Terrasse. "Ein weiterer erheblicher, statischer und bauphysikalischer Faktor war auch in der Küche zu finden, in der die Decke, beziehungsweise der Boden zum Keller Risse aufwies, sodass eine neue statische Unterkonstruktion nötig war", erklärt Schmidt jr. Wer das "Bootshaus" betritt, steht trotz der monatelangen Arbeiten auf einer riesigen Baustelle.

Verlegt wurde zunächst der Haupteingang, der sich nun an der östlichen Seite des Gebäudes befindet. Von dort aus soll künftig der neu gestaltete Gastraum betreten werden. "Mit dem neuen Eingang wollen wir eine Achse zum Hockeyplatz schaffen", erklärt Schmidt jr. Optisch aufgewertet präsentiert sich bereits jetzt der Innenraum des Klubhauses, in dem schwarze Retro-Industrielampen an der Decke hängen. Ruderboote sollen folgen.

Überhaupt wird sich das Thema Rudern durch das komplett sanierte Erdgeschoss und den Keller ziehen, ob in Form von Drucken mit Motiven aus der RRK-Vereinsgeschichte, durch verbautes Altholz oder Holzruder. An der rückgebauten Decke befestigte Klimageräte sorgen neben den neuen thermisch isolierten Fenstern künftig für passendes Klima im Innenraum, und das während des ganzen Jahres. Durch Schiebe-Elemente wird ein Teil des mit einer schallabsorbierenden Akustikdecke versehenen Raumes abteilbar sein.

Ein Hingucker wird die Außenfassade, bei der die nach hinten versetzten Flächen zum Main hin mit Holz verkleidet werden sollen und an der demnächst der alte "Bootshaus"-Schriftzug prangen wird. "Alles geschieht natürlich in Abstimmung mit dem Denkmalschutz", sagt Fritz Schmidt jr. und bezieht sich dabei auch auf die Sanierung des Dachgeschosses, in dem künftig eine Sportler-WG Einzug halten soll. Im Erdgeschoss befindet sich neben dem Gastraum und einem weiteren Büro die vergrößerte Küche, von der aus auch der an der Westseite geplante Biergarten beschickt werden kann.

Und die Gastronomie? Wer wird die Sportler, die Rüsselsheimer und deren Gäste in den neuen Räumen begrüßen? "Wir haben drei Bewerber, mit denen derzeit Abstimmungsprozesse laufen", sagt Schmidt jr. und ergänzt, dass sich der RRK sowohl beim gastronomischen als auch beim gestalterischen Angebot des künftigen Pächters ein Mitspracherecht einräumen wird.

"Vorgenommen haben wir uns, dass wir mit den Bauarbeiten zum Jahresende fertig werden", sagt der RRK-Vorsitzende. Beim Konzept des sanierten "Bootshauses" ist klar erkennbar, dass der Verein wirtschaftlich umdenkt, man will bei der Vermietung mehrere Standbeine haben. Beliehen wurde die vereinseigene Immobilie nach Zustimmung der Mitglieder mit 350.000 Euro, die Restfinanzierung der Sanierungsarbeiten sei gesichert, erklärt Schmidt jr. Unterstützung erhofft sich der Verein von Sponsoren und Gönnern.


Das "RRK-Bootshaus" am Ruder-Schnuppertag, dem 4. Juli 2020


Günter Schwanke, zwei Handwerker, Fritz Schmidt jr. und Willi Schwanke

Unser BOOTSHAUS-Bauprojekt geht voran!!!

RRK-News zum Projekt "Bootshaus" vom 2. Mai 2020

Liebe RRK-Mitglieder, liebe Freunde des RRK, liebe Rüsselsheimer,

wir freuen uns Euch mitteilen zu können, dass trotz der bekannten "Covid-19 Krise“ unser Projekt "Renovierung-Bootshaus" mit großen Schritten voranschreitet. Wir haben einige Firmen beauftragt diverse Gewerke umzusetzen und der RRK-Bauausschuss, der sich wöchentlich berät, betreut mit großer Hingabe das gesamte Projekt. Die Toiletten der Gastronomie im Kellergeschoss wurden bereits umfangreich renoviert. Nachdem aufwendig Kanalarbeiten gemacht und danach sämtliche Wasser-Leitungen erneuert wurden, sind aktuell die Fliesenarbeiten in den letzten Zügen. Die Küche im EG ist ebenso aufwendig überarbeitet worden. Eine statisch notwendige Bodensanierungen in der Küche hat uns dabei kräftig gefordert. Weiterhin sind im EG diverse Wände abgerissen und neue im Trockenbau erstellt worden. Seit letzter Woche wurde begonnen die Terrasse von Grund auf zu restaurieren. Ebenfalls die Fassade ist zeitgleich in der Mache und erhält in diesen Tagen eine Wärmedämmung, die das Bootshaus im Winter hoffentlich kuschlig warm sein lässt. Ach ja ... im Dachgeschoss sind Dachfenster eingesetzt worden und die neuen Fenster im Gastraum können sich ebenso sehen lassen, diese sind ebenso bereits eingebaut ... mit einer tollen dreiflügeligen Türanlage, die komplett geöffnet werden kann!

Fertig sind wir leider noch nicht, aber das "Ende" dieses umfangreichen Projektes ist zu sehen. Zu verdanken haben wir das nicht nur den Auftragnehmern, sondern auch Euch, die Ihr bei den Arbeitseinsätzen im vergangenen Jahr kräftig angepackt habt.

Aber ganz besonders gilt es Willi und Günter Schwanke zu erwähnen. Günter zieht mit immensem, persönlichem Aufwand täglich die "Strippen", während Willi als Bauausschuss-Leiter enormes leistet. Wäre allerdings nicht unser 1. Vorsitzender Fritz Schmidt jr., der alltäglich die Baustelle inspiziert, Detailarbeit leistet und vieles koordiniert, wären wir noch lange nicht soweit. Jürgen Kaul installiert nicht nur die Klimaanlage und Jochen Heinz ist nicht nur für Metallarbeiten da, ohne die beiden wäre auch einiges nicht machbar gewesen und manches bis heute nicht umgesetzt worden, und das alles auf ehrenamtlicher Basis.

Leider können wir noch keine Begehung durchführen und Euch die Fortschritte und Veränderungen zeigen, dafür könnt Ihr Euch ein paar Bilder anschauen.

Mit besten Grüßen und großem Dank an meine Bauauschuss-Kollegen!
Paul Anagnostou im Mai 2020


Das RRK-Bootshaus am 2. Mai 2020 ‒ weiter in vielen Bereichen Baustelle!

Das RRK-Bootshaus am 2. Mai 2020 ‒ alle Frontfenster sind ausgetauscht (4. Öffnung von links nun Terrassentür) und Flachbau ist eingerüstet für Dämmmaßnahmen


Umbau und Renovierung des RRK-Bootshauses ab Oktober 2018 ‒ die Phasen der Entwicklung und der Fortgang der Arbeiten (hier klicken!)


Aus "Main-Spitze" vom 28.01.2020:

Rüsselsheimer Szenelokal jetzt ohne Ableger am Main

Das Restaurant "F40 ‒ Las Brisas" bleibt nach der Insolvenz des Gründers geöffnet. Das Clubhaus des SC Opel, ursprünglich ebenfalls von ihm betrieben, trägt nun aber nicht mehr den Namen "Las Brisas am Main".

In der Rüsselsheimer Gastroszene verschiebt sich derzeit einiges. Aus dem ehemaligen "Las Brisas am Main" beim SC Opel wurde das "Tapas Haus", der Rüsselsheimer Ruder-Klub (RRK) verwirft seine ursprünglichen Pläne für das "Bootshaus", und das "Las Brisas"-Hauptrestaurant F40 erlebte unruhige Zeiten. Alle drei Lokale haben gemeinsam, dass es sich um Projekte des F40-Gründers Emilio Fernandez handelte. Laut einer Veröffentlichung des Amtsgerichts Darmstadt wurde am 1. Januar 2020 ein Insolvenzverfahren gegen den bisherigen "F40 ‒ Las Brisas"-Inhaber eröffnet.

Als Insolvenzverwalterin wurde die Rüsselsheimer Anwältin Nora Wagner eingesetzt. Sie bestätigt, dass das Verfahren laufe und erklärt, das Lokal im F-Bau in der Nähe des Rüsselsheimer Bahnhofs bleibe geöffnet, der Betrieb gehe in der gewohnten Qualität weiter. Zu weiteren Punkten könne der Übernehmer befragt werden. Laut einem Mitarbeiter im "Las Brisas" sei Fernandez weiterhin Inhaber. Dieser Auskunft stehen allerdings andere Informationen gegenüber. Dem Vernehmen nach soll das Lokal kurz vor Fernandez Privatinsolvenz auf seine Ehefrau überschrieben worden sein, wie aus mehreren Quellen zu erfahren war. Fernandez selbst gab keine Auskunft.

RRK hat sich umorientiert

An anderer Stelle hat sich durch das Insolvenzverfahren ebenfalls etwas verändert. Der RRK, bei dem F40-Gründer Fernandez das "Bootshaus" als Pächter übernehmen wollte, hat sich in Anbetracht des laufenden Insolvenzverfahrens umorientiert. "Der Vertrag wurde aufgelöst, weil keine Planungssicherheit bestand", erklärt RRK-Vorsitzender Fritz Schmidt jr., der sich mit den Verantwortlichen seines Vereins bereits auf die Suche nach einem neuen Pächter für das "Bootshaus" gemacht hat.

Ebenfalls von Fernandez betrieben wurde bis vor Kurzem das "Las Brisas am Main". Viele Rüsselsheimer wunderten sich zuletzt, weshalb das Restaurant im September einen neuen Namen bekam und sich jetzt "Tapas Haus" nennt. Gerade einmal fünf Monate war es zum damaligen Zeitpunkt her, dass Emilio Fernandez, seit mehr als fünf Jahren Betreiber des "F40-Las Brisas", das Clubhaus des SC Opel Rüsselsheim übernahm, wobei er im am Stadion gelegenen Restaurant neue Schwerpunkte setzen wollte. Geleitet wurde das "Las Brisas am Main" von Beginn an von Maidel Cardoza Osoria, der sich nicht nur um die organisatorischen Belange, sondern auch um Personalangelegenheiten, die Speisekarte und die Küche kümmerte. Relativ schnell habe sich bei Fernandez und Osoria die Idee durchgesetzt, dass der Restaurantleiter das Clubrestaurant nicht mehr nur im Auftrag führt, sondern selbständig übernimmt, wie jetzt in einem Gespräch zu erfahren war. "Der Wunsch, oder vielmehr die Idee, ist bereits im Juli an den SC Opel herangetragen worden", erklärt Michael Theis, Vorsitzender des SC Opel, im Gespräch.

Tapas hat sich bewährt

Nach Gesprächen und Prüfung der Angelegenheit habe man sich einverstanden gezeigt, so Theis, der hinzufügt: "Wir wollten, dass das Clubhaus auch weiterhin funktioniert und die Idee der Tapas hatte sich bewährt." Geschäftsinhaber Maidel Cardoza Osoria fügt hinzu: "Im September fiel dann die Entscheidung, das Restaurant umzubenennen und ich dachte mir: Wir benennen es einfach nach dem, was es hier gibt", erklärt der 32-Jährige, der sich vorgenommen hat, ein spanisches Restaurant zu etablieren, das mehr als Tapas bietet und bereits jetzt einen Gästestamm hat, den er sehr schätze, wie der Betreiber sagt.


Das RRK-Bootshaus am 1. Januar 2020 ‒ in vielen Bereichen Baustelle!

 

2019

Auszug aus "RRK-Klub-News" des 1. Vorsitzenden vom 26.12.2019

... Bleibt nur noch unser vermeintliches "Sorgenkind", das Bootshaus. Dazu kann ich nur sagen, dass ein sehr engagiertes, ehrenamtliches Team, den Umbau, die Sanierung und die Neugestaltung unseres Klubhauses begleitet und die bis dato verstrichene Zeit notwendig war, die vielfältigen Herausforderungen, die ein Projekt dieser Größenordnung unweigerlich und teils nicht vorhersehbar belasten, auch zu meistern.

Auch die Tatsache, dass der vermeintlich gefundene Gastronom für das Bootshaus nun leider doch nicht zur Verfügung steht, hat uns nicht entmutigt. Ich darf alle RRK-Mitglieder beruhigen: Auch hier waren wir abermals sehr aktiv, haben viele Gespräche geführt und neue Lösungen gefunden. Eine Entscheidung, wer der zukünftige Bootshaus-Wirt sein wird, werden wir voraussichtlich im Januar 2020 bekanntgeben können. Habt Verständnis für das lange Prozedere, aber seid sicher, dass auch wir irgendwann im Sommer 2020 auf der Bootshaus-Terrasse sitzen wollen! ...


Auszug aus "RRK-Klub-News" des Vorstands vom 28.11.2019

‒ BOOTSHAUS
Die Renovierungs- und Umbau-Arbeiten am Bootshaus kommen im Zuge der erteilten Baugenehmigung in Gang. Verschiedene Fachfirmen sind bereits beauftragt. So wird z.B. aktuell der Sanitärbereich im Untergeschoss renoviert und Abriss- und Maurer-Arbeiten sind in in vollem Gange. Das RRK-Bauausschuss-Team wird bis zur Fertigstellung der Arbeiten ab sofort von einem Bauleiter unterstützt. 

‒ BOOTSHAUS-PÄCHTERSUCHE
Der bereits unterschriebene Pachtvertrag musste aufgrund finanzieller Schwierigkeiten des potentiellen Pächters aufgehoben werden. Wir suchen nun einen neuen Pächter/in für unser Bootshaus, haben auch schon einige Gespräche führen können und sind guter Hoffnung eine positive Lösung zu finden.


RRK-Bootshaus: "Wir haben die Baugenehmigung!"

RRK-Bootshaus 1958

(RRK-News vom 16.09.2019)

Liebe RRK-Mitglieder,

wir freuen uns Euch mitteilen zu können, dass wir die Baugenehmigung für die umfangreichen Arbeiten im und rund um das Bootshaus erhalten haben!

Die Bauarbeiten können nun offiziell beginnen, trotzdem müssen noch Abstimmungen mit dem Denkmalschutz, die insbesondere die Fassade des Bootshauses betreffen, getroffen werden.

Letzte Woche haben wir bereits die erste Beauftragung für die Haustechnik und den Sanitärbereich erteilt und prüfen aktuell die weiteren vorliegenden Angebote für die nächsten Gewerke, die wir schnellstmöglich vergeben wollen.

Nun dürfen wir auch wieder mit unseren Arbeitseinsätzen fortfahren, um dem einen oder anderen Handwerker optimale Vorarbeit zu leisten und Kosten für den RRK zu sparen. Dazu werden wir in Kürze aufrufen!

Wir alle wünschen uns ein „schnelleres“ Vorgehen, jedoch erfordern der stark renovierungsbedürftige Zustand des Bootshauses, die aufwendigen Anforderungen für eine gastronomische Nutzung und die neuen Auflagen zum Brandschutz die notwendige Sorgfalt und Zeit. Bitte habt, wie auch wir, weiterhin Geduld!

Wir werden Euch von Zeit zu Zeit über das laufende Projekt informieren und wünschen uns weiterhin Eure Mithilfe und Unterstützung zur Renovierung und Neugestaltung unseres RRK-Klubhauses!

Der RRK-Vorstand und der RRK-Bauausschuss im September 2019


RRK ‒ Mitglieder-Information vom 21.3.2019

Der RRK-Vorstand mit dem neuen Pächter des Bootshauses nach der Unterzeichnung des Pachtvertrages am 20. März 2019 ‒ Jürgen Kaul (2. Vorsitzender und Hockey-Abteilungsleiter),  Mohammed El Moqaddam (zukünftiger Chefkoch im "Bootshaus"), Emilio Fernandez (Gastronom und Pächter des "Bootshauses"), Fritz Schmidt jr. (1. Vorsitzender), Paul Anagnostou (Schatzmeister)

RRK hat Nachfolgepächter für das Bootshaus gefunden! 

Liebe RRK-Mitglieder,

wir freuen uns ganz besonders, Euch offiziell darüber zu informieren, dass der Vorstand des Rüsselsheimer Ruder-Klub 08 e.V. einen neuen Pacht-Vertrag unterschrieben hat und wir im Spät-Herbst unter neuer Führung das Bootshaus eröffnen werden.

Nach gewissenhafter Suche und intensiven Gesprächen mit einer Vielzahl von Interessenten, hat der RRK-Vorstand mit Sabrina Schartner und Emilio Fernandez, einem ebenso sympathischen wie hoch professionellen Pächter-Paar, den Zuschlag erteilt. Der RRK hat mit den beiden aufstrebenden Gastronomen engagierte Partner gefunden, die sich bereits in den vergangenen Jahren in Rüsselsheim am Main und im gesamten Rhein-Main Gebiet einen Namen gemacht haben. Ab Oktober/November 2019 werden Sabrina und Emilio das Bootshaus nach Abschluss der umfassenden Renovierungsarbeiten bewirtschaften.

Mit viel Leidenschaft für ihren Beruf hat das Paar bereits das "F40 Las Brisas" im ehemaligen Opel-Werk südlich der Bahnlinie erfolgreich etabliert. Konzeptionell wird sich das Angebot im Restaurant Bootshaus neben mediterranen, sportlergerechten Speisen auf Steaks und saisonale, frisch zubereitete regionale Produkte konzentrieren ‒ vor allem im Sommer mit Outside Cooking auf der neuen Bootshaus-Terrasse, in reizvollem Ambiente mit Mainblick, bietet das neu gestaltete Restaurant damit eine Bereicherung der Gastro-Szene! Als Küchenchef hat das Pächter-Ehepaar Mohammed El Moqaddam gewinnen können, der seit 17 Jahren als Koch in Deutschland tätig ist und zuletzt viele Jahre in der bekannten Location "Citrus" in Mainz die Küche geleitet hat.

Die im Herbst 2018 eingeleiteten, umfangreichen Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen im Bootshaus des 110-jährigen Traditionsvereins Rüsselsheimer Ruder-Klub schreiten voran und nach der Entkernung durch die RRK-Mitglieder stehen nun Planungen mit den neuen Pächtern an, um die Erfordernisse der neuen Gastronomie optimal abzustimmen. Nach der Baugenehmigungsphase werden diese dann durch Fachfirmen ausgeführt.

Voraussichtlich 2020 wird als Ergänzung des gastronomischen Angebots des Restaurants "Bootshaus" zusätzlich der lange angedachte Biergarten eröffnet und unter dem gewachsenen Baumbestand am Bootshaus zu einem Besuch am Mainvorland einladen.

Unser 1. Vorsitzender Fritz Schmidt jr. im Namen des gesamten Vorstand: "Wir freuen uns, dass Sabrina und Emilio das Ruder im Bootshaus übernehmen. Partnerschaftlich streben wir eine langjährige Verbindung an, bei der Gastlichkeit und Servicequalität im Klubhaus des RRK gelebt werden. Und wir wünschen uns, dass nicht nur unsere Mitglieder aus den Abteilungen Rudern, Hockey und Tennis sowie Freunde und Gäste des RRK das tolle Angebot annehmen werden, sondern dass sich zukünftig auch viele Rüsselsheimer und auswärtige Gäste in unserem traditionsreichen Klub am Main willkommen fühlen."  

Der RRK-Vorstand am 21.3.2019


Umbau und Renovierung des RRK-Bootshauses ab Oktober 2018 ‒ die Phasen der Entwicklung und der Fortgang der Arbeiten (hier klicken!)


Daniela Ammar schreibt am 28. Februar 2019 in der "Main-Spitze":

Fritz Schmidt jr.

NEUER PÄCHTER

Für den gastronomischen Bereich des "Bootshauses" sei bereits ein neuer Pächter gefunden, so Fritz Schmidt jr. Um wen es sich dabei handelt, wollte der Vorsitzende jedoch nicht verraten. "Nur so viel sei gesagt: Die Vorstellungen und das Konzept haben uns überzeugt", erklärt der Vorsitzende.

Der RRK hat rund 650 Mitglieder, die alle eingeladen sind, sich innerhalb verschiedener Teams an den Umbau- und Renovierungsarbeiten zu beteiligen. 

RRK-Bootshaus bald im neuen Glanz

Derzeit sind engagierte RRKler am Werk, ihr Bootshaus in Rüsselsheim zu sanieren. Vorher muss aber viel Altes weichen.

Der Klang von Baugeräuschen ertönt derzeit an ausgewählten Samstagen aus dem RRK-Bootshaus, das in einigen Monaten "innerlich und äußerlich" in neuem Glanz erstrahlen wird. Bei einer Mitgliederversammlung hatten sich die Vereinsmitglieder im vergangenen Jahr dafür ausgesprochen, selbst Hand bei den Renovierungsarbeiten am in die Jahre gekommenen Gebäude anzulegen. Nun sind engagierte RRKler am Werk, die bis dato an fünf Samstagen ihr handwerkliches Geschick bei den Abriss-, Sanierungs- und Renovierungsarbeiten unter Beweis stellten.

"Sieht gut aus", stellt RRK-Vorsitzender Fritz Schmidt jr. grinsend fest, als ein demontiertes WC in den Armen eines Helfers seinen Weg ins Erdgeschoss findet. Während aus der Küche des Bootshauses laute Klopf- und Bohrgeräusche dringen, reißen weitere Helfer die Holzverkleidung am Eingang mit Brechstangen von der Decke. Auch die größten Staubwolken, herabprasselnder Putz und scharfe Gerüche aus den Sanitäranlagen können die Helfer nicht schrecken. Immer wieder dringt Lachen durch die "heiligen Hallen" des vereinseigenen "Schmuckstücks".

Biergarten und energetische Sanierung

Denn das ist das Bootshaus in der Tat, wie sich beim Rundgang erkennen lässt. Nach fünf Arbeitseinsätzen, bei denen jeweils zwischen 15 und 30 Helferinnen und Helfer im Einsatz waren, ist bereits erkennbar, welches Potenzial hier noch schlummert. Neu wird sich nicht nur die Wohnung im zweiten Obergeschoss, die aus brandschutztechnischen Gründen mit Gauben versehen werden soll, präsentieren, sondern auch das Erdgeschoss. In der Entstehung ist dort unter anderem ein größerer Küchenbereich mit "Außenanbindung" zum geplanten "Biergarten" an der Westseite. Zudem wird sich im Innenbereich des Erdgeschosses, wo Büro und eine kleinere Einliegerwohnung ihren Platz finden sollen, einiges tun. "Nicht nur innen wird sich mit einem weiter geöffneten Gastraum und einem breiteren Durchgang nach außen, bei dem der Haupteingang künftig zum Parkplatz hin liegen soll, einiges ändern", sagt Fritz Schmidt jr. Denn auch der Außenbereich biete Chancen, sagt der Vereinsvorsitzende und bezieht sich hierbei auf die Herstellung einer "Achse" zum Hockeyplatz auf der Ostseite.

Größter Faktor der Sanierung ist ‒ neben der brandschutztechnischen Sanierung, den Sanitäranlagen und der Küche ‒ vor allem die Fassade mit großen Fenstern. "Das muss natürlich energetisch geschehen", erklärt Schmidt, der dies zu den "Altlasten" zählt.

350.000 Euro stehen zur Verfügung

Natürlich behalten die Verantwortlichen die Finanzierung stets im Fokus. "Die 'Must-haves' müssen gesichert sein, bevor man sich eventuellen 'Nice-to-haves' widmet", so der Vorsitzende, der sich an die von den Mitgliedern abgesegnete Finanzierungssumme von 350.000 Euro hält.

Dass bereits jetzt ein gewisser "Spirit" bei den gemeinsamen Arbeitseinsätzen entstanden ist, ist unübersehbar. Denn zwischen Hammer, Mörtel, Staub und Dreck bleibt immer genug Raum zum Austausch. Zum Beispiel bei den gemeinsamen Pausen, wenn das Verpflegungsteam zum Einsatz kommt. "Mit dem neu gestalteten Bootshaus, bei dem optisch das Haupthaus wieder mehr in den Mittelpunkt gerückt werden soll, soll natürlich auch das Vereinsleben mehr gestaltet werden", sagt Fritz Schmidt jr., der ‒ wie alle Beteiligten ‒ im Umbau und der Sanierung eine Riesenchance sieht.


Nach dem Arbeitseinsatz der RRK-Mitglieder im alten Haupthaus des Bootshauses am 23. Februar 2019 wartet jede Menge Müll auf den Abtransport.

Nach vier Arbeitseinsätzen der RRK-Mitglieder am Bootshaus im Jahr 2018, bei denen in der Hauptsache Abrissarbeiten im Innern des alten Bootshausteils aus dem Jahr 1925 stattfanden, gehen die Arbeiten im neuen Jahr natürlich weiter. Am 19. Januar wird von 17 unermüdlichen Helfern erneut engagiert angepackt ‒ Tonnen von Bauschutt werden erzeugt, bewegt und zum Abtransport bereitgestellt. Am 2. Februar wird "Jumbo", der Vierer an der Decke im Gaststättenbereich, abgehängt und in der Bootshalle vorübergehend abgelegt. Und auch beim nächsten Arbeitseinsatz am 23. Februar werden von den 14 anwesenden RRK-Mitgliedern Holzböden und Holzdecken ausgebaut sowie Toiletten und Waschbecken demontiert. Es folgen Arbeitseinsätze am 30. März und am 13. April ‒ es wird weiter abgerissen und Bauschutt entsorgt sowie im Außenbereich Unkraut gejätet.

Zwischenzeitlich wird am 13. Februar der erforderliche Kreditvertrag mit der Kreissparkasse Groß-Gerau geschlossen, so dass nun entsprechend dem Fortgang des Projekts die anstehenden Investitionen umgesetzt werden können. Parallel laufen die Planungen des Vorstandes mit dem Architekten zu den Themen Brandschutz, Statik und Gestaltung sowie auch dem zukünftigen Bootshaus-Gastronomen auf Hochtouren.

Das RRK-Arbeitsteam am 19. Januar 2019 vor der Westseite des Bootshauses (hinten: Jochen Heinz, Stefan Bentscheck; davor: Annett Eigenbrodt, Katrin Henke, Gerhard Darnieder, Dagmar Ambach, Petra Darnieder, Linus Heinz; davor: Sonja Petrovic, Franziska Ruhland, Isabel Scherer, Brit Scherer, Peter Hafner, Claudia Schlicht-Lange; vorn: Teresa Hoff, Celina Hocks, Mara Bentscheck)
 

2018

Schon eine Woche später, am 1. Dezember, gehen die Abrissarbeiten weiter. Der dritte Arbeitseinsatz ist, wie die ersten beiden, perfekt geplant! Die restlichen Tapeten in den Wohnungen werden abgelöst, die Fliesen und sanitäre Bauteile in zwei Bädern entfernt sowie vor allem die veraltete Dunstabzugshaube in der Restaurantküche demontiert und entsorgt. Pokale und Wimpel werden zusammengetragen und gesichtet. Es ist schön zu sehen, wie Ruderer, Hockey- und Tennisspieler des RRK "Hand in Hand" arbeiten. Beim toll organisierten, gemeinsamen Mittagessen gibt es dann auch Gelegenheit, ein wenig zu plaudern und sich gemeinsam auf das "neue" Bootshaus zu freuen!

Dann am 8. Dezember beim vierten und letzten Arbeitseinsatz 2018 wird ein wichtiges Etappenziel erreicht. In mehr als 300 Arbeitsstunden haben etwa 75 RRK-Mitglieder Tapeten entfernt, Fliesen an Wänden und Böden abgeschlagen oder herausgestemmt, Sanitäranlagen entfernt, die Restaurantküche total entkernt, eine neue Türöffnung gestemmt, den Bauschutt und Anderes entsorgt sowie Pokale und Wimpel archiviert und verwahrt. Weitere Arbeitseinsätze sind für das neue Jahr geplant. Auch die Planungen des Vorstandes mit dem Architekten zu den Themen Gestaltung, Statik und Brandschutz sowie die Suche nach einem Bootshaus-Gastronomen gehen weiter. 


Die von der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 28. September 2018 beschlossene Renovierung und der damit auch verbundene Umbau des Bootshauses nehmen langsam Fahrt auf. Ein Bauausschuss-Team wird durch den Vorstand berufen, dessen Teammitglieder die jeweils anstehenden Eigenleistungen der RRK-Miglieder bei Renovierung und Umbau koordinieren sollen. Es besteht aus Wilfried "Willi" Schwanke ‒ Projektleitung und Koordination, Lutz Beyer und Jochen Heinz ‒ Abriss, Dr. Dietmar Klausen ‒ Archivierung, Günter Schwanke und Christopher Nordkamp ‒ Elektro, Ralf-Peter Rausch und Jens Ambach ‒ Finanzen und Förderung, Frank Meuser ‒ Garten, Wolfgang Gummersbach ‒ Koordination und Kommunikation sowie Katrin Henke ‒ Verpflegung.

Am 23. und 24. November geht es mit zwei Arbeitseinsätzen los. Perfekt geplant werden von den Arbeitsteams Tapeten und Fliesen entfernt, es wird geräumt, eine neue Türöffnung gestemmt und im westlichen Außenbereich Platz geschaffen. Auch das Verpflegungsteam hat alle Hände voll zu tun, um die Helfer zu verwöhnen und bei Laune zu halten.

Das RRK-Arbeitsteam am 24. November 2018 vor einer neuen Tür in der Westwand des Bootshauses (hinten: Stefan Bentscheck, Dagmar Ambach; davor: Fritz Schmidt jr., Harald "Harry" Czerwenski, Gerhard "Gerd" Darnieder, Walter Isselhard, Martin Kansy, Lutz Beyer, Malte Ernst, Moritz Richter, Dr. Reiner Hanewald, Thomas Späck, Thomas "Subbo" Susenburger; davor: Claudia Schlicht-Lange, Sandra Trautwein, Heike Becker, Rainer Friedrich, Jürgen Berger, Alfred Segner, Andrea Isselhard, Elke Vester, Meike Anagnostou, Cornelia "Conny" Segner, Anja Minowsky, Kurt Maurer; vorn: Luis Draisbach, Christian Kösling, Wilfried "Willi" Schwanke, Monika Hoffmann und rechts Ralf-Peter Rausch)


Umbau und Renovierung des RRK-Bootshauses ab Oktober 2018 ‒ die Phasen der Entwicklung und der Fortgang der Arbeiten (hier klicken!)


Nachdem der langjährige Pächter des Bootshauses zum 1. Juni 2018 aus persönlichen Gründen den Pachtvertrag gekündigt hat, plant der RRK-Vorstand nach einer umfangreichen Baumaßnahme und Sanierung des Anwesens, die Gastronomie mit einem neuen Pächter im Jahr 2019 wieder zu eröffnen. Da dieses Projekt mit einem größeren Finanzaufwand verbunden ist, lädt der RRK-Vorstand zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 28. September 2018 ein. Ziel ist es die RRK-Mitglieder über die bisherigen Aktivitäten bei der Suche eines neuen Pächters und die Planungen zum Umbau des Bootshauses zu informieren sowie über die anstehenden Investitionen abzustimmen. Nach der Versammlung informiert der RRK-Vorstand alle Mitglieder über das Ergebnis mit folgendem Rundschreiben:

Außerordentliche RRK-Mitgliederversammlung zur Zukunft des Bootshauses am 28. September 2018, um über die Planungen zum Bootshausumbau zu informieren und die Zustimmung der Mitglieder einzuholen

Prof. Dr. Dietmar Klausen, Jürgen Kaul, Paul Anagnostou und Fritz Schmidt jr. bei der außerordentlichen RRK-Mitgliederversammlung im Bootshaus

Liebe RRK-Mitglieder,

mit diesem Newsletter möchten wir Euch über die Ergebnisse der außerordentlichen Mitgliederversammlung vom vergangenen Freitag informieren.

Über 60 Personen haben den Weg ins Bootshaus gefunden, um sich über die geplante Renovierung und den Stand der Pächtersuche des Bootshauses zu informieren. Nachdem sich alle Mitglieder über den Zustand des Bootshauses ein Bild machen konnten, erörterte der RRK-Vorstand die möglichen Vorgehensweisen und Finanzierungspläne.

Wie schon in der Einladung zur außerordentlichen Mitgliederversammlung beschrieben, sind umfangreiche Baumaßnahmen und Sanierungen notwendig, um das Bootshaus wieder vermieten zu können. Wir sprechen hierbei von: Fassade, Fensterfront, Küche, Abluft, Elektrik ‒ um nur einige Punkte zu nennen ‒ insbesondere sind es aber auch Brandschutz und energetische Anforderungen, die auf den neuesten Stand gebracht werden müssen.

Der RRK-Vorstand präsentierte eine mit dem Architekturbüro Klann ausgearbeitete Visualisierung des Projektes, die sehr positiv angenommen wurde.

Am Ende schlug der Vorstand folgenden Beschluss vor, der mit 53 Ja-Stimmen, 4 Enthaltungen und 1 Gegenstimme von allen stimmberechtigten Mitgliedern angenommen wurde. Neben der Festlegung der Finanzierungshöhe wurde auch eine in der RRK-Satzung festgeschriebene aktive Mitarbeit der Mitglieder wiederbelebt und für die Jahre 2018/19 beschlossen.

"Die Mitglieder beschließen eine umfangreiche Renovierung des Bootshauses in Form einer Beleihung der Immobilie Bootshaus des RRK in Höhe von ca. 350.000 €.

Die endgültigen Gesamtprojektkosten werden im Laufe des Projektes evaluiert und je nach Kalkulationsumfang vom Vorstand des RRK bewilligt.

Alle stimmberechtigten Mitglieder des RRK werden verpflichtet im Zuge des Projektes – für die Jahre 2018/2019 ‒ pro Person an 2 Tagen insgesamt 10 Std. Arbeitsleistung zu erbringen. Sollte dies nicht möglich sein, wird als Ausgleich ein einmaliger Kostenbeitrag in Höhe von 10% des Jahresmitgliedsbeitrages am Jahresende zur Zahlung fällig."

In Kürze wird ein Aufruf zur Mitarbeit und zur Gründung von "Helfer-Gruppen" ‒ die Teilaufgaben selbstverantwortlich in Absprache mit dem Vorstand tätigen sollen ‒ an die Mitglieder gesendet. Wir freuen uns auf Eure aktive Mitarbeit und Eure Unterstützung ... und darauf, dass wir im nächsten Sommer wieder gemeinsam auf der neuen Terrasse des Bootshauses sitzen können!

Der RRK-Vorstand am 02.10.2018


DOROTHEA ITTMANN schreibt im "Rüsselsheimer Echo" am 11.05.2018:

Nach 26 Jahren: Betreiber-Familie des Lokals im Bootshaus macht Schluss

Familie Ivancic ist seit einem Vierteljahrhundert im Bootshaus für die Gäste da. Doch nicht mehr lange. Der Pachtvertrag läuft in diesem Monat aus.

Machen jetzt erst einmal Urlaub: Stipe Ivancic, Ehefrau Anđa Ivancic und Bruder Mate Ivancic

Seit rund 26 Jahren und in zweiter Generation bekocht und bewirtet Familie Ivancic ihre Gäste im idyllisch zwischen Festung und Mainufer gelegenen Restaurant "Bootshaus".

Der Gastraum ist hell und geräumig, die Fensterfront gewährt einen Blick auf die einladende Sonnenterrasse. Schirme spenden dort Schatten. Noch herrscht Ruhe im Bootshaus. Bevor Restaurant-Betreiber Stipe Ivancic am Nachmittag die ersten Gäste empfängt, ist noch viel zu tun. Die Küche muss auf Vordermann gebracht und letzte Bestellungen aufgegeben werden. Zwischendurch klingelt das Telefon – eine Tischreservierung.

Lange wird Stipe Ivancic nicht mehr die Gäste im Bootshaus begrüßen können. Am 21. Mai läuft der Pachtvertrag aus. "So richtig begriffen habe ich es noch nicht", sagt Ivancic, dabei lässt er seinen Blick durch den Gastraum schweifen. Der 47-Jährige sitzt auf einer der gepolsterten Bänke am Terassenfenster, den Arm über die Lehne geworfen. "Es fühlt sich an, als würde es immer so weiter gehen." Dass das aber nicht geht, weiß Ivancic nur zu gut.

"Man ist nur am Arbeiten, hat wenig Zeit für die Familie", betrachtet der dreifache Familienvater die langen Arbeitszeiten in der Gastronomie pragmatisch. "Manchmal habe ich das Gefühl, dass das Leben einfach an mir vorbeizieht." Nicht nur werktags kümmern sich Stipe Ivancic, dessen Ehefrau Anđa sowie sein Bruder mit Frau bis in die späten Abendstunden um das Wohl der Gäste, auch an den Wochenenden und Feiertagen arbeiten sie.

Schwere Entscheidung

"Beim Hessentag war ich jeden Tag hier", erinnert sich Ivancic an das Landesfest im Juni 2017 in Rüsselsheim. Doch nun sei der Akku leer, wie es der gebürtige Kroate formuliert. Hinzu kämen gesundheitliche Probleme seiner Frau.

Leicht sei ihm die Entscheidung nicht gefallen, den Familienbetrieb aufzugeben. Schließlich hatte schon sein Vater Milan Ivancic vor ihm das Restaurant geführt. Den Pachtvertrag mit dem Rüsselsheimer Ruder-Klub (RRK) hatte er 1992 unterschrieben. Doch das Herz des Lokals war dessen Frau und Stipe Ivancics Mutter Anđa gewesen. Jahrelang hatte sie für die Gäste deutsche und internationale Gerichte gekocht. Seit dem Jahr 2000 hat Stipe Ivancic die Geschäfte übernommen. Nun schwingt seine Frau den Kochlöffel, während Bruder Mate die Gäste bewirtet.

Ein Sterne-Restaurant sei das Bootshaus zwar nicht, aber wegen der guten Qualität und der großen Portionen seien die Gäste immer wieder gekommen. Die Spezialität des Hauses ist Pljeskavica (Hacksteak), es gehört zu den traditionellen Grillgerichten in Kroatien, weiß Anđa Ivancic. "Die Leute sind immer wieder gern gekommen. Wenn sie reinkommen, weiß ich, was sie essen und trinken", sagt sie schmunzelnd. "Wir sind ein bisschen wie eine große Familie."

Umso überraschter waren die Stammgäste, als sie von den Plänen der Ivancics erfuhren. "Viele bedauern, dass wir fortgehen. Sie fragen uns: Wo sollen wir denn jetzt essen gehen?", erinnert sich Stipe Ivancic. Er nehme sich gerne die Zeit, den langjährigen Gästen und Freunden die Gründe zu erklären. Der Familie sei es zudem wichtig, sich persönlich zu verabschieden. "Und wir wollen uns für die Treue und Unterstützung bei ihnen bedanken", sagt Anđa Ivancic zu.

Neuer Pächter gesucht

Weil die Ivancics im selben Haus arbeiten und wohnen, müssen sie bis zum 1. Juni ausziehen. In Rüsselsheim wollen sie nicht bleiben.

In ihrer kroatischen Heimat haben sie ein Haus. Das wollen Stipe und Anđa Ivancic mit ihren drei Kindern Michaela, Nika Rafaela und Gabriel bewohnen. Wie es beruflich weitergeht, weiß Stipe Ivancic noch nicht. Aber eines steht ganz sicher auf der Agenda: "Wir machen jetzt das erste Mal seit acht Jahren gemeinsam Urlaub", freut sich seine Frau.

Und was passiert mit dem Bootshaus? Der gastronomische Betrieb solle auf jeden Fall erhalten bleiben, versichert der erste Vorsitzende des RRK, Fritz Schmidt. Deshalb schaue sich der Verein nach einem neuen Pächter um. Erste Gespräche mit Interessenten seien bereits gelaufen. Schmidt ist guter Dinge, dass schon bald ein Nachfolger gefunden wird.


Zu Beginn des Jahres treffen sich etwa zwanzig RRKler, um unter der Leitung von Frank Meuser und Lutz Beyer den Westteil des Bootshausgeländes von "Wildwuchs" zu befreien. Im Hintergrund steht die Idee, hier Platz zu schaffen, um einen Biergarten zu ermöglichen.

 

2017

Vorn das neue Butterfly-Gerät

Dämmung von Betonsäulen

Fahrradständer vor der Terrasse

Auch 2017 ergeben sich am RRK-Bootshaus einige Veränderungen. Im Februar und März werden Betonsäulen an Gaststätte und Trainingsraum, die als Kältebrücken wirkten, mit einer Dämmung überzogen. Im März werden auch die Trainingsgeräte im Trainingsraum durch Beschaffung von drei zusätzlichen gebrauchten Geräten ‒ ein Butterfly, eine Multibank und eine Negativbank ‒ ergänzt. Pünktlich zum Hessentag wird das Bootshaus durch den weithin sichtbaren Schriftzug "Rüsselsheimer Ruder-Klub 08" verschönert. Und im Sommer wird auf dem Parkplatz vor der Bootshaus-Terrasse ein Fahrradständer installiert sowie an der Terrasse werden neue Kantbleche angebracht.

 

2016

Am RRK-Bootshaus ergeben sich auch 2016 einige Veränderungen. Ab April ist der seit 2012 leerstehende "Alte Saal" im Obergeschoss an ein Fotostudio vermietet. Im Sommer wird das zugewucherte Ehrenmal westlich des Bootshauses wieder sichtbar gemacht, eine Steineinfassung verlegt, der Bereich mit Rindenmulch abgedeckt und die enge Zufahrt zu den beiden Stellplätzen des Wirts vergrößert. Im Herbst wird dann im Trainingsraum die Lüftungssituation durch einen Ventilator verbessert und ein Defibrillator angeschafft sowie in der Geschäftsstelle ein zusätzlicher Heizkörper installiert. Und noch etwas soll hier erwähnt werden. Die im September 2015 eröffnete Geschäftsstelle im Bootshaus erfreut sich bei Vorstand und Mitgliedern steigender Beliebtheit dank der freundlichen Art und der professionellen Arbeit der Leiterin Katja Hosang.

Zusätzlicher Heizkörper im Geschäftszimmer

Ventilator im Hantelbereich des Trainingsraums

 

2015

RRK-Geschäftsstelle: Dr. Dietmar Klausen, Horst Ackermann und Wilfried Hoffmann mit Katja Hosang

RRK-Bootshaus: Die alte Kühlzelle ist raus

RRK-Bootshaus: Blick in die neue Kühlzelle

RRK-Bootshaus: Die neue Absauge mit Ventilator

Am und im Gebäude des Bootshauses ergeben sich natürlich immer wieder Probleme, die gelöst werden müssen, so auch 2015. Die im Nachbarraum zur Restaurantküche eingebaute Kühlzelle gehört dem RRK und hat schon ein beträchtliches Alter erreicht, so dass auch aus Hygienegründen eine Erneuerung notwendig wird. Nach Einholung diverser Angebote, Beschluss des Gesamtvorstands und Festlegung von Einzelheiten sowie des Ablaufs der Arbeiten wird der Auftrag vergeben − Aus- und Einbau erfolgen im April. Ein weiteres Problem ist seit Jahren die Küchenabsauge mit dem Ventilator direkt in der Absauge über dem Herd − Reinigung problematisch und immer wieder Stein des Anstoßes für den Schornsteinfeger. Überlegungen führen zu der Idee, nicht direkt in die Küche einzugreifen, jedoch die Absauge im Außenbereich zu erneuern und den Ventilator in diesen Bereich zu integrieren, so dass der problematische Küchenventilator ausgebaut werden kann. Dieser Idee folgt der Gesamtvorstand und beschließt die Durchführung, der Umbau erfolgt im Oktober 2015. Im Dezember gibt es dann noch Probleme mit dem Abfluss der Toiletten im Kellerbereich, die zunächst gelöst werden können, aber diese Sache wird den RRK auch noch 2016 beschäftigen. Einen besonderen Einsatz bei der Lösung aller theoretischen und praktischen Probleme und Problemchen im und am Bootshaus zeigt immer wieder einer, Andreas Hartmann.

 

2014

Nur kurze Zeit nach der Einweihung des Trainingsraums beschließt der Gesamtvorstand des RRK am 16. Juli 2014 die Auflösung des bestehenden Bauausschusses, dem am Ende Werner Alt, Andreas Hartmann, Wilfried Hoffmann, Dr. Dietmar Klausen, Ragnar Otto und Jochen Zimmermann angehören. Der aktuelle Bauausschuss bestand somit etwa 3,5 Jahre und hat einige Dinge am Bootshaus vorbereitet und gelöst, z.B. den Einbau einer neuen Heizungsanlage, einer neuen Warmwasserbereitung und einer neuen Elektro-Hauptverteilung, insbesondere aber wurde natürlich der Umbau und die Erweiterung des RRK-Bootshauses durch Einbau einer Behindertentoilette und einer Bootswerkstatt sowie Einrichtung eines Trainingsraums vorangetrieben und auch beendet.

Ostteil des Trainingsraums mit Wintergarten und Hantelbereich am Jahresende 2014

Westteil des Trainingsraums mit Treppenabgang zu den Umkleiden am Jahresende 2014


Am 24. Juni 2014 ist es endlich so weit. Etwa 2,5 Jahre nach der Entscheidung im Gesamtvorstand und nach etwa 10 Monaten Bauphase kann der RRK seinen neuen "Trainingsraum" im Bootshaus einweihen und den Mitgliedern zur Nutzung übergeben. Der ungenutzte Kegelbahnbereich als Folge der Schließung der Kegelbahnen Ende 2010 wurde umgebaut. Die bauaufsichtliche Genehmigung für diese Maßnahme wurde Mitte 2012 erteilt und auch die Förderzusagen des Landes Hessen, des Kreises Groß-Gerau und des LSBH waren seit November 2012 in trockenen Tüchern. Ab September 2013 wurde gebaut. Ein "Wintergarten" wurde angebaut, von den Umkleideräumen im Keller wurde eine Stahltreppe nach oben zum neuen Trainingsraum geführt, eine Behindertentoilette, ein Geschäftszimmer sowie ein Lager- und Werkraum wurden eingerichtet. Der RRK hat  bei diesem Um- und Anbau mithilfe von Fördermitteln etwa 220.000 Euro investiert. Dennoch ganz abgeschlossen ist das Projekt für den RRK mit der Einweihung noch nicht, denn neben kleineren Restarbeiten steht auch die Ergänzung der Geräteausstattung noch aus. Lassen wir Marc Schüler im "Rüsselsheimer Echo" berichten:

Unverhoffter Zuschuss von der Stadt

Neuer Trainingsraum im Bootshaus des RRK feierlich den Mitgliedern übergeben

Mit einer alten Schifferglocke läutete der Vorsitzende des Rüsselsheimer Ruder-Klubs 08, Dietmar Klausen, am Dienstagabend ein neues Zeitalter ein. Nach rund drei Jahren Planungs- und Bauphase übergab er den Mitgliedern des Vereins die neuen Räume im Bootshaus.

"Das waren drei aufregende Jahre, seit wir mit den Planungen begonnen haben", erinnerte sich Klausen bei der feierlichen Einweihung des neuen Trainingsraums. Durch den Umbau der alten, ungenutzten Kegelbahn im Bootshaus war nicht nur der vorhandene Trainingsraum durch einen Wintergarten erweitert worden, auch ein Behinderten-WC entstand dort genauso wie eine Geschäftsstelle sowie ein Werk- und Lagerraum.

Erbschaft von 50.000 Euro

Als Gesamtkosten für das Projekt gab der Verein etwa 220.000 Euro an. Diese hätte man jedoch alleine gar nicht aufbringen können, denn man hatte ja in den vergangenen Jahren in die Renovierung und Sanierung des Bootshauses investiert. "Anfangs 2011 haben wir uns überlegt, was wir mit der stillgelegten Kegelbahn machen können. Da sind wir darauf gekommen, weitere Trainingsmöglichkeiten zu schaffen", erzählt Wilfried Hoffmann, der als Schatzmeister des Vereins auch dem Bauausschuss für dieses Projekt vorstand.

Als glücklichen Zufall bezeichnet er, dass der Verein mit einer Erbschaft von 50.000 Euro bedacht wurde. Am 10. Januar 2011 bildete der RRK einen Bauausschuss und begann zu planen. "Wir sind aber schnell darauf gekommen, dass dies alles mehr kostet als 50.000 Euro", fügt Hoffmann hinzu. Auf unerwartete Probleme stieß man bei dem Bauvorhaben, als Architekt Ragnar Otto dem Verein die Richtlinien für Sonderbauten präsentierte, unter die das Bootshaus aufgrund der Gastronomie fällt. Die damit verbundenen verschärften Brandschutzbestimmungen haben dazu beigetragen, dass der Verein die ursprünglichen Planungen noch einmal überarbeiten musste. Auch einzelne Aspekte wie etwa der Einbau einer breiteren Tür für das Behinderten-WC an der angedachten Stelle erwiesen sich aufgrund statischer Probleme als schwierig. So musste der Ruderverein bei seinen Planungen zunächst einige Klippen umschiffen, bevor er sich um die Baugenehmigungen kümmern konnte.

Einweihung und offizielle Inbetriebnahme des neuen Trainingsraums am 24. Juni 2014 durch den RRK-Vorsitzenden Dr. Dietmar Klausen und zahlreiche Mitglieder

Der neue Trainingsraum des RRK mit an die ehemalige Kegelbahn angebautem Wintergarten nach Fertigstellung

Probetraining: Wilfried Hoffmann, Dr. Dietmar Klausen und Andreas Hartmann im neuen Trainingsraum des RRK

Ostteil des Trainingsraums mit Wintergarten und Hantelbereich nach der offiziellen Inbetriebnahme

Westteil des Trainingsraums mit Treppenabgang zu den Umkleiden am Ende nach der offiziellen Inbetriebnahme

Rund 180.000 Euro hatte man zunächst veranschlagt, eine Summe, die schwer alleine zu stemmen schien. Dennoch stieg der Verein in die Planungen ein und bewarb sich um Fördergelder, die er auch zugesagt bekam. Alleine 50.000 Euro gab es aus der Sportstättenförderung des Landes Hessen, der Kreis Groß-Gerau gab 3.500 Euro an Zuschuss als Teil des Programms "Sportland Hessen", das zusätzlich zur Förderung des Landes den Vereinen im Kreis bei der Finanzierung helfen soll. "Beide Programme gehören zusammen, das heißt, ohne die Förderung des Landes hätte es von uns auch keinen Zuschuss gegeben", erklärte der Sportbeauftragte des Kreises, Klaus Astheimer. Er bezeichnete den Umbau als optimale Lösung und eine wichtige Investition in die Zukunft. Ebenso beteiligte sich der hessische Landessportbund mit finanziellen Mitteln.

Überraschend für den Verein gab es auch von der Stadt Rüsselsheim noch einen Zuschuss von 25.000 Euro, den Sportamtsleiter Robert Neubauer aufgrund der erst 2013 in Kraft getretenen Sportförderrichtlinie der Stadt zusagte. "Wir haben damit nicht gerechnet. Wir waren überrascht, als wir die Größenordnung der Förderung erfahren haben", sagte Klausen.

Sponsoren für Trainingsgeräte

Am 16. September vergangenen Jahres begannen die Bauarbeiten, die nun fast abgeschlossen sind. "Es gibt noch ein paar Kleinigkeiten zu machen, ebenso hoffen wir noch auf Spender oder Sponsoren, um moderne Trainingsgeräte anzuschaffen", so Hoffmann.

Viel konnten die Mitglieder des Vereins allerdings auch durch Eigenleistungen beisteuern, beispielsweise bei der Installation der Elektroleitungen oder der sanitären Anlagen. So waren Rentner Andreas Hartmann und seine Frau Traudl während der Bauphase fast täglich auf der Baustelle und packten kräftig mit an, wie Klausen erwähnte. "Dem Ingenieur ist nichts zu schwör", scherzte Hartmann, als er vom RRK-Vorsitzenden zusammen mit anderen engagierten Mitgliedern den Dank des Vereins erhielt.

Nach dem offiziellen Teil mit Sektempfang und kaltem Büfett waren die etwa 50 Mitglieder und Gäste sehr interessiert, einen Blick in die neuen Räumlichkeiten zu werfen und lobten anschließend die erfolgreiche Arbeit des Vereins bei diesem Projekt.


Umbau und Erweiterung des früheren Kegelbahnbereichs zu einem Trainingsraum
− die Phasen der Entwicklung und der Fortgang der Arbeiten (hier klicken!)

 

2013

Am 5. April beschließt die "RRK-Generalversammlung" die Reihe der Jahreshauptversammlungen im RRK. Das "Rüsselsheimer Echo" berichtet:

RRK baut für die Fitness

Verein stemmt die Ausgaben für Umbau im Bootshaus aus Eigenmitteln

Eine gewaltige Ausweitung erfährt der Haushaltsplan des Rüsselsheimer Ruder-Klubs (RRK) in diesem Jahr. Dabei werden die Ausgaben die veranschlagten Einnahmen um genau 50 Prozent übersteigen und an die Marke von 400.000 Euro reichen. In der Kasse wird aber am Ende nicht Ebbe sein. Diese fast wundersame Gleichung konnte Schatzmeister Wilfried Hoffmann den gerade zwei Dutzend (von 629) Mitgliedern in der Hauptversammlung des Gesamtvereins aufmachen.

Geplanter Trainingsraum mit Erweiterung des ehemaligen Kegelbahnbereichs durch Anbau eines "Wintergartens"

Kegelbahn wird umgebaut

Der hohe Ausgabenbedarf entspringt dem vor drei Jahren beschlossenen Umbau im Vereinssitz Bootshaus. Dort sollen der vorhandene Kraftraum und die Räumlichkeit der Ende 2010 stillgelegten Kegelbahn zu einem Trainings- und Fitnesszentrum mit Wintergarten, Büro und Lager umgebaut werden. Veranschlagt ist die Maßnahme mit 190.000 Euro, davon werden 160.000 Euro in diesem Jahr fällig. Anders als 2007, als der Eigenanteil an dem neuen Kunstrasen-Trainingsplatz über Spender und Förderer aufgebracht werden musste, begleicht der RRK diese hohen Mehrausgaben aus der Vereinskasse. Dort sind bereits die öffentliche Zuschüsse für die Baumaßnahme verbucht und es kann weiterhin auf Mittel aus einer Erbschaft zurückgegriffen werden.

Hoffmann bestätigte als gleichzeitiger Vorsitzender des Bauausschusses, dass der Umbau "eigentlich schon fertig sein müsste". Er verwies aber darauf, dass der Vorstand erst die konkreten Fördermittelzusagen abgewartet habe. Zudem handele es sich um eine Sonderbaumaßnahme hinsichtlich der Brandschutzvorgaben, die nicht immer ganz klar formuliert seien. Einen Stillstand, wie offenbar in Mitgliederkreisen moniert, wollte der Schatzmeister bei dem Projekt aber nicht sehen. Es seien inzwischen Angebote eingeholt und Ausschreibungen getätigt worden, der Vorstand habe somit "bereits im Dezember den Winterschlaf beendet"...

17.10.2013: Wie man sieht, tut sich etwas: Der Wintergarten nimmt allmählich Gestalt an

18.12.2013: Fertiger Wintergarten, nun steht nur noch Innenausbau an

Der im Jahr 2010 durch Beschluss des RRK-Gesamtvorstands berufene Bauausschuss, der sich mit anstehenden baulichen Aufgaben im und am Bootshaus beschäftigen soll, hat 2013 insbesondere den Umbau  zur Umgestaltung der früheren Kegelbahnen zu einem Kraft- und Fitnessbereich vorangetrieben, nachdem seit November 2012 die Förderungszusagen von Land Hessen, Kreis Groß-Gerau und LSBH vorlagen

 

2012

Der im Jahr 2010 durch Beschluss des RRK-Gesamtvorstands berufene Bauausschuss, der sich mit anstehenden baulichen Aufgaben im und am Bootshaus beschäftigen soll, hat 2012 insbesondere die Vorarbeiten zur Nutzung des Kegelbahnbereichs vorangetrieben. Doch zunächst muss man sich um die Warmwasserversorgung des Bootshauses kümmern, da der alte Warmwasserboiler ab Ende Dezember 2011 defekt ist. Bauausschuss und Vorstand entscheiden sich kurzfristig für den Einbau einer Frisch-Warmwasserstation, bei der Frischwasser in einem Platten-Wärmetauscher unter Nutzung eines Pufferspeichers erwärmt wird. Der Einbau erfolgt bereits Mitte Januar.

Bereits am 11. Januar 2012 entscheidet der Gesamtvorstand zwischen zwei ihm vom RRK-Bauausschuss vorgelegten Varianten zur Errichtung eines Trainingsraums im Bereich der stillgelegten Kegelbahnen, eines Geschäftszimmers, eines neuen Treppenaufgangs und einer Bootswerkstatt. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, die Baupläne zu erarbeiten, eine Kostenschätzung der Investition vorzunehmen, die Baugenehmigung zu beantragen und Anträge zur Förderung des Vorhabens zu stellen. Die Kosten der Baumaßnahme einschließlich vorgesehener Eigenleistungen jedoch ohne Geräteeinrichtung liegen bei 179.000 Euro. Anfangs Juni erteilt die Bauaufsicht der Stadt Rüsselsheim die Baugenehmigung. Mitte November 2012 ist auch die Entscheidung über die Förderung des Bauvorhabens gefallen. Am 12. November übergibt Professor Dr. Heinz Zielinski im Namen des Hessischen Ministeriums des Inneren und für Sport im RRK-Bootshaus den Förderbescheid an den RRK-Vorstand: "Wir geben Ihnen den Höchstbetrag von 50.000 Euro." Aber auch der Kreis und der Landessportbund beteiligen sich an dem Vorhaben. Klaus Astheimer, Sportbeauftragter des Kreises Groß-Gerau, unterrichtet den RRK-Vorstand, dass die letzte Förderung des Kreises im Jahr 2012 an den RRK geht: 3.600 Euro. Und auch der Landessportbund Hessen wird das Bauvorhaben mit 4.600 Euro fördern. Es kann weitergearbeitet werden, Werkplanung und Ausschreibungen werden nun durch den Architekten erstellt, um im Jahr 2013 den Umbau zu verwirklichen.

Die "Frisch-Warmwasserstation" im Heizungskeller des Bootshauses.

RRK-Schatzmeister Wilfried Hoffmann, Prof. Dr. Heinz Zielinski vom "Hessischen Innenministerium" und RRK-Vorsitzender Prof. Dr. Dietmar Klausen bei der Übergabe des Förderbescheids am 12.11.2012

 

Hochwasser am Main: Vor dem RRK-Bootshaus steht das Wasser am 14. Januar 2011 gegen 13 Uhr, Pegel Raunheim 488, am Gebäude, doch der Hochwasserschutz beruhigt.

2011

Auf den RRK und auch die Ruderabteilung kommt in den ersten Januartagen eine Gefahr zu, das Wasser des Mains steigt und steht am 9. Januar vor den Bootshallen. Doch der RRK ist vorbereitet. Nach dem letzten Hochwasser im Jahr 2003 verfügt der RRK seit 2005 für die drei gefährdeten Eingänge ins Bootshaus über ein mobiles Hochwasser-Sperrsystem, das bei Gefahr kurzfristig eingebaut werden kann.

Am 8. April findet die Jahreshauptversammlung des RRK statt. Natürlich schlagen die Sorgen der Abteilungen auch auf den Hauptverein durch, doch die anstehenden Probleme halten sich wie die Jahresberichte zeigen, in Grenzen. Am Bootshaus soll die Heizungsanlage erneuert und die Räume der stillgelegten Kegelbahnen sollen einer neuen Nutzung zugeführt werden.

Nachdem der Gesamtvorstand des RRK Mitte des Jahres 2010 wegen zurückgehender Nutzung und dadurch fehlender Wirtschaftlichkeit eine Schließung der beiden Kegelbahnen zum 31. Dezember 2010 beschlossen hat, wurde noch 2010 ein Bauausschuss berufen, der sich mit anstehenden baulichen Aufgaben im und am Bootshaus beschäftigen, Entscheidungen des Gesamtvorstands vorbereiten und Maßnahmen durchführen soll. Berufen werden Karin Scheelke, Werner Alt, Andreas Hartmann, Wilfried Hoffmann, Dr. Dietmar Klausen, Ragnar Otto und Jochen Zimmermann − zum Vorsitzenden wählt sich der Ausschuss den RRK-Schatzmeister Wilfried Hoffmann. Im Jahr 2011 werden unter Federführung und auch aktivem Einsatz von Mitgliedern des Bauausschusses die alte Heizungsanlage durch zwei moderne Gas-Brennwertkessel ersetzt, eine neue Elektro-Hauptverteilung montiert, die Elektro-Installation des Sanitär- und Bootshallenbereichs saniert, ein Riss in einer Bootshallenwand durch Verpressung und die undichte Terrassenfläche über den Bootshallen provisorisch abgedichtet, die Oberlichter an der angebauten Spülküche erneuert sowie außerdem aufwendige Vorarbeiten für eine neue Nutzung der stillgelegten Kegelbahnen (Abbau der Anlagen und Planung der Umgestaltung des Bereichs) durchgeführt.

Abbau der Kegelbahn-Anlagen

Einbau moderner Gas-Brennwertkessel

Montage einer neuen Elektro-Hauptverteilung

 

2008

Der RRK wird im Jahr 2008 100 Jahre alt. Am 25. Juli 1908 wurde der Ruderverein Rüsselsheim, einer der Vorgängervereine des RRK, gegründet. Bereits seit dem Jahr 2007 laufen die Vorbereitungen für die mannigfaltigen Veranstaltungen des Jubiläumsjahres.

28. Februar 2008: Die anstehenden Arbeiten am alten Teil des Bootshauses sind in vollem Gang

29. März 2008: Die Sanierungsarbeiten am alten Bootshausteil sind beendet – das Bootshaus strahlt in neuem Glanz

Von Anfang Februar bis Mitte März werden am alten Teil des Bootshauses Sanierungsarbeiten durchgeführt – das Dach wird neu gedeckt, Schallschutzfenster werden eingebaut, der Putz wird ausgebessert und neu angestrichen, Regenrinnen und Fallrohre werden erneuert und eine Blitzschutzanlage wird installiert.

 

2006

"Der RRK lebt und gedeiht!", so beginnt der 1. Vorsitzende des RRK, Dr. Dietmar Klausen, die RRK-Jahreshauptversammlung am 31. März im Bootshaus. Die Mitgliederzahl des RRK hat mit 651 Mitgliedern am 1. Januar 2006 einen neuen Höchststand erreicht. Hauptthemen der Berichte sind der neue zweite Kunstrasen, die neue Hochwasser-Sperranlage, anstehende Renovierungsarbeiten am Bootshaus, die sportlichen Erfolge, die finanzielle Situation der Hockeyabteilung sowie das 2008 anstehende 100-jährige Jubiläum des RRK.

Zum 1. September 2006 kann der RRK den vierjährigen Leerstand des Saals im 1. Stock des Bootshauses endlich beenden. Stephanie Mudersbach mietet Saal und Vorzimmer an und eröffnet im Bootshaus ihr Tanzstudio "Ballatina", eine erfreuliche Entwicklung für die Finanzen des RRK.

Tanzstudio "Ballatina" im 1. Stock des Bootshauses

 

2005

Nach über längere Zeit gehenden Diskussionen im Kreis der AH-Ruderer (das sind die, von denen in der Vergangenheit einige bei Hochwasser durch aufwendigen Einbau von Bohlen, Plastikbahnen und Pumpen versucht haben, das Bootshaus vor den Wassermassen abzudichten) sowie natürlich auch im RRK-Vorstand wurde nun vor einiger Zeit der Beschluss gefasst, den Kellerbereich des Bootshauses durch Sperren im Bereich der Bootshallen sowie der Umkleide- und Duschräume vor dem im Winter und Frühjahr regelmäßig auftretenden Hochwasser des Mains zu schützen.

Die Entscheidung fiel für drei mobile Hochwassersperren an den beiden Toren der Bootshallen und am Seiteneingang zu den Umkleideräumen. Eingebaut werden im März 2005 Dammbalken-Absperrsysteme, die bei Bedarf kurzfristig in fest installierte U-Profile eingesetzt werden können.

Die Hochwassersperre ist eingebaut (März 2005)

Einige Tage nachdem es in der Pächterfamilie des RRK-Bootshauses, der Fam. Ivancic, Nachwuchs gegeben hat, am 31. Juli 2005 ist Nika Rafaela Ivancic im Rüsselsheimer Krankenhaus zur Welt gekommen, wird im August im Restaurant eine neue Theke eingebaut. Außerdem schließen RRK und Pächter einen neuen fünfjährigen Pachtvertrag ab, denn der RRK ist mit "seinem" Pächter und der Pächter mit "seinem" RRK zufrieden.

Stipe Ivancic am 13. August 2005 hinter der alten Theke

Abbau der alten Theke durch einige AH-Ruderer

Die neue Theke steht am 18. August 2005

 
2003

In den ersten Tagen des Jahres, d.h. am 3. Januar 2003, steigt der Wasserpegel des Mains sehr schnell. Es hat Tage geregnet und nun kommt das Hochwasser. Noch am gleichen Tag errichten einige unermüdliche Helfer der Ruderabteilung in den Eingängen der Bootshallen vorbereitete Spundwände, um das Wasser aus den Bootshallen zu halten. Der Höchststand am Pegel Raunheim wird am 5. Januar gegen 10 Uhr erreicht - 541 cm. Die Fließgeschwindigkeit des Mains beträgt etwa 2,5 m/s. An den Bootshallen steht das Wasser etwa 60 cm hoch, hinter den Spundwänden wird mit Tauchpumpen das durchsickernde Wasser wieder nach außen gepumpt.

Das Wasser kommt, die Bootshallen werden dicht gemacht
(3. Januar 2003).

Das Wasser drückt sich durch die Spundwand und wird abgepumpt
(4. Januar 2003)

Die Tennisplätze von der Bootshaus-Terrasse
(5. Januar 2003)

Am 12. April 2003 findet festgelegt vom Gesamtvorstand am Bootshaus ein Arbeitseinsatz statt. Da alle Abteilungen im Gesamtvorstand vertreten sind, außerdem der Termin im Internet auf der RRK-Homepage bekanntgemacht wird, muss mit großem Andrang vieler arbeitswilliger RRKler aus allen Abteilungen gerechnet werden. Doch die Erwartungen werden leider nicht erfüllt. Es ist zwar ein erfolgreicher und guter Arbeitseinsatz, es wird einiges geschafft, aber vertreten sind nur Ruderer. Offensichtlich sind das die einzigen, die bereit sind, im Umfeld des Bootshauses auch einmal Hand anzulegen. Sei`s drum! Es wird rund ums Bootshaus Müll gesammelt, es werden Hecken geschnitten, es werden die Platten der Terrasse vor dem Saal für weiterführende, erforderliche Sanierungsarbeiten abgetragen, die Bootshallen werden ausgeräumt, aufgeräumt und gereinigt usw. Also es wird einiges geleistet, daher wird anschließend auf der Bootshaus-Terrasse auch ordentlich gegessen und getrunken.

Arbeitseinsatz am Bootshaus am 12. April 2003

Hier ein Teil der Helfer: Dietmar Ostermai, Jochen Zimmermann, Rudi Reitz, Gert Richter, Wilfried Hoffmann, Gerhard Darnieder, Lutz Beyer, Stipe Ivancic; es fehlen: Georg Gagel, Martin Kraft, Melanie Berger

 

2002

Nachdem im Jahr 2000 Stipe Ivancic ‒ zunächst wegen der abgelaufenen Arbeitserlaubnis ‒ als Vertreter der Familie den Pachtvertrag für das Restaurant "Bootshaus" mit dem RRK geschlossen hat, besteht im Jahr 2002 der kroatische Familienbetrieb aus den Eltern Milan und Anđa Ivanic, dem Sohn Stipe mit Ehefrau Anđa und dem Sohn Mate.

 

 

Seit 1992 Betreiber des Restaurants "Bootshaus",
die Fam. IVANCIC mit Stipe, Anđa, Mate, Anđa und Milan

 

2000

Die "Main-Spitze" berichtet anfangs April 2000:

"Das Geld muss von außen kommen"

RRK-Vorstand für weitere zwei Jahre bestätigt / Sorgenkind Hockey / Dauerbrenner "Bootshaus"

Auf den ersten Blick bleibt alles beim Alten: Bei der Hauptversammlung am Montag Abend im "Bootshaus" wurde der komplette Vorstand des Rüsselsheimer Ruder-Klub (RRK) von den rund 40 Anwesenden einstimmig für zwei weitere Jahre bestätigt. Die Beiträge bleiben unverändert und die Hockeyabteilung des derzeit 548 Mitglieder zählenden Vereins weiterhin zugleich sein ganzer Stolz und doch auch das Sorgenkind.

Rund 75.000 Mark Unterdeckung weist der Haushaltsentwurf 2000 der mitgliederstärksten der drei RRK-Abteilungen auf. "Wir sind an einem Punkt angelangt, wo jedes Mitglied gefordert ist, sich Gedanken zu machen", sagt Dietmar Klausen. "Wir arbeiten auf einem sehr hohen Niveau. Und das werden wir wohl nur halten können, wenn wir die finanzielle Situation in den Griff bekommen", so der Erste Vorsitzende weiter. An der Beitragsschraube wolle man deshalb aber nicht drehen: "Das wäre nicht viel mehr als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Das Geld muss von außen kommen", so Klausen, der die Geschicke des Ruder-Klubs seit 18 Jahren führt.

Um den Auswirkungen hinsichtlich der Novellierung des 630-Mark-Gesetzes, der Scheinselbständigkeit und der neuen Steuergesetzgebung künftig besser gerecht zu werden, wurde Helmut Robl als Koordinator Steuern und Beschäftigte neu in den Vorstand aufgenommen.

Ganz anders als in den Vorjahren hat sich das Gesamtguthaben des Traditionsvereins drastisch reduziert. Darauf machte Schatzmeister Wilfried Hoffmann in seinem Bericht aufmerksam. Insgesamt gesehen gab dieser allerdings wenig Anlass zur Besorgnis. Fast eine halbe Million – 497.000 Mark – hat der Verein 1999 ausgegeben. 288.000 Mark davon sind in den sportlichen Bereich geflossen, zirka 49.000 Mark in die Abteilungskasse der Ruderer, etwa 209.000 Mark in die der Hockeyabteilung.

Letztlich waren es jedoch die aufwendige Sanierungen der Dusch- und Umkleideräume (rund 100.000 Mark) sowie des Kegelbahnbereichs (rund 25.000 Mark), die für die Reduzierung des Vereinsguthabens auf derzeit etwa 63.000 Mark verantwortlich zeichneten. "Das Bootshaus ist ein Dauerbrenner", wies Klausen dabei zugleich darauf hin, dass in diesem Jahr die Sanierung der Betonkonstruktionen fertig gestellt werden müsste. Rund 115.000 Mark hat Schatzmeister Wilfried Hoffmann in seinem Haushaltsvoranschlag dafür vorgesehen, insgesamt sollen im laufenden Jahr nicht viel mehr als 412.000 Mark ausgegeben werden.

Blieben noch die Sparten Rudern und Tennis: "Die Ruderabteilung macht uns derzeit wenig Sorgen", sagt Klausen. Im Gegenteil. Mit der im Jugendbereich wieder aufgenommenen Trainingsgemeinschaft mit dem Flörsheimer Ruderverein, habe man eine alte Tradition aufleben lassen. Und das vom Abteilungsvorstand ausgeklügelte Nachwuchsförderungs-Modell, bei dem stärker mit den Schulen zusammengearbeitet werden soll, lasse optimistisch in die Zukunft blicken.

Noch weniger Sorgen bereiten dem Vorstand die Tennisspieler. "Die Abteilung hat keine Ansprüche und trägt sich selbst", so der Erste Vorsitzende. Schade sei nur, dass von zahlenden 85 Mitgliedern, die die Sparte derzeit zählt, lediglich zehn bis 15 aktiv am Vereinsleben teilnehmen würden.

Nachdem Mitte des Jahres 2000 der Pachtvertrag für die Bootshaus-Gaststätte mit der Brauerei ausgelaufen ist, stellen sich eine Menge Fragen. Was ist zu tun? Wie soll es weitergehen? Verpachtet man direkt an einen Wirt? Macht man einen neuen Bierliefervertrag mit der seitherigen oder einer anderen Brauerei, die vielleicht auch anpachtet? Zu welchen Bedingungen ist ein neuer Bierliefervertrag abschließbar und auch ein neuer Pachtvertrag? Zunächst waren da nur Fragen, die Antworten müssen erarbeitet werden. Es wird mit mehreren Brauereien verhandelt, mit der seitherigen Brauerei ein neuer 5-jährigen Bierliefervertrag ausgehandelt und auch abgeschlossen. Dafür gibt es einen "verlorenen Zuschuss" und neben Siegel Pils auch Jever vom Fass. Mit dem RRK-Wirt, der Fam. Ivancic, wird parallel einen neuer 5-jähriger Pachtvertrag verhandelt und dann auch zwischen Pächter, nun Stipe Ivancic, und RRK direkt abgeschlossen. Verlorener Zuschuss der Brauerei, Pachterhöhung und auch Eigenmittel geben die Möglichkeit, an eine Investition zu denken und diese dann auch zu verwirklichen.

Umbau am Saal des Bootshauses, die Entwicklung des Umbaus – das Loch in die Wand ist gebrochen, ein Stahlträger ist eingebaut – die Fenster/Tür-Kombination ist eingefügt, RRK-Hauswart Jochen Zimmermann und RRK-Wirt Milan Ivancic – der Saal einschließlich der abgehängten Decke ist fertig

Was ist das Ergebnis dieser beschriebenen Entwicklung? In die Wand des Saals zur Terrasse wird eine Fenster/Tür-Kombination eingebaut. Die Heizkörper im Saal werden erneuert. Die kleine Bühne in der Süd/Ost-Ecke wird abgerissen und hier Marmor verlegt. Das Oberlicht über der Bühne wird durch ein motorisch sich öffnendes ersetzt. Die Tür vom Saal zur Kegelbahn wird geschlossen und eine beleuchtete Vitrine eingebaut. Die Elektroinstallation im Saal sowie die Unterverteilungen in der Küche werden erneuert. An die Stelle der Aluminiumtür zwischen Flur und Gaststätte kommt eine neue Windfang-Türanlage aus massivem Meranti. Auf die Saalwand zur Kegelbahn werden Dämmung, Gipskartonplatten und anschließend Rauputz aufgebracht. Die Beleuchtung des Saals wird umfassend neu gestaltet. In eine abgehängte Decke aus zwei gespannten Dreiecksegeln, die aus glänzendem Edelstahlgewebe bestehen, werden Strahler integriert. An die Wände kommen zusätzlich dekorative Wandleuchten. Nach Meinung vieler ist der Saal in seinem neuen Outfit ein "Knüller"!

 

1999

Bei der RRK-Jahreshauptversammlung berichtet der 1. Vorsitzende Dr. Dietmar Klausen von sportlichen Höhepunkten, von einer gelungenen 90-Jahr-Feier, von der Ausrichtung der Herren-Feldhockey-Meisterschaft, von der Einweihung des Greyhound-Busses am Sommerdamm, von der Sanierung der Dusch- und Umkleideräume sowie des gesamten Kegelbahnbereichs, aber auch von Bauproblemen am Bootshaus. Dringend notwendige Sanierungen an Betonbauteilen des Bootshauses werden große finanzielle Belastungen für den RRK erzeugen.

 

1998

Am Bootshaus findet im Laufe des Jahres eine Sanierung der Dusch- und Umkleideräume ‒ neue Fliesen, neue Toiletten ‒ sowie eine Renovierung und Modernisierung des gesamten Kegelbahnbereichs statt. Gerhard Ruppert berichtet zur Kegelbahn-Renovierung, die er mit einigen Helfern ohne fremde Hilfe "durchgezogen" hat, im "RRK-Vereinsjournal, 1. Halbjahr 1999":

"Es war einmal eine Vorstandssitzung, in der regte ein Beisitzer an, die arg heruntergekommene Kegelanlage sollte mal renoviert und modernisiert werden. Damit hatte ich etwas losgetreten. Die Sache hing mir an! Monate vergingen (es waren 12), bis es sich einrichten ließ, die Aktion anzugehen, denn es stellte sich heraus, dass viel, sehr viel getan werden musste.

Um oben erwähntem Anspruch gerecht zu werden, waren: die Alu-Schallschluck-Deckenlamellen über die gesamte Länge der Laufbahnen zu erneuern und die Seitenwände mehrmals weiß anzulegen; die Kegelstellanlage zu überholen; der gesamte Maschinenraum, besonders der Kugelfanggraben zu reinigen und die Kegelrückführung zu reparieren, teilweise zu ergänzen; in der Anzeigenwand ausgebrochene Stücke einzusetzen und diese Wand mit einer modernen Struktur-Streifentapete, wie sie in Sportkegelbahnen üblich ist, zu versehen; die Anzeigenfelder zu überholen; zwei neue Ergebnis-Fernanzeigen zu verkabeln und zu montieren, ebenso wie zwei neue Schreibtafeln.

In den Vorräumen waren die Holzwände auszurichten und mit einem hellen Reibeputz zu beschichten. Die bisher nicht mehr funktionierende Holzschiebetür bedurfte einer umfangreichen Überholung mit teilweiser Erneuerung der Laufrollen-Elemente, von denen mehrere nur durch Eigenbau zu ergänzen waren. Diese Schiebetür verursachte überaus aufwendige Maßnahmen. So musste beispielsweise die Deckenaufhängung komplett demontiert, mehrfach verstärkt, neu ausgerichtet und besser befestigt werden.

Es wären noch viele Einzelheiten und auch erschwerende Überraschungen zu erwähnen, denn es blieb keine Fläche einschließlich der Holzdecken und keine Ecke unbearbeitet.

Ich möchte deutlich erwähnen, dass der Wirt, Herr Ivancic und sein Personal für die umfangreichen und oftmals doppelten Reinigungsarbeiten sehr viel Verständnis zeigten. Täglich ab 17.00 Uhr war wieder "Rein Schiff". Es musste nicht einmal ein Kegelbetrieb ausfallen; und das über einen Zeitraum von mehr als 8 Wochen, in denen täglich ein meist wüster Baustellenbetrieb herrschte.

Es war weiterhin für mich eine wohltuende Erfahrung, wie die von mir angesprochenen Helfer zeitgerecht mit vollem Einsatz zur Stelle waren! Andreas Hartmann hat die gesamte Beleuchtungsanlage in den beiden Vorräumen und die Bestrahlung der Kegel modernisiert und ergänzt. Peter Kraus polsterte die Schutzleisten beidseitig der Schiebetür. Jochen Zimmermann versetzte die Heizkörper. Alles ist rundum gut gelungen. Die Vorräume werden noch mit je einer Garderobenbank und einem Schrank ausgestattet.

Somit ist aus unserer bisher wirklich nicht mehr zeitgemäßen Kegelanlage ‒ ein bisschen übertrieben gesagt ‒ fast schon ein Kegelsalon geworden.

Allen Beteiligten vielen Dank! Auch den Keglern, die doch gewisse, oft erhebliche Einschränkungen über die lange Zeit hinweg hingenommen, und sich sehr einsichtig gezeigt haben. Auch der Klubleitung gilt mein Dank, die mir in allen Belangen weitgehend freie Hand gelassen hat."

 

1996

Die "Main-Spitze" berichtet Ende März 1996:

Jetzt steht die Saalverschönerung an

RRK investiert weiter in das Vereinshaus / Bisheriger Vorstand komplett bestätigt

Wie es der Erste Vorsitzende schon zur Begrüßung von etwa 50 Mitgliedern verlauten ließ, wurde die fast dreistündige Jahreshauptversammlung des Rüsselsheimer Ruder-Klubs (RRK) "keine dramatische Sitzung". Der Klub, so Dr. Dietmar Klausen, sei nach wie vor erfolgreich und erfreue sich eines hohen Bekanntheitsgrades. Aushängeschild des derzeit 548 Mitglieder zählenden Vereins sowie der Sportstadt Rüsselsheim seien immer noch die Hockeydamen, die Klausen als "die weltbeste Damen-Vereinsmannschaft" bezeichnete. "Das, meine ich, sollte sich die Stadt auch etwas kosten lassen", so Klausen.

387.000 Mark, so der Bericht von Schatzmeister Wilfried Hoffmann, hat der Klub im vergangenen Jahr ausgegeben. Auf den Sportbereich entfielen hiervon rund 271.000 Mark. Von den verbleibenden Summe wurde ein Großteil in die Klubanlage des Vereins, das "Bootshaus", investiert. So wurde unter anderem der zugehörige Parkplatz saniert, Hochwassersperren errichtet und eine Vitrine für die inzwischen beachtliche Pokalsammlung des RRK angeschafft. Trotz eines verbleibenden Guthabens von rund 82.000 Mark appellierte der Schatzmeister, weiterhin sparsam zu wirtschaften und die Ausgaben weiter zurückzuschrauben, zeige sich die Sponsorenförderung – insbesondere im Hockeybereich – doch sehr erfolgsabhängig...

Der für 1996 vorgelegte Haushaltsvoranschlag mit einem Etat von rund 360.000 Mark wurde ebenfalls einstimmig angenommen. Mit 98.000 Mark soll erneut über ein Drittel des Betrages auf die Instandhaltung und den Ausbau des Bootshauses verwendet werden. Damit das "Klubhaus nicht nur Restaurant" ist, steht die "Saalverschönerung", an der sich Pächter und Brauerei zu einem Drittel beteiligen wollen, an erster Stelle.

 

1995

In der dritten Woche des neuen Jahres bringt das Tief "Wilma" Regen und Sturm in ungeahnten Ausmaßen nach Ost- und Südhessen. Das Wasser des Mains steigt und steigt, der Pegel Raunheim erreicht einen Höchststand von 585 cm, damit wird der in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts erreichte Main-Höchststand des Jahres 1970 überschritten, die Bootshallen und Umkleideräume im RRK-Bootshaus stehen unter Wasser.

Hochwasser an und in den Bootshallen des RRK-Bootshauses. Der Wasserstand im Mündungsbereich des Mains erreicht schließlich den Höchststand der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ein Teil der Boote muss aus den Bootshallen entfernt werden. Aber auch der Kraftraum steht unter Wasser, eine große S...

Während des Jahres lässt der Vorstand des RRK auf dem Parkplatz beim Bootshaus nach langjährigen, untragbaren Zuständen Verbundpflaster verlegen; auch vor den Bootshallen und auf der Tennis-Terrasse wird Pflaster verlegt, so dass diese Objekte nun in neuem Glanz erstrahlen.

 

1993

Dann steht am 2. April 1993 die Generalversammlung des RRK auf der Tagesordnung. "Mer strunze net, mer hun!", so kommentiert der 1. Vorsitzende des RRK, Prof. Dr. Dietmar Klausen, die sportlichen Erfolge der Abteilungen, insbesondere natürlich des RRK-Aushängeschilds, der Hockeyabteilung. Doch im finanziellen Bereich sind, wie Schatzmeister Wilfried Hoffmann beleuchtet, durchaus Probleme angesiedelt, denn das klubeigene Bootshaus verlangt einige Sanierungen: Toiletten, Kellerraum, Regenwasserabfluss, Außentüren, Parkplatz, Kegelbahn, Saal, Außenbeton, das sind Stichworte hinter denen sich erforderliche finanzielle Aufwendungen verbergen.

Und noch etwas sollte erwähnt werden: Heinz Schmitt und Gerhard Ruppert renovieren die Bauernstube im RRK-Bootshaus und bauen einen Trophäenschrank ein, so dass dieses "Schmuckstück" wieder genutzt werden kann. Die Regenabwasserrohre auf der Straße am Bootshaus werden saniert und die Kegelbahnen werden mit neuen Steuergeräten bestückt.

Die "RRK-Schreiner" Heinz Schmitt und Gerhard Ruppert bei der Arbeit

Sanierung der Regenwasser-Abflussrohre auf der Straße zwischen Festung und Bootshaus

 

1992

Zum 31. März 1992 kündigt der Pächter der Bootshaus-Gaststätte Ante Grubisic nach sechs Jahren seinen Vertrag mit der Brauerei aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen. Sein Nachfolger als Gastronom des "Bootshauses" wird Milan Ivancic mit Frau Anđa und Sohn Stipe.

 

 

 

Auf dem Bild: Die neue Pächterfamilie der Bootshaus-Gaststätte mit Sohn Stipe,
Ehefrau Anđa, dem Service-Angestellten Ante Ancic sowie Milan Ivancic

 

1988

Die nur einige Tage nach den Hauptversammlungen der Sportabteilungen stattfindende Generalversammlung des RRK beschäftigt sich mit den sportlichen Erfolgen der Abteilungen, dem erforderlichen Kunstrasenplatz sowie den bereits erledigten (Terrassensanierung) wie auch den vorgesehenen Vorhaben (Dachsanierung von Gaststätte, Saal sowie Kegelbahn, Terrassengeländer, Parkplatz usw.) am Bootshaus.

Im Rechtsstreit mit dem Errichter der RRK-Tennisplätze, der Deutschen Asphalt (DA), wegen vorhandener Blasen im Belag treffen sich die Parteien anfangs März bei einem Beschwerdetermin gegen einen Vollstreckungsbeschluss des Landgerichts am OLG Frankfurt. Der RRK muss einen Vergleich akzeptieren, der die DA berechtigt, die Plätze zu perforieren bei 2-jähriger Gewährleistungsverpflichtung. Es zeigt sich wieder: "Bei Gericht und auf See bist Du in Gottes Hand!"

 

1987

Ein heißes Thema im RRK ist der Zustand der im Jahr 1980 gebauten Tennisplätze, die bei Sonneneinstrahlung Blasen bilden. Da RRK und Hersteller, die Deutsche Asphalt, sich bereits vor Gericht getroffen haben, möchte der Hersteller die Mängelbeseitigung nun durch "Rasterbohrung" vornehmen, was der RRK ablehnt. Eine weitere Gerichtsentscheidung soll im Rahmen einer Vollstreckungsklage gesucht werden.

Und noch ein Thema mit großer Priorität beschäftigt den RRK-Vorstand seit Beginn des Jahres. Es ist der Zustand der Terrasse am Bootshaus, Risse im Beton müssen ausgespritzt und der Belag muss erneuert werden ‒ geschätzte Gesamtkosten 50.000 DM. Schließlich wird in Erwägung gezogen, Abräumen und Verlegung eines neuen Plattenbelags in Eigenhilfe durchzuführen, was 40 % der Kosten einsparen würde. Dieser Plan kommt schließlich durch starken Einsatz von Helfern zum Tragen, im Oktober wird begonnen und noch im Dezember ist die Sache erledigt.

 

1986

Die Jahreshauptversammlung des RRK ist geprägt von den Sportberichten, den Berichten des 1. Vorsitzenden (" Die Tradition wahren, doch die Inhalte fortentwickeln") und des Schatzmeisters. Besonders erwähnt wird, dass das Dach der alten Bootshalle aufgrund einer großzügigen Spende des Vorstandsmitgliedes und begeisterten Ruderers Dr. Wolfgang Mack neu mit Tonziegeln gedeckt werden kann.

 

Die Familie Grubisic übernimmt am 8. September 1985 das Restaurant "Bootshaus". Hinter der Theke die Familie mit Drinka, Ivan, Ante, Anke und Mira.

 

 

 

 

 

1985

Von der "Dortmunder Union – Frankfurter Brauhaus GmbH" vorgeschlagen und vom RRK akzeptiert, übernimmt im September Ante Grubisic mit seiner Familie, d.h. seiner Frau Anke, den Töchtern Mira und Drinka und den Söhnen Jacob und Ivan, die Bewirtschaftung der Bootshaus-Gaststätte. Die Art und Weise, wie die neue Wirtsfamilie das "Bootshaus" führt, lässt schon nach wenigen Wochen hoffen, dass die Verbindung nicht nur von kurzer Dauer ist.

 

1983

Das Bootshaus des RRK im Jahre des 75-jährigen Jubiläums 1983

 

1981

Im Oktober wechselt der Pächter des "Bootshauses" erneut. Die Gaststätte wird von der Brauerei an die Ehepaare Paraschopoulos und Gipatidis verpachtet.

 
Die Familie Evangelou hat das Restaurant "Bootshaus" anfangs November 1980 übernommen. Der Vertreter der Brauerei und Hockey-Abteilungsleiter Wolfgang Vorfalt gratulieren.

 

 

1980

Am 21. März 1980 findet die Generalversammlung des RRK, dem jetzt 468 Mitglieder angehören, im Bootshaus statt. Der 1. Vorsitzende Werner Böhme berichtet von Problemen mit dem Pächterehepaar, von einer nicht rosigen finanziellen Lage des RRK, von erforderlichen Erneuerungen im Kegelbahnbereich und von der anstehenden Einweihung der neuen Tennisplätze.

Nach einem gelungenen Umbau der Bootshaus-Gaststätte, an dem sich der neue Pächter, die "Dortmunder Union – Frankfurter Brauhaus GmbH", und das als Unterpächter eingesetzte, neue Wirtsehepaar, die Familie Evangelou, finanziell beteiligen und den einige Mitglieder unter der Leitung von Andreas Hartmann in Eigenhilfe innerhalb sechs Wochen durchführen, wird Anfang November das "Bootshaus" als griechische Spezialitäten-Gaststätte neu eröffnet.

 

1979

Zu Beginn des Jahres muss das Pachtverhältnis mit dem Pächter der Bootshaus-Gaststätte gelöst werden, so dass zunächst nur eine provisorische Bewirtschaftung der Kegelbahn erfolgen kann. Nach einer zwischenzeitlichen, nur einmonatigen Pachtdauer mit dem Gastwirt Dimitrios Aitzis übernimmt ab August die Familie Schönmehl als Pächter die Gaststätte des RRK.

 

1976

Mitte des Jahres übernimmt das Ehepaar Berg aus Flörsheim als neuer Pächter die Bootshaus-Gaststätte. 

Für den 19. Oktober lädt der Vorstand zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ein, an der knapp 40 Mitglieder teilnehmen. Es werden vorgesehene Satzungsänderungen beschlossen und der Vorstand informiert über den Stand der Gaststättenrenovierung und der Bemühungen um die Errichtung von Tennisplätzen im Mainvorland.

Am 27. November 1976 wird mit einem Nikolausball in allen Räumen des Bootshauses ein neuer "Ballbeginn" gewagt. Schon Tage vorher sind die die zur Verfügung stehenden 180 Karten ausverkauft, so dass Organisator Klaus Köppen schließlich mit dem Erfolg des Balls vollauf zufrieden sein kann, da auch die "Playboys" hervorragende Tanzmusik machen, der Chor "Esperanza" und auch die an Gewinnen reichhaltige Tombola sehr gut ankommen.

 

Der neue Bootshauswirt ab 1973 Hans Spengler

 

1973

Da mit der Familie Henss das Vertragsverhältnis gelöst wird, muss im Januar die Bootshaus-Gaststätte durch Mitglieder bewirtschaftet werden. Ab 1. Februar 1973 übernimmt das Ehepaar Spengler die Bewirtschaftung der Gaststätte, die erstmals komplett verpachtet wird, so dass der RRK keinen Einfluss mehr auf die Bewirtschaftung hat. 

 

Der neue Bootshauswirt ab 1968 Walter Henss

 

1968

Am 20. Januar 1968 versammeln sich 79 Mitglieder im Bootshaus zur Generalversammlung. Die Gesamtkosten des im Vorjahr fertig gestellten Neubaus liegen bei etwa 600.000 DM; Probleme bestehen, die von den Mitgliedern beschlossene und auch zu leistende Umlage komplett zu kassieren.

Da die Familie Bognar die Bewirtschaftung der Bootshaus-Gaststätte aufgibt, werden Gaststätte und Kegelbahn sechs Wochen lang von Mitgliedern in Eigenregie geführt, bis die Familie Henss am 21. März 1968 die Bewirtschaftung übernimmt.

 

1967

Die Hauptaufgabe des Vorstandes besteht darin, das Neubauprojekt fertig zu stellen. Viel Arbeit, viel Schweiß und manchmal auch Ärger sind zu überwinden, um dem Ziel, der sportbegeisterten Jugend ein neues Heim zu geben, näher zu kommen.

Am 4. November 1967 ist es dann soweit. Der RRK kann sein neues Bootshaus einweihen. In Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste und Mitglieder wird das Haus im Rahmen einer akademischen Feier am Vormittag seiner Bestimmung übergeben, wobei Vorsitzender Günter Schmitt bei seiner Begrüßung die Hoffnung ausspricht, dass der gelungene Bau der Jugend neue Impulse verleihen und sie darin bestärken werde, sich allen verderblichen Bestrebungen im Sportleben zu widersetzen und an den hohen Idealen festzuhalten, die gerade im Rudern und Hockey noch groß geschrieben würden. "Die Jugend und ihr Eifer sind unsere Hoffnung." Architekt Beckenhaub berichtet vor der Schlüsselübergabe über das naturgemäß nicht immer leichte Bestreben aller Beteiligten, dem Bau die schönste und zweckmäßigste Gestalt zu geben. "Dieses Haus soll nicht nur eine Stätte des Sports, sondern auch ein Haus des gesellschaftlichen Lebens sein."

Paul Elschner schreibt im "Rudersport" über die Einweihung des neuen RRK-Bootshauses:

Das neue Klubhaus des RRK am Tag der Einweihung

Rüsselsheimer RK 08 weihte Bootshaus ein

In der ruhmreichen Geschichte des Rüsselsheimer RK 08 (neun Deutsche Meisterschaften, zwei Jugend-Meisterschaften und zwei Jugendbestentitel) bildete die Einweihungsfeier des neuen großen Bootshauses fraglos einen Meilenstein. Was in eineinhalbjähriger Bauzeit des Bauausschusses mit Günter Schmitt, Friedrich Traiser und Hans Eisen an der Spitze auf einer Gesamtfläche von 903 qm an festen Bauten entstanden ist, löste bei der zweigeteilten Einweihungsfeier (vormittags der offizielle Festakt und abends Eröffnungsball mit einer groß angelegten Jubilar-Ehrung) größte Bewunderung aus. Der Erbauer des repräsentativen Ruderheimes, Architekt Willy Beckenhaub, hat Einrichtungen geschaffen, die es ermöglichen, durch Trennwände im großen Gesellschaftssaal und durch die anderen Räume, einschließlich einer Doppel-Kegelbahn, fünf Veranstaltungen oder Tagungen zum gleichen Zeitpunkt durchzuführen. Die Hauptboots-Lagerhalle erstreckt sich über 470 qm unter dem Gesellschaftssaal mit zwei Ausgängen zum Main, und in ihr lagern z. Z. 24 vereinseigene Rennboote und Gigs sowie ein Motortrainierboot.

Bevor die Schlüsselübergabe durch den Architekten an den Klubvorsitzenden Günter Schmitt erfolgte, entbot dieser den Ehrengästen den Willkommensgruß. Es waren dies unter anderem der Bürgermeister der jetzt 52.000 Einwohner zählenden Stadt, Dr. Karl-Heinz Storsberg, Bundestagsabgeordneter Otto Zink, Landrat Alfred Schmitt, Stadtverordnetenvorsteher Werner Bechtel, Erster Stadtrat August Schilling, ferner Fritz Pfaffe vom Verbandsausschuss des DRV, Hans Gase, stv. Vorsitzender des HRV, F. W. Kusel, Vorsitzender des Mittelrheinischen Regattaverbandes, und Heinrich Dreisbach, der Vorsitzende des Flörsheimer RV 08, mit dem der RRK 08 einige Jahre mit großem Erfolg in der Rudergemeinschaft Flörsheim-RüsseIsheim vereinigt war. Als prominente Rüsselsheimer Ruderer waren die Ehrenmitglieder Dr. Georg von Opel und Fritz Brumme sowie als Ältester Friedebert Armbruster anwesend, der in Kürze sein 89. Lebensjahr vollendet.

Den Reigen der Gratulanten eröffnete der neu im Amt befindliche Bürgermeister Dr. Storsberg, der hervorhob, dass den Sportvereinen der Stadt Rüsselsheim, und insbesondere dem Rudern und Hockey betreibenden RRK08, in der Öffentlichkeit größtes Interesse entgegengebracht werden müsse. Neben einem Geldgeschenk überreichte er ein in Holz angefertigtes Traditions-Stadtwappen, Fritz Pfaffe überbrachte die Grüße des DRV-Präsidenten Dr. Claus Heß und versicherte, dass der Verband der Vereinsarbeit dieselbe Bedeutung beimessen werde wie dem ausgesprochenen Leistungssport. Die Ausführungen von Hans Gase, der im Auftrag des HRV einen Scheck übergab, fanden reichen Beifall, sagte er doch, dass im Vergleich zu manchem Ruderpalast im Ausland der Repräsentativbau des RRK 08 durch viel Wärme und Gemütlichkeit ausgezeichnet sei. Nach Hans Gase sprachen von den Ruderern die Vorsitzenden des Mittelrheinischen Regattaverbandes, des befreundeten Flörsheimer RV 08 und des RC Neptun Darmstadt und weitere Redner...

 

1966

Verursacht durch die von der Mitgliederversammlung beschlossene Bau-Umlage für die geplante Boothaus-Erweiterung verringert sich der Mitgliederstand des RRK zum 1. Januar 1966 gegenüber dem Vorjahr um 33 auf 350.

Am 28. Januar 1966 bei der außerordentlich gut besuchten RRK-Generalversammlung, bei der das anstehende Bauvorhaben natürlich die Hauptrolle spielt, wird der Vorstand in seinen Ämtern bestätigt. RRK-Schatzmeister Hans Eisen schreibt in den "RRK-Mitteilungen" vom Februar 1966 über die Generalversammlung folgendes:

Das war einmal eine Generalversammlung, an die man nur mit echter Freude und auch mit Genugtuung zurückdenken kann! Einmal schon, was den Besuch anging. Für gewöhnlich ist es doch heute so, dass zwischen der Zahl von Personen, die ihren Beitrag (mehr oder weniger pünktlich) für einen Klub entrichten und derjenigen, die noch den Schwung aufbringen, auch zu einer Veranstaltung zu gehen, (z. B. zur Generalversammlung) ein nur noch grotesk zu nennendes Verhältnis herrscht. Aber diesmal war das anders! Kaum traute man seinen Augen. Und wenn einige, die zu spät kamen, (anscheinend von der Schicht) im prallgefüllten Saal keinen Stuhl mehr finden konnten, sondern sich diesen erst aus dem Nebenzimmer holen mussten, dann konnte ich mich eines leisen Lächelns nicht erwehren. Denn akkurat das hatte ich ja im Januar-Heft unserer Klubzeitung beschrieben, wie es Anno 1947 gewesen ist. Erfreulich die Anteilnahme der Jugend, ebenso erfreulich auch das zahlreiche Erscheinen einer langen Reihe "älterer Herren Passiven", die nach unserem Klublied zwar nur "zu Holz" gehen, offensichtlich aber doch auch gewillt sind, wieder regeren Anteil am Vereinsgeschehen zu nehmen. Nur weiter so! Wir können's gut gebrauchen bei den bevorstehenden bedeutungsvollen Zeiten, denen wir ohne Frage als RRK entgegen steuern.

Bei der Generalversammlung zeigt der 1. Vorsitzende Günter Schmitt den Mitgliedern (hier Adolf Theiner) ein von Hans Müller und Klaus Köppen erstelltes Modell des "neuen" Bootshauses.

Man sollte aber sich selber gegenüber auch kritisch sein, wenn's am Platz ist. Und da glaube ich, kann nicht unerwähnt bleiben, dass der Besuch der Versammlung zwar, wie schon gesagt, außergewöhnlich gut gewesen ist, dass er aber trotzdem einen Mangel aufwies, über den hinweg man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen sollte. Ich meine die Tatsache, dass von unserer Ersten Hockey-Mannschaft und unserer Ib, also von 22 Spielern, ganze zwei es für nötig hielten, der Generalversammlung ihres Klubs, die einmal im Jahr stattfindet, die Ehre ihres Besuches zu geben. Da die Erscheinung beim Hasenessen, beim Herbstball und zu Silvester nicht sehr viel anders gewesen ist, kann es sich kaum noch um einen Zufall handeln. Bitte, liebe aktiven Hockeyspieler, lässt es sich nicht einrichten, dass Ihr am Geschehen Eures Vereins auch auf diesem Sektor etwas mehr Anteil nehmt? Es ist doch Euer Verein, und das zu bauende Klubhaus soll Euch mit Euren künftigen Gästen sportliches und geselliges Leben ermöglichen und verschönen. Ist es da wirklich zu viel verlangt, wenn man um Euer Erscheinen bittet? Wie man das so bei vielen Dingen manchmal beobachten kann: Beim Kegeln der erste Wurf einer Mannschaft, bei einem Feldspiel die ersten zwei, drei Minuten, beim Rudern die paar ersten Schläge am Start (Verzeihung, ich habe nie in einem Boot gesessen, ich weiß nicht, ob gerade dieser Vergleich messerscharf hinhaut), also wie gesagt, ein überdurchschnittlicher Anfang, und alles, was danach kommt, gibt sich redlich Mühe, diesem Anfang gegenüber nicht zurückzustehen. So war es auch in dieser Generalversammlung! Wie weggeblasen die manchmal doch zu beobachtenden, kräfte- und zeitraubenden Debatten (die bei Licht betrachtet dann niemand genützt haben, im Gegenteil, nicht selten die Atmosphäre vergifteten). Kein qualvoller Abschluss, längst nach Mitternacht, sondern ein zügiges Abwickeln der einzelnen Punkte unserer Tagesordnung mit durchaus positiven Ergebnissen. Und gerade die Tatsache, dass dann trotz des rechtzeitigen Abschlusses des offiziellen Teiles unserer Generalversammlung die Mitglieder nicht auseinander stoben wie eine Schar aufflatternder Hühner, sondern sich in Gruppen und Grüppchen zusammensetzten, lebhaft diskutierend um das Modell unseres neuen Klubhauses herumstanden, gerade all' das beweist doch, dass die Sehnsucht nach diesem Haus, in dem man sich so richtig pudelwohl fühlen kann, vielleicht stärker in einem großen Teil unserer Mitglieder schlummert, als diese für gewöhnlich das selber wahrhaben wollen. Bewusst verschweige ich, dass, verlässlicher Information zufolge, die letzten unserer Mitglieder von dieser Versammlung zu einer Zeit nach Hause kamen, da früher die Bäckerjungen ihre Brötchen austrugen. Doch was schadet's? Gar nichts. Im Gegenteil, es nützt! Und zwar unserem Zusammengehörigkeits-Gefühl!

So viel also zu den Begleitumständen unserer Generalversammlung. Das Ergebnis im Telegrammstil: Der Vorstand bleibt für ein weiteres Jahr in der bekannten Besetzung. Dies schon deshalb, weil er den Mitgliedern, aber auch den Behörden, Verbänden und Firmen gegenüber, die uns wesentliche Hilfe beim Neubau unseres Bootshauses angedeihen lassen, irgendwie eine moralische Verpflichtung übernommen hat, seinerseits Gewähr dafür zu bieten, dass alles seinen bestmöglichen Gang geht. Und durch was könnte er, der Gesamtvorstand, das besser und verlässlicher, als dass er unverändert im Amt bleibt, mindest so lange, bis das neue Bootshaus total unter Dach und Fach ist? (Ohnehin wäre es vielleicht des Überlegens wert, ob man nicht dazu übergeht, Vorstandswahlen nur alle 2 Jahre vorzunehmen. Es gibt eine Reihe von Vereinen und Verbänden, bei denen man das mit Erfolg schon praktiziert. Es hat einiges für sich, wie man zugeben muss.

Die Sportberichte ließen erkennen, dass auch im abgelaufenen 1965er Jahr die Farben des RRK zu Lande und zu Wasser (in der Luft betätigen wir uns noch nicht) mit gutem Erfolg vertreten worden sind. Einer Erscheinung sollten wir alle, jeder für sich, unsere besondere Aufmerksamkeit widmen. Der Mitglieder-Bewegung. Denn ein Blick in den Finanzplan weist unmissverständlich aus, dass eben die Mitgliedsbeiträge bei einem Verein, wie dem unsrigen, bei dem also mit Zuschauerzahlen und daraus fließenden Geldern nicht zu rechnen ist, das finanzielle Rückgrat darstellen. Warum sollte nicht auch ein ehrenwerter Bürger, von dem man ohnehin weiß, dass er mit unseren Idealen sympathisiert, zum zahlenden Mitglied geworben werden? In der Richtung ist ohne Zweifel noch mancher Raum für Betätigung.

Zusammenfassend: Auf eine detailliertere Berichterstattung über den Ablauf unserer Generalversammlung ist in diesem Bericht bewusst verzichtet. Deshalb, weil die örtliche Tagespresse darüber ausführlich genug schrieb. Und unsere auswärtigen Mitglieder bitte ich um Verständnis dafür, dass wir uns, was die Berichterstattung in unserem Klubheft angeht, bewusst mühen wollen, die Dinge von etwas höherer Warte zu schildern. Der RRK geht mit einigem Selbstbewusstsein in die Epoche, die ihm sein neues Bootshaus mit neuem Glanz am Maindamm bringen soll. Ein Unternehmen, das kühn sein wird, aber nicht leichtfertig. Und von dem wir hoffen, dass es auch das letzte Mitglied eines Tages mitreißt und mit Stolz erfüllt, dann nämlich, wenn wir zur Einweihung über die Toppen flaggen.

Wegen des geplanten Bootshausumbaus kann Fasching zum letzten Mal im "alten Rahmen" gefeiert werden. Der Maskenball unter dem Motto "Quergestreift" ist bei entsprechender Dekoration des Bootshauses unter der Leitung des bewährten "RRK-Chefdekorateurs" Dieter Eberle wie der Klubfasching am Rosenmontag und der Lumpenball wieder große Klasse.

Frühjahr 1966: Der Umbau am Bootshaus beginnt!!

Nachdem im März die Ruhrgas AG die durch das RRK-Gelände verlaufende Ferngasleitung zum Teil in die Mainwiesen verlegt hat, wird im April mit den Bauarbeiten am Bootshaus begonnen. Unzählige Bauausschuss- und Vorstandssitzungen sind notwendig, um die auftretenden Probleme einer Lösung zuzuführen. Am Bau kümmert sich nimmermüde, bis an die Grenze der Selbstlosigkeit einer – man hat ihn gerade rechtzeitig pensioniert – um alles, das Ehrenmitglied des RRK, Friedrich Traiser. Zum Zeitpunkt der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts im Juli 1966 informiert die "Main-Spitze" über die Arbeiten:

Bootshallen in den Damm hineingebaut

Zwei 22 Meter lange Bootshallen vorgesehen – Neuer Gesellschaftsraum – Baukosten etwa 400.000 DM – Stadt unterstützt Bauvorhaben

Im modernsten Gewande wird sich das neue Bootshaus nach seiner Fertigstellung spätestens im Frühjahr 1967 zeigen. Schon in diesen Tagen konnte der erste Bauabschnitt mit einer Hohlkörperdecke beendet werden. Weit ragen die beiden fünf und drei Meter langen Freiterrassen, wie auf unserem Foto sichtbar, vor. Noch umgeben sie Verschalung und Eisenstützen, aber nach geraumer Zeit werden auch diese Bauteile verschwinden und einen besseren Überblick über den gesamten Baukomplex geben. Über die Arbeiten informierte uns das Ehrenmitglied des Rüsselsheimer RK, Friedrich Traiser.

Im Juli 1966 kann der erste Bauabschnitt am neuen Bootshaus beendet werden. Weit ragen die beiden fünf und drei Meter langen Freiterrassen vor.

Die alte Bootshalle ist für heutige Ansprüche nicht mehr tragbar. So musste sich der Verein um die Errichtung einer neuen Unterkunft für Rennboote bemühen", sagte uns Traiser. Im Frühjahr wurde dann mit dem Abbruch des alten Bootshauses begonnen. Der Parterrebau, der früher die Bootshalle darstellte, war im Krieg zerstört und die Amerikaner richteten sich im nicht versehrten Teil später einen Clubraum ein. Eine behelfsmäßige Bootshalle wurde unweit des jetzt abgerissenen Teils hingestellt. Bei dem jetzigen Bau der Bootshalle wurde darauf gesehen, dass sie in den Damm hineingelegt wurde. "Dadurch wird gewährleistet, dass die Boote kühl lagern." Feuchtigkeit, die den Booten sehr schaden könnte, ist somit ausgeschlossen.

Auf die nun fertig gestellte Hohlkörperdecke werden Wände hochgezogen, für einen neuen großen Gesellschaftsraum. Er ist etwa 17,40 Meter lang und 6,70 Meter breit, kann aber bei Festlichkeiten durch eine Faltwand auf die doppelte Breite ausgedehnt werden. Die Bootshalle selbst ist unterteilt in zwei 22 Meter lange Räume, von denen jeder etwa 6,50 Meter breit ist. Die Boote des Ruder-Klubs können in fünf Schichten übereinander liegend gelagert werden. Zur Zeit stehen dem RRK 25 Boote, davon drei Achter mit einer Länge von je 19 Metern zur Verfügung.

Wie bereits erwähnt, sind die Hallen noch mit einer fünf Meter überragenden Betondecke überspannt. Auch die neben den Hallen liegenden Umkleideräume mit Duschen und ein Trainingsraum sind mit einer drei Meter langen Überdachung versehen. Vom Main aus gesehen wird der Klubraum mit einer durchgehenden Fensterfront versehen. Zwei vollautomatische Kegelbahnen vervollständigen das neue Gebäude. Auch im alten Klubhaus werden Renovierungsarbeiten vorgenommen. Zudem wird auch der alte Balkon abgerissen. Wenn alle Arbeiten erledigt sind, wird noch der Platz vor dem neuen Gebäude eingeebnet und angelegt. Ein Bootssteg aus Metall wurde bereits im vorigen Jahr angebracht. Die gesamten Baukosten für dieses Projekt werden mit 400.000 DM beziffert. Zuschüsse werden von der Stadt, aus dem Rot-Weißen Plan des Landes Hessen und vom Kreis gewährt.

Am 16. September 1966 kann Richtfest gefeiert werden. Anschließend wird, da auch die zugesagten Zuschüsse eintreffen, sofort mit dem Ausbau fortgefahren. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung werden Mitglieder und Presse über den Baufortschritt und die finanziellen Gegebenheiten informiert. Die "Main-Spitze" berichtet:

Bau des Bootshauses kam der Sparwelle zuvor

Rüsselsheimer Ruder-Klub will seine Heimstatt im Mai kommenden Jahres an die Vereinsfamilie übergeben

"Wir können froh sein, dass wir den Beginn für unser großes Projekt noch rechtzeitig vor die Sparwelle gesetzt haben", meinte Schatzmeister Hans Eisen vom Rüsselsheimer Ruder-Klub, als er in einer Mitgliederversammlung des Klubs die finanziellen Aspekte des neuen Bootshauses beleuchtete, das zügig seiner Vollendung entgegengeht. Der Erweiterungsbau soll nach den Worten von Vorstandsmitglied Friedrich Traiser im Mai nächsten Jahres fertig sein. Er enthält neue Räumlichkeiten zur Aufbewahrung der Boote, Umkleide- und Brausemöglichkeiten sowie einen großen Saal, der im Dienste des ausgeprägten gesellschaftlichen Lebens des Vereins steht.

Günter Schmitt, der Erste Vorsitzende des RRK, hatte die Versammlungsteilnehmer begrüßt und das Wort an Friedrich Traiser weitergegeben, der auf das vor sechs Wochen gefeierte Richtfest für den Neubau zurückblendete. Das Heizungsproblem, das den verantwortlichen einige Sorgen bereite, habe sich dank der gründlichen Arbeitsweise der Baufirma glücklicherweise lösen lassen.

Die Fensterfront mit dem freundlichen Sichtbetonbezeichnete Traiser als das Paradestück des Baues. Es sei nicht einfach gewesen, den Altbau in das Projekt einzubeziehen. Man habe neue Unterzüge schaffen müssen und die Kellerräume erheblich erweitert. Auf die Dacharbeiten eingehend wies Traiser darauf hin, dass man sich für einen Dachgarten entschlossen habe. Von den Kegelbahnen erhofft sich der Klub nicht nur eine Förderung der Geselligkeit, sondern auch eine ersprießliche Einnahmequelle. Der große Saal über den Bootshallen wird durch eine Trennwand unterteilt. Sowohl die Schiebefenster, als auch der Fußbodenbelag aus Marmorkommen aus Italien, dessen Firmen die Deutschen in ihrem Angebot bei weitem überträfen, erklärte Traiser. Er sprach die Hoffnung aus, dass die anstehenden Arbeiten bis zum Frühjahr abgeschlossen sein werden.

Nach einer lebhaften Diskussion über die Versorgung mit warmem Wasser warf die Versammlung die Frage auf, ob der Klub den Vertrag mit der Brauerei lösen solle. Die Entscheidung darüber soll dem Vorstand überlassen bleiben. In Zukunft soll im Bootshaus auch offenes Bier ausgeschenkt werden.

Wie Schatzmeister Hans Eisen mitteilte, wurden bisher für den Bootshaus-Neubau 149.000 DM ausgegeben. Die Stadt Rüsselsheim habe sich mit einer Spende von 50.000 DM an dem Projekt beteiligt. Zur Freude der Mitglieder konnte Eisen bekannt geben, dass auch die hessische Landesregierung einen Zuschuss von 75.000 DM gewährt habe. Das Vorhaben wird außerdem durch einen doppelten Mitgliederbeitrag über zwei Jahre hinweg finanziert und getragen. Eisen appellierte an die Mitglieder, auch weiterhin Eigenleistungen für den Klub zu erbringen, um mit diesem Opfer für das große Ganze einen Beitrag zu leisten.

Zum Abschluss des Abends wurde ein Film über die Rudersaison gezeigt.

Das gesellschaftliche Leben im Klub beginnt sich zu bessern und zu festigen. Beim Herbstball mit der Kapelle Kurt Roth letztmals im alten Saal, ist die Stimmung so gut wie selten zuvor, der sonntägliche Frühschoppen erfreut sich steigender Beliebtheit und auch der Silvesterball kann als gelungen bezeichnet werden.

 

1965

Am 1. Januar 1965 gehören 383 Mitglieder dem RRK an. Die Generalversammlung am 8. Januar, die von 81 Mitgliedern besucht ist, steht im Zeichen einer lebhaften Diskussion um den geplanten Bootshaus-Neubau. Der Vorstand wird schließlich beauftragt, zunächst die im Maindamm liegende Ferngas-Leitung verlegen zu lassen. Ein endgültiger Beschluss über das Bauvorhaben wird noch nicht gefasst.

Nach einer Mitgliederversammlung am 27. März 1965, die von nur 26 Mitgliedern besucht ist, jedoch in Sachen Bootshaus-Neubau zur Wahl eines Bau- und eines Finanzausschusses führt, wird am 3. September eine Mitgliederversammlung einberufen, die über den geplanten Bootshaus-Neubau entscheiden soll. Nach Darstellung des Vorhabens und auch der Finanzierung, die bei einer Bausumme von etwa 0,5 Mio. DM eine Eigenleistung der Mitglieder in Höhe von 25.000 DM durch Zahlung des doppelten Mitgliedsbeitrages auf zwei Jahre vorsieht, durch den Vorstand, entscheidet die Mitgliederversammlung bei 53 Ja- und 6 Nein-Stimmen, das Vorhaben zu verwirklichen. Die Finanzierung ist gesichert durch Zuschüsse des Landes Hessen (75.000 DM aus dem Rot-Weißen Sportförderungsprogramm), der Stadt Rüsselsheim (50.000 DM) und des Kreises Groß-Gerau, Eigenleistungen der Mitglieder sowie aufzunehmende Hypothekendarlehen.

Am 1. Oktober 1965 übernimmt die Familie Bognar die Bewirtschaftung der Bootshaus-Gaststätte, die mit ungarischen Spezialitäten (z.B. "Lecsó") und auch deutschen Gerichten die verwöhnten Gaumen befriedigt. 

RRK-Bootshaus vor dem geplanten Umbau Mitte der 60er Jahre

 

1963

Die Bewirtschaftung des Bootshauses geht zum 1. April 1963 auf die Familie Bonin über und schon einen Monat später auf die Familie Gauck.

 

1961

Am 1. Mai übernimmt die Familie Gleibs als Nachfolger des Ehepaars Popp die Bewirtschaftung des Bootshauses, so dass die Bootshaus-Gaststätte anschließend wieder sehr gut besucht wird.

 

1958

Das RRK-Bootshaus im Jahr des 50-jährigen RRK-Jubiläums 1958 im Flaggenschmuck

 
Marianne Messerschmitt und Helmut Popp an Fastnacht 1951

 

1957

Zum Ende September des Jahres kündigen die langjährigen und hochverdienten Bootshaus-Wirtsleute, Hermann und Mathilde Müller, ihren Vertrag, um mit ihren beiden Söhnen in ihr neues Eigenheim einzuziehen. Als Nachfolger übernehmen die RRK-Mitglieder Helmut Popp und Frau Marianne geb. Messerschmitt die Bewirtschaftung des "Bootshauses".

 

1954

Die Klubfamilie des RRK beginnt das neue Jahr in den festlich dekorierten Räumen des Bootshauses mit einer Silvesterfeier. In zwei Räumen (oben und unten) mit zwei Kapellen wird munter getanzt, gelacht und getrunken. In den Tanzpausen sorgen Margrit Scheller mit Solo-Tanzeinlagen und Mariechen Helfrich mit Gesangsvorträgen für Abwechslung und Unterhaltung.

Das Jahr 1954 ist für den RRK ein Jahr der inneren Festigung und des Einlebens in das wieder in Besitz genommene Bootshaus. Jeden Sonntagmorgen treffen sich Mitglieder zum Frühschoppen im Bootshaus-Lokal und jeden Donnerstagabend zum Stammtisch in der Bauernstube. Im Flur des Klubhauses wird die Ehrentafel der "Einergilde" neu angebracht, auf der Ruderer, die die Trainingsstrecke Pritsche – Autobahn im Gig-Einer unter 56 Minuten zurücklegen, festgehalten werden.

Am 9. Januar 1954 findet erstmals nach dem Krieg eine Generalversammlung im eigenen Haus statt. Der Rechenschaftsbericht des 1. Vorsitzenden, Dr. Karl Renker, über das abgelaufene Jahr steht im Zeichen der Renovierung des Bootshauses, der sportlichen Probleme beim Aufbau der Rudermannschaften und der sich daraus schließlich ergebenden Auflösung der Rudergemeinschaft.

 

1953

Die Um- und Ausbauarbeiten am Bootshaus sind Ende des Jahres 1952 zügig vorangegangen und werden auch 1953 mit Elan fortgeführt. Am 2. Januar beginnen die Verputzarbeiten im Innern des Hauses, Schlosserarbeiten, Heizungsanlage, auch Kachelofen folgen, dann ist der Außenputz an der Reihe. Am 30. April 1953 kann Richtfest im Behelfs-Bootshaus mit "Rippchen und Kraut" gefeiert werden, zu dem alle Handwerker und Spender sowie die 15 Mitglieder mit den meisten Arbeitsstunden eingeladen werden. Die Arbeiten gehen weiter, so dass anfangs Juli die Einweihung des Bootshauses stattfinden kann.

Wesentliche Voraussetzung für die Loslösung des RRK vom Flörsheimer RV ist das fertiggestellte RRK-Bootshaus. Etwa ein Jahr nach der Freigabe kann der RRK vom 3. bis 5. Juli 1953 mit wohlgelungenen Veranstaltungen sein in Eigenhilfe renoviertes Haus einweihen. Die Anwesenheit des Präsidenten der FISA, Gaston Mullegg, gibt dem Einweihungsfest die besondere Note. Für die unter seiner Leitung und auch von ihm persönlich geleistete Aufbauarbeit wird Friedrich Traiser mit der Goldenen Vereinsnadel ausgezeichnet und zum Ehrenmitglied des RRK ernannt. Wir zitieren aus dem "Mitteilungsblatt der Rudergemeinschaft Flörsheim-Rüsselsheim":

Am 3., 4. und 5. Juli wurde die Weihe des Bootshauses gefeiert. Es waren zwar nur die Abendstunden dafür vorgesehen, aber es wurde Tag, das lag wohl an den Gästen und war ein Zeichen dafür, dass es allen sehr gut gefallen hat.

Der Klubabend am Freitag war der Familie gewidmet, ein offizielles Programm war nicht vorgesehen. Vielleicht war das der Grund, weshalb es schon gleich so gemütlich anfing. Sofort wurde intern beschlossen, dass am Donnerstagabend die Stammtischbesucher ihre Armbanduhren beim Wirt abgeben müssen und dass die schöne Bauernstubenuhr abgestellt wird. Die protestierenden Ehefrauen wurden nach diesem Beschluss, durch einen Huckepack-Tanz mundtot gemacht, wobei die Tänzer immer wieder behaupteten, dass sie alle in den Himmel kommen, weil sie so brav sind.

Saal und Vorstandszimmer des renovierten Bootshauses 1953

Bauernstube des renovierten Bootshauses 1953

Seite aus dem "Goldenen Buch des RVR" anlässlich der Einweihung
 des renovierten RRK-Bootshauses am 4. Juni 1953

Der Festkommers am Samstagabend war der offiziellen Weihe des wiederaufgebauten Bootshauses gewidmet. Gaston Mulleg, der Präsident der FISA, konnte leider an diesem Abend nicht bei uns sein, da sein Flugzeug über zwei Stunden Verspätung hatte.

In seiner Festansprache führte Dr. Karl Renker u. a. aus, dass der Bau eines Hauses das Ziel eines Menschen sei und von allen Sportvereinen müssten besonders Rudervereine nach dem Bau eines Bootshauses streben. Nach dem geschichtlichen Überblick sagte er zum Abschluss, dass die Zahl der gefallenen Aktiven erschütternd wäre und dass die durch den Krieg entstandenen Verluste nur durch erhöhten Fleiß und zähen Willen ausgeglichen werden können. Er wünsche, dass dieses Haus nie mehr ein solches Schicksal erleiden möge, wie in der Vergangenheit.

"Pip" Traiser meinte: "Wir haben die Hemdsärmel hochgekrempelt und angefangen. Ein jeder hat nach bestem Können, Vermögen und Interesse mitgeholfen. 5.400 Arbeitsstunden wurden von den Mitgliedern geleistet!" Er übergab dem RRK-Vorsitzenden Dr. Karl Renker feierlich die Schlüssel des neu erstandenen Hauses.

Im Herbst findet die Hockey-Hauptversammlung im RRK-Bootshaus statt. Trotz des guten Umfeldes – zwei fabelhaft hergerichtete Hockeyplätze und ein wiederhergestelltes Klubhaus mit wunderbaren Gesellschaftsräumen – lässt die Mitarbeit sehr viele Wünsche offen. Der Besuch der Versammlung ist so schlecht, dass keine komplette Abteilungsleitung gebildet werden kann. Abteilungsleiter bleibt Karl Saar, Kassierer Alfons Margraf sowie Jugendtrainer Werner Klepper und Fritz Schneider.

 

Das frühere GYA-Jugendheim der amerikanischen Besatzungsmacht, neben dem Bootssteg des RRK am Main, steht dem RRK seit Mitte des Jahres 1951 als Behelfs-Bootshaus zur Verfügung.

1952

Die Generalversammlung des RRK wird am 19. Januar 1952 im Behelfs-Bootshaus über dem Wasser des Mains abgehalten.

Am 8. Mai 1952 wird das noch immer von der Besatzungsmacht beschlagnahmte RRK-Bootshaus, nachdem es fast zwei Jahre leer stand, freigegeben, steht dem RRK somit wieder zur Verfügung. Es befindet sich in einem jämmerlichen Zustand. Sämtliche Einrichtungsgegenstände, Bleirohre, Messinghähne und Beleuchtungskörper fehlen, Waschbecken und Toiletten sind zerstört.

Eine außerordentliche Mitgliederversammlung wird einberufen und ein Bau-Ausschuss zur Instandsetzung des Bootshauses gewählt, dem Hans Mietzschke, Karl Pöppel, Dr. Karl Renker, Karl Saar, Richard Trapp und als Vorsitzender Friedrich Traiser angehören. Verhandlungen mit dem Amt für Besatzungsschäden in Darmstadt ergeben, dass der RRK Entschädigung erhält, 14.221 DM für das Gebäude und 17.028 DM für die Wiederbeschaffung von Inventar. Aus vielen Plänen zu Umbau und Ausbau des Bootshauses wird nach Prüfung der finanziellen Möglichkeiten der Beschluss gefasst, nicht zu erweitern, sondern die bestehenden Räume in ihren Ausmaßen zu belassen. Trotz reichlich zugesagter Geld- und Materialspenden sind die finanziellen Mittel nicht ausreichend, so dass beschlossen wird, die Arbeiten weitestgehend in Selbsthilfe durchzuführen.

Umfangreiche Arbeiten am seit 1945 von der US Army beschlagnahmten RRK-Bootshaus sind erforderlich, um wieder einziehen zu können.

Hermann Müller

Friedrich Traiser und Hermann Müller

Karl Etter

K. Arnold

Am 23. August 1952 kann mit den Umbauarbeiten begonnen werden, um das Haus in einen nutzbaren Zustand zu versetzen. In mühevoller Kleinarbeit, die auf den Schultern bewährter Mitglieder ruht, soll das Haus wieder in ein "Klubhaus" umgebaut werden. Turm und Dachstuhl werden abgerissen, anschließend das Dach neu gedeckt. Nun beginnen die Maurerarbeiten im Innern, bei denen sich am Feierabend die Mitglieder Karl Etter, Willi Filtzinger, Philipp Heck, Hermann Müller, Paul Schubert, Marcel Schopfer, Fritz Weidmann und Friedrich Traiser besonders engagieren. Bereits am 1. Oktober 1952 kann Klubmitglied Hermann Müller mit Familie in die fertiggestellte Hausmeisterwohnung einziehen. Um mehr Hilfskräfte bei den Arbeiten zur Verfügung zu haben, wird eine Arbeitspflicht von 8 Stunden für alle männlichen Mitglieder eingeführt. Bei den anstehenden Elektroarbeiten machen sich insbesondere Hans Richter, Walter Usinger, Volker Weidmann und Ludwig Kraft verdient. Die Schreinerarbeiten werden von Willi Forst, Hermann Müller, Ernst Schmidt und Friedrich Traiser durchgeführt. Es geht voran.

 

 

1951

In diese Zeit der großen sportlichen Erfolge fällt ein Ereignis, das sich auf die Entwicklung des RRK sehr vorteilhaft auswirkt. Nachdem es trotz vieler Versuche nicht gelungen war, die Freigabe des Bootshauses von der Besatzungsmacht zu erreichen, greift der Klub mit beiden Händen zu, als das frühere GYA-Jugendheim (German Youth Association ‒ Deutsche Jugendorganisation der US-Army) neben der RRK-Pritsche herrenlos ist und dem RRK angeboten wird.

Was aus einer verwahrlosten, trüben Bretterbude, in der am 16. Juli 1951 bei Kerzenschein eine erste, feuchtfröhliche Vorstandssitzung stattfindet, durch Opfer und uneigennützige Schaffensfreude einer ganzen Reihe von Mitgliedern geschaffen wird, stellt dem Geist des RRK ein bestes Zeugnis aus.

Ohne die unsagbaren Dienste solcher unermüdlich tätiger Kameraden schmälern zu wollen, denen der RRK zu Dank verpflichtet ist, verlangt die Gerechtigkeit, hier einen herauszustellen, der als Kopf des Bauausschusses wie als Trainer des Nachwuchses die gleichen Verdienste erworben hat wie Georg von Opel und Fritz Brumme, nämlich Friedrich Traiser. Dank seiner und seiner Mithelfer Arbeit, ersteht dem RRK wieder ein Heim, das BBH (Behelfs-Bootshaus). Es wird dem Klub somit die Möglichkeit zu Veranstaltungen im eigenen Haus gegeben und damit zum Aus- und Aufbau eines Wirtschaftsbetriebes.

Festliche Einweihung des Behelfs-Bootshauses für die RRK-Familie erfolgt mit der Hasenkneipe, bei der Frau Stocker zum ersten Mal nach dem Krieg wieder ihren vorzüglichen "Dippehas" kocht.

 

1950

Die RRK-Generalversammlung am 24. März 1950 vereint Ruderer und Hockeyspieler im Gasthaus "Zur Ludwigshöhe". Wichtigste Ereignisse des Jahres 1949 waren die Inbetriebnahme der neuen Bootshalle, die Beschaffung der ersten neuen Boote und die großen Sporterfolge in der RuGem. Es wird berichtet, dass in der Freigabe des Bootshauses bisher nichts erreicht werden konnte.

Dank der vorbildlichen Arbeit der Haus- und Bootswarte des RRK kann die neue Bootshalle verbessert und ausgebaut werden.

Trotz gesellschaftlicher Veranstaltungen und vieler kleinerer Zusammenkünfte, Stammtische und Unterhaltungsabende der Aktiven, macht sich das Fehlen des Bootshauses immer wieder nachteilig bemerkbar. Alles in allem ist zu sagen, dass der RRK im Jahr 1950 neben der sportlichen, nicht hoch genug zu wertenden Beteiligung an den Erfolgen der Rudergemeinschaft auch in seiner sonstigen Arbeit den Weg im Auge behalten und weiterbeschritten hat, der zu einem lebensfähigen und in sich geschlossenen Verein führt.

 

1949

Bis zum Frühjahr ist der in Eigenhilfe erstellte Bau der neuen Bootshalle unterhalb des RRK-Geländes so weit gediehen, dass sie am 24. April 1949 anlässlich des Anruderns der Rudergemeinschaft eingeweiht werden kann. Mit finanzieller Unterstützung der Stadt Rüsselsheim kann vorher noch eine neue Anlegepritsche beschafft werden. Wir zitieren die "Main-Spitze":

Einweihung der neuen Bootshalle des RRK beim Anrudern der RuGem Flörsheim-Rüsselsheim am 24. April 1949

Rüsselsheims Ruderer im eigenen Heim

Das neue Bootshaus wurde eingeweiht – Verpflichtung für 1949

Der Rüsselsheimer Rudersport hatte seinen großen Tag. In einem festlichen Rahmen zog der Rüsselsheimer Ruder-Klub eine Veranstaltung auf, die in ihrem Ausmaß und ihrem Verlauf im Beisein von weit über 1000 Zuschauern an die großen Ruderfeste der Vorkriegszeit erinnerte. Reicher Flaggenschmuck grüßte vom neuen Bootsplatz, auf dem sich jetzt eine massive Bootshalle erhebt, die auf einer Fläche von 32,5 mal 7 Meter neben der eigentlichen Bootslagerung die Ankleide- und Werkstatträume umfasst. Für acht Boote und 60 Ruder ist Unterbringungsmöglichkeit geschaffen. In nahezu zweijährigem Selbstbau durch die Mitglieder und unter Aufbringung geldlicher Opfer ist durch eigene Kraft ein Heim entstanden, von dem aus sich nun wieder ein reger Ruder- und Trainingsbetrieb entwickeln wird.

Auf dem Vorgelände lagen grünbekränzt drei neue Boote, ein ranker Alu-Rennvierer, den das Mitglied Georg von Opel seinem Klub gestiftet hat, ein 78-cm-Gig-Riemen-Vierer, der auch als Doppelvierer verwendbar ist, und ein Alu-Renn-Einer.

Nach der Begrüßung durch den neuen Klub-Vorsitzenden Dr. Karl Renker, der die bisherige Aufbauarbeit aufzeichnete, erfolgte die Schlüsselübergabe der Bootshalle durch Karl Etter. Anschließend nahm Landrat Harth die Taufe der Boote vor. Seine Worte klangen aus in dem Wunsch, dass in dem vom Rhein und Main umspülten Kreisgebiet auch an anderen Plätzen der Rudersport bald Fuß fassen möge. Der Alu-Vierer erhielt in Erinnerung an das frühere Ehrenmitglied Carl von Opel den Namen "Carl", der Gig-Vierer wurde zu Ehren des verdienten Mitgründers und Ehrenvorsitzenden Joseph Grass auf dessen Namen und das Alu-Skiff "Möve" getauft. Beigeordneter Schmitt überbrachte die Glückwünsche der Stadtverwaltung, in die er den besonderen Wunsch einschloss, dass es dem Klub vergönnt sein möge, sein bisheriges großes Bootsbaus bald freizubekommen. Für den deutschen Arbeitsausschuss Rudern sprach dessen Geschäftsführer, für den Flörsheimer RV dessen Vorsitzender.

Dann nahmen der Klubvorsitzende und der Trainingsleiter Brumme die Verpflichtung von 23 Jugendruderern sowie 20 Frauen (einschließlich Jugendruderinnen) vor, die mit weiteren Jugendlichen aus Flörsheim und den 37 Aktiven (darunter 17 Senioren) als Rudergemeinschaft FIörsheim-Rüsselsheim ihre Heimat auf den Regatten vertreten werden. Unter diesem Namen sind alle an den Start gehenden Ruderer und Ruderinnen der beiden weiter bestehenden Vereine RRK und FRV zusammengefasst.

Den Abschluss der Feier bildeten eine Auffahrt der Ruderer, an welcher sich die Meister-Achtermannschaft 1948, ferner sechs Vierer, drei Zweier und zwei Einer beteiligten.

Ab 1. Oktober 1949 trifft sich die Hockeyabteilung zu ihren Spielersitzungen und auch sonst (z.B. am Sonntagabend zu einem zwanglosen Zusammentreffen) im neuen Klublokal "Zum Schützenhof" (Inh. Fritz Knauff) in Rüsselsheim an der Schillereiche, Goethestr. 2.

 

1948

Auch im 40. Vereinsjahr, an dessen Ende der Mitgliederstand 376 beträgt, ist das RRK-Klubhaus noch immer von den Besatzungstruppen beschlagnahmt. Die RRK-Ruderer trainieren wie schon im Vorjahr gemeinsam mit den Ruderern des Flörsheimer RV vom Flörsheimer Bootshaus aus.

Mit dem Weiterbau der neuen RRK-Bootshalle unterhalb des Bootshauses kann am 17. März 1948 begonnen werden. Die Holzdach-Konstruktion wird am 6. April 1948 aufgesetzt. Bis Ende April können auch die Ziegel aufgelegt werden, so dass die neue Halle wenigstens vor den Witterungseinflüssen geschützt ist. Nach und nach wird nun die Inneneinrichtung durchgeführt und bis Ende des Jahres ist sogar eine Werkstatt entstanden, in der anfallende Bootsreparaturen ausgeführt werden können. Die beiden Leihboote des RC Nassovia Höchst, der Gig-Doppelzweier "Carlchen" und der Gig-Vierer "Main", werden aus den Festungsräumen nach der neuen Bootshalle umgelagert. Für einen eigenen Ruderbetrieb besteht jedoch noch immer keine Möglichkeit.

 

1947

Da das Bootshaus des RRK von der Besatzungstruppe weiter genutzt wird, bittet der Vorstand des RRK zu Beginn des Jahres um Freigabe eines Teils der ausgebrannten Bootshalle zur Lagerung von Booten und um Erlaubnis, das im Keller des Bootshauses gelegene Ruderbecken zum Training benutzen zu dürfen.

Da eine Nutzung der ausgebrannten alten Bootshalle (Nutzung durch das US-Militär als Lesehalle und Spielsaal vorgesehen) nicht genehmigt wird, steht mit dem Beginn des neuen Geschäftsjahres der Bau einer neuen Bootshalle mit Umkleideräumen und Werkstatt im Vordergrund. Nachdem der Plan zur Beschaffung einer Holzhalle und Aufstellung dieser auf dem ehemaligen Engelhardtschen Fabrikanwesen fehlschlägt, bemüht sich der 1. Vorsitzende, Joseph Grass, um einen geeigneten Bauplatz und findet diesen am Nordost-Rand des Bootshausgeländes. Ein Baugesuch an die Stadt Rüsselsheim wird von Bürgermeister Dörfler dem Magistrat wohlwollend vorgeschlagen und auch genehmigt, allerdings unter der Bedingung, dass beim Bau der Halle keine Arbeitskräfte dem Wiederaufbau entzogen werden, d.h. die Halle ist in Selbsthilfe zu erstellen. Auch die Besatzungsmacht gibt ihre Zustimmung. Der erste Spatenstich erfolgt am 9. August 1947, so dass die Erstellung des Fundaments und das Aufstellen der Wände bis zum Eintritt der kalten Jahreszeit beendet sind. In das Fundament der neuen Bootshalle wird folgende Urkunde eingemauert:

Urkunde

Durch die Kriegsereignisse des zweiten Weltkriegs in den Jahren 1939/1945 wurde die Stadt Rüsselsheim durch feindliche Bombenabwürfe schwer heimgesucht. So auch in der Nacht vom 12./13. August 1944, wobei unsere Bootshalle durch Brandbomben bis auf die Grundmauern völlig zerstört wurde. Innerhalb einer Viertelstunde war die ganze Einrichtung:

24 Ruderboote, 1 Segelboot, 1 Motorboot und 5 Paddelboote

durch eine riesige Feuersbrunst vernichtet worden. Das Gesellschaftsheus konnte durch schnelles Eingreifen von Vereinsmitgliedern, mit Hilfe der damals im Haus einquartierten Soldaten und der Rüsselsheimer Feuerwehr bis auf einen Dachstuhlbrand gerettet werden.

Am 25. März 1945 wurde das Gesellschaftshaus durch amerikanische Besatzungstruppen beschlagnahmt und besetzt. Ein Teil der ehemaligen Bootshalle wurde durch die Besatzungstruppen wieder aufgebaut, war jedoch für die Mitglieder des Rüsselsheimer Ruder-Klubs nicht mehr zugängig.

Um den Rüsselsheimer Ruderern den Rudersport zu erhalten, leitete der 1. Vorsitzende, Herr Joseph Grass, die nötigen Schritte bei der Besatzungsbehörde, Bürgermeisterei und Bauamt der Stadt Rüsselsheim ein, um die Genehmigung eines Neubaues zu bekommen. Der Bootshallenbau wurde genehmigt unter der Bedingung, daß die Bootshalle in Selbsthilfe erbaut wird.

Nachdem noch einige Mitglieder, die Herren Hans Mietzschke, Georg von Opel, Karl Saar und Richard Trapp, sich für finanzielle und materielle Unterstützung bereit erklärten, beschlossen die Vorstandsmitglieder:

Joseph Grass 1. Vorsitzender
Karl Müller 2. Vorsitzender
Richard Trapp 1. Kassier
Willi Nold 2. Kassier
Ludwig Römer 1. Schriftführer
Elli Lösch 2. Schriftführer
Fritz Brumme Sportleiter für Rudern
Karl Saar Sportleiter für Hockey
Eugen Schäfer Jugendwart für Rudern
Wilhelm Trautmann Trainer für Damenrudern
Karl Etter, Fritz Schadt Haus- und Bootswarte
Ludwig Hill, Oscar Schlieben, Hermann Müller Beisitzer

am 16. Juli 1947 den Bau dieser Bootshalle. Mit den Bauarbeiten wurde am 9. August begonnen.

Möge mit dem Bau dieser Bootshalle die Rüsselsheimer Ruderei wieder wachsen, blühen und gedeihen!

Rüsselsheim, den 23. August 1947

Elli Lösch, Schriftführer       Joseph Grass, 1. Vorsitzender

Während also im Jahr 1947 auf Rüsselsheimer Boden wieder ein Anfang gemacht wird, die in Schutt und Asche liegende Halle durch einen Neubau zu ersetzen, und ein erstes Gigboot bestellt werden kann, stehen die aus dem Krieg zurückgekehrten aktiven Ruderer mit dem Trainer Fritz Brumme wieder im strengen Training, das sie gemeinsam mit dem den Krieg überdauernden Kohl-Vierer des Flörsheimer RV von deren altem Holzbootshaus aus abhalten.

 

1946

Die das RRK-Bootshaus seit November 1945 nutzende Einheit der US-Streitkräfte räumt am 8. Juli 1946 das Haus. In der ersten Zeit nutzte die US Army das Bootshaus als Soldatenheim, später als Tanzlokal, die ausgebrannte Bootshalle, die ein neues Dach erhalten hatte, diente als Unterstand für zwei Reitpferde und das nötige Futter. Die Räumung veranlasst den Vorstand des RRK, Ende Juli einen Brief an die Militärregierung schreiben und um Freigabe zu bitten.

Der RRK ist damit in dieser schweren Zeit ein Ruderverein ohne Boote und ohne Bootshaus. Die wenigen verbliebenen Aktiven absolvieren als Gäste beim Flörsheimer Ruderverein und bei Nassovia Höchst ein gelegentliches Training. Die Frauen und die Jugendlichen trainieren unter Philipp Wagner, die Aktiven unter Fritz Brumme.

Jetzt macht es sich bezahlt, dass im RRK in jahrelanger Entwicklung eine Hockeyabteilung gewachsen ist, die unabhängig von wertvollem Sportmaterial den Verein mit geselligem und sportlichem Leben erfüllen und über diese schweren Jahre hinwegbringen kann.

Vereinslokal der Ruderer ist das Gasthaus "Weißer Hirsch" an der Schillereiche und der Hockeyspieler das Gasthaus "Zur Ludwigshöhe" (Schaab Louis).

Da das Bootshaus noch von der Besatzungsmacht beschlagnahmt ist, wird Ende des Jahres das Gasthaus "Zum Löwen" als Vereinslokal gewählt.

 

1945

Am 25. März 1945 besetzen amerikanische Truppen Rüsselsheim, zwei Tage nach ihrer Rheinüberquerung, und damit auch das Bootshaus des RRK. Dieses ist in sehr schlechtem Zustand. Die Bootshalle mit etwa 30 zum Teil neuen Booten wurde 1944 bei einem Luftangriff durch Brandbomben total zerstört. Das Feuer griff auch auf den Dachstuhl des Bootshauses über und vernichtete diesen größtenteils. Nun ist das Haus mit einem Notdach aus Blech gedeckt ‒ Decken, Wände und Böden des Hauses sind durch das Löschwasser stark in Mitleidenschaft gezogen.

Dennoch beschlagnahmen die Amerikaner das Haus nebst Grundstück, um darin ein Soldatenheim einzurichten. Teile der abgebrannten Bootshalle werden wieder aufgebaut, um sie zunächst als Pferdestall, später als Tanzsaal zu nutzen. Die RRK-Mitglieder dürfen ihr Haus nicht mehr betreten.

 

1944

Die Rudertätigkeit beim RRK findet im August ein jähes Ende. Bei einem Luftangriff auf Rüsselsheim in der Nacht vom 12. auf den 13. August 1944 wird die Bootshalle durch Brandbomben bis auf die Grundmauern völlig zerstört. Innerhalb einer Viertelstunde ist die ganze Einrichtung, 24 Ruderboote, 1 Segelboot, 1 Motorboot und 5 Paddelboote, durch eine riesige Feuersbrunst vernichtet. Das Gesellschaftshaus kann durch schnelles Eingreifen von Mitgliedern mit Hilfe der im Hause einquartierten Soldaten des Bauzugs 5 und der Rüsselsheimer Feuerwehr bis auf einen Dachstuhlbrand gerettet werden.

Da man bei den immer stärker werdenden feindlichen Luftangriffen dem Bootshaus und dem Bootshauskeller kein Vertrauen mehr schenkt, schachtet der Bauzug 5 an der Nordwand der alten Festung einen Bunker aus, der für die Wehrmacht und auch Rüsselsheimer Bewohner einen sicheren Schutz bietet.

 

1943

Eine Einheit der Luftwaffe belegt das RRK-Bootshaus und richtet hier ein Notrevier ein. Gesellschaftliche Veranstaltungen können daher in den eigenen Räumen nicht mehr stattfinden.

 

1942

Zwischen den Vorständen der RG Undine 1919 Rüsselsheim und dem Ruderverein Rüsselsheim finden zu Beginn des Jahres Gespräche statt, die ein Zusammengehen der beiden Rudervereine prüfen sollen. Dabei nähern sich die Vereine immer mehr an, so dass schließlich am 7. März 1942 ein Vertrag geschlossen werden kann, der den Zusammenschluss der beiden Rüsselsheimer Rudervereine ab 1. April 1942 regeln soll.

Als Name des neuen Vereins wird "Rüsselsheimer Ruder-Klub 08" vereinbart. Als Flagge wird die des Rudervereins übernommen, jedoch die Inschrift "RVR" in "RRK" geändert. Der Vereinsführer des RVR, Georg von Opel, ist auch als Vereinsführer des RRK vorgesehen. 

Nachdem die Mitglieder der Undine und des RVR dem Zusammenschluss zugestimmt haben, findet am 25. April 1942 die konstituierende Mitgliederversammlung statt, in der der "Rüsselsheimer Ruder-Klub 08" von den anwesenden 77 Mitgliedern des RVR und der "Undine" gegründet wird.

Rudergesellschaft Undine Rüsselsheim (1910 – 1942)

1942

Durch gemeinsame Besprechungen zwischen den Vorständen von "Undine" und RVR nähern sich die Vereine immer mehr, so dass am 7. März 1942 schließlich ein Vertrag geschlossen werden kann, der den Zusammenschluss der beiden Rüsselsheimer Rudervereine ab 1. April 1942 regeln soll.

Als Name des neuen Vereins wird "Rüsselsheimer Ruder-Klub 08" vereinbart. Als Flagge wird die RVR-Flagge übernommen, jedoch die Inschrift "RVR" in "RRK" geändert. Der Vereinsführer des RVR, Georg von Opel, ist auch als Vereinsführer des RRK vorgesehen. 

Nachdem die Mitglieder der Undine und des RVR dem Zusammenschluss zugestimmt haben, findet am 25. April 1942 die konstituierende Mitgliederversammlung statt, in der der "Rüsselsheimer Ruder-Klub 08" von den anwesenden 77 Mitgliedern des RVR und der "Undine" gegründet wird.

 
1935
 

Start zur 14-tägigen Paddel-Wanderfahrt der "Undine" auf dem Main von Bamberg nach Rüsselsheim 1935: Vor dem Bootshaus werden Boote verladen.

 
 
193...

Das im Jahr 1913 errichtete Bootshaus der Rudergesellschaft Undine 1919 Rüsselsheim, Am Maindamm 31, hier Mitte der 30er Jahre von Westen

 

1931

Gemütliche Runde im "Undine"-Bootshaus bei einem Glas Wein im Jahr 1931 (Franz Loos, Hermann Müller, ..., Adam Simon, Ernst Renker, Walter Schaeffter, Rudolf Wagner, "Undine"-Vorsitzender Paul Schubert und Heinrich Streck)

 

1925

 

Achter vor dem Bootssteg und dem Bootshaus der Rudergesellschaft Undine Rüsselsheim, im Hintergrund das Opel-Werk

 
 

1919

Die aus dem Krieg zurückgekehrten Mitglieder der "alten Undine" (1914 in Konkurs gegangen und aufgelöst) gründen am 7. Juli 1919 die Rudergesellschaft Undine 1919 Rüsselsheim.

Carl von Opel stellt das bei Auflösung der Undine im Jahr 1914 von ihm aus der Konkursmasse gekaufte Bootshaus dem Verein wieder zur Verfügung, so dass eine gute Aufwärtsentwicklung einsetzen kann.

 

1914

Der Ausbruch des Krieges in der ersten Augustwoche wirft alle Planungen über Bord. Die große finanzielle Belastung durch den Bootshausbau im Jahr 1913 und fehlende Einnahmen, da fast alle Mitglieder zum Kriegsdienst eingezogen werden, führen zum Konkurs und zur Auflösung der Rudergesellschaft Undine Rüsselsheim. Um Anwesen und Inventar nicht in fremde Hände fallen zu lassen, kauft der große Freund des Rudersports, Kommerzienrat Carl von Opel, das ganze Objekt aus der Konkursmasse auf.

 

1913

Der Entschluss der Undine-Mitglieder sich ein festes Bootshaus zu bauen, wurde im Jahr 1912 begonnen und wird 1913 beendet. So entsteht das Bootshaus der Rudergesellschaft Undine in Rüsselsheim, Am Maindamm 31, und wird von den Mitgliedern mit viel Fleiß und großen zeitlichen Opfern ausgestattet.

 

Neues, im Jahr 1913 errichtetes Bootshaus der Rudergesellschaft Undine in Rüsselsheim, Am Maindamm 31

 
 

1912

Auch in der zweiten Bootshalle auf dem von der Gemeinde gepachteten Gelände östlich der "Fohlenweide" findet die "Undine" keine glückliche Bleibe. Eines Nachts brennt die Halle mit dem gesamten Inventar ab, so dass sich die Mitglieder entschließen, umgehend als Bootshaus ein "festes Haus" zu bauen.

Am 27. Dezember schreibt der "Wassersport": "Rüsselsheim a.M. Die dem Süddeutschen RV. angehörende hiesige RG. "Undine" errichtet am Main ein hochwasserfreies Bootshaus, das so weit unter Dach und Fach ist und einen sehr schönen Eindruck macht. Praktische Ratschläge für die innere Ausarbeitung seitens Autoritäten sind erwünscht."

 

1911

Im Januar 1911 schreibt der Vorstand der Undine folgenden Brief an den Gemeinderat von Rüsselsheim:

Rüsselsheim, den 17. Januar 1911

An den Wohllöblichen Gemeinderat Rüsselsheims

Betrifft: Ankauf einer der Gemeinde gehörigen Wiese.

Wie dem Wohllöblichen Gemeinderat wohl schon langer bekannt ist, hat sich im Laufe des Jahres 1910 hier eine Rudergesellschaft namens "Undine" gegründet. Da wir nun in diesem Verein im ersten Jahre schon tüchtig Fortschritte machten und uns zwei Boote anschaffen konnten, waren wir genötigt, ein dazu erforderliches Bootshaus zu bauen. Wir ersuchten deshalb Herrn Baron von Seckendorf um einen Platz, und Herr Baron gestattete es in liebenswürdiger Weise, dass wir unser vorläufiges Nothaus auf einem ihm gehörigen Acker vor der Festung stellen konnten.

Die Rüsselsheimer Festung steht nun aber unter dem Denkmalschutz, und so wurden uns Einwendungen gemacht, weil unser Bootshaus den Anblick auf die Festung verunschönere, und daraufhin kündigte uns Herr Baron den Platz wieder. Wir sahen uns deshalb genötigt, nach einem anderen Platz Umschau zu halten und fanden nun einen ganz geeigneten, der Gemeinde gehörigen Platz. Derselbe liegt, wie beiliegende Skizze zeigt, oberhalb der Fohlenweide rechts des Maindammes. Wir sind nun gesonnen, ein Bootshaus zu bauen, welches mehrere tausend Mark kosten wird, und dazu wollten wir uns diesen Platz kaufen. Da wir doch den volkstümlichen Rudersport betreiben, und somit die Gesundheit der Jugend fördern wollen, weil Rudern doch zweifellos der gesündeste Sport ist, so bitten wir den Wohllöblichen Gemeinderat höflichst uns gütigst mitteilen zu wollen, ob wir diesen Platz käuflich erwerben können.

Indes mit aller Hochachtung zeichnen wir

Rudergesellschaft Undine

Der Geschäftsführende Vorstand
Neun (Schriftführer) Becker (1. Vorsitzender)

Der Gemeinderat stellt den gewünschten Platz zur Verfügung und bietet das Gelände der Undine zu einem Preis von 3 Mark pro Klafter zum Kauf an. Die Undine errichtet darauf eine Bootshalle.

 

Undine-Ruderer vor der zweiten Bootshalle der "Rudergesellschaft Undine Rüsselsheim" 1911 östlich der "Fohlenweide"

 
Ruderverein Rüsselsheim (1908 – 1942)

1942

Durch gemeinsame Besprechungen zwischen den Vorständen von Undine und RVR nähern sich die Vereine immer mehr, so dass am 7. März 1942 schließlich ein Vertrag geschlossen werden kann, der den Zusammenschluss der beiden Rüsselsheimer Rudervereine ab 1. April 1942 regeln soll.

Als Name des neuen Vereins wird "Rüsselsheimer Ruder-Klub 08" vereinbart. Als Flagge wird die RVR-Flagge übernommen, jedoch die Inschrift "RVR" in "RRK" geändert. Der Vereinsführer des RVR, Georg von Opel, ist auch als Vereinsführer des RRK vorgesehen. 

Nachdem die Mitglieder der Undine und des RVR dem Zusammenschluss zugestimmt haben, findet am 25. April 1942 die konstituierende Mitgliederversammlung statt, in der der "Rüsselsheimer Ruder-Klub 08" von den anwesenden 77 Mitgliedern des RVR und der "Undine" gegründet wird.

 

1940

Vorstandszimmer des RVR-Bootshauses 1940

Saal des RVR-Bootshauses 1940

 

1935

Blick von der im Jahr 1928 eingeweihten Opelbrücke zwischen Rüsselsheim und Flörsheim Richtung Südwesten im Jahr 1935, vorn das Rüsselsheimer Schwimmbad am Main, dahinter links das Bootshaus des Rudervereins Rüsselsheim, im Hintergrund die Opel-Werke mit Schornsteinen sowie Wohnhäuser am Main

 

1933

 

Die aktiven RVR-Ruderer vor der Bootshalle östlich des Gesellschaftshauses auf dem Maindamm 1933

 
 

1930

 

Bootshaus des Rudervereins Rüsselsheim im Jahr 1930 mit Bootshalle und Bootssteg von der Flörsheimer Mainseite gesehen

 
 

1929

Zwei Ansichten des RVR-Bootshauses im Jahr 1929

 

1928

 

Wintertraining 1928 im Keller des 1925 eingeweihten RVR-Bootshauses, wo ein Ruderbecken eingebaut ist (hinten: Marcel Schopfer, Gotthard Roßbach, Fritz Brumme, Karl Meurer, Karl Pöppel; davor: Trainer Friedrich "Pip" Traiser, Wilhelm Petzold, ..., Adam Müller, Wilhelm Heil, Ernst Brenneisen; vorn: Leo Daum, Philipp Jung)

 
 

1925

Die Mitgliederzahl des RVR beläuft sich am 14. März 1925 auf 216. Der Innenausbau des neuen Gesellschaftshauses wird von der Baukommission zügig vorangetrieben.

Endlich ist es dann soweit! Die feierliche Einweihung des Gesellschaftshauses, die mit einer internen Regatta verbunden wird, kann am 13. September 1925 unter Mitwirkung der Opelkapelle und des Gesangvereins Harmonie gefeiert werden. Nach der Festrede von Bürgermeister Müller und der Schlüsselübergabe an den Ersten Vorsitzenden, Paul Nebelung, wird das neue Heim des RVR gemeinsam besichtigt. Der "Wassersport", die "Älteste Fachzeitschrift für Rudern und verwandte Sportzweige", lässt sich dieses Ereignis in Rüsselsheim nicht entgehen und berichtet schon am 17. September 1925 ausführlich von der Bootshaus-Einweihung des RVR:

Bootshaus-Einweihung in Rüsselsheim

Der RV Rüsselsheim hat vor drei Jahren sein Bootshaus eingeweiht. Dieses Bootshaus bestand aus einer Bootshalle mit eingebauten Räumen zum Umkleiden, zum Waschen und einem kleinen Vorstandszimmer. Die zur Verteilung kommenden Abbildungen ließen erkennen, dass aus Mangel an Mitteln vorerst nur ein Provisorium geschaffen worden war, und dass der Bau des an die Bootshalle anschließenden Gesellschaftshauses auf spätere Zeit verschoben war. Der Ausbau des Projektes hat gute Weile dachte man, wenn man die Skizze die ein in einfachen Linien gehaltenes Haus von immerhin bemerkenswertem Umfang zeigte, besah. Jetzt nach kaum drei Jahren steht das Haus fertig da, eine Zierde des linken Uferbildes des Flusses darstellend. Weithin ragt der das Dachgeschoss krönende Aussichtsturm, von dessen Zinnen, an hohem Maste, die Flagge der Rüsselsheimer weithin grüßend weht. Naht man sich dem Hause auf dem Dammweg, so grüßen von weitem die blanken Fenster, hinter welchem weiße Gardinen und Blumenstöcke, die etwas biedermeierisch, aber äußerst anheimelnd wirken. Im Erdgeschoss befindet sich die Wohnung des Hausverwalters und die Küche, sowie Wirtschaftsräume, an welche die Ankleide- und Waschräume angrenzen. Im Keller ist vorgesehen noch ein Ruderbecken zu schaffen. Die Bootshalle gewinnt nunmehr noch an Raum, da die seitherigen behelfsmäßigen Einbauten verschwinden.

Im ersten Stock befindet sich der nach Westen gelegene große Saal, der in hellen Tönen gehalten sehr freundlich wirkt. Nebenan nach Norden gelegen ist ein geräumiges Kneipzimmer, von dessen Balkon man eine schöne Aussicht über den Fluss und nach dem Taunus genießen kann. Im oberen Stock befindet sich die Wohnung des Bootsdieners und Räume für die Verwaltung des Vereins. Die Plattform des Turmes endlich ist ein Punkt, von dem aus man eine köstliche Aussicht in sich aufnehmen kann. Vom Wasser aus zeigt die Anlage ihren ganzen Reiz, der durch den Hintergrund der auf der ehemaligen Festung Rüsselsheim stehenden alten Bäume wesentlich gehoben wird. Die Wanderruderer werden im Zukunft, ehe sie in den nicht mehr weit entfernten Rhein einbiegen, hier sicher noch eine kleine Rast einlegen. Sie werden die kurze Verzögerung nicht bereuen, denn Küche und Keller des Hauses haben bei mäßigen Preisen allerlei zu bieten.

Der Plan zu der Anlage entstammt dem Professor Meißner in Darmstadt, der sich ein Vergnügen daraus machte, die Entwürfe zu liefern. Die Bauausführung überwachte Professor Hellmer. Die Deckenmalereien, die noch nicht fertig sind, werden von Professor Linnemann – Frankfurt a. M. ausgeführt. An der Planierung des Platzes und bei manchen anderen Arbeiten, legten die Mitglieder des RV Rüsselsheim kräftig mit Hand an.

Die Einweihung vollzog sich unter würdigsten Formen. Die Mitglieder und Gäste hatten auf der Westseite des Hauses Aufstellung genommen. Die Spitzen der staatlichen und städtischen Behörden, Mitglieder des Verbandsausschusses und der befreundeten Rudervereine hatten sich eingefunden. Die Kapelle der Opelwerke eröffnete mit einem trefflich zu Gehör gebrachten Musikstück die Feier. Der Chor "Harmonie" trug klangrein "Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre" vor. Der Vorsitzende des RV Rüsselsheim, Herr Nebelung, hielt hierauf eine Begrüßungsansprache, dabei einen Rückblick auf die Geschichte des Hausbaues werfend. Herr Bürgermeister Müller von Rüsselsheim schilderte in längerer Rede die Bestrebungen der wackeren Mitglieder des RV Rüsselsheim. Er gedachte der im Weltkriege Gefallenen und widmete ihnen eine Spanne stillen Gedenkens. Die Häupter entblößten sich, die Kapelle stimmte die ergreifende Weise "Ich hatt' einen Kameraden" an. Des weiteren erinnerte der Redner die Anwesenden und besonders die tätige Jugend an ihre Pflicht dem Vaterlande zu dienen, der man zunächst durch Heranbildung, eines gesunden kräftigen Geschlechts gerecht werden müsse. Die von patriotischem Geiste getragene Rede klang in einem Hurra auf den RV Rüsselsheim aus. Ein weiterer Gesangsvortrag und eine muntere Weise der Musik beschlossen die Feier im Freien, die im großen Saale des Hauses ihre Fortsetzung fand. Die Schar der Glückwünschenden trat an. Besonders eindringliche Worte fand Herr Kreisdirektor Dr. Merck, der selbst ein alter Ruderer ist und Amtsgerichtsrat Cordes – Mainz, der im Namen des Verbandsausschusses sprach. Bilder zum Schmucke des neuen Heims und Ehrenflaggen wurden vielfach überreicht. Besonderen Eindruck machten die Worte der Vertreter der Arbeiter-Sport-Vereine, der RG "Undine" Rüsselsheim und des Arbeiter-Radfahrer-Vereins, die bewiesen, dass in der Sportstadt Rüsselsheim die Sportler aller Volksschichten in Eintracht dem gleichen Ziele zustreben. Der Vorsitzende Herr Nebelung fand Worte des Dankes gegenüber den zahlreichen Überbringern der Ehrungen.

Am Nachmittag fand eine Reihe von Rennen statt, am Abend wurden im Saale des Bootshauses die Preise verteilt. Es ist verständlich, dass die Mitglieder des RV Rüsselsheim, mit ihren Gästen noch lange in freudigster Stimmung vereinigt blieben.

Die Baukosten des neuen Bootshauses belaufen sich auf 80.826,69 Mark zuzüglich 6.276,50 Mark für die Inneneinrichtung, so dass die Gesamtkosten 87.103,19 Mark betragen. Die Parterrewohnung des Hauses wird an Otto Stocker, der die Bewirtschaftung übernimmt, und die Wohnung im zweiten Stock an Herrn Wolf, der für Ordnung im Hause zu sorgen hat, vermietet.

Einweihung des neuen RVR-Bootshauses am 13. September 1925

Am 19. November 1925 erscheint im "Wassersport" folgender Bericht über den Ruderverein Rüsselsheim:

Wie bereits in Nr. 38 des "Wassersports" veröffentlicht, fand die Einweihung des vom RV Rüsselsheim neu erbauten Bootshauses am Sonntag, dem 13. September d. J., statt. Heute können wir eine Ansicht des neuen Hauses bringen, woraus zu ersehen ist, dass das neue Heim als eines der stattlichsten Bootshäuser, die an den Ufern des Mains stehen, zu betrachten ist. Das ganze Anwesen, das auf der Nordseite der alten römischen Festung Rüsselsheim erbaut ist und einen wunderbaren Fernblick auf den Taunus, den Rhein- und Maingau gestattet, zerfällt in zwei Hauptteile, und zwar in die Bootshalle und das eigentliche Gesellschaftshaus. Die Halle wurde bereits im Jahre 1922 errichtet und der Neubau des Gesellschaftshauses in diesem Jahre vollendet.

Bei der Erbauung ging man davon aus, alle technischen Neuerungen zu verwerten. In das Kellergeschoss des Clubhauses wird ein Ruderbecken eingebaut, nach dessen Fertigstellung der Verein in der Lage ist, auch während der Wintermonate seine Leute ständig in Übung zu halten. Die Räumlichkeiten des Erdgeschosses bestehen aus einer Dreizimmerwohnung, Küche und Bad, die der Hausverwalter, der auch gleichzeitig den Wirtschaftsbetrieb mit übernommen hat, bewohnt. Weiterhin befinden sich dort noch die Umkleideräume für die Ruderer, sowie die Abortanlagen. Der ganze erste Stock ist für den Verein vorgesehen, und zwar finden wir daselbst einen Festsaal, ein Vorstandszimmer, ein Kneipzimmer sowie einen Schankraum. Das Dachgeschoss enthält eine Zweizimmerwohnung, in der der Bootsdiener untergebracht ist, sowie verschiedene andere Räume, die für Vereinszwecke benutzt werden. Unter anderem ist auch beabsichtigt, ein Zimmer als Obdach für Wanderruderer auszustatten.

Wir hoffen, dass das neue Heim dazu beiträgt, den guten Geist, der im RV Rüsselsheim herrscht, auch weiterhin noch zu fördern, und dass die in diesem Jahre errungene Anzahl von 10 Siegen im nächsten Jahr noch wesentlich erhöht werden kann.

Das neue Bootshaus des RV Rüsselsheim (aus "Wassersport" Nr. 47 vom 19. November 1925)

 

1924

Das Gelände nördlich der Festung, auf dem eine Bootshalle bereits steht und das Gesellschaftshaus gebaut werden soll, wird im Februar endlich für 1.012,70 Goldmark erworben. Dieser Betrag muss durch eine Mitgliederumlage aufgebracht werden.

Nach der Geldwertstabilisierung (die Mitgliedsbeiträge werden für aktive Mitglieder auf 1,50 Goldmark und für passive Mitglieder auf 1,00 Goldmark neu festgesetzt) wendet sich die Werbekommission, die zur Finanzierung des Baus des Gesellschaftshauses gebildet wurde und der die Herren Heinrich Bangert, Heinrich Bergmann, Hans Weber, Ludwig Klingelhöfer und Albert Meeser angehören, mit einem Rundschreiben an alle Mitglieder des RVR wegen der noch zu regelnden Finanzierung des geplanten Gesellschaftshauses.

In einer außerordentlichen Generalversammlung am 22. März 1924 kann die Werbekommission berichten, dass 21.000 Goldmark aus Mitglieder- und Freundeskreisen gezeichnet wurden. Daraufhin fasst die Versammlung den Beschluss, mit dem Bau des Hauses unverzüglich zu beginnen. Zur Durchführung der weiteren Arbeiten wird eine Baukommission gebildet, die sich aus den Herren Paul Nebelung, August Dauth, Karl Artmann, Oscar Schlieben, Philipp Sittmann, Emil Klein, Rudolf Fritz, Wilhelm Bersch, Joseph Grass und Heinrich Bärsch zusammensetzt. Als Bausumme ist ein Betrag von 35.000 Goldmark vorgesehen; die fehlenden 14.000 Goldmark sollen durch eine Hypothek finanziert werden. Durch den Einbau eines Ruderbeckens in den Kellerräumen wird der Bau in seiner Länge vergrößert. Dadurch erhöht sich die vorgesehene Bausumme auf etwa 50.000 Goldmark. Die monatlichen Mitgliederbeiträge werden im August auf einheitlich 3,-- Goldmark erhöht.

Die Bauarbeiten für das Gesellschaftshaus, die im Frühjahr 1924 begonnen wurden, müssen im Herbst eingestellt werden, um das Haus im Rohbau überwintern zu lassen. Es ist geplant, in den Kellerräumen ein großes Ruderbecken einzubauen, um auch im Winter Ruderer ausbilden zu können. Im Erdgeschoss ist eine geräumige Zwei-Zimmer-Wohnung mit Küche für den zukünftigen Hausverwalter vorgesehen. Die Gesellschaftsräume im 1. Stock werden aus einem großen Saal, einem Versammlungszimmer, einem Vorstandszimmer und einem kleinen Erfrischungsraum bestehen. Da das Haus sehr exponiert im Mainvorland gelegen ist, wird man vom "Söller" und vom Turmzimmer aus die Mainstrecke von Flörsheim bis unterhalb Rüsselsheims sehr gut übersehen können.

 

1923

Nach dem Bau der neuen Bootshalle im Jahr 1922 will der RVR nun auch an die Verwirklichung des Gesellschaftshauses gehen. In einer außerordentlichen Hauptversammlung am 29. September wird daher eine Arbeitsdienstpflicht eingeführt, um bei Durchführung des Projekts die Kosten, insbesondere die Löhne, niedrig zu halten. Mit der Aushebung des Fundaments durch die Mitglieder wird dann alsbald begonnen, wobei der durch die Ruderer gezeigte Eifer dem Vorstand die Gewissheit gibt, dass das gesteckte Ziel auch erreicht wird. Vorgesehen ist in den Kellerräumen des Gesellschaftshauses ein Ruderbassin für eine Vierermannschaft.

 

1922

Die ersten Anteilscheine für den Bootshaus-Neubau, das Minimum ist auf 1.000 Mark festgesetzt, werden gezeichnet. Die ständig fortschreitende Geldentwertung und die damit zusammenhängende Verteuerung der Baumaterialien und Arbeitslöhne lassen die Baukommission zu dem Entschluss kommen, das Projekt etappenweise zu bauen. Den Anfang soll eine Bootshalle machen.

Der "Wassersport" vom 23. März 1922 schreibt zur Generalversammlung des RVR am 4. März 1922:

Die wirtschaftlichen Verhältnisse des Vereins sind als recht gut zu bezeichnen; die Kasse wurde geprüft und in bester Ordnung gefunden. Das Vereinsvermögen beträgt nach reichlichen Abschreibungen etwa 22.000 Mark, das vorhandene Bootgerät usw. stellt heut einen Wert von etwa 200.000 Mark dar. Schulden hat der Verein keine. Die Vorstandswahl hatte mit kleinen Ausnahmen dasselbe Ergebnis wie im Vorjahre.

Den wirtschaftlichen Verhältnissen Rechnung tragend, mussten die Mitgliederbeiträge erhöht werden; diese betragen ab 1. März für die ausübenden Mitglieder 240 Mark, für unterstützende Mitglieder 180 Mark, für jugendliche Mitglieder 60 Mark, für auswärtige Mitglieder 50 Mark je Jahr; als Eintrittsgeld wird künftighin 50 Mark erhoben.

Infolge des erhöhten sportlichen Betriebes hat sich das alte Boothaus schon seit langer Zeit als zu klein erwiesen, die Boote mussten auf drei verschiedenen Plätzen lagern, was naturgemäß auf den Ruderbetrieb sehr hemmend einwirkte. Man hat sich nun im Spätherbst mit dem Gedanken befasst, ein neues Boothaus zu errichten: zu diesem Zwecke wurde ein Bauausschuss gewählt, den Vorsitz hat Herr Fabrikant Dauth übernommen. Die erforderlichen Mittel sollen durch bedingungslose Zeichnung von Stiftungsgeldern und durch Übernahme von zinslosen Anteilscheinen aufgebracht werden, Der Platz liegt an der altem Festung und steht zur Erwerbung desselben von seiten des Fiskus nichts im Wege. Wir hoffen, dass durch den Opfersinn unserer Mitglieder, Freunde und Gönner es uns gelingen möge, noch dieses Jahr unsere Flagge auf unserm eigenen Heime zum Ruhme des Rüsselsheimer RV wehen zu sehen.

In einer außerordentlichen Generalversammlung am 31. Mai 1922 kann der Erste Vorsitzende, Paul Nebelung, mitteilen, dass 70 Mitglieder bereits 210.000 Mark für den Bootshallen-Neubau gezeichnet haben und größere Beträge noch zu erwarten sind. Nach den letzten eingeholten Angeboten dürfte sich die Bausumme für eine Halle (23 m lang, 12 m breit) mit anschließenden Dusch-, Umkleide- und Aufenthaltsräumen auf etwa 500.000 Mark belaufen. Nachdem das Gelände vor der Festung erworben werden kann, beschließt die Versammlung einstimmig, das Bauvorhaben zu beginnen. Am 29. Juni 1922 findet die feierliche Grundsteinlegung der Bootshalle statt. In seiner Ansprache bezeichnet der RVR-Vorsitzende diesen Augenblick als einen Wendepunkt in der Geschichte des RVR.

Die Kapsel, die in den Grundstein eingemauert wird (Mitte der östlichen Giebelwand), enthält die Urkunde über die Grundsteinlegung, ein Mitgliederverzeichnis, die Satzung des RVR, das Vereinslied des RVR, eine Postkarte mit dem Bild der Bootshalle, Ausgaben verschiedener Zeitungen, Notgeld und ein Frankfurter Regattaprogramm.

Die Urkunde hat folgenden Wortlaut:

"Diese Urkunde soll daran erinnern, dass nach Deutschlands Zusammenbruch im Kampfe gegen eine Welt von Feinden deutsche Tatkraft und deutscher Mut nicht verloren gegangen waren. Trotz der überaus schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse, welche durch die Folgen des so unglücklich für Deutschland beendeten Weltkrieges 1914 bis 1918 entstanden sind, hat der Ruderverein Rüsselsheim e.V. in den Monaten Juni bis August 1922 diese Halle errichten lassen, um der sportliebenden Jugend Gelegenheit zu geben, zur Stählung der Kraft und um die Vorbedingungen zu schaffen, sich in friedlichem Wettkampf mit anderen Ruderern zu messen.

Die äußere Architektur wurde nach den Entwürfen und Plänen des Herrn Professor Meißner in Darmstadt ausgeführt. Die Bauten wurden errichtet durch die Baufirmen Enders, Helfrich und Riedinger, Rüsselsheim.

Die Überwachung der Ausführung der Bauarbeiten erfolgte durch Herrn Obering. Karl Artmann unter Mithilfe seines Assistenten, Heinrich Bärsch.

Wir, ein im Kampfe siegreich gewesenes, jetzt aber schwer geschlagenes Volk, haben den Glauben an die Zukunft Deutschlands nicht verloren. Möge es kommenden Geschlechtern vergönnt sein, im Rat der Welt wieder denjenigen Platz zu erringen, auf den Deutschland durch seine hohe Kultur Anspruch erheben kann.

Rüsselsheim, 29. Juni 1922"

Am 17. September 1922 findet die feierliche Bootshallen-Einweihung mit anschließender Bootstaufe, Interner Regatta und geselligem Beisammensein mit Tanz im Hotel "Rüsselsheimer Hof" statt. Hierzu berichten die "Frankfurter Nachrichten":

Anzeige in der "Main-Spitze" am 15. September 1922 bezüglich der Einweihung des neuerbauten Bootshauses mit Bootstaufe, Interner Regatta und geselligem Beisammensein mit Tanz

"Rüsselsheim am Main ist in der Sportwelt kein unbekannter Ort. Die Industrie, die dort in den letzten Dezennien aufgebläht ist, hat den Ruhm des Städtchens bis in die fernsten Zonen getragen. Wer aber glaubt, in Rüsselsheim wären nur die Automobilisten und die Radfahrer angesehene Leute, der irrt allerdings. Denn wie eine Sportart auf die andere befruchtend und fördernd einwirkt, dafür bildet das sportliche Leben von Rüsselsheim einen sprechenden Beweis. Mächtig hat dort der Rudersport Fuß gefasst. Zwei eifrig strebende Vereine bestehen dort seit einer längeren Reihe von Jahren. Beide haben sich in kurzer Zeit eine achtungsgebietende Stellung, in dem an tüchtigen Vereinen nicht armen Untermain- und Mittelrheingebiet, verschafft.

Der Ruderverein Rüsselsheim, dessen Farben auf den großen Regatten in Frankfurt, Mainz und an anderen Orten oft siegreich durchs Ziel getragen wurden, musste dem Zuwachs an Mitgliedern entsprechen und sich aus seinem bescheidenen Ruderheim fortwünschen in eine ausgedehntere Anlage. Was es heißt, in der jetzigen Zeit zu bauen, braucht hier nicht auseinandergesetzt zu werden; hier genügt die Tatsache, dass die Rüsselsheimer Sportgemeinde, einem unerlässlichen Bedürfnis folgend, das Wagnis eines Neubaues unternahm und dass sie das Unternehmen glänzend durchzufahren verstand. Freilich eine Einschränkung musste sich das Projekt gefallen lassen. Man erbaute zunächst nur das zum Sportbetrieb Notwendigste, das Bootshaus und die Ankleide- und Waschräume, und stellte die Errichtung der Gesellschaftsräume einstweilen zurück. Wie wir aber die Tatkraft der Rüsselsheimer kennen, glauben wir uns zu der Annahme berechtigt, dass in nicht zu ferner Zeit auch die zunächst noch zurückgestellten Bauwünsche befriedigt werden.

Das ganze Bauprojekt nach den Entwürfen des Professors Meißner in Darmstadt stellt eine ideale Anlage dar, die in ihrer Vollendung eine Zierde des Untermains bilden wird. Das linke Ufer des Maines ist in dortiger Gegend flach und reizlos, im Gegensatz zum rechten Ufer, in dessen Hintergrund die blauen Taunusberge ragen. Aber einen Ruhepunkt findet das Auge bei Rüsselsheim, wenn es an den zahlreichen Schloten der Opelwerke vorbeischweift. Am Mainesufer erheben sich noch die Trümmer der alten Festung Rüsselsheim, jenes Bollwerks welches unter Philipp dem Großmütigen und seinen Nachfolgern eine wichtige Rolle spielte als stärkste Festung des Hessenlandes und als Schutz des Flussübergangs aus dem Ried ins blaue Ländchen. Nördlich der Reste dieser Festung, deren uralte Baumgruppen einen guten Hintergrund bilden, erhebt sich das neue Ruderhaus des Rudervereins Rüsselsheim. Die Möglichkeit des Baues war nur gegeben durch das Zugreifen sämtlicher Mitglieder des Vereins, die die umfangreichen Erdarbeiten und manche anderen Notwendigkeiten mit eigener Hand betätigten. So gibt das neue Heim zugleich eine Erinnerung an wackeres Wirken der Ruderer in schwerer Zeit, woran sich die nach folgenden Geschlechter ein Beispiel nehmen können.

Am Sonntag, dem 17. September, in den Vormittagsstunden vollzog sich die Weihe des Hauses, zu welcher eine große Anzahl Ruderer aus Frankfurt, aus den Vereinen des Untermains und von der Amicitia Mannheim sich eingefunden hatten. Wie es sich von selbst versteht, waren die Besitzer der Opelwerke, von welchen besonders Kommerzienrat Carl von Opel und Heinrich von Opel seit langen Jahren als Förderer des Rudersportes bekannt sind, zu der Feier erschienen. Ferner die Vertreter der Stadt- und Kommunal-Behörden, der Vereine von Rüsselsheim, des Frankfurter Regatta-Vereins und des Mittelrheinischen Regatta-Verbandes.

Die Festversammlung erwartete am neuen Bootshaus die Mannschaften des Rüsselsheimer Rudervereins, die unter den Klängen der Opelkapelle nach Abschied vom alten bescheidenen Ruderheim in geordnetem Zuge anrückten. Der trefflich geschulte Sängerchor Frohsinn brachte Beethovens "Die Himmel rühmen" vorzüglich zu Gehör, worauf eine junge Dame, Frl. Kraft, einen von Dr. Dambmann verfassten Prolog sprach. Die Dichtung passte sich vorzüglich dem Gegenstande an und war von sichtbarer Wirkung. Nach der Schlüsselübergabe durch den Baumeister richtete der Vorsitzende, Herr Nebelung, Worte des Dankes an die Behörden und der Begrüßung an die erschienenen befreundeten Ruderer, Der zweite Vorsitzende gab einen Abriss der Baugeschichte. Nach einem weiteren Gesangsvortrag nahte die Reihe der Gratulanten, an ihrer Spitze Herr Wagner (Kastel), der Vorsitzende des Mittelrheinischen Regatta-Verbandes; ihm folgte Herr Hilpert vom Frankfurter Regatta-Verein. Es kamen die Vertreter des Frankfurter Rudervereins, der Frankfurter Rudergesellschaft Germania, des Frankfurter Ruder-Clubs 1882, des Hochheimer Rudervereins, der Mainzer Rudergesellschaft, des Ruder-Clubs Raunheim und andere mehr, die zum Teil Angebinde in Form von Bildern und Flaggen übergaben. Alle Redner fanden warme Worte der Anerkennung für die seitherigen Leistungen der Rüsselsheimer Ruderer, die sich in kurzer Zeit eine achtungswerte Stellung geschaffen haben. Eine Besichtigung des Hauses schloss sich an. Die Beschreibung des neuen Ruderheims muss für später vorbehalten bleiben.

Die Ehrengäste folgten einer Einladung des Kommerzienrates Carl von Opel in den "Rüsselsheimer Hof".

Einweihung der neuen Bootshalle am 17. September 1922, zu erkennen von links: RVR-Kassenwart Oscar Schlieben, Bgm. Hermann Müller, Wilhelm Bersch, Rudolf Fritz, Wilhelm Horle, Emil Klein, Bauausschuss-Vorsitzender "RVR-Vize" August Dauth, Joseph Grass, Karl Artmann, RVR-Ehrenmitglied Kommerzienrat Carl von Opel, RVR-Vorsitzender Paul Nebelung, Heinrich von Opel, Karl Müller, ... Würsching, Ludwig Kröcker, Adam Enders

 

RVR-Ruderer nach dem Training in der Bootshalle beim Waschvorgang mit Eimer und Wasser im Jahr 1921, unhaltbare Zustände!

1921

Mitgliederzugänge und Neuanschaffungen von Booten lassen die Unzulänglichkeiten und die räumliche Enge des ersten Bootshauses immer deutlicher spürbar werden. Vorstand und Ruderleitung sind sich darüber einig, dass der Bau eines neuen größeren Bootshauses eine dringende Notwendigkeit ist.

Zur Erledigung der Vorarbeiten wird eine Baukommission gewählt, der unter Vorsitz von August Dauth die Herren Karl Artmann, Rudolf Fritz, Wilhelm Horle, Emil Klein, Paul Nebelung, Philipp Sittmann und Oscar Schlieben angehören. Nach Verhandlungen mit dem Wasserbauamt und Ortsbesichtigungen kann in einer Versammlung bald der Vorschlag gemacht werden, den Geländestreifen nördlich der Festung vom hessischen Fiskus zu erwerben.

Die Baukommission liefert zum Bau auch schon Pläne und Zeichnungen, die zur Diskussion gestellt werden. Zur Finanzierung des Projektes, für das mit einem Kostenaufwand von über 25.0000 Mark zu rechnen ist, sollen die Mitglieder durch Stiftungen und zinslose Anteilscheine ungefähr die Hälfte aufbringen, während die Restsumme von dem Verein nahestehenden Personen beschafft werden soll. Sowohl in finanzieller als auch in technischer Hinsicht ist dieser Bootshaus-Neubau das schwierigste Problem, das seit Bestehen des Vereins zu lösen ist.

 

1909, 1910

Zu Beginn der Rudersaison 1909 bietet Mitglied Adolf Holz dem Verein zur Bootslagerung eine Scheune an, die jedoch nicht geeignet ist. Am 3. April 1909 beschließt daher die Hauptversammlung (Mitgliederzahl 25), eine eigene Bootshalle längs des Maindamms, an der Mauer des dem Spediteur Grass gehörenden Grundstücks zu bauen. Nach Einholung der Genehmigung beim Großherzoglichen Wasserbauamt und beim Großherzoglichen Kreisamt geht es frisch ans Werk und am 8. August 1909 kann bereits die Einweihung der neuen Bootshalle gefeiert werden. Die Baukosten belaufen sich exakt auf 1.089,44 Mark, von denen 209,44 Mark aus der Vereinskasse aufgebracht werden, der Rest von 880,-- Mark muss durch zinslose Anteilscheine je 5,-- Mark, die an 15 aktive und 14 passive Mitglieder ausgegeben werden, finanziert werden. Bei den jährlichen Hauptversammlungen sollen jeweils Scheine im Betrag von 200,-- Mark ausgelost und zurückgezahlt werden.

Ausschnitt aus dem Lageplan der im Jahr 1909 geplanten und dann gebauten Bootshalle des Rudervereins Rüsselsheim gemäß Baugesuch vom 24. Juni 1909

Ausschnitt aus dem Lageplan eines Antrags auf Genehmigung zur Errichtung einer Ruderpritsche
unterhalb der RVR-Bootshalle am Main im Jahr 1910

Ausschnitte aus Ansicht und Schnitt der im Jahr 1909 geplanten und dann gebauten Bootshalle des Rudervereins Rüsselsheim gemäß Baugesuch vom 24. Juni 1909