Wanderruderfahrt Binnenmüritz und Müritz-Elde-Wasserstrasse bis Lauenburg
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17.10.2023 05:56

Wanderruderfahrt Binnenmüritz Müritz-Elde-Wasserstrasse bis Lauenburg *** vom 02.09. bis 10.09.2023

Am Samstag, den 2.9.2023 trafen sich 18 Ruderer aus 7 Vereinen mit 3 Booten in Waren, dem Zentrum der Mecklenburgischen Seenplatte. Wir luden die Boote am Campingplatz Kamerun an der Müritz ab und machten sie schnell ruderfertig. In Parchim verbrachten wir die nächsten 4 Nächte im „Stadtkrug“, einem ehrwürdigen Familienhotel. Am Sonntagmorgen war um 7.30 Uhr Frühstück angesagt und um 8.30 Uhr die Abfahrt zu den Booten in unseren 2 Bussen. 3 Ruderer hatten Landdienst, 15 hatten schon am Vorabend ihre Mannschaft und Boot erfahren. (Der Landdienst wechselte mittags, so dass alle während der gesamten Fahrt mindestens 2x Landdienst hatten, einige 3x). 

Wir setzten die Boote bei Sonnenschein in der Müritz bei km 150,1 ins Wasser, fuhren in die Binnen Müritz, durch den Eldenburger Kanal in den Kölpin See, durch den Fleesen Kanal in den Fleesensee, wo Wind und Wellen zunahmen, bis zu der Ruderschule „Seenplatte in Malchow“ bei km 131,9. Hier wurden wir von Barbara, der Besitzerin der Ruderschule herzlich begrüßt und der Landdienst hatte schon das leckere Mittagessen (kalte Platte natürlich) bereitgestellt. Nach der erholsamen Pause ging es wieder in die Boote und weiter in den Plauer See. Wind und Wellen ließen uns nicht den kürzesten Weg nehmen. Unser Boot, die Donau, wurde von Thomas, der sehr viel Rudererfahrung hat souverän über den See gesteuert. Toni, der wie eine Maschine ruderte saß auf Schlag, Wilfried, auch ein kräftiger Ruderer im Bug und Renate und ich wurden in den Rhythmus gezogen, so dass unser Boot trocken und recht zügig das andere Ufer erreichte, wo wir im Windschatten zur Stadt-Marina Plau bei km 120,5 erreichten. Hier blieben die Boote bis zum nächsten Morgen. Am Abend in der Pizzeria „zögerten wir nicht“, den Kellner „unverzüglich zu informieren, wenn wir etwas benötigten“ und wurden alle satt.
Der nächste Ruder Tag begann gleich mit der ersten von insgesamt 18 Schleusen auf der Müritz-Elde-Wasserstraße bis zur Mündung in die Elbe in Dömitz. An Plau und dann Barkow vorbei ruderten wir auf stillem Gewässer, Bäume spendeten immer wieder Schatten, zwischen den Wäldern waren die Ufer mit Schilf bewachsen. Gelegentlich begegneten uns langsam vor sich hin tuckernde Motorboote und Hausboote. Silberreiher und Kormorane zeigten sich. Nach dem Mittagessen in Bobzin fehlten Bäume und es wurde recht heiß. In Burow bei Km 91,1 beendeten wir unseren 2. Wanderrudertag.
Der 3. Tag begann mit ruhiger Fahrt über den Wasserweg. Der Frauenvierer mit Wilfried in der guten alten Donau kam doch deutlich schneller vom Fleck, als angenommen und legte mittags als Erster am Wanderruderplatz in Parchim an. Die Mannschaft kam gut unter der niedrigen Brücke durch und die eingeklemmte Flagge wurde ohne Schaden befreit. Abends toppte uns der Männer Vierer in der schnellen Fulda. Wir legten an der Schleuse Matzlow-Garwitz bei km 61,5 an und übernachteten zum letzten Mal in Parchim.
Mittwoch: Hotelwechsel! Das ganze Gepäck wurde eingeladen und wir fuhren mit Anhänger zu den Booten. Heute ruderten wir von der Schleuse Lewitz bis zum Wasserwanderrastplatz Eldekrug km 27,6. Wie in den vorherigen Tagen ruderten wir in Schatten abwechselnd mit sonnigen Strecken, immer umgeben von Grün, mal kleinen Häusern oder Häusergruppen am Ufer; 2 Schleusen standen auf dem Programm.  Um 18.30 Uhr kamen wir endlich im Hotel Alte Fischerkate an, wunderschön gelegen und restauriert, schöne Zimmer und um halb 8 gutes Essen.

Frühstück gab es bereits ab 7 Uhr. Gewicht abnehmen kann man zuhause! Pünktlich um halb neun ging es wieder zu den Booten. Mittags am Camping Wiesengrund km 10 gab es gegrillte Würstchen und während sich die Mannschaft im Schatten ausruhte, reparierte unser Tischlermeister einen Schaden, den ein Boot während der Fahrt genommen hatte, fachkundig.  Wir legten abends im Wasserwanderzentrum Dömitz km1,1 die Boote an und kamen trotz Bootsschaden und 5 Schleusen rechtzeitig zum Abendessen in unser Hotel. Der nächste Tag begann sonnig und warm. Wieder war ein Hotelwechsel angesagt: Lauenburger Mühle in Lauenburg/Elbe. Die Ruderer wurden zu den Booten gebracht, die Anhänger nicht vergessen. Die Sonne brannte gnadenlos, kein Schatten, maximaler Sonnenschutz war erforderlich. Bei km 504,1 erreichten wir die Elbe und ruderten auf dem breiten Strom von Außenkurve zu Außenkurve. Die Berufsschifffahrt war wegen Niedrigwasser eingestellt. Die obligatorische 11 Uhr Banane stabilisierte unseren Elektrolythaushalt und wir tranken jede Menge Wasser, Schorle usw. In den Pausen nutzten wir den Rückenwind, richteten die Skulls als Segel auf und ließen uns von Strömung und Wind weiter zum Ziel treiben. Hinter der alten Fährrampe bei Drethem legten wir an einem Sandstrand an und kletterten am Ufer hoch zu unserem Bus, wo das Mittagessen wartete. Kein Schatten aber gute Stimmung. Perfekte Brotscheiben, mundgerecht geschnittenes Obst, Tomaten und Gurke, dazu Käse, Wurst, Humus und den obligatorischen veganen Schmalz, Joghurt und Schokolade; alles kühl, die Kühlelemente Beauftragte hatte ihren Job voll im Griff.  Nachmittags ging die Fahrt weiter bis km 549,9. Hinter der Fähre Bleckede legten wir die Boote an einer Sandbank an. Die Lauenburger Mühle wartete auf uns mit großen Gästezimmern und einem Abendessen auf einer schattigen Terrasse. Vorletzter Abend.
Am Samstag wurde die Mannschaft wieder zum Hafen gebracht und die letzte Fahrt von Bleckede bis zur Rudergesellschaft Lauenburg km 570,2 begann. Es war wieder heiß, kein Schatten auf dem breiten Fluss, die Sportbootbegeisterten wühlten das Wasser auf. Die Boote wurden abgeriggert und alles gesäubert und verstaut. Nach dem Mittagessen gab es auf der Terrasse des Bootshauses ein Abschiedsgetränk. Eine Woche gemeinsames Rudern (222 km) lag hinter uns und ich bin sicher alle wären gerne weitergerudert. Wir bedankten uns aus ganzem Herzen bei unserem Fahrtenleiter und seiner Stellvertreterin, Jürgen und Helga Wunstorf, die mit viel Erfahrung eine wunderschöne Strecke ausgesucht und perfekt vorgeplant hatten.  Am nächsten Morgen löste sich die Gruppe allmählich auf. Wir kamen aus 7 verschiedenen Rudervereinen. 5 Ruderer waren über 85 Jahre, 1 Ruderin unter 60 Jahre, 12 zwischen 60 und 80 Jahren. Eine unglaublich lange Rudererfahrung und Routine kamen da zusammen.

Danke an alle, Christel

 

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