Wanderfahrt der Ruderer auf dem Neckar
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  • Wanderfahrt der Ruderer auf dem Neckar
01.07.2018 10:59

von links nach rechts: Werner Alt, Uwe Hurlin, Gerhard Ketter, Uli Vorfalt, Wolfgang Vorfalt, Dieter Lang, Detlev Welters, Werner König,  Dr. Klaus Holzapfel, Ragnar Otto, Wolfgang Orlowski, Jürgen Kleine, Dr. Bernd Grafflage, Wolfgang Gummersbach, Wolfgang Freimuth, nicht abgelichtet Karl-Heinz Wagner.

Unsere RRK Ruderer auf Wanderfahrt am Neckar

Neckar-Wanderfahrt RRK/Rab vom 20. - 24.6.2018
Am 20.Juni war es wieder mal so weit. Die "RRK-Oldies" trafen sich mit den Ruderkameraden vom RK Baldeneysee Essen zur 46.ten gemeinsamen Wanderfahrt. Dieses Jahr sollte der Neckar von Bad Wimpfen bis Heidelberg in Angriff genommen werden. Wir RRKler mussten als "Veranstalter" das geliehene "Kirchboot" namens "Konrad II" in Speyer abholen und nach Bad Wimpfen transportieren.  In Speyer angekommen genossen wir bei herrlichstem hochsommerlichen Wetter erst mal ein Frühstück bei Worscht, Woi un Weck auf der Terrasse der RG Speyer. Danach ging es mit dem Kirchboot im Schlepp Richtung Bad Wimpfen-Offenau wo wir einsetzen wollten. Gut in der Zeit konnten wir uns sogar noch ein Mittagessen auf Burg Guttenberg - bei herrlicher Aussicht auf das Neckartal - erlauben. Am  Abends feierten wir in unserem Standquartier Hotel Post-Krone in Eberbach  im Biergarten  bei ettlichen Getränken und vorzüglichem Essen   das Wiedersehen mit den Essener Kameraden.

Tag 1:
Nach einer kurzen Nacht ging es per Bus und PKW nach Offenau, dem Startpunkt unser Wanderfahrt. Das Wetter spielte mit und versprach einen sonnenreichen Tag. Sonnencreme und Mineralwasser waren also angesagt. Nach knapp fünf Kilometern wurde zügig Schleuse Gundelsheim erreicht. Problemloses Schleusen aufgrund telefonischer Voranmeldung. An Steuerbord das die Stadt überragende Schloss Gundelsheim mit seinem weithin leuchtenden gelben Verputz. Die herrliche bewaldete Flusslandschaft und der ruhig dahin fließende  Neckar waren ein Genuss für Auge und Seele. Mittagspause im "Gasthaus Ritter"  in Hassmersheim, dem größten Schifferdorf Deutschlands. Danach war kurze Siesta angesagt. Anscheinend hatten der Vorabend und die ersten Ruderkilometer doch Spuren hinterlassen. Danach passierten wir erneut ganz zügig die Schleuse Neckarzimmern und bewunderten an Steuerbord die Burg Hornberg, auf der Götz von Berlichingen seine letzten Jahre verbrachte. Den Ruder-Club Neptun Neckarelz ließen wir ebenfalls steuerbord liegen (so ein Kirchboot ist doch ganz schön schnell) und steuerten unser heutiges Tagesziel den Campingplatz Bienau an. Es gelang uns nach einigen Irritationen aber mit  Hilfe des Platzwartes  das Boot doch noch  fest  zu machen und ab ging`s ins Hotel unter die Dusche.

Tag 2:
Etwas kreuzlahm und mit leichten Sitzbeschwerden nahmen wir Etappe zwei in Angriff. Über Nacht war es kühl geworden und der Wind, der sich meist als Gegenwind entpuppte, frischte stark auf. Nichts desto trotz legten wir uns kräftig in die Riemen. Die Schleuse Guttenbach war schnell gemeistert. Teilweise hatten wir aber mit dem Gegenwind stark zu kämpfen. Trotzdem machten wir mit unserem "Konrad II." gute Fahrt und passierten nach geruderten zehn Kilometern das eindrucksvolle Schloss Zwingenberg, optisch eigentlich eine Burg. Nun hatten wir vor unserer geplanten Mittagspause nur noch die Schleuse Rockenau zu überwinden. Nach der Schleuse erwartete uns eine "lange Gerade" die sich mit heftigstem Gegenwind für alle doch als eine ganz schöne Herausforderung erweisen sollte. Wir waren doch sehr froh, den Anlegesteg der RG Eberbach in Nachbarschaft zur Bootswerft Empacher erreicht zu haben. Die freundliche Gastgeberin sowie das kulinarische Angebot im Bistro "Strand-Gut" nahmen wir anschließend dankend an und ließ uns die harte Arbeit auf den letzten Kilometern schnell vergessen. Da wir bis zu unserem heutigen Etappenziel dem Städtchen Hirschhorn nur noch einige Kilometer zurück zu legen hatten und der Wind nicht mehr ganz von vorne blies, ließen wir die Nachmittagsetappe langsam und entspannt angehen. 

Wir genossen die schöne Landschaft trotz Blasen an den Händen und  Sitzbeschwerden. Nur noch eine nicht endende Flussschleife und das Landkommando konnte uns an der Staustufe Hirschhorn unmittelbar gegenüber dem Örtchen in Empfang nehmen. 
Tag 3:
Zum Auftakt des letzten Tages Schleusung in Hirschhorn. Der Wind vom Vortage hatte sich wieder etwas beruhigt. Der Himmel versprach gutes. Mit guter Schlagzahl gingen wir die nächsten Kilometer an. Nach Überwindung der Schleuse Neckarsteinach und derselbigen Vier-Burgenstadt kamen uns die ersten Ausflugsdampfer aus Heidelberg entgegen. Der Fluss wurde belebter. Auch die Campingplätze und der Verkehr  am Ufer nahmen zu. Trotz allem konnte man das Rudern auf dem Neckar noch genießen. Genießen konnte wir auch das Essen in "Christian`s Restaurant" direkt über dem Fluss gelegen. Nach einer erholsamen Mittagspause sollte uns die Schleuse Neckargemünd allerdings einige Geduld abfordern. Wir mussten zwei Frachtschiffe und einen Ausflugsdampfer passieren lassen. Dies kostete uns 1 1/2 Stunden und ließ einige schon nervös auf die Uhr schauen und von einem Bein auf das andere treten, denn um 20 Uhr sollte das entscheidende Spiel Deutschland - Schweden angepfiffen werden. Sofort wurde  in "die Tasten" gegriffen, denn der Gegenwind frischte wieder enorm auf, doch das Ziel war nicht mehr weit. Schleuse Heidelberg im Schatten des Schlosses wurde schnell überwunden. Auf den letzten Kilometern musste es noch einmal wegen des Windes "richtig zur Sache" gehen. An der Anlegestelle  begrüßte uns schon ein Ruderfreund aus Speyer mit dem Bootshänger, so dass wir unseren "Konrad II" sofort wieder verladen konnten. Zu guter letzt kamen auch die Fussballfreunde unter uns zu ihrem Recht, denn wir waren rechtzeitig im Hotel um den Anpfiff mit zu erleben. Abends noch ein Absacker an der Hotelbar. Sonntagmorgen nach dem Frühstück "shake hands" mit den Essener Kameraden und dem Versprechen im nächsten Jahr wieder dabei zu sein. Statistik: 8 Schleusen, 76 geruderte Kilometer. Mein Fazit der so schnell vergangenen Tage: eine sehenswerte  Landschaft, der Wettergott meinte es sehr gut mit uns, hervorragende Organisation, gute Gastronomie.

Dank den Organisatoren Wolfgang, Werner und Gerhard!

Bericht: Uli Vorfalt

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