Sportbund Rüsselsheim vergibt Ehrenpreis an Andreas Hartmann
Von Seit 58 Jahren engagiert sich Andreas Hartmann im und für den Rüsselsheimer Ruder-Klub. Den sportlichen Erfolgen in den 1960er Jahren folgte auch eine lange Zeit im Vorstand.
„Jeder Verein würde sich die Finger lecken nach einem Mitglied, wie sie es sind.“ Bezeichnender hätten die Glückwünsche des Stadtverordnetenvorstehers Jens Grode an Andreas Hartmann nicht sein können. Zum 19. Mal verlieh der Sportbund Rüsselsheim am Freitag den „Ehrenpreis des Sportbundes Rüsselsheim“, über den sich in diesem Jahr Andreas Hartmann vom „Rüsselsheimer Ruder-Klub 08“ (RRK) freuen konnte. Und nicht nur Grode, sondern auch weitere Weggefährten, Familie und Freunde bestätigten, dass Hartmann in den Jahrzehnten seiner Vereinsmitgliedschaft eine „enorme Schlagzahl“ an den Tag gelegt hatte, wobei sich der 75-Jährige weit über sein sportliches Tun hinaus im Rüsselsheimer Traditionsverein engagierte. Zum RRK kam Hartmann vor 58 Jahren.
Gemeinsam mit seinem Bruder Klaus sei er warmherzig im Verein aufgenommen worden und habe in den 60er Jahren, die als „Aufbruchzeit“ in der Ruderabteilung des Vereins galten, sportliche Erfolge gefeiert. „Man erinnert sich gerne“, sagte Andreas Hartmann und bezog sich dabei nicht nur auf die sportlichen, sondern auch auf gesellschaftliche Ereignisse, wie etwa Fastnachtsveranstaltungen, Tanztees oder den Sportlerball, bei denen die Sportler und deren Partner zugegen gewesen waren.Bis 1996 saß Hartmann im Boot, errang 23 Siege bei Regatten und 3. Plätze bei nationalen Meisterschaften. Zu den offiziellen Ämtern, die Andreas Hartmann im Verein begleitete, gehörten die Positionen des Pressewartes, des Beisitzers in der Ruderabteilung, die des Hausverwalters, sowie die des Mitglieds im Bauausschuss. Zudem trage eine stattliche Anzahl von Aktivitäten rund um das RRK-Vereinsgelände und das Bootshaus die Handschrift von Hartman, bringe diesen als Ingenieur ausgezeichnete Voraussetzungen dafür mit, so Sportbund-Vorsitzender Peter Kreuzer in seiner Laudatio.
Auch der RRK werde sich im Glanz der Auszeichnung sonnen, sagte Jürgen Kaul, 2. Vorsitzender des Vereins. „Wir als Jüngere sind darauf angewiesen, dass die Älteren uns und unsere Entscheidungen mittragen und hier ist Andreas Hartmann ein leuchtendes Vorbild“, so Kaul, der dem 75-Jährigen seinen Dank für dessen Wirken aussprach. Weggefährte Dietmar Klausen würdigte Hartmann schmunzelnd als einsatzfreudigen Ruderer, der jedoch auch sehr eigenwillig gewesen sei. „Ich bin dankbar für die schöne gemeinsame Zeit“, sagte Klausen, der dem RRK über drei Jahrzehnte lang vorstand. Mit der Auszeichnung wolle er etwas von seinem eigenen Engagement an die jungen Mitglieder des Vereins weitergeben, sagte Hartmann und fügte hinzu, dass der RRK doppelt Glück habe. Denn nicht nur in den vergangenen Jahrzehnten habe der Verein immer „gute“ Vorstände gehabt, sondern auch der Übergang zur neuen Führungsstruktur sei geglückt innerhalb der „Familie“, der er selbst seit fast sechs Jahrzehnten angehört.
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