Sommerfest des RRK ein einmaliges Erlebnis
Trotz schlechten Wetters gute Stimmung beim RRK-Sommerfest - Das Konzept geht auf
Aus "Main-Spitze" vom 15.08.2017
(amm). Auch wenn das Sommerfest angesichts der Witterung am vergangenen Samstag eher einem Herbstfest glich, ging das Konzept der RRK-Verantwortlichen auf. Denn besser hätte die Stimmung beim Rüsselsheimer Traditionsverein "Ruder-Klub 08" nicht sein können. Erstmals in der Vereinsgeschichte feierten die drei Abteilungen Rudern, Hockey und Tennis ein gemeinsames Sommerfest und nahmen dabei die Möglichkeit wahr, sich vereinsintern am Bootshaus auf dem Mainvorland näher kennenzulernen.
"Wir wollten als neue Vereinsführung ein Zeichen setzen und dafür sorgen, dass Schnittstellen entstehen", sagte RRK-Vorsitzender Fritz Schmidt jr., der mit seinem Vorstandsteam sowie den vier neu gegründeten Arbeitsgruppen während der vergangenen drei Monate ganze Arbeit geleistet hatte bei der Erstellung des neuen Konzepts, die Abteilungen näher zusammenrücken zu lassen.
Und so war es kaum verwunderlich, dass all jene, die sonst der gelben Filzkugel nachjagen, im "Achter" auf dem Main unterwegs waren, oder leidenschaftliche Ruderer den bunten Ball auf dem mit 40 Kubikmeter Sand erstellten Beachhockey-Feld pritschten, wo die "RRK-Beachhockey-Trophy" unter zehn Teams ausgespielt wurde. Begeistert vom Konzept, mit dem Hockeyschläger bewaffnet und Sand zwischen den Fußzehen, zeigte sich auch Oberbürgermeister Patrick Burghardt. "Ich habe die allerhöchste Anerkennung für die 'alte Generation‘ des RRK-Vorstands. Aber der neue Schwung ist deutlich zu erkennen, und es ist schön, wenn Verbindungen geschaffen werden", befand Burghardt. Großes Lob für die Veranstaltung und für ihr Engagement erhielten die neue Führungsriege und das Organisationsteam auch von Dietmar Klausen, der dem RRK 35 Jahre lang vorgestanden hat. "Das sind junge Leute, die engagiert sind, und ich bin mehr als glücklich, dass Nachfolger wie diese gefunden wurden", sagte Klausen, den es zum einen freute, dass der Generationswechsel so harmonisch verlief, zum anderen, dass so viele Eltern mit ihrem Nachwuchs zum Sommerfest gekommen waren, um die Angebote wahrzunehmen.
Familiäres Umfeld als großer Pluspunkt
Dass nicht nur das Fest mit Gegrilltem, Frischgezapftem, großem Salatbuffet, musikalischer Unterhaltung, Kuchentheke und sportlicher Bespaßung auf allen RRK-Ebenen überzeugte, davon berichtete auch Ilo Kenji. Am Steg sah die gebürtige Holländerin dem Ruder-Achter nach, der auf dem Main Fahrt aufnahm und auf dem sich ihre beiden Söhne Moritz und Leon befanden. "Wir sind vor circa drei Monaten von einem Darmstädter Verein nach Rüsselsheim zum RRK gekommen und sind überzeugt von der Freundlichkeit und vom familiären Umfeld hier", berichtete die junge Frau, während die sieben und elf Jahre alten Jungen den Unterschied von Steuer- und Backbord kennenlernten und die Riemen nach außen schoben. "Unsere Kinder haben sofort Freunde und vor allem sportlichen Anschluss gefunden", berichtete Ilo Kenji, die besonders auch einen Punkt hervorhebt, an dem der Rüsselsheimer Verein jahrelang gearbeitet hat: "Als gebürtige Holländerin, die sozusagen aus einer Hockey- und Rudernation stammt, geht mir bei dem, was ich hier erlebe das Herz auf", sagte Kenji und betonte: "Ich kann sagen, dass der Verein alles andere als elitär ist, denn jeder ist hier willkommen."Bis in die Abendstunden hinein vergnügten sich alte und junge Mitglieder, deren Familien und Freunde abteilungsübergreifend, feierten den Hockey-, Ruder- und Tennissport, führten Gespräche und ließen dabei den Vereinsgeist neu aufleben, dem auch die herbstlichen Temperaturen nichts auszumachen schienen.