Wenn an den kommenden beiden Wochenenden in jeweils drei Altersklassen deutsche Jugendmeister im Hallenhockey ermittelt werden, hat auch der Rüsselsheimer RK ein Eisen im Feuer. Die weibliche U18-Auswahl des Ruderklubs musste sich als Hessenmeister zwar im Endspiel der süddeutschen Titelkämpfe in Bad Kreuznach dem starken HC Ludwigsburg aufgrund später Tore 0:2 beugen, hatte die DM-Fahrkarte aber bereits dank eines Treffers durch Lena Reiche zum 1:0-Halbfinalsieg gegen Titelverteidiger Mannheimer HC gelöst. Vor allem dieser Coup, aber auch die Steigerung gegenüber der 2:5-Niederlage in der Gruppenphase gegen Ludwigsburg nebst taktischer Disziplin und einer starken Strafeckenquote lässt Trainer Norm an Hahl nun zuversichtlich am Wahlwochenende zur Endrunde nach Machern (bei Leipzig) fahren: "Die Konkurrenz ist enorm stark, aber nach unserem Erfolg gegen den amtierenden Deutschen Meister ist alles möglich und wir freuen uns auf die Herausforderung." Die RRK-Gegner in der Vorrunde sind Westmeister Uhlenhorst Mülheim, UHC Hamburg und Nordost-Champion Harvestehuder THC.
Im Vorjahr noch doppelt bei der DM-Endrunde vertreten, konnten die Rüsselsheimer Jungs den Mädels aus den eigenen Reihen diesmal nicht folgen. Die U18, ebenfalls als Hessenmeister nach Neunkirchen gefahren und im Saarland eigentlich der etwas leichteren Gruppe zugeteilt, musste sich - im Gegensatz zur Landesebene allerdings ohne Unterstützung aus der U16 - zum Auftakt gleich dem überraschend starken HTC Würzburg 2:4 beugen und war so nach dem 3:5 gegen den späteren Südmeister TSV Mannheim bereits raus. Trotzdem ließ man die Köpfe nicht hängen und sicherte sich mit klaren Siegen gegen TFC Ludwigshafen (9:1) und TG Frankenthal (5:0) sowie einem 1:4 gegen Landesrivale SC 80 Frankfurt wenigstens den sechsten Platz. Bester RRK-Torschütze war Leon Kenji (5).
Über Rang fünf kam auch die Rüsselsheimer U16-Vertretung nicht hinaus, die in Schweinfurt als HM-Zweiter (4:5 gegen SC 80 Frankfurt) antrat. Nach einem 3:4-Fehlstart gegen den Münchner SC und einem 4:4 gegen den TSV Mannheimfehlten nach dem 6:2 über den Dürkheimer HC drei Tore zum Erreichen der Vorschlussrunde. "Gewinnt man gegen den späteren Meister TSV, wäre es anders gelaufen. Da haben wir eine große Chance liegen gelassen und uns unter Wert verkauft", so Jugendleiter Dennis Schwarz - wohl wissend, dass die Jugend-Nationalspieler Yannik Oswald und Lasse Vogt trotz jeweils vier Treffern grippegeschwächt ins Turnier gingen. Erfolgreichster RRK-Torschütze war Julian Jacobi (5).
Der RRK wU18 werden jetzt alle Daumen für Leipzig gedrückt, und unsere "RRK Boyz" blicken schon wieder nach vorne und greifen auf dem Feld wieder voll an!