Endgültig in der Eliteliga angekommen
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16.09.2019 17:58

Hockeydamen des Rüsselsheimer RK müssen sich am zweiten Bundesliga-Wochenende nach dem 3:3 in Mülheim dem deutschen Hallenchampion Düsseldorfer HC unter Wert 1:5 beugen.
Von Martin Krieger Sportredakteur MAIN-SPITZE Rüsselsheim

Endgültig in der Eliteliga angekommen

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MÜLHEIM/DÜSSELDORF - Der erste Zähler ist auf dem Konto, aber es hätten leicht auch deren drei sein können: Am zweiten Punktspiel-Wochenende in der Hockey-Bundesliga haben die Damen des Rüsselsheimer RK mit dem 3:3 bei Uhlenhorst Mülheim an die guten Vorstellungen in Hamburg angeknüpft und dürfen sich somit trotz des 1:5 tags darauf beim DM-Zweiten und Hallenchampion Düsseldorfer HC endgültig in der Eliteliga angekommen fühlen. Ob das Unentschieden angesichts einer 3:0-Führung 16 Minuten vor Schluss in der Endabrechnung noch einmal wehtut, bleibt allerdings abzuwarten. „Wir spielen ja noch mal zu Hause gegen Mülheim, und wenn wir unter dem Strich vier Punkte gegen die holen, wäre das super für uns. Alles in allem haben wir jetzt schon gegen drei Final-Four-Kandidaten gespielt und uns echt gut präsentiert, denn das 1:5 in Düsseldorf wird unserer Leistung nicht gerecht. Von daher sind wir mit dem einen Punktgewinn beim ersten Gegner auf Augenhöhe voll im Soll“, bilanzierte RRK-Trainer Norman Hahl. 
Uhlenhorst Mülheim – RRK 3:3 (0:1). Dass den Hessinnen das Essen im „Uhlen“-Vereinsheim nicht richtig schmecken wollte, war verständlich. „Leider haben wir es im letzten Viertel nicht mehr gut im Aufbau gemacht, uns in zu viele Einzelaktionen verstrickt und uns einige Leichtsinnsfehler erlaubt. Deshalb ist das Remis auch gerechtfertigt, wenngleich es natürlich schade für uns war“, so Hahl. Nachdem sein Team die frühe Führung durch Petra Ankenbrand (4.) binnen 100 Sekunden durch die sehr engagierte Ex-Mülheimerin Saskia Wülfing und Mara Bentschecks Siebenmeter auf 3:0 gestellt hatte, wirkte das postwendende 1:3 stark ins letzte Viertel nach. „Danach sind wir mental eingebrochen“, so Hahl. 
Während der Coach die Entstehung der Strafecke, die in der 58. Minute per sattem Schuss ins linke Eck zum Endstand führte, als unnötig ansah („Den Ball kann man auch stoppen und nicht an den Fuß rollen lassen“), haderte er auch damit, dass sein kurzfristig ohne die angeschlagene Carla Anagnostou (Zerrung) aufgelaufenenes Kollektiv den Vorsprung nicht noch deutlicher gestaltet hatte: „Wir hatten weitere gute Chancen, wo uns etwas die Ruhe gefehlt hat. Und bei unserer zweiten Strafecke, die auf der Torlinie geklärt wurde, hätte es aufgrund eines Regelverstoßes eigentlich auch Siebenmeter geben müssen.“
Tore: 0:1 Ankenbrand (4.), 0:2 Wülfing (34.), 0:3 Bentscheck (44./7m), 1:3 Kresken (45.), 2:3 Schaunig (50.), 3:3 Grote (58./E); Zuschauer: 150; Schiedsrichter: Lipsky/Schuschel (Flensburg/Hannover); Strafecken: 7:4.

Düsseldorfer HC – RRK 5:1 (1:1). Da Abwehrchefin Lara Kaltbeitzel vorzeitig an ihren Praktikumsort unweit von Kiel abreisen musste, wurde Marie Henke kurfristig nachberufen. „Eigentlich ist es ähnlich gelaufen wie am Vortag. Wir haben ordentlich begonnen, aber hinten raus unseren Matchplan mehr und mehr über Bord geworfen und nicht mehr so gute Pässe nach vorne gespielt“, beklagte Rüsselsheims Übungsleiter. Allerdings, mutmaßte Hahl, nötige es den jungen Spielerinnen halt doch mehr Respekt ab, „wenn beim Aufbau eine gestandene Nationalspielerin wie Selin Oruz auf einen zustürmt.“ Der Mut, das Spiel in die Breite zu ziehen und Quer- oder auch Rückpässe zu spielen, habe sein Team zunehmend verlassen. Dennoch brauchte der favorisierte Spitzenreiter mehr als die Hälfte der Spielzeit, um den erneut wacker auftrumpfenden Aufsteiger zu distanzieren. Kapitänin Celina Hocks hatte den Rückstand eine gute Minute später egalisiert, als sie nach einer Strafecke aus dem Gewühl heraus einnetzte (23.). Innerhalb von 150 Sekunden hatte der DHC dann zwei Treffer zwischen sich und die Hessinnen gelegt, und da diese sich ohne die weiten Schlenzbälle Kaltbeitzels kaum noch befreien, geschweige denn gut nach vorne operieren konnten, stand nach 60 Minuten die bislang höchste Niederlage zu Buche. Das insgesamt positive Gefühl konnte das freilich nicht erschüttern. 
Tore: 1:0 Strauß (22.), 1:1 Hocks (23./E), 2:1 Strauß (35.), 3:1 Oruz (37./E). 4:1 Heßler (42.7E), 5:1 Schubert (54.); Zuschauer: 250; Schiedsrichter: Holzmüller/Jürgensen (München/Bad Kreuznach); Strafecken: 5:2.
Rüsselsheimer RK (an beiden Tagen): Streib; Wilfer, Wülfing, Mittnacht, Hyla, Bentscheck, Heinz, Sack, Becker, Schopper, Tatarczuk, Ankenbrand, Hocks, Suszynska, Zimmermann; Kaltbeitzel (nur Samstag), Henke (nur Sonntag).

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