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Über Mitglieder des
RRK (2025)
Dr. Dietmar Klausen |
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Dr. Dietmar Klausen ©Vollfomat |
Bootshaus des Rüsselsheimer Ruder-Klubs wird 100 Jahre alt
Das Bootshaus
des Rüsselsheimer Ruder-Klubs wurde 1925 feierlich seiner Bestimmung übergeben.
Ein Blick in die 100-jährige Vergangenheit .
Von Markus Jäger
(aus "Main-Spitze" vom 11.07.2025)
Wer heute das
Restaurant des Bootshauses betritt, wird durch übergroße historische Fotos an
den beiden Schiebewänden schnell in die ruhmreiche Vergangenheit des
Rüsselsheimer Ruder-Klubs (RRK) entführt, beispielsweise durch die Fotos vom
siegreichen Achter bei der Deutschen Meisterschaft 1949 oder von der Einweihung
des Bootshauses im Jahr 1925. 100 Jahre später blickt das Bootshaus auf eine
ereignisreiche Vergangenheit zurück, die Dietmar Klausen, Ehrenvorsitzender des
RRK, seit seinem Vereinseintritt 1959 selbst hautnah miterlebt hat.
Was verbindet er
persönlich mit dem Bootshaus? "Prägend waren für mich die Veranstaltungen im
Bootshaus in den 1960er und 1970er Jahren an Fastnacht oder auch die Tanztees",
erzählt der 84-Jährige, der von 1982 bis 2017 als RRK-Vorsitzender die Geschicke
des Vereines lenkte. Als Gesellschaftshaus des Rudervereins Rüsselsheim (RVR)
erbaut, entwickelt sich das Bootshaus schnell zum Zentrum der RRK-Geselligkeiten.
Dort lernte Klausen auch seine spätere Frau Karin 1967 auf einer
Fastnachtsveranstaltung kennen, die er im selben Jahr heiratete. Vor allem die
Veranstaltungen während der fünften Jahreszeit erfreuten sich laut Klausen
großer Beliebtheit. "Geht ihr auch zum RRK zum Ball?", sei damals eine oft
gestellte Frage gewesen. In den 1980er Jahren ging die Anziehungskraft der Bälle
und Tanztees dann verloren, was in späteren Jahren auch mit einer schwindenden
Begeisterung für den Verein einherging, wie Klausen meint. "Die Clubbegeisterung
ist etwas out", stellt er fest.
Ganz anders sei
dies noch zum Ende des 2. Weltkrieges nach dem Zusammenschluss des RVR und der
Rudergesellschaft Undine Rüsselsheim zum RRK im Jahr 1942 gewesen, als Georg von
Opel als erster RRK-Vorsitzender eine gewisse Begeisterung ausgelöst habe, die
auch durch den Umzug in ein "Behelfs-Bootshaus" direkt am Mainufer, der durch
die Beschlagnahmung der amerikanischen Militärregierung des Bootshauses, die von
1945 bis 1952 andauerte, notwendig geworden war, nicht geschmälert worden sei.
Von 1952 an zur
Bildung des Zusammengehörigkeitsgefühls beigetragen
Ab 1952 habe das
Bootshaus, das abgesehen von der zerstörten Bootshalle bis auf einen
Dachstuhlbrand unbeschadet den Krieg überstanden hatte, wesentlich zur Bildung
des Zusammengehörigkeitsgefühls beigetragen, das sich auch darin geäußert habe,
dass sich die Mitglieder mit "Kamerad" ansprachen und teilweise auch mit Mütze
und Krawatte zur Generalversammlung erschienen waren. Über die Jahrzehnte
verschob sich allerdings der Fokus von der Ruderabteilung, die heute nach 28
Deutschen Meisterschaften keine Rennmannschaft mehr stellt, hin zur
Hockeyabteilung, die heute eindeutig das sportliche Zentrum des Vereins bildet
und bis Anfang des Jahrtausends zahlreiche Deutsche Meisterschaften im Aktiven-
und Jugendbereich feierte.
"Das Bootshaus war
immer ein erhaltenswertes Denkmal, mit dem viele Rüsselsheimer schöne
Erinnerungen verbinden", freut sich Klausen, dass das Bootshaus auch nach 100
Jahren noch steht und seit zwei Jahren wieder ein Betreibertrio für das
Restaurant gefunden hat, das nach einer groß angelegten Sanierung die Tradition
des geschichtsträchtigen Gebäudes, von dem das Haupthaus seit 100 Jahren steht,
weiterführt. Für die Zukunft wünscht sich der Ehrenvorsitzende, dass die Bindung
an den Verein und damit auch an das Bootshaus wieder auflebt und die historische
Stätte samt Restaurant und Bootshalle wieder mehr in das Zentrum des Vereins
rückt. |