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RRK-Quartett wird in Utrecht mit deutschen U18-Juniorinnen Europameisterschafts-Zweiter 2011

Bei der Siegerehrung war der Schmerz über das 1:4 verlorene Finale nicht mehr so groß. Die deutschen Mädchen stellen sich dem Fotografen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alte Hasen im Nationalteam

RRK-Quartett wird mit deutschen U18-Juniorinnen Europameisterschafts-Zweiter

Aus "Main-Spitze" vom 20.07.2011
 

(röd). Im Damen-Bundesligateam des Rüsselsheimer Ruder-Klubs (RRK) zählen sie noch zum Nachwuchs, aber in der U18-Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) gelten Nathalie Krätsch, Lara May, Anne Schröder und Louisa Willems schon als alte Hasen. Mit maßgeblicher Unterstützung des "Rüsselsheimer Blocks" hat die Nationalmannschaft der 16- bis 18-Jährigen am Wochenende in Utrecht den Titel des Europameisters knapp verpasst. In einer Neuauflage des Endspiels von 2009 mussten sich die jungen Spielerinnen von Trainer Valentin Altenburg (Hamburg) den gastgebenden Titelverteidigerinnen aus den Niederlanden 1:4 geschlagen geben. Zuvor hatte das aus insgesamt 18 Spielerinnen bestehende DHB-Team einen beeindruckenden Siegeszug hingelegt.

Frankreich, mit der ehemaligen Rüsselsheimerin Isabelle Gerz im Tor, wurde 6:0 vom Platz gefegt, die Engländerinnen unterlagen tags darauf 1:3. In einer Wasserschlacht bei sintflutartigem Regen bezwangen die inzwischen gut eingespielten Deutschen Spaniens Nachwuchs 4:1. Zur Belohnung erlaubte Trainer Altenburg einen Ausflug nach Amsterdam und ein Schnellshopping in Utrecht; beides fiel schon deshalb kurz aus, weil auch hier der Dauerregen als Spaßbremse wirkte.

Das deutsche EM-Team der Mädchen (hinten: Bundestrainer Valentin Altenburg, Hannah Gablac (nicht im Aufgebot), Jana Gonnermann, Sophie Mayen, Nathalie Krätsch, Hanna Schniewind, Nathalie Kubalski, Sarah Sprink, Svea Hinnüber, Laura Saenger; vorn: Louisa Willems, Anissa Korth, Anne Schröder, Lara May, Cecile Pieper, Lea Stöckel, Sabine Knüpfer, Mieketine Hayn, Julia Dudorov; es fehlt Lisa Schneider)

Die eintägige Pause bremste aber den Elan der besten deutschen U18er nicht. Am Samstag überwanden sie im Halbfinale mit einem nie ernsthaft gefährdeten 4:1 die Irinnen. Endstation war erst das bärenstarke Oranje-Team, das ebenfalls ohne Punktverlust ins Endspiel gelangt war. Der Stimmung tat dies nach Aussagen aller Beteiligten keinen Abbruch. Nach kurzen, manchmal heftigen Tränenausbrüchen stellte sich das positive Klima schnell beim "After-Finish" wieder ein. Die vielen unterschiedlichen Charaktere hätten in der Mannschaft perfekt harmoniert, schwärmt Stürmerin Nathalie Krätsch, die demnächst ihren 18. Geburtstag feiert. Auch die Rivalität zwischen den Heimatklubs hätte überhaupt keine Rolle gespielt. Mittelfeldspielerin Anne Schröder, mit 16 Jahren eine der beiden Jüngsten im Aufgebot, führt das gute Einvernehmen auf gemeinsame Erfahrungen zurück: "Manche von uns spielen national schon seit zwei Jahren zusammen." Grüppchen, wie so oft in Nationalteams beobachtet, gebe es nicht. Die 18-jährige Louisa Willems (Mittelfeld) und die 17-jährige Verteidigerin Lara May sprechen von der großen Ehre, für Deutschland antreten zu dürfen. Eine Gänsehaut verspüre sie noch jedes Mal, wenn die Hymne erklinge, erzählt May.

Bis auf Schröder sind alle erst nach der Grundausbildung in anderen Klubs zum RRK gestoßen. Krätsch (Köthen) und Willems (Hanau) betonen aber, dass ihnen RRK-Rekordtrainer Berti Rauth technisch den letzten Schliff gegeben habe. Willems ergänzt, ihr habe die intensive Taktikschulung des aktuellen RRK-Coachs Benedikt Schmidt-Busse sehr geholfen. May kam nach acht Jahren bei Schott Mainz erst vor zwei Jahren an den Main.

Warum stellten die Rüsselsheimer mit vier Vertreterinnen das größte Vereinskontingent im Nationalteam? Der junge sympathische Hamburger Bundestrainer zögert nicht lange mit der Antwort: Das Quartett spiele in seinem Konzept eine zentrale Rolle. Deren Bundesliga-Praxis, die Professionalität und die Erfahrung auf Turnieren sowie das hohe Taktikverständnis zeichneten die Vier aus. Besonders hebt Altenburg hervor, dass sich die Hessinnen auf dem Platz mal was trauten und eine eigene Meinung verträten, selbst wenn die unpopulär sei, "und das auch noch gegenüber dem Trainer!" Dabei gehe es immer um die Sache. Allerdings kommt das Konzept des jungen Sozialpädagogen, die Spielerinnen an vielen Entscheidungen zu beteiligen, nicht überall gut an. Der Verband sehe manches kritisch, heißt es. Altenburg hat daraus Konsequenzen gezogen und ist nach der EM von allen Trainerämtern zurückgetreten. Selbstkritisch meinte er, mit seinen Methoden habe auch er den EM-Titel nicht errungen.

Anne Schröder

Lara May

Louisa Willems

Nathalie Krätsch

Silber für RRK-Quartett

Hockey: Nathalie Krätsch, Lara May, Anne Schröder und Louisa Willems bei U18-EM

Aus "Rüsselsheimer Echo" vom 25. Juli 2011  | wei

Vier Hockey-Spielerinnen des Rüsselsheimer RK haben mit der deutschen U18-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Utrecht Silber gewonnen. Nathalie Krätsch, Lara May, Anne Schröder und Louisa Willems unterlagen mit ihren Auswahlkolleginnen erst im Finale Gastgeber Niederlande mit 1:4. Im Halbfinale hatte sich Deutschland mit 4:1 gegen Irland durchgesetzt.

In der Vorrunde hatte das Nationalteam alle drei Partien souverän gewonnen. Beim 6:0 gegen Frankreich erzielte RRK-Spielerin Louisa Willems ihr erstes Länderspieltor im 44. internationalen Einsatz zum 5:0-Zwischenstand. Ihre Klubkollegin Nathalie Krätsch markierte den Treffer zum 3:0 beim 4:1-Erfolg über Spanien. Die Partie gegen England gewann das deutsche Team mit 3:1.