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Aus "Main-Spitze" vom
22.10.2008:
RRK-Senioren scheitern an 566 Länderspielen
kri.
MÜLHEIM Die intensivste Vorbereitung seit vielen Jahren und eine
Testspielserie in der Endphase haben nicht geholfen: Die Hockey-Senioren
des Rüsselsheimer RK sind auch beim zweiten Anlauf gescheitert, den
Löwenpokal, sprich die inoffizielle deutsche Meisterschaft an den
Untermain zu holen. Hieß es vor 14 Jahren 4:2, setzte sich der 15-malige
deutsche Feldmeister und neunfache Europapokalsieger HTC Uhlenhorst Mülheim
diesmal 3:1 (2:1) durch.
Die
Gastgeber, deren fünf Ex-Nationalspieler 566 Länderspiele (gegenüber 23
des RRK-Duos Segner/Müller) bestritten haben, legten durch Dirk Brinkmann
– auf Vorlage von Barcelona-Olympiasieger Carsten Fischer – rasch vor.
Nach dem Ausgleich von Glenn Eifert (22.) war der RRK kurzzeitig am
Drücker, handelte sich aber unmittelbar vor der Pause eine unnötige
Strafecke und so psychologisch ungünstig das 1:2 ein. Im zweiten Abschnitt
war es dann dem herausragenden Torhüter Thomas Susenburger zu verdanken,
dass der 36. Löwenpokalerfolg der zum Teil arg hochnäsig auftretenden
"Uhlen" nicht deutlicher ausfiel.
RRK:
Thomas Susenburger, Manfred Liebig, Ernst Hünerfeld, Klaus Eberts, Jürgen
Kaul, Volker Schädel, Glenn Eifert, Alfred Segner, Harald Eisenacher,
Ralf-Peter Rausch, Martin Müller, Joachim Heydweiller, Karl-Heinz Windgaß,
Martin Krieger
Von "hockey.de":
Knapper, aber verdienter Sieg
des Pokalverteidigers
18. Oktober 2008 in Mülheim:
Mülheim - Rüsselsheim 3:1 (2:1)
Nach vorsichtigem Abtasten
beider Mannschaften in den ersten Minuten übernahm Mülheim die größeren
Anstrengungen, um erfolgreich zu sein. Die dritte Strafecke konnte mit
einer Stechervariante durch Dirk Brinkmann zur Führung genutzt werden. Das
Tor war aber keinesfalls eine Beruhigung für das Mülheimer Spiel, ganz im
Gegenteil: Rüsselsheim wurde immer wacher und druckvoller. Nach gut 20
Minuten Spielzeit fiel folgerichtig der Rüsselsheimer Ausgleich nach einem
Freischlag vor dem Kreis, ebenfalls durch eine Stechervariante,
abgeschlossen von Glenn Eifert. In der Folgezeit hatten beide Mannschaften
noch Möglichkeiten, um in Führung zu gehen. Es dauerte bis in die
Nachspielzeit der ersten Halbzeit, ehe Mülheim im Nachschuss an eine Ecke
durch Ulrich Oeckinghaus den 2:1-Halbzeitstand herausschoss.
In der zweiten Halbzeit
veränderte Rüsselsheim seine Taktik. Mit der neuen Taktik hatten die
Mülheimer weniger Probleme und konnten selbst wieder initiativer werden,
wobei der Herausforderer aber durch Konter stets gefährlich blieb. Ein im
Mittelfeld abgefangener Rüsselsheimer Angriff wurde schnell in den Kreis
gespielt, und mit einem trockenen Schuss ließ Thomas Brinkmann dem sehr
guten Rüsselsheimer Schlussmann Thomas Susenburger, der zuvor mit einigen
tollen Paraden geglänzt hatte, keine Chance.
Das Spiel war mit dem 3:1 entschieden. Die letzten Minuten wurden ohne
größere, spektakuläre Aktionen abgespielt. Insgesamt ein knapper, aber
verdienter Mülheimer Erfolg. Die Rüsselsheimer Mannschaft war der erwartet
schwere Gegner. Die „3. Halbzeit“ jedoch ging eindeutig mit einem Sieg an
die Rüsselsheimer Mannschaft.
Nächster Herausforderer von
Löwenpokal-Verteidiger Mülheim ist die Stadtmannschaft Offenbachs im
Frühjahr 2009.
Wolfgang Bruckmann,
Mülheimer Löwen
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Die Teams von
Herausforderer Rüsselsheim (im roten Trikot) und von Pokalverteidiger
Mülheim (im weißen Trikot bzw. in grüner Jacke) beim Löwenpokal-Spiel
am 18.10.2008 im Mülheimer Waldstadion (hinten: Alfred Segner, Ernst
Hünerfeld, Harald Eisenacher, Jürgen Kaul, Ralf-Peter Rausch, Jochaim
Heydweiller, Martin Müller (alle RRK), Wolfgang Bruckmann, Henry
Gesche, Carsten Hellwig (alle Mülheim), Martin Krieger (RRK), Thomas
Brinkmann, Burghard Laumann, Martin Siebrecht, Dirk Brinkmann, Jens
Lüninghöner, Gerd Bachmann (alle Mülheim); vorn: Glenn Eifert,
Karl-Heinz Windgaß, Volker Schädel, Klaus Eberts, Thomas Susenburger
(alle RRK), Hanns-Peter Windfeder, Hans-Ulrich Oeckinghaus (alle
Mülheim), Manfred Liebig (RRK), Andreas Schönfeld, Hartmut Knüppel,
Werner Frantzen, Carsten Fischer (alle Mülheim), Willi Schwanke (RRK)) |
Mülheim mit 36. Sieg nach
3:1-Erfolg über Herausforderer Rüsselsheim
Der Bayerische Löwe bleibt an
der Ruhr! – Jetzt wartet Offenbach
Ihren 36. Sieg im Löwenpokal
fuhr die Ü40-Städtemannschaft von Mülheim am 18. Oktober 2008 ein. Der
Gastgeber und Pokalverteidiger gewann gegen Herausforderer Rüsselsheim mit
3:1 (2:1). Für den Gewinner trafen die Ex-Nationalspieler Dirk und Thomas
Brinkmann und Ulrich Oeckinghaus. Das Ehrentor für Rüsselsheim
schoss Glenn Eifert zum zwischenzeitlichen 1:1. "Die Mülheimer waren
einfach besser!", so der trockene Kommentar des Rüsselsheimer Spielers
Willi Schwanke. Nächster Herausforderer für Mülheim ist im Frühjahr 2009
die Mannschaft aus Offenbach.
Samstag
verteidigt Mülheim den Löwenpokal gegen Rüsselsheim
95. Auflage des
traditionsreichen Städteduells
Am Samstag, 18. Oktober,
steigt auf der Anlage des HTC Uhlenhorst Mülheim die 95. Auflage des
Löwenpokals. Titelverteidiger Mülheim stellt sich der Städteauswahl
Rüsselsheims. Im Löwenpokal muss die Mannschaft auf ein "Gesamt-Alter" von
mindestens 500 Jahre kommen, die Spieler müssen alle in einem Verein der
jeweiligen Stadt Mitglied sein. Der jüngste Spieler darf nicht jünger als
40 Jahre alt sein. Mülheim ist nach dem 4:1-Erfolg über Rekordsieger
Hamburg (37 Siege) im Juni 2008 ganz nah dran, die Hanseaten zu
überflügeln. Ein Erfolg über die erst zum zweiten Mal in der Geschichte
als Herausforderer auftretenden Rüsselsheimer würde den Westdeutschen Sieg
Nummer 36 bescheren.
Aus: "Hockey in Deutschland;
1909 - 1984", Verfasser Hanspeter Detmer
Restposten aus Porzellan
Der Löwenpokal und seine
kuriose Entstehungsgeschichte
Karl Zopfy, legendärer
Vorsitzender des Bayerischen Hockey-Verbandes, hätte durchaus zufrieden
sein können mit der Bilanz der Feierlichkeiten, die der Deutsche
Hockey-Bund anläßlich seines 50-jährigen Bestehens 1959 in München
abgehalten hatte. Alles stimmte: Die Nationalmannschaft hatte sich beim
Jubiläumsturnier von ihrer besten Seite gezeigt, besiegte die Niederlande
3:0, behielt auch mit 2:0 gegenüber Frankreich die Oberhand, schlug
Großbritannien mit 3:1, kam schließlich zu einem 2:1-Sieg über die
Schweiz, und brauchte beim 1:1 erstmals in der Länderspielgeschichte des
DHB gegen die indischen Lehrmeister keine Niederlage hinzunehmen.
Doch als die Bayern noch
einmal alles nachrechneten, bekamen sie einen gehörigen Schreck:
Ausgerechnet einer jener wertvollen bayerischen Löwen aus feinstem
Nymphenburger Porzellan, die als Souvenir für besonders liebe Gäste
gedacht waren, war ihnen übrig geblieben. Was sollten sie nun anstellen
mit diesem schönen Restposten?
Nach kurzer Diskussion trafen
die Vorstandsmitglieder des Bayerischen Hockey-Verbandes eine der
sympathischsten Entscheidungen in den vergangenen 25 Jahren des deutschen
Hockeys. Dieser Bayerische Löwe soll fortan dafür sorgen, dass ältere
Hockeyspieler auch nach dem 40. Lebensjahr ihrem Sport noch treu bleiben.
Das war eine glänzende Idee im Rahmen aller Überlegungen zur Stärkung des
Breitensports und Freizeithockeys.
Mannschaften, die sich um den
Löwenpokal bewerben, müssen in der Altersaddition aller elf Feldspieler
mindestens 500 Jahre zusammen bringen. Dabei muss jeder Spieler mindestens
40 Jahre alt sein. Im Reglement ist die Herausforderung vorgeschrieben.
Gespielt wird unter Städtemannschaften auf dem Platz des
Löwen-Verteidigers. Der Herausforderer kann den Löwen nur dann entführen,
wenn er das Spiel gewinnt. Ein Löwen-Verteidiger kann im Jahr maximal
sechsmal herausgefordert werden.
Premiere war am 2. Oktober
1960. Die Münchener hatten sich ausnahmsweise bereit erklärt, das erste
Spiel auf des Gegners Platz in Hamburg auszutragen. Verloren hatten sie
bereits bei der Mannschafts-Nominierung. München schickte 517 Lebensjahre
in den Kampf, Hamburg bewahrte sich seine Jugendlichkeit mit zusammen 508
Jahren. Ihre jugendliche Frische nutzten die Hanseaten auch nach Toren mit
10:2 aus. Wahrscheinlich bewusst verschweigt der Hamburger Chronist
jedoch, welche Mannschaft den anschließenden Taufakt des Bayerischen Löwen
am besten überstand. Maßvolle Vorteile beim Feiern hatten sicherlich die
Bayern. Soviel allerdings ist sicher: Der Löwe heißt Leo I., wie auch
sonst ... |