Rauth: Wir haben acht Wochen
lang zielstrebig und besonders konzentriert gearbeitet. Dazu bin ich ja nicht
erst seit gestern Trainer, so dass Spielanlage und Spielsystem bei uns mit
Kontinuität weiterentwickelt werden. Dazu hat sich eine gewisse Euphorie breit
gemacht, und das Quäntchen Glück gehört dazu. Aber Glück will auch verdient
sein.
Frage: Was zeichnet das
aktuelle RRK-Damenteam aus?
Rauth: Obwohl wir im Schnitt
sehr jung sind, stimmt die Mischung. Mit Babsi Vogel im Tor und Irene Balek
halten die routiniertesten Leute die Abwehr zusammen; dazu hat es sich bezahlt
gemacht, dass unsere jungen Außenverteidigerinnen bereits in der vergangenen
Saison Erstliga-Erfahrung gesammelt haben. Wir sind da zwar noch längst nicht
gefestigt, haben aber mit Vicky Krüger eine sehr intelligente Spielerin dazu
bekommen. Und im Sturm, wo Silke Müller aufgrund ihrer Klasse sehr dominant war,
spielt das Trio einfach sehr geschickt zusammen. Unser Spiel ist insgesamt
kompletter geworden, und das Füreinander wird mehr betont.
Frage: Bundesliga-Erfolge in
Köln gab es bislang so gut wie nie. Was bedeutet der aktuelle 2:1-Sieg für den
Saisonverlauf?
Rauth: In erster Linie, das
wir uns in der Tabelle ein Polster geschaffen und ein Team geschlagen haben, das
andere vielleicht nicht besiegen. Drei Spiele haben noch nicht viel zu sagen.
Wenn wir auch im Frühjahr noch vorne dabei sein sollten, können wir schauen, ob
wir dran bleiben können.
Frage: Stark eingeschätzte
Teams, wie Berliner HC und Club an der Alster, haben schon überraschend oft
verloren. Deutet sich ein Machtwechsel in der Eliteliga an?
Rauth: Das ist sicher auch
eine Momentaufnahme, aber gewisse Verschiebungen - der Münchner SC etwa ist sehr
stark besetzt - sind schon möglich. Bei Berlin ist der Grad der Sättigung bei
den Kaderspielerinnen vielleicht gerade sehr hoch, aber der BHC kann weiterhin
an einem guten Tag auch auswärts jeden schlagen. Alster ist mit einer hohen
Erwartungshaltung in die Saison gegangen und nun verunsichert.
Frage: Nächsten Samstag wartet
Spitzenreiter Eintracht Braunschweig. Was, wenn Ihr Team auch dort gewinnt?
Rauth: Dann arbeiten wir in
Ruhe weiter. Stabil sind wir nämlich noch lange nicht. Die bisherigen Spiele
waren jedenfalls aufregend hoch zehn.
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RRK-Damen in der
Hallenhockey-Saison 2005/2006 (hinten:
Betreuer Thomas Blivier, Katharina Schultz, Lisa Faust, Laura Appel,
Lena Jacobi, Vera Battenberg, Lena Schüder, Irene Balek, Virginia
Peisch, Viktoria Krüger, Physio Hanne Zöller, Trainer Berti Rauth;
vorn: Lydia Haase, Ela Tarlan, Julia Hahn, Meike Acht, Barbara
Vogel, Nina Günther, Mandy Haase, Maren Pfefferkorn) |