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Über Mitglieder des RRK (1988)                                  

Alfred Segner

 

Alfred Segner sagt Ade!
 

Von Winfried Cezanne (aus "RRK-Mitteilungen" vom August 1988)
 

 

Samstag, 25. Juni 1988, "Abpfiff" des letzten Feldhockey-Punktspieles der Ersten Herren des RRK im Stadion am Sommerdamm. Elf Hockeyschläger flogen in die Luft, auf dem Hockey-Rasen ein Knäuel von Spielern; Trainer und Betreuer liefen auf den Platz. Wieder einmal im letzten Spiel wurde der Klassenerhalt in der Feldhockey-Bundesliga geschafft.

Abpfiff, d.h. Abschied aber auch von einem Mann im blau-roten Trikot, der mithalf, in vielen Spielen mit der Mannschaft den Platz als Sieger zu verlassen: Alfred Segner.

Viele entscheidende Tore hat der Vollblutstürmer schon für den RRK erzielt. In den letzten Spielen gab er der Hintermannschaft als Libero großen Halt.

Mit 10 Jahren begann Alfred das Hockeyspiel zu erlernen. Inspiriert durch seinen 6 Jahre älteren Bruder Roland. Ein stetiger Aufstieg begann sich schon frühzeitig abzuzeichnen.

Von unzähligen Einsätzen in Jugend-Mannschaften der Hessenauswahl führte die Erfolgsleiter zu 63 internationalen Berufungen in der deutschen Junioren-Nationalmannschaft, mit der er seinen größten internationalen Erfolg 1977 erreichte: "Europameister der Junioren", nach einem 4:3-Sieg gegen die Niederlande in Folkstone (England).

Nach 22 A-Länderspielen mit der deutschen Hockey-A-Nationalmannschaft beendete Alfred Segner seine internationale Laufbahn 1982. Mit dem Titel eines Vize-Feldhockey-Weltmeisters, errungen in Bombay (Indien) verabschiedete er sich würdig von der internationalen Bühne.

Mit 15 Jahren kam Alfred Segner zum ersten Einsatz in der Ersten Mannschaft des RRK. Damals war es sehr schwer, bei den "Ersten Herren" zum Stammspieler zu avancieren. Mit Fritz Schmidt, Rainer Seifert, Peter Kraus usw. in einer Mannschaft zu spielen, sollte schon etwas bedeuten, und mußte erarbeitet werden. Alfred Segner hat es geschafft, mit seiner riesigen Kondition, gepaart mit unbändigem Willen.

Er hinterläßt ein großes Loch in der Ersten Mannschaft, das sehr schwer zu stopfen ist. Die Familie und der bevorstehende Haus-Neubau lassen ihm keine Zeit mehr.

Wir wünschen Dir und Deiner Familie alles Gute! Danke Alfred!