Der RRK hat einen weiteren U16-Nationalspieler in seinen Reihen: Nach einigen Teilnahmen an Sichtungen und Lehrgängen durfte Lasse Vogt nun im Rahmen des deutsch-französischen Jugendwerks gleich dreimal das DHB-Trikot überstreifen. In Wattignies gingen die ersten beiden Vergleiche zwar an die Gastgeber (2:1/1:0), doch im dritten Spiel behielt der nachrückende DHB-Nachwuchs 4:1 die Oberhand - auch dank einer Torvorlage des Rüsselsheimer Jung-Nationalspielers. Vogts RRK-Teamkollege Yannik Oswald, der bereits auf 19 U16-Länderspiele zurückblickt, blieb als Gesetzter bei dieser Einführungsmaßnahme außen vor.
Ob es daran lag, dass gleich drei fitte "Oldies" des Rüsselsheimer RK im 20-köpfigen Aufgebot des Hessischen Hockey-Verbandes für das Silberschild-Pokalturnier standen? Bei Glenn Eifert (57), Stefan Braner (53), Lars Hosang (49) und Trainerin Vicky Krüger waren jedenfalls alle Strapazen aus fünf Partien a 40 Minuten - darunter drei Gruppenspiele im Dauerregen - vergessen, als am ersten Juni-Sonntag auf der Anlage von Wacker München das Endspiel gegen Niedersachsen 1:0 gewonnen war und der schwarze Siegerwimpel erstmals nach Hessen wanderte. "Am Montag hat mir alles weh getan, aber der Wimpel hängt bis 4. Juli jetzt erst einmal bei uns im Bootshaus", berichtet Braner, der wie Eifert bereits in Altersklassen-Nationalteams des DHB berufen worden war und im Finale das Siegtor aufgelegt hatte. In dem 1906 gestarteten und nach 30-jähriger Pause 2016 auf Betreiben des SC Frankfurt 1880 wiederbelebten Wettbewerb für Länderauswahlteams (ab Jahrgang 1974) hatten die im Vorjahr drittplatzierten Hessen sich in der Vorrunde Titelverteidiger Hamburg 0:2 beugen müssen, an dem man im Vorjahr unglücklich nach Penaltyschießen in der Vorschlussrunde gescheitert war. Siege gegen Baden-Württemberg (1:0) und Mitteldeutschland (3:0/Braner erzielte die Führung) reichten aber zum Einzug ins Halbfinale, in dem sich dann die Vertretung Bayerns 0:2 beugen musste und womit der Weg zum ersten Triumph geebnet war.