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Ruderwanderfahrt 2012 der AH-Ruderer des RaB und des RRK anlässlich ihrer 45-jährigen Ruderfreundschaft auf dem Rhein vom 6. bis 10. Juni 2012

 

Die Teilnehmer an der Wanderfahrt von RaB und RRK 2011 in Ungarn

 

Warum ist es am Rhein so schön ?????

Der Rhein am Binger Loch

Liebe Rüsselsheimer und Essener Ruderkameraden,

ausgelöst durch eine Mail von Detlev Welters hat sich eine lebhafte Diskussion über die Gefahren einer Wanderfahrt auf dem Rhein ergeben. Nicht alle konnten der Mail von Detlev so viel hintergründigen Humor abgewinnen wie ich. Auf seine Mail antwortete ich ihm am 21. Januar: "Rudern auf dem Rhein ist nicht gefährlicher als mit D. Welters auf der Autobahn zu fahren."

Detlev hat ja auch inzwischen in einer zweiten Mail klargestellt, wie er seine Ursprungsmail verstanden wissen wollte.

So viel zu Dichtung, nun aber zur Wahrheit.

Wir, d. h. Gerhard, Werner und ich haben uns zur Befahrung des Rheins entschieden, da wir den Rhein selbst schon mehrmals unbeschadet befahren haben und uns gerne daran erinnern. Deshalb wollen wir Euch auch dieses einmalige Vergnügen gönnen.

 

Dazu einige Ausführungen:

Generell

Der wichtigste Mann im Boot bei einer Rheintour ist der Steuermann! Er muss erfahren und immer wachsam sein, d. h. insbesondere auf die Bojen achten, denn diese können bei einer Berührung ein Boot leicht zum kentern bringen. Er muss klare Anweisungen geben und alle anderen im Boot folgen diesen unverzüglich.

Ansonsten gibt es 2 Stellen auf der Strecke, die besondere Aufmerksamkeit des Steuermanns erfordern. Das Binger Loch und die Loreley. Dort kommt man dem Fahrwasser am nächsten. Wenn wir uns an beiden Stellen (so wie es auch im Wanderruderführer beschrieben ist) ganz konsequent am rechten Ufer halten, dann ist das völlig ungefährlich. Die Strecke von Mainz bis Koblenz habe ich (seit 28 Jahren auch Mitglied der Mainzer Rudergesellschaft) schon mindestens 10 x befahren. Da kam es schon vor, dass kein Schiff auf den besagten Streckenabschnitten war oder uns mehrere begleiteten. Was soll’s, konsequent am rechten Ufer und die Fahrt wird zum Vergnügen.

Der Steuermann muss das Schiff mit den Wellen rudern, d. h. nicht schneller, so kommt kein Tropfen Wasser ins Boot und das Boot ist immer manövrierfähig. Im Gegensatz dazu die Rheinmarathon-Ruderer, die wollen gewinnen und fahren schneller als die Wellenbewegung zulässt, dann nimmt man schon mal Wasser (Fotos von Detimini). Zum Vergleich Wanderruderer = 120 km in 3 Tagen. Rheinmarathonruderer = 42,8 km in 2:01 Stunden (Doppelfünfer im Jahr 1978).  Für die Wanderruderer ist eine Rheinfahrt vom Kraftaufwand eine Erholung, da der Fluss 8 km schnell strömt.

Die Strecke

Wir starten am ersten Tag in Erfelden im Naturschutzgebiet Kühkopf und fahren auf dem Altrhein auf fast stehendem Gewässer 8 km, um dann auf den Strom einzubiegen. Nach der Mittagsrast bei Oppenheim werden wir auf dem breiten Strom bis zur Mainzer RG fahren. Wir bewegen uns den ganzen Tag außerhalb der Fahrrinne und die Schiffe sind weit entfernt. Den Rhein kreuzen wir 2 x, aber dazu haben wir alle Zeit der Welt und müssen vor keinem Schiff gefährlich kreuzen.

Am 2. Tag fahren wir die ersten 22 km bis Geisenheim außerhalb des Fahrwassers, ja wir sehen die Schiffe gar nicht und auch bis zum Binger Loch sind wir weit von den Schiffen entfernt. Dort halten wir uns wie gesagt ca. 1 km konsequent in Ufernähe, um dann die restlichen km bis Bacherach wieder außerhalb des Fahrrinnenbereiches zu rudern.

Der Rhein mit Raddampfer vor der Loreley

Am letzten Tag  kommen wir nach ca. 10 km an der Loreley vorbei und danach sind die Schiffe wieder in weiter Ferne, da der Strom wieder sehr breit wird.

Fazit: Von den 120 km sind wir nur ca. 2 km am direkten Rande des Fahrwassers.

Das Bootsmaterial

Mal abgesehen davon, ob wir das von Michael reservierte Kirchboot (Danke Michael) nehmen, oder mit rheintauglichen Doppelvierern den Rhein befahren, die Boote müssen rheintauglich sein, d. h. wir müssen uns vor Wellen schützen. Die Entscheidung ob Kirchboot oder Doppelvierer hängt auch von der Teilnehmerzahl ab. Dazu sind mindestens 15 Personen erforderlich. Wie viel wir aktuell sind, siehe weiter untern.

Das Rahmenprogramm

Bewusst haben wir kein Quartier im Tal genommen, denn dann wird die Nacht zum Tag. Wenn nachts alle 3 Minuten ein Güterzug am Fenster oder auf der gegenüberliegenden Rheinseite vorbeirattert, dann ist es um den Schlaf geschehen.

Unser Quartier sind 2 kleine gepflegte Hotels in Oberwesel-Dellhofen hoch über dem Rheintal. Das eine für Weintrinker, das andere für Biertrinker, denn nur eines hat Bier vom Fass. Die Familie Stähl lässt zur Zeit den historischen Tanzsaal renovieren. Wenn das keine Einladung ist. Wir sind im Weinhotel zu einer Weinprobe eingeladen. Die Hotels liegen ca. 200 m auseinander.

Ist die Landschaft vom Wasser aus schon spektakulär, so werden wir das noch toppen, indem wir an 2 markanten Punkten von der Höhe auf den Fluss schauen. Einmal von der gegenüber liegenden Seite auf die Loreley und zum anderen vom Günderodehaus (Kulisse für den TV-Film "Heimat 3") mit Blick auf das Rheinknie bei Oberwesel und die Pfalz bei Kaub (Fotoapparat nicht vergessen). Das können wir abends oder am Sonntagmorgen machen.

 

So viel zu den Erwartungen, Ängsten und Meinungen. Wer noch Fragen hat, kann sich gerne unter 06131 362561 an mich wenden.

Wir versprechen Euch kein Wildwasser-Rafting, sondern eine landschaftlich und ruderisch einmalige Wanderfahrt. Wer den Rhein von Bingen bis Koblenz nicht gefahren ist, der hat Deutschlands schönste Strecke versäumt. Und letztlich möchte ich auch an Detlevs Worte über den Sinn unserer Gemeinschaftswanderfahrt erinnern.

Angemeldet haben sich bis jetzt:

RaB

 RRK

Michael Winkels

Dieter Korb

Bernd Grafflage

Jochen Rudloff

Jürgen Kleine 

Dieter Lang

Uwe Hurlin

Jochen Zimmermann

Gerhard Ketter

Wolfgang Gummersbach

(Detlev Welters muss anscheinend erst die Kosten für die Lebensversicherungserhöhung verkraften, um die Überweisung vorzunehmen.)

Anmeldeschluss ist der 29. Februar 2012. Es gilt derjenige als angemeldet, der bis 29. Februar 2012 auf das Konto Nr. 308262013 von Gerhard Ketter bei der Mainzer Volksbank, BLZ 55190000, den Betrag von 50 € überweist.

Herzliche Grüße

Wolfgang, auch im Namen von Werner und Gerhard

PS Außerdem darf ich Euch das Empfehlungsschreiben des Essener Wander-Ruderwartes Klaus Dieter Huth beifügen:

Hallo Michael,

Schwimmtraining und eine gute Lebensversicherung sind sicherlich immer gut, manchmal sogar auch auf Kreuzfahrten.

Zum Thema: Ich kenne die Bilder vom Rheinmarathon und die Situation aus eigener Anschauung, da unser Sohn Michael in den letzten Jahren mehrfach recht erfolgreich teilgenommen hat; das war immer spektakulär. Allerdings sind die Boote durchweg sehr gut präpariert: Bug- und Heckabdeckungen, Wellenbrecher, Abklebungen zwischen den Auslegern, Lenzklappen und/oder Pumpen usw.; auch dürfte die Qualität (Können, Reaktionsfähigkeit, Souveränität) der Steuerleute/Obleute mehrheitlich das normale Niveau deutlich überragen.

Der Rheinmarathon, bei dem es ja vor allem um gute Zeiten geht, ist sicherlich mit einer Wanderfahrt nicht 1 zu 1 zu vergleichen, dennoch gilt auch für die Wanderfahrt als Muss: geeignete Boote und gute Steuerleute.

Konkret rate ich, auf der gewählten Strecke keine offenen C-Boote zu benutzen und sich nur wirklich erfahrenen Rheinsteuerleuten anzuvertrauen, die im "Notfall" überlegt und unaufgeregt reagieren. Es geht nicht nur darum, Wellen annehmen zu können, sondern auch um Revierkenntnisse. Der verantwortliche Obmann sollte schon wissen, wie man sich z. B. im Bingerloch und auf der Strecke zwischen Oberwesel und St. Goar (Loreley)  je nach Schiffsverkehr und Strömungsverhältnissen verhält; z.B. wo man sich ggfs. zweckmäßigerweise nicht von der Berufsschifffahrt überholen lässt oder man die Rheinseite wechselt.

Rheinruderer beim "Rheinmarathon" unterwegs: "Nichts für Weicheier?!?!"

Ich will nicht bange machen; ich habe auch schon Rheinfahrten erlebt, bei denen wir kaum Schiffsverkehr und Wellen hatten, und die Steuerei ein Kinderspiel war.

Gute Fahrt und viel Spaß!

Mit freundlichen Grüßen

Klaus

DEM IST NICHTS MEHR HINZUZUFÜGEN


Mail von Detlev vom 25. Januar 2012 an die Ruderkameraden von RaB und RRK

Hallo Freunde der langen Paddel,

da komme ich ahnungslos vom Skilaufen zurück und finde in meinem Posteingang Emails von gestandenen Ruderern, die ihre Absage an die diesjährige Ruderwanderfahrt auf dem  Rhein publik machen, weil ich in meinem jugendlichen Leichtsinn einige Actionfotos vom Rheinmarathon verteilt habe.

Liebe Ruderkollegen, ich versichere hoch und heilig, dass meine Email ein Spaß sein sollte und ich nicht ernsthaft an eine größere Gefährlichkeit auf dem Rhein glaube, als wir sie auf anderen Flüssen wie Aare, Oberrhein oder Themse erlebt haben! Ich habe doch in meiner Email bewusst übertrieben, denn ich glaube wirklich nicht, dass einer von euch zusätzliche Schwimmübungen macht oder dass euch das finanzielle Wohlergehen eurer Ehefrauen noch so viel wert ist, dass ihr für euch eine höhere Lebensversicherung zu ihren Gunsten abschließt!

Ganz im Gegenteil, nachdem ich meine angeborene Neugierde demnächst nicht mehr bei MINI befriedigen kann, bin ich wirklich gespannt und freue mich massiv darauf, wie es auf dem Vater Rhein klappt.

Und es wird klappen, weil die Planer der diesjährigen Wanderfahrt verantwortungsvolle Freunde sind, die die erforderliche Erfahrung haben und die Risiken einschätzen können und vor allem weil wir alle erfahrene Ruderer sind, die wissen was sie machen!!

Die Fotos vom Rheinmarathon spiegeln andere Voraussetzungen wieder. Da wollte man gewinnen und nimmt dafür Risiken in Kauf. Mit Siegen müssen wir ja Gott sei Dank nicht mehr glänzen. Deshalb können wir die Wanderfahrt ganz entspannt angehen.

Für mich ist die Wanderfahrt jedes Jahr eine liebgewonnene Möglichkeit, euch alle wieder zu sehen. Es würde mich sehr enttäuschen, den einen oder anderen vermissen zu müssen, nur wegen ein paar unpassender Fotos!

Deswegen, lasst euch den schönsten Flussabschnitt live zu erleben bitte nicht entgehen!

Viele Grüße Detlev


Ausschreibung der Ruder-Wanderfahrt "RaB − RRK" 2012

Liebe Ruderkameraden,

nur noch ein halbes Jahr bis Fronleichnam (06. bis 10. Juni 2012) und Ihr wartet sicher schon erwartungsvoll, wo es in diesem Jahr hin geht?

Wir haben uns für eine anspruchsvolle Tour entschieden und wollen in diesem Jahr auf dem Rhein von Erfelden nach Lahnstein durch das Weltkulturerbe rudern. Anspruchsvoll deshalb, da der Rhein der meist befahrene Strom Europas ist und seine Fließgeschwindigkeit und seine Enge ein Übriges dazu beiträgt, dass wir hier voll konzentriert beim Rudern sind. Um alle Eventualitäten auszuschließen, werden wir daher auch die erfahrenen Steuerleute bestimmen, die uns durch das Fahrwasser geleiten. Es kann also sein, dass einer an den 3 Rudertagen die gesamten 120 km rudern muss. Zum Rudern ist noch zu sagen, dass wir mit Ausnahme der Oppenheimer Kiesbank immer Ruderstege zum ein- und aussteigen haben.

Wir übernachten in Oberwesel-Dellhofen im "Gasthaus Weingut Stahl" und im "Landhotel Zum Kronprinzen" (je 6 Zimmer und 200 m voneinander entfernt, Doppelzimmer-Preise zwischen 90 und 110 € incl. Frühstück):

http://www.gasthaus-stahl.de

http://www.zumkronprinzen.de

 

Es gilt derjenige angemeldet, der bis 29. Februar 2012 auf das Konto 308262013 von Gerhard Ketter bei der Mainzer Volksbank , BLZ 55190000 den Betrag von 50 € überweist. Meldet Euch daher bis spätestens 29. Februar an. Hilfreich ist auch auf der Überweisung unter Verwendungszweck 2 der Hinweis Bier oder Wein, da wir versuchen, die Biertrinker im Kronprinzen unterzubringen, da dort Fassbier läuft. Im Gasthaus Stahl gibt's Flaschenbier und hauseigenen Wein.

In der Anlage fügen wir die Tagesetappen in einer Word- und Excel-Tabelle bei. Die Tagesetappen scheinen ganz schön ambitioniert, bedenkt aber, dass der Rhein eine Fließgeschwindigkeit von 8 km/h hat.

Wir, das sind die Organisatoren Werner Alt 06142-62929, Gerhard Ketter 06136-958578 und Wolfgang Gummersbach 06131-362561, freuen sich, Euch den Rhein ruderisch näher bringen zu können.

Rübi und Jochen, bitte die mail an die Essener Ruderkameraden weiterleiten.

Herzliche Grüße

Gerhard, Werner und Wolfgang


Ruder-Wanderfahrt 2012 der Ruderkameraden von RaB und RRK auf dem Rhein

Ort

Rhein-km Entfernung
km
Tagesetappen
km
RC Neptun Darmstadt, Erfelden - -  
Einmündung Rhein 473,9 8,5*)  
Badestrand Oppenheim 478,0 4,1 Mittagspause
Mainzer Ruder-Gesellschaft 503,3 25,3 37,9
 
WSV Geisenheim 523,5 20,2 Mittagspause
Bacharacher RV 542,9 19,4 39,6
 
Pfalz bei Kaub 546,0 3,1  
Oberwesel (Quartier) 550,0 4,0  
Loreley 554,5 4,5  
WSV St.Goar 555,8 1,3  
RC Boppard  569,8 14,0 Mittagspause
RG Lahnstein 585,7 15,9 42,8
 
Gesamtstrecke   120,3 120,3

*) Die 8,5 km betreffen die Fahrt auf dem Altrhein, der bei km 473,9 in den Strom mündet.