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Die Teilnehmer an der
Wanderfahrt von RaB und RRK 2011 in Ungarn |
Warum ist es am Rhein so schön ?????
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Der Rhein am Binger Loch |
Liebe Rüsselsheimer und Essener Ruderkameraden,
ausgelöst durch
eine Mail von Detlev Welters hat sich eine lebhafte Diskussion über die
Gefahren einer Wanderfahrt auf dem Rhein ergeben. Nicht alle konnten der Mail
von Detlev so viel hintergründigen Humor abgewinnen wie ich. Auf seine Mail
antwortete ich ihm am 21. Januar: "Rudern auf dem Rhein ist nicht
gefährlicher als mit D. Welters auf der Autobahn zu fahren."
Detlev hat ja
auch inzwischen in einer zweiten Mail klargestellt, wie er seine Ursprungsmail
verstanden wissen wollte.
So viel zu
Dichtung, nun aber zur Wahrheit.
Wir, d. h.
Gerhard, Werner und ich haben uns zur Befahrung des Rheins entschieden, da wir
den Rhein selbst schon mehrmals unbeschadet befahren haben und uns gerne daran
erinnern. Deshalb wollen wir Euch auch dieses einmalige Vergnügen gönnen.
Dazu einige
Ausführungen:
Generell
Der wichtigste
Mann im Boot bei einer Rheintour ist der Steuermann! Er muss erfahren und
immer wachsam sein, d. h. insbesondere auf die Bojen achten, denn diese
können bei einer Berührung ein Boot leicht zum kentern bringen. Er muss
klare Anweisungen geben und alle anderen im Boot folgen diesen unverzüglich.
Ansonsten gibt es
2 Stellen auf der Strecke, die besondere Aufmerksamkeit des Steuermanns
erfordern. Das Binger Loch und die Loreley. Dort kommt man dem Fahrwasser am
nächsten. Wenn wir uns an beiden Stellen (so wie es auch im Wanderruderführer
beschrieben ist) ganz konsequent am rechten Ufer halten, dann ist das völlig
ungefährlich. Die Strecke von Mainz bis Koblenz habe ich (seit 28 Jahren auch
Mitglied der Mainzer Rudergesellschaft) schon mindestens 10 x befahren. Da kam
es schon vor, dass kein Schiff auf den besagten Streckenabschnitten war oder
uns mehrere begleiteten. Was soll’s, konsequent am rechten Ufer und die Fahrt
wird zum Vergnügen.
Der Steuermann
muss das Schiff mit den Wellen rudern, d. h. nicht schneller, so kommt kein
Tropfen Wasser ins Boot und das Boot ist immer manövrierfähig. Im Gegensatz
dazu die Rheinmarathon-Ruderer, die wollen gewinnen und fahren schneller als
die Wellenbewegung zulässt, dann nimmt man schon mal Wasser (Fotos von
Detimini). Zum Vergleich Wanderruderer = 120 km in 3 Tagen.
Rheinmarathonruderer = 42,8 km in 2:01 Stunden (Doppelfünfer im Jahr 1978).
Für die Wanderruderer ist eine Rheinfahrt vom Kraftaufwand eine Erholung, da
der Fluss 8 km schnell strömt.
Die Strecke
Wir starten am
ersten Tag in Erfelden im Naturschutzgebiet Kühkopf und fahren auf dem
Altrhein auf fast stehendem Gewässer 8 km, um dann auf den Strom einzubiegen.
Nach der Mittagsrast bei Oppenheim werden wir auf dem breiten Strom bis zur
Mainzer RG fahren. Wir bewegen uns den ganzen Tag außerhalb der Fahrrinne und
die Schiffe sind weit entfernt. Den Rhein kreuzen wir 2 x, aber dazu haben wir
alle Zeit der Welt und müssen vor keinem Schiff gefährlich kreuzen.
Am 2. Tag fahren
wir die ersten 22 km bis Geisenheim außerhalb des Fahrwassers, ja wir sehen
die Schiffe gar nicht und auch bis zum Binger Loch sind wir weit von den
Schiffen entfernt. Dort halten wir uns wie gesagt ca. 1 km konsequent in
Ufernähe, um dann die restlichen km bis Bacherach wieder außerhalb des
Fahrrinnenbereiches zu rudern.
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Der Rhein mit Raddampfer vor der Loreley |
Am letzten Tag
kommen wir nach ca. 10 km an der Loreley vorbei und danach sind die Schiffe
wieder in weiter Ferne, da der Strom wieder sehr breit wird.
Fazit: Von den
120 km sind wir nur ca. 2 km am direkten Rande des Fahrwassers.
Das
Bootsmaterial
Mal abgesehen
davon, ob wir das von Michael reservierte Kirchboot (Danke Michael) nehmen,
oder mit rheintauglichen Doppelvierern den Rhein befahren, die Boote müssen
rheintauglich sein, d. h. wir müssen uns vor Wellen schützen. Die Entscheidung
ob Kirchboot oder Doppelvierer hängt auch von der Teilnehmerzahl ab. Dazu sind
mindestens 15 Personen erforderlich. Wie viel wir aktuell sind, siehe weiter
untern.
Das
Rahmenprogramm
Bewusst haben wir
kein Quartier im Tal genommen, denn dann wird die Nacht zum Tag. Wenn nachts
alle 3 Minuten ein Güterzug am Fenster oder auf der gegenüberliegenden
Rheinseite vorbeirattert, dann ist es um den Schlaf geschehen.
Unser Quartier
sind 2 kleine gepflegte Hotels in Oberwesel-Dellhofen hoch über dem Rheintal.
Das eine für Weintrinker, das andere für Biertrinker, denn nur eines hat Bier
vom Fass. Die Familie Stähl lässt zur Zeit den historischen Tanzsaal
renovieren. Wenn das keine Einladung ist. Wir sind im Weinhotel zu einer
Weinprobe eingeladen. Die Hotels liegen ca. 200 m auseinander.
Ist die
Landschaft vom Wasser aus schon spektakulär, so werden wir das noch toppen,
indem wir an 2 markanten Punkten von der Höhe auf den Fluss schauen. Einmal
von der gegenüber liegenden Seite auf die Loreley und zum anderen vom
Günderodehaus (Kulisse für den TV-Film "Heimat 3") mit Blick auf das Rheinknie
bei Oberwesel und die Pfalz bei Kaub (Fotoapparat nicht vergessen). Das können
wir abends oder am Sonntagmorgen machen.
So viel zu den
Erwartungen, Ängsten und Meinungen. Wer noch Fragen hat, kann sich gerne unter
06131 362561 an mich wenden.
Wir versprechen
Euch kein Wildwasser-Rafting, sondern eine landschaftlich und ruderisch
einmalige Wanderfahrt. Wer den Rhein von Bingen bis Koblenz nicht gefahren
ist, der hat Deutschlands schönste Strecke versäumt. Und letztlich möchte ich
auch an Detlevs Worte über den Sinn unserer Gemeinschaftswanderfahrt erinnern.
Angemeldet haben
sich bis jetzt:
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RaB |
RRK |
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Michael Winkels
Dieter Korb
Bernd Grafflage
Jochen Rudloff
Jürgen Kleine |
Dieter Lang
Uwe Hurlin
Jochen Zimmermann
Gerhard Ketter
Wolfgang Gummersbach |
(Detlev Welters
muss anscheinend erst die Kosten für die Lebensversicherungserhöhung
verkraften, um die Überweisung vorzunehmen.)
Anmeldeschluss
ist der 29. Februar 2012.
Es gilt derjenige als angemeldet, der bis
29. Februar 2012 auf das
Konto Nr. 308262013 von Gerhard Ketter bei der Mainzer
Volksbank, BLZ 55190000, den Betrag von 50 € überweist.
Herzliche Grüße
Wolfgang, auch im
Namen von Werner und Gerhard
PS Außerdem darf ich Euch das Empfehlungsschreiben des Essener
Wander-Ruderwartes Klaus Dieter Huth beifügen:
Hallo Michael,
Schwimmtraining
und eine gute Lebensversicherung sind sicherlich immer gut, manchmal sogar
auch auf Kreuzfahrten.
Zum Thema: Ich
kenne die Bilder vom Rheinmarathon und die Situation aus eigener Anschauung,
da unser Sohn Michael in den letzten Jahren mehrfach recht erfolgreich
teilgenommen hat; das war immer spektakulär. Allerdings sind die Boote
durchweg sehr gut präpariert: Bug- und Heckabdeckungen, Wellenbrecher,
Abklebungen zwischen den Auslegern, Lenzklappen und/oder Pumpen usw.; auch
dürfte die Qualität (Können, Reaktionsfähigkeit, Souveränität) der
Steuerleute/Obleute mehrheitlich das normale Niveau deutlich überragen.
Der
Rheinmarathon, bei dem es ja vor allem um gute Zeiten geht, ist sicherlich mit
einer Wanderfahrt nicht 1 zu 1 zu vergleichen, dennoch gilt auch für die
Wanderfahrt als Muss: geeignete Boote und gute Steuerleute.
Konkret rate ich,
auf der gewählten Strecke keine offenen C-Boote zu benutzen und sich nur
wirklich erfahrenen Rheinsteuerleuten anzuvertrauen, die im "Notfall" überlegt
und unaufgeregt reagieren. Es geht nicht nur darum, Wellen annehmen zu können,
sondern auch um Revierkenntnisse. Der verantwortliche Obmann sollte schon
wissen, wie man sich z. B. im Bingerloch und auf der Strecke zwischen
Oberwesel und St. Goar (Loreley) je nach Schiffsverkehr und
Strömungsverhältnissen verhält; z.B. wo man sich ggfs. zweckmäßigerweise nicht
von der Berufsschifffahrt überholen lässt oder man die Rheinseite wechselt.
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Rheinruderer beim "Rheinmarathon"
unterwegs: "Nichts für Weicheier?!?!" |
Ich will nicht
bange machen; ich habe auch schon Rheinfahrten erlebt, bei denen wir kaum
Schiffsverkehr und Wellen hatten, und die Steuerei ein Kinderspiel war.
Gute Fahrt und
viel Spaß!
Mit freundlichen
Grüßen
Klaus
DEM IST NICHTS MEHR HINZUZUFÜGEN
Mail von Detlev vom 25. Januar 2012 an die Ruderkameraden von
RaB und RRK
Hallo Freunde der langen Paddel,
da komme ich ahnungslos vom Skilaufen zurück und
finde in meinem Posteingang Emails von gestandenen Ruderern, die ihre Absage
an die diesjährige Ruderwanderfahrt auf dem Rhein publik machen, weil ich in
meinem jugendlichen Leichtsinn einige Actionfotos vom Rheinmarathon verteilt
habe.
Liebe Ruderkollegen, ich versichere hoch und heilig,
dass meine Email ein Spaß sein sollte und ich nicht ernsthaft an eine größere
Gefährlichkeit auf dem Rhein glaube, als wir sie auf anderen Flüssen wie Aare,
Oberrhein oder Themse erlebt haben! Ich habe doch in meiner Email bewusst
übertrieben, denn ich glaube wirklich nicht, dass einer von euch zusätzliche
Schwimmübungen macht oder dass euch das finanzielle Wohlergehen eurer
Ehefrauen noch so viel wert ist, dass ihr für euch eine höhere
Lebensversicherung zu ihren Gunsten abschließt!
Ganz im Gegenteil, nachdem ich meine angeborene
Neugierde demnächst nicht mehr bei MINI befriedigen kann, bin ich wirklich
gespannt und freue mich massiv darauf, wie es auf dem Vater Rhein klappt.
Und es wird klappen, weil die Planer der diesjährigen
Wanderfahrt verantwortungsvolle Freunde sind, die die erforderliche Erfahrung
haben und die Risiken einschätzen können und vor allem weil wir alle erfahrene
Ruderer sind, die wissen was sie machen!!
Die Fotos vom Rheinmarathon spiegeln andere
Voraussetzungen wieder. Da wollte man gewinnen und nimmt dafür Risiken in
Kauf. Mit Siegen müssen wir ja Gott sei Dank nicht mehr glänzen. Deshalb
können wir die Wanderfahrt ganz entspannt angehen.
Für mich ist die Wanderfahrt jedes Jahr eine
liebgewonnene Möglichkeit, euch alle wieder zu sehen. Es würde mich sehr
enttäuschen, den einen oder anderen vermissen zu müssen, nur wegen ein paar
unpassender Fotos!
Deswegen, lasst euch den schönsten Flussabschnitt
live zu erleben bitte nicht entgehen!
Viele Grüße Detlev
Ausschreibung der Ruder-Wanderfahrt "RaB − RRK" 2012
Liebe Ruderkameraden,
nur noch ein halbes Jahr bis Fronleichnam (06. bis 10. Juni 2012) und Ihr
wartet sicher schon erwartungsvoll, wo es in diesem Jahr hin geht?
Wir haben uns für eine anspruchsvolle Tour entschieden und wollen in diesem
Jahr auf dem Rhein von Erfelden nach Lahnstein durch das Weltkulturerbe
rudern. Anspruchsvoll deshalb, da der Rhein der meist befahrene Strom Europas
ist und seine Fließgeschwindigkeit und seine Enge ein Übriges dazu beiträgt,
dass wir hier voll konzentriert beim Rudern sind. Um alle Eventualitäten
auszuschließen, werden wir daher auch die erfahrenen Steuerleute bestimmen,
die uns durch das Fahrwasser geleiten. Es kann also sein, dass einer an den 3
Rudertagen die gesamten 120 km rudern muss. Zum Rudern ist noch zu sagen, dass
wir mit Ausnahme der Oppenheimer Kiesbank immer Ruderstege zum ein- und
aussteigen haben.
Wir übernachten in Oberwesel-Dellhofen im "Gasthaus Weingut Stahl" und im
"Landhotel Zum Kronprinzen" (je 6 Zimmer und 200 m voneinander entfernt,
Doppelzimmer-Preise zwischen 90 und 110 € incl. Frühstück):
http://www.gasthaus-stahl.de
http://www.zumkronprinzen.de
Es gilt derjenige angemeldet, der bis 29.
Februar 2012 auf das Konto 308262013
von Gerhard Ketter bei der
Mainzer Volksbank , BLZ 55190000 den
Betrag von 50 € überweist. Meldet Euch
daher bis spätestens 29. Februar an. Hilfreich ist auch auf der Überweisung
unter Verwendungszweck 2 der Hinweis Bier oder Wein, da wir versuchen, die
Biertrinker im Kronprinzen unterzubringen, da dort Fassbier läuft. Im Gasthaus
Stahl gibt's Flaschenbier und hauseigenen Wein.
In der Anlage fügen wir die Tagesetappen in einer Word- und Excel-Tabelle bei.
Die Tagesetappen scheinen ganz schön ambitioniert, bedenkt aber, dass der
Rhein eine Fließgeschwindigkeit von 8 km/h hat.
Wir, das sind die Organisatoren Werner Alt 06142-62929, Gerhard Ketter
06136-958578 und Wolfgang Gummersbach 06131-362561, freuen sich, Euch den
Rhein ruderisch näher bringen zu können.
Rübi und Jochen, bitte die mail an die Essener
Ruderkameraden weiterleiten.
Herzliche Grüße
Gerhard, Werner und Wolfgang
Ruder-Wanderfahrt 2012 der
Ruderkameraden von RaB und RRK auf dem Rhein
|
Ort |
Rhein-km |
Entfernung
km |
Tagesetappen
km |
| RC Neptun Darmstadt, Erfelden |
- |
- |
|
| Einmündung Rhein |
473,9 |
8,5*) |
|
| Badestrand Oppenheim |
478,0 |
4,1 |
Mittagspause |
| Mainzer Ruder-Gesellschaft |
503,3 |
25,3 |
37,9 |
| |
| WSV Geisenheim |
523,5 |
20,2 |
Mittagspause |
| Bacharacher RV |
542,9 |
19,4 |
39,6 |
| |
| Pfalz bei Kaub |
546,0 |
3,1 |
|
| Oberwesel (Quartier) |
550,0 |
4,0 |
|
| Loreley |
554,5 |
4,5 |
|
| WSV St.Goar |
555,8 |
1,3 |
|
| RC Boppard |
569,8 |
14,0 |
Mittagspause |
| RG Lahnstein |
585,7 |
15,9 |
42,8 |
| |
| Gesamtstrecke |
|
120,3 |
120,3 |
*) Die
8,5 km betreffen die Fahrt auf dem Altrhein, der bei km 473,9 in den Strom
mündet. |