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Geschichte
des Rüsselsheimer Ruder-Klubs 08 (RRK) |
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1989 |
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Während die Damenmannschaft des RRK in ihrer zweiten Bundesliga-Hallensaison mit Trainer Berti Rauth zu Beginn des Jahres weiterhin die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft im Hallenhockey anpeilt, plagen die RRK-Herren in der Hallenhockey-Regionalliga Abstiegssorgen. Nach einigen Spieltagen führen die Damen weiter die Tabelle an, die Herren stehen weiter auf dem letzten Platz. Nach 14 Spieltagen schließen die jungen RRK-Damen die Bundesligarunde mit 23:5 Punkten auf dem 1. Platz ab. Die RRK-Herren unter Trainer Berti Rauth und Coach Martin Müller stehen bis zum letzten Spieltag auf dem Abstiegsplatz, müssen gegen Schott Mainz gewinnen, brauchen Schützenhilfe durch den SSV Ulm gegen Bad Reichenhall und der Tabellenerste SC Frankfurt 1880 muss aufsteigen. Alles läuft für den RRK: Man schlägt Schott 6:3, Ulm schlägt Reichenhall 10:9 und der SC 80 verabschiedet sich nach oben in die Bundesliga – die Oberliga bleibt den RRK-Herren erspart. Vor den Damen des RRK steht nun die Endrunden-Kür um die Deutsche Hallenhockey-Meisterschaft in Elmshorn. Schon das Erreichen dieser Endrunde ist für die junge Mannschaft ein großer Erfolg. Komplettiert wird das Endrunden-Quartett durch die beiden Berliner Vertreter SC Brandenburg (Titelverteidiger) und Berliner HC sowie den Deutschen Feldhockey-Meister 1988, den SC Frankfurt 1880. Bereits im Halbfinale türmt sich für den RRK im Berliner HC – mit der Ex-Rüsselsheimerin Anke Wild – eine Hürde auf, deren Überwindung alles andere als ein Spaziergang werden dürfte. Doch nach einem eher langweilig verlaufenden ersten Halbfinale (8:2 für Brandenburg) brennen die RRK-Damen im zweiten Halbfinale 60 Minuten lang ein Feuerwerk ab und siegen verdient mit 5:1. Im Finale stehen sich somit der RRK und Brandenburg Berlin gegenüber: Wir zitieren die "FAZ":
Die RRK-Damen sind damit Deutscher Vizemeister 1989 im Hallenhockey. Doch zweifelsohne gehört dem jungen RRK-Team die Zukunft. Die Torfrau des RRK, Bianca Weiß, wird in Elmshorn zur besten Spielerin des Turniers gewählt.
In der 2. Verbandsliga führen die Ib-Herren die Tabelle an, das gleiche tun die III. Herren in der 3. Verbandsliga. Bereits einen Spieltag vor Schluss der Runde hat sich die von Rainer Seifert trainierte Ib verlustpunktfrei die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die 1. Verbandsliga gesichert. Dagegen verspielt die von Uwe Wötzel trainierte III. Mannschaft ihre Chancen gegen den THC Höchst und muss mit dem zweiten Platz vorlieb nehmen. Die Jugend des RRK, insbesondere die weibliche, ist ebenfalls sehr erfolgreich. Die weibliche Jugend und die A-Mädchen erspielen sich die Hessenmeisterschaft und damit die Teilnahme an der "Süddeutschen"; ebenfalls erfolgreich in der Endrunde um die Hessenmeisterschaft sind die B-Knaben als hessischer Vizemeister und die B-Mädchen als Vierter. Nur die "Erfolgsmädchen", die A-Mädchen des RRK, sind bei den Süddeutschen Meisterschaften in Bad Homburg nicht zu bremsen und holen sich zum dritten Mal in Folge diesen Titel. Ebenfalls ins Endspiel kämpft sich die weibliche Jugend in Bad Dürkheim, muss sich hier jedoch Eintracht Frankfurt mit 2:8 geschlagen geben. Doch damit sind beide Mannschaften für die Endrunde um die Hallen-DM qualifiziert. Während die weibliche Jugend des RRK in den vergangenen Jahren bei der Vergabe des deutschen Meistertitels immer ein gewichtiges Wörtchen mitredete, landet der 16 bis 18 Jahre alte Nachwuchs im pfälzischen Bad Dürkheim diesmal im geschlagenen Feld – siebter und damit vorletzter Platz. Wie zu erwarten ist, machen es die A-Mädchen vor heimischem Publikum besser. Sie schlagen in der Vorrunde den TFC Ludwigshafen, Uhlenhorst Mülheim und den Rahlstedter HTC, im Halbfinale die Zehlendorfer Wespen und stehen im Finale gegen Eintracht Braunschweig. Lassen wir die "Main-Spitze" berichten:
Bei der Jahreshauptversammlung der Hockeyabteilung Mitte März kann die Abteilungsleitung mit den sportlichen Erfolgen zufrieden sei, jedoch nicht mit der finanziellen Situation. Es wird beschlossen, die Abteilungsleitung entsprechend der Satzung des RRK in Zukunft nur alle zwei Jahre zu wählen. Wiedergewählt als Abteilungsleiter wird Winfried Cezanne, seine Stellvertreter sind Fritz Schneider und Fritz Hoffmann. Ludwig Kraft bleibt Kassenwart, Jugendleiter Kurt Becker. Anfangs April treffen sich die Ruderer des RRK zu ihrer Hauptversammlung. Obwohl keine Neuwahlen anstehen, erklärt der seitherige Abteilungsleiter, Klaus Köppen, schriftlich seinen Rücktritt. Die Versammlung wird durch den stellvertretenden Abteilungsleiter Rudi Reitz geleitet, der dann auch die Leitung der Abteilung für das zweite Jahr der Wahlperiode kommissarisch übernimmt. Bei der Jahreshauptversammlung des RRK anfangs April stehen keine Wahlen an. Neben den Sportberichten wird vor allem die Werbung neuer Mitglieder sowie eine angedachte Beitragserhöhung für "aktive Mitglieder" diskutiert. Zur Regattavorbereitung gehen 13 Ruderer des RRK über Ostern mit Trainer Harald Blum wieder noch Oberitalien, um nach harter Winterarbeit im Kraftraum, beim Laufen und auf dem Ergometer nun auf dem Lago di Varese das Rudern zu perfektionieren. Optimale Trainingsbedingungen – keine Schiffe, spiegelglattes Wasser und hochsommerliche Temperaturen – lassen zu, dass alle Ruderer am Ende etwa 500 km gerudert haben. Ausflüge an den Lago Maggiore und den Comer See lockern den Trainingsalltag auf. Erste Regattaprüfung für die RRK-Ruderer ist der Langstreckentest in Offenbach Mitte April, wo der Männer-Zweier mit Stefan Pöppel und Bernd Bidlingmaier sowie der Junior-Vierer-ohne mit Holger Choitz, Michael Gagel, Sven Hoffmann und Michael Adam siegen. Es folgen die Regatten in Mannheim mit drei Siegen (zwei im Junior-Vierer-mit, Michaela Heuß im Einer), Flörsheim mit sechs Siegen (vier Einer, zwei Doppelzweier) und die Internationale Prüfungsregatta in Breisach (zwei Einer).
Mitten in die Regattasaison "platzt" das Anrudern am 21. Mai. Einen Tag vorher wird die in den Wintermonaten benutzte Behelfspritsche durch die große, im Winter überholte RRK-Pritsche ausgetauscht. Zwei Boote können getauft werden – RRK-Vorsitzender Dr. Dietmar Klausen tauft einen vom Ruderer-Stammtisch gespendeten Gig-Doppeldreier auf den Namen "Hobbes" und Michaela Heuß einen Renneiner auf den Namen "Anduril". Da der bestellte Gig-Einer noch nicht geliefert ist, wird dessen Taufe auf den Namen "Hardy" später nachgeholt. Es folgen die Regatten in Heidelberg mit vier Siegen (zwei des Junior-Vierers-mit, zwei im Einer), und anschließend die Hessenmeisterschaften in Eschwege. Der RRK ist mit großem Aufgebot vertreten, kann jedoch nur eine Meisterschaft, aber viele gute Platzierungen erreichen. Martin Kraft siegt im Landesentscheid des Jungen-Einers über 3.000 Meter vor seinem Klubkameraden Steffen Zwiener, der den zweiten Platz belegt. Beide qualifizieren sich damit für den Bundesentscheid in Frankfurt. Vizemeister werden außerdem der Junior-Vierer mit Holger Choitz, Michael Gagel, Sven Hoffmann, Michael Adam und Stm. Thorsten Kern, Michaela Heuß im Juniorinnen-Einer sowie Michaela Heuß und Bettina Siebert im Juniorinnen-Doppelzweier. Stefan Pöppel und Bernd Bidlingmaier erkämpfen sich im "Männer-Zweier-ohne" einen 4. Platz und zusammen mit Lutz Beyer und Harald Blum ebenfalls den 4. Platz im Männer-Vierer. Die gleiche Platzierung errudert sich Thorsten Fett im Leichtgewichts-Junior-Einer. Pech haben Peter Deister und Thorsten Reisz im Leichtgewichts-Männer-B-Doppelzweier, als sie auf einem Medaillenrang liegend wegen Stemmbrettschadens aufgeben müssen. Bestandsaufnahme der Junioren – Michaela Heuß, Thorsten Fett und der Vierer – erfolgt auf der Internationalen DRV-Junioren-Prüfungsregatta in Duisburg-Wedau. Platz 2 für Thorsten Fett, Platz 3 für Michaela Heuß und Platz 4 für den Vierer, das ist die Ausbeute des ersten Tages. Am Sonntag soll es noch besser werden. Thorsten Fett muss sich mit demselben Gegner wie samstags, einem holländischen Skuller, herumplagen und wird wieder Zweiter. Michaela Heuß will es wissen und feiert einen Start-Ziel-Sieg. Auch der Vierer-mit zeigt sich verbessert, hat im Sechs-Boote-Feld zeitweise die Führung und landet schließlich auf dem 3. Platz. Auf der Offenbacher Regatta können Thorsten Reisz und Peter Deister vier Siege im Doppelzweier heimfahren, Martin Kraft siegt zweimal im Jungen-Einer. Dann stehen die Deutschen Jugendmeisterschaften (U19) in München auf dem Programm. Für die beiden Einerfahrer (Michaela Heuß und Thorsten Fett) und den Vierer stehen Vor-, Hoffnungsläufe und Halbfinals vor der Finalteilnahme. Wir zitieren die "Main-Spitze":
Bei den Eichkranzrennen (U23) starten Peter Deister und Thorsten Reisz im Leichtgewichts-Doppelzweier, können sich jedoch nicht in den Endlauf rudern. Die Ruderwanderfahrt der Freunde von RaB Essen und RRK führt nach Holland, in das Herz von Friesland. Es ist eine Kanal-See-Tour, die in Workum beginnt und endet, eine anspruchsvolle Rudertour, die mancher Bootsbesatzung ihre Grenzen aufzeigt (Boot kentert, Boot kollidiert mit einem Kutter usw.). Auf den Herbstregatten (500 Meter) und in Villach sowie Sarnen (beide 2.000 Meter) sahnt der RRK mit seinen Ruderern dann richtig ab. Mühleim (acht Siege), Villach (ein Sieg), Bamberg (sechzehn Siege), Schierstein (fünf Siege, Start auch im Männer-Achter), Sarnen (zwei Siege) und Großauheim (neun Siege) sind die Regattaplätze, am Ende der Saison hat der RRK 1989 65 Regattasiege errungen – ein wirklich gutes Ergebnis. Erfolgreichster RRK-Ruderer 1989 ist Thorsten Reisz mit 21 Regattasiegen, Lutz Beyer hat nun insgesamt mehr als 100 Siege für den RRK errudert.
Bevor die Feldsaison der Hockeyspieler in den einzelnen Ligen beginnt, müssen die Ib-Herren Mitte April in Frankfurt ihr Relegationsspiel um den Aufstieg in die Oberliga gegen die TSG 1846 Darmstadt bestreiten. Es wird ein Thriller! Nach regulärer Spielzeit und auch nach der Verlängerung steht es 0:0. Es kommt zum Siebenmeter-Schießen. Nach fünf Siebenmetern auf beiden Seiten steht es 2:2, es geht weiter. Während Uwe Wötzel den dritten Siebenmeter der Darmstädter "fischt", kann Joachim Heydweiller verwandeln und der Aufstieg ist entschieden – eine ganz, ganz "enge Kiste".
Die Hockey-Feldsaison 1989 bestreiten Damen und Herren des RRK in der Bundesliga. Nach dem "glücklichen" Abschluss der Hallensaison gelingt es bei den Herren, neue Spieler von auswärts in den Kader zu integrieren: Jens George und Jörg Troost von der Spvgg. Bad Homburg und Peer Schlemmstedt vom THC Hanau. Außerdem kehrt Dr. Christoph Krehl nach einem Abstecher nach Mannheim zum RRK zurück. Außer diesen gehören zum RRK-Kader: Thomas Susenburger, Wolfgang Schmitt, Klaus Eberts, Harald Eisenacher, Kai Stieglitz, Thomas Bischoff, Fritz Schmidt jr., Paul Anagnostou, Holger Kraft, Gerrit Rothengatter und Volker Schädel. Nach sechs von sieben Spielen der Hinserie scheint es, dass die RRK-Herren einen einmaligen und traurigen Rekord anpeilen, sie warten immer noch auf den ersten Torerfolg. Doch im siebten Spiel, das beim SC 80 mit 1:3 verloren geht, schießt Gerrit Rothengatter das erste Tor der Saison für den RRK. Auch in der Rückrunde kann der RRK nicht überzeugen, siegt zwar gegen Hanau, ebenfalls Abstiegskandidat, und kann damit schließlich einen Punkt vor Hanau liegend den Klassenerhalt sichern. Dagegen setzen die Damen ganz auf den eigenen Nachwuchs, darunter auch die erst 16jährige Britta Becker. Außer ihr besteht der Damen-Kader aus Bianca Weiß, Sabine Lersch, Susanne Hoffmann, Katrin Schmidt, Anja Warnecke, Eva Hagenbäumer, Tanja Dickenscheid, Anja Mück, Angela Müller, Kerstin Strubl, Anja Schiel, Brigitte Schwarz und Annette Laquai. Die RRK-Damen spielen eine sehr "gemischte" Runde, so dass vor einer langen Sommerpause der zweite Platz und damit die Teilnahme an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft möglich scheint. In dieser Sommerpause findet die Hockey-Weltmeisterschaft der Juniorinnen im kanadischen Ottawa statt. Bianca Weiß, Tanja Dickenscheid und Britta Becker werden in das deutsche Aufgebot berufen. Nach einem 1:1 gegen die UdSSR, 4:0 gegen USA, 5:1 gegen Kanada, 1:0 gegen China und 6:1 gegen Neuseeland steht die deutsche Mannschaft im Finale gegen Südkorea und siegt 2:0 – das ist der Weltmeistertitel. Anfangs September wird dann auf der Anlage des SC Frankfurt 1880 die Champions Trophy der Damen, das Turnier der sechs besten Hockey-Nationalmannschaften, ausgetragen, mit dabei die RRKler Eva Hagenbäumer, Bianca Weiß, Tanja Dickenscheid und Britta Becker, dazu die Ex-Rüsselsheimerin Anke Wild. Am Ende des Turniers liegt die erfrischend aufspielende Mannschaft von Bundestrainer Paul Lissek hinter Südkorea und Australien auf dem dritten Platz – Bronze. Nach der Sommerpause beenden die Damen die Rückrunde der Feldhockey-Bundesliga. Jedoch nach einem 0:1 beim Berliner HC, einem 4:4 bei Brandenburg, einem 1:1 in Bad Kreuznach und einem 1:2 mit "zweitem Anzug" bei Eintracht Frankfurt ist das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft weit entfernt, der RRK liegt am Ende auf dem 3. Platz. Die Ib der Herren spielt nach dem gewonnenen Entscheidungsspiel in der Oberliga, die III. Herren spielen in der 2. Verbandsliga und die neu gegründete Ib der Damen spielt in der Verbandsliga. Mit nur zwölfköpfigem Kader, Schwächen beim Tore schießen und Nerven in der Abwehr gibt die Ib-Herren in der Oberliga nur ein kurzes Gastspiel, der Wiederabstieg in die 1. Verbandsliga ist das Resultat. Die III. Herren belegen einen Mittelplatz in ihrer Liga und die Ib-Damen werden Dritte in ihrer Klasse. Die Senioren des RRK spielen im Senioren-Pokal, bei dem sich 10 Mannschaften um den Hessenpokal bewerben. Am Ende der Runde ist der SC SaFo Frankfurt Pokalsieger, der RRK liegt auf dem zweiten Platz.
Auch bei der Hockeyjugend wird auf dem Feld mit unterschiedlichem Erfolg gekämpft. Hessenmeister wird die weibliche Jugend, hessischer Vizemeister werden die A-Knaben, die B-Knaben belegen den 3. Platz und die A-Mädchen den 4. Platz. Während die weibliche Jugend mit Trainer Berti Rauth ihr Vorrundenturnier zur Deutschen Meisterschaft in Mönchengladbach souverän beherrscht, können die A-Knaben mit Trainer Torsten Althoff sich in Mannheim nicht behaupten und scheiden aus. Dennoch, wann hat es das gegeben, dass eine männliche Nachwuchsmannschaft an der Vorrunde zur DM teilgenommen hat, Respekt der Mannschaft und dem Trainer! Die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft der weiblichen Jugend wird in Bad Dürkheim gespielt. Klarer Favorit bei dieser Endrunde ist die Mannschaft des RRK, die Mannschaft, die bei den A-Mädchen drei Deutsche Feldhockey-Meisterschaften und sogar vier Deutsche Hallenhockey-Meisterschaften gewonnen hat. Neben dem RRK sind der Dürkheimer HC, der RTHC Leverkusen und der UHC Hamburg dabei. Im Halbfinale gegen den Dürkheimer HC hat der RRK mehr Mühe als erwartet. Torsteherin Sandra Wohlfahrt rettet einen 1:0-Zittersieg über die Zeit. Im zweiten Halbfinale sichert sich der UHC Hamburg mit einem 4:2 den Einzug ins Finale. Lassen wir die "Main-Spitze" berichten:
Mitte Oktober beenden die Ruderer mit ihrem Abrudern die Regattasaison. Bei Kaffee und Kuchen sowie mit interner Regatta auf der Hausstrecke vor dem Bootshaus wird eine sehr erfolgreiche Rudersaison abgeläutet. Im Rennen um die Klubmeisterschaft im Einer siegt Thorsten Reisz mit anderthalb Bootslängen vor Harald Blum, während Harald Ruppert sich sofort nach den Startschlägen mit einer "Eskimorolle" verabschiedet. Weitere Rennen im Einer, Zweier, Vierer und Achter vervollkommnen das Ruderprogramm. Steffi Graf und Boris Becker gewinnen in Wimbledon, es ist der 24.06.1989, am gleichen Tag veranstalten die Tennisspieler des RRK am Bootshaus "Tennis für alle im RRK". Im Juli lädt der RRK die "Hauschild-Truppe" des SC Opel mit Frauen zu einem Freundschaftsspiel ein – knapper Sieger, der RRK. Im August dann sind die Tennisspieler des TV Haßloch eingeladen. Da es etwas regnet, kann man auf den RRK-Plätzen nicht spielen, gespielt wird somit auf den Sandplätzen in Haßloch, anschließend geht es zum Essen und Trinken zurück zum RRK-Bootshaus. Ergebnis: Unentschieden. Drei Wochen später sind die Freizeitspieler der TG Rüsselsheim zu Gast am Bootshaus. Auch hier sind die Plätze etwas nass, dennoch wird gespielt. Deutlicher Sieger, wieder der RRK. Weitere 14 Tage später sind die RRK-Tennisspieler zu einem Freundschaftsspiel beim TK Mörfelden eingeladen. Ergebnis: 126:113 für den RRK. Zum Abschluss der Sommersaison veranstaltet die Leitung der Tennisgruppe eine Radtour, an der sich zwölf Personen beteiligen. Es geht vom Bootshaus Richtung Horlache, Mönchbruch und dann zum Restaurant "Bachgrund". Nach dem Essen geht es dann Richtung Mörfelden, Flughafen-Startbahn, Mainfähre Kelsterbach, Kriftel, Eddersheim, Flörsheim zurück zum RRK-Bootshaus. Zur Tennis-Klubmeisterschaft des RRK melden 8 Damen und 18 Herren. Bei den Damen siegt Silvia Braner im Endspiel gegen Heidi Seifert mit 6:4 und 6:1. Im Spiel um den dritten Platz behält Maria Hartmann die Oberhand über Jeannette Wagner. Bei den Herren kann sich Walter Leichtweiß im Endspiel gegen Rüdiger Weidmann mit 6:2 und 6:2 durchsetzen, den dritten Platz erkämpft sich Thomas Späck gegen Werner Schmidt. Ende des Jahres bei Erstellung des Haushaltsplanes der Stadt Rüsselsheim ist der Umbau des Hartplatzes zu einem Kunstrasenplatz wieder Gesprächsthema im Parlament. 50.000 DM werden für Planungen eingestellt. Um mit den Worten von Frau Stadträtin Thurn zu sprechen: "Damit dem RRK der Kunstrasenplatz zum Saisonbeginn 1991 zur Verfügung steht!" Sollte es wirklich wahr werden?
Am letzten Oktober-Wochenende organisiert die Hockeyabteilung ein Hallenhockey-Turnier für Damen und Herren in der Sporthalle "Dicker Busch". Während die RRK-Damen bei fünf teilnehmenden Mannschaften ihren Vorjahreserfolg wiederholen können, landen die RRK-Herren unter sechs Mannschaften auf dem 4. Platz. Am 25. November 1989 findet im Adlersaal der "Ball des RRK" statt. Es spielt die Tanzband "Take Five", es tanzen die Aerobic-Tanzgruppe von "Fitness aktuell" und natürlich die RRK-Mitglieder. Der Besuch ist nicht schlecht, aber auch nicht zufriedenstellend für die Macher. Geehrt werden die erfolgreichen Sportler und die anwesenden Jubilare Hans-Peter Kraft (40 Jahre), Karl Gerbig (40) und Adolf Theiner (25). Bei der Sportlerehrung der Stadt Rüsselsheim am 2. Dezember 1989 werden 227 Athleten geehrt, davon 29 Hockeyspielerinnen des RRK mit ihrem Trainer Berti Rauth. Höhepunkt des anschließend stattfindenden Sportlerballs ist die Bekanntgabe der Sportler des Jahres, bei den Damen die Judokämpferin Gabi Ritschel, bei den Herren der Judoka Ralf Wylenzek und bei den Mannschaften die Hockeydamen des RRK, Deutscher Vizemeister im Hallenhockey. Bereits Mitte November beginnt im Hockey die Hallensaison 1989/90. Während die Herren in der Regionalliga auf eine erfolgreiche Spielzeit ohne Abstiegssorgen hoffen, lastet eine schwere Favoritenbürde auf den Schultern der RRK-Damen: Neun von sechzehn Bundesligatrainern favorisieren den RRK als neuen Deutschen Meister. Vor der Weihnachtspause stehen die Ersten Herren in der Regionalliga auf einem Mittelplatz, die Ersten Damen führen die Südgruppe der Bundesliga an. Die II. Herren befinden sich in der 1. Verbandsliga auf dem vorletzten Tabellenplatz und die III. Herren sind in der 3. Verbandsliga Dritter. Die II. Damen eifern den Ersten Damen nach, sie führen die Tabelle der 2. Verbandsliga verlustpunktfrei mit 6:0 Punkten und einem Torverhältnis von 45:4 an. Klasse! Bereits entschieden ist bei der weiblichen Jugend die Hessenmeisterschaft der Hallensaison 1989/90. Mit 10:0 Punkten und 24:1 Toren sichert sich der RRK diesen Titel vor Eintracht Frankfurt. |
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