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Geschichte des Rüsselsheimer Ruder-Klubs 08 (RRK)
von 1942 bis heute

1964

Die Generalversammlung am 11. Januar 1964 ist sehr gut besucht. Der geschäftsführende Vorstand mit Günter Schmitt, Josef Saar und Richard Trapp wird in seinen Ämtern bestätigt. In Sachen Bootshaus-Neubau beschließen die Mitglieder, dass der Vorstand den geplanten Neubau weiterverfolgt und zur Baureife bringt. Dann soll eine außerordentliche Mitgliederversammlung einen endgültigen Beschluss fassen.

Der Maskenball des RRK steht unter dem Motto "Steinzeit"; die Dekoration, die unter der bewährten Leitung von Dieter Eberle erstellt wird, verwandelt das gesamte Bootshaus in eine riesige Felsenhöhle. Der Erfolg dieses Festes und der des Lumpenballs sind phänomenal.

Die "Steinzeitmenschen" Wolfgang Freimuth, Klaus Köppen, Wolf von zur Mühlen, Walter Eberle und Dieter Eberle

"Steinzeit" – Fasching 1964 im Bootshaus

Die "Steinzeitmenschen" Herbert Beisenkötter, Wilfried Hoffmann, Helmut Köhler, Kurt Becker, Herbert Schilling, Sigrun Köhler, Werner Kolb, Hans Hermann, Klaus Köppen und Karl-Heinz Dreisbach

Im Hockey schiebt sich die Herrenmannschaft unter Trainer Wolfgang Balven in die absolute deutsche Spitzenklasse. Bei allen besuchten Hallenturnieren erreicht der RRK, obwohl Trainingsmöglichkeiten fehlen, wenigstens die Endrunde. Erster großer Höhepunkt der Hallensaison ist der Gewinn des Internationalen Wiesbadener Turniers, dem dann die Endrunde um die Hessische Hallenhockey-Meisterschaft zwischen dem TEC Darmstadt, dem Favoriten SC Sachsenhausen-Forsthausstraße mit seinen Nationalspielern Wöller, Aichinger und Lauth, dem SC Frankfurt 1880 und dem RRK folgt. In der Endrunde, in der jeder gegen jeden spielt, wird es spannend. Zunächst verliert der RRK gegen den TEC mit 0:1, dann der SC SaFo gegen den SC 80 mit 2:6. Im dritten Spiel schlägt der RRK den SC 80 mit 3:1, anschließend schlägt der TEC den SC SaFo mit 6:3 und auch den SC 80. Im letzten Spiel unterliegt der RRK dem SC SaFo mit 2:4. Der TEC Darmstadt ist Hessenmeister, die drei anderen Mannschaften sind punktgleich und müssen in Entscheidungsspielen über 2 x 5 min den Vizemeister ausspielen, da dieser wie der Hessenmeister bei den Süddeutschen Titelkämpfen startberechtigt ist. Ergebnisse: RRK – SC 80 1:0, SC SaFo – SC 80 4:1, RRK – SC SaFo 2:1. Damit gehört die Vizemeisterschaft dem RRK.

Die RRK-Herren gewinnen 1964 die Süddeutsche Meisterschaft im Hallenhockey (hinten: Coach Wolfgang Balven, Hans Hermann, Fritz Staubach, Walter Leichtweiß, Fritz Schmidt, Dr. Philipp Gütlich, Hockey-Abteilungsleiter Alfred Rausch, Hockey-Kassierer Heinz Ims; vorn: Wolfram Jirzik, Peter Kraus, Karl-Heinz Nuffer, Hans Teerling)

Hessenmeister der Jugend im Feldhockey 1964 (hinten: Lothar Hartmann, Uwe Seibert, Michael Heuß, Herbert Schäfer, Dieter Dick, Michael Emig; vorn: Martin Müller, Wolfgang Knoll, Peter Kowalski, Karl-Heinz Nuffer, Manfred Liebig)

Auf dem Stuttgarter Killesberg am 15./16. Februar um die zum ersten Mal ausgespielte Süddeutsche Meisterschaft trifft der RRK in den Gruppenspielen auf die TG Frankenthal (4:2), den HC Ludwigsburg (3:3), den Karlsruher SC (5:5) und die HG Nürnberg (5:0). Damit ist der RRK völlig überraschend vor Nürnberg Gruppensieger und spielt im Endspiel gegen den HC Heidelberg. Hier steigert sich die hessische Vizemeister-Mannschaft mit Peter Kraus, Hans Hermann, Dr. Philipp Gütlich, Fritz Staubach, Walter Leichtweiß, Fritz Schmidt, Hans Teerling und Wolfram Jirzik in eine Spiellaune, die den Heidelbergern keine Entfaltungsmöglichkeit lässt und die schließlich zu einem  5:1-Endspielsieg führt. 

RRK-Damenmannschaft beim Oster-Hockeyturnier 1964 (hinten: Marie-Luise "Marlu" Schmidt, Gisela Georg, Lucie Moser, Carola Kabon, Ursula Kraus, Irene Willnow, Ingrid Zimmermann, Annemie Hummel; vorn: Ellen Weidmann, Elke Scheidt, Edith Neuhäusser)

Anfangs März steigt die Endrunde um die Deutsche Hallenhockey-Meisterschaft in Wolfsburg. Im ersten Spiel trifft der RRK auf den westdeutschen Meister Rot-Weiss Köln mit dem Rekordinternationalen Hugo Budinger. Der RRK überrascht die Experten, führt zur Halbzeit 3:0 und am Ende 5:3. Dann spielt der RRK gegen den hessischen Titelträger TEC Darmstadt. Doch schon kurz nach Spielbeginn verletzt sich Fritz Staubach so, dass sein Einsatz zunächst nur noch bedingt und später gar nicht mehr möglich ist. Der RRK muss eine knappe 5:6-Niederlage hinnehmen, so dass das letzte Spiel gegen den Harvestehuder THC über die Finalteilnahme entscheidet. In der spannendsten und schönsten Partie der Meisterschaft trennen sich die Kontrahenten unentschieden 6:6. Während ein 6:5 dem RRK für die Finalteilnahme gereicht hätte, dieses Unentschieden bedeutet der 2. Platz in der Gruppe und damit nur die Teilnahme am Spiel um Platz drei. Hier trifft der RRK auf den HC Heidelberg, kann an die Leistung im Finale in Stuttgart nicht anknüpfen und muß sich mit 2:4 geschlagen geben. Damit erreicht der RRK einen hervorragenden 4. Platz, wobei der verletzungsbedingte Ausfall von Fritz Staubach sicher eine bessere Platzierung verhindert. Deutscher Meister wird der UHC Hamburg durch einen 3:2-Erfolg über den TEC Darmstadt.

Es folgt Ende März das Internationale Oster-Hockeyturnier am Sommerdamm unter der Turnierleitung von Alfred Rausch, Josef Schnur und Wolfgang Balven mit etwa 400 Spielern aus vier Nationen (England, Schweiz, Holland, Deutschland). Herren-, Damen- und Seniorenmannschaften treffen sich unter der Schirmherrschaft des Bürgermeisters der Opelstadt, Dr. Walter Köbel, zu einem der größten Turniere seiner Art.

Bereits zu dieser Zeit steht die Herrenmannschaft in der entscheidenden Phase der Hessenmeisterschaft im Feldhockey, wo der RRK wieder einmal "nur" Vizemeister wird, jedoch auch damit in die Endrunde um die Deutsche Feldhockey-Meisterschaft einzieht. Nach einem 2:1-Sieg, an beiden Toren für den RRK hat der erst 16jährige Rainer Seifert maßgeblichen Anteil, in Berlin gegen die Neuköllner Sportfreunde steht der RRK unter den letzten Acht. Im Viertelfinale hat der RRK Heimvorteil, trifft bei sommerlicher Hitze am Sommerdamm auf Klipper Hamburg und kann vor 1.200 begeisterten Zuschauern mit 1:0 siegen. Damit steht der RRK im Halbfinale und muss in Nürnberg gegen die HG Nürnberg antreten. Wir zitieren die "Klub-Nachrichten" des RRK:

"Eine sportliche, hochklassige Begegnung lieferten sich im Vorschlussrundenspiel der Deutschen Hockeymeisterschaft in Nürnberg die Mannschaften der HG Nürnberg und des Rüsselsheimer Ruder-Klubs. Obwohl die Begegnung bei der hochsommerlichen Temperatur von beiden Mannschaften mit letztem Einsatz geführt wurde, blieb man stets in den Grenzen des Erlaubten und beide Mannschaften bewiesen, dass sie sich mit Recht in den Kreis der vier besten deutschen Mannschaften gespielt hatten. Blieben die Nürnberger schließlich mit 2:1 Sieger dieser Begegnung, so war ihr Sieg auch nicht unverdient. Sie besaßen in den entscheidenden Phasen des Spiels mehr Endrundenerfahrung, die sie auch gekonnt auszunutzen verstanden. Die Rüsselsheimer waren in Nürnberg ein großer Verlierer. Fürwahr ein großer Erfolg für den Rüsselsheimer Hockeysport.

Beide Mannschaften stellten sich vor ca. 600 Zuschauern den beiden Schiedsrichtern Vier, Ludwigsburg und Löffler, Stuttgart in der angekündigten Besetzung. Die HGN mit Klein; Böhner, Winter; Gökeritz, Dietzel, Kobras; Dürrach, Schuler, Boller, Then und Puscher. Der RRK mit Kraus; Hermann, Schäfer; Leichtweiß, Schröder, Teerling; Köhler, Seifert, Staubach, Schmidt und Jirzik.

In der Vorrunde um die Deutsche Hockeymeisterschaft 1964 schlägt der RRK die Neuköllner Sportfreunde Berlin mit 2:1 (hinten: Bodo Schäfer, Dr. Philipp Gütlich, Fritz Schmidt, Fritz Staubach, Fritz Schröder, Helmut Köhler, Walter Leichtweiß, Coach Wolfgang Balven; vorn: Hans Teerling, Peter Kraus, Hans Hermann, Rainer Seifert)

Von Spielbeginn an konnte man erkennen, dass die Nürnberger zu einer frühzeitigen Entscheidung kommen wollten. Ihr Stürmerstar Schuler verstand es ausgezeichnet, mit Boller und Then im Innensturm den Wirbel zu entfalten, der eine Spielentscheidunq bringen konnte. Überhaupt war der Innensturm der Nürnberger das Glanzstück der Mannschaft, mit vorbildlicher Ballbehandlung und hartem und sicherem Abspiel. Die Rüsselsheimer Hintermannschaft konnte diesen ersten Ansturm erfolgreich überstehen, und verstand es auch, den eigenen Innensturm mit Steilvorlagen zu füttern. Im Nürnberger Tor stand allerdings mit Klein ein Meister seines Faches, der sich nicht überraschen ließ. Höhepunkte des Spieles waren es immer, wenn die bei den Nationalspieler Schuler (HGN) oder Schmidt (RRK) ihre gekonnten Dribblings boten. Beide zeigten in diesem Spiel, dass ihre Berufung in die Nationalmannschaft durchaus seine Berechtigung hat.

Bis zur 25. Minute verstanden es die Rüsselsheimer, ihr Tor sauber zu halten. Als der Mittelstürmer der Nürnberger, Boller, wieder einmal auf den rechten Flügel ausgewichen war und sich durchspielen konnte, gab es gegen seinen Schuss aufs Rüsselsheimer Tor nur noch eine Körperabwehr durch Schäfer. Die Gelegenheit eines fälligen Siebenmeters ließ sich der Halblinke der Nürnberger, Then, nicht entgehen. Kraus war machtlos. Bei den folgenden Gegenangriffen der Rüsselsheimer setzte sich Seifert verschiedentlich gut in Szene, ohne jedoch zum Anschlusstreffer zu kommen. Beim Stande von 1:0 für Nürnberg wurden dann schließlich die Seiten gewechselt.

Nicht ganz fünf Minuten waren in der zweiten Halbzeit gespielt, als sich eine frühzeitige Entscheidung anzubahnen schien. Schuler hatte wieder einmal den ungedeckt stehenden Boller angespielt, der es verstand, die Rüsselsheimer Hintermannschaft auszuspielen und zum 2:0 für seine Mannschaft einzuschießen. Auch hier hatte Kraus im RRK-Tor keine Abwehrmöglichkeit. Nun gab es für die Rüsselsheimer nur noch eine Devise: Stürmen um jeden Preis. Während man in der ersten Halbzeit wieder einmal die Außenstürmer zu wenig eingesetzt hatte, kam nun Köhler auf Rechtsaußen verschiedentlich gut in Szene. Seine Flankenläufe brachten Gefahr vor das Nürnberger Tor und eine Anzahl von Strafecken war die Ausbeute. Eine davon brachte dann schließlich auch die Möglichkeit der Resultatsverkürzung. Schäfers Strafeckenschlag konnte der linke Verteidiger der Nürnberger nur noch mit dem Bein abwehren, so dass ein Siebenmeter fällig war. Schäfers Schlenzball bedeutete für Klein keine Gefahr, und damit war die Chance des Anschlusstreffers zunächst dahin. Schmidt konnte auch aus seinen Chancen in der zweiten Spielhälfte kein Kapital schlagen, und das notwendige Glück ließ ihn im Stich. Erfolgreicher dagegen war Staubach, der bei einer gebotenen Chance konsequent einschoss.

Nach diesem Anschlusstreffer verblieben den Rüsselsheimern noch zehn Spielminuten, um zum Ausgleich zu kommen. Dieses Spiel mit der Zeit ging verloren, und die Chance des vergebenen Siebenmeters wog schwer. Der knappe 2:1-Erfolg der Nürnberger blieb deshalb auch verdient, und die Rüsselsheimer sind einer Mannschaft unterlegen, die diesen Erfolg würdig verdient hat. Hatte man auch in Rüsselsheim das Deutsche Endspiel so nah vor Augen, so sollte man nicht vergessen, dass man in dieser Saison zu Erfolgen gekommen ist, die wohl vorher kaum jemand erwarten konnte. Die Mannschaft hat auf jeden Fall eindeutig bewiesen, dass sie heute zu den Großen im Deutschen Hockey zählt, die ihre Anerkennung in Expertenkreisen einwandfrei gefunden hat."

Auch die Hockeyjugend zeigt, wie in den Vorjahren, hervorragende Leistungen. Nachdem man unter der Leitung von Fritz Schneider erstmals ein Jugend-Hockeyturnier mit Gästen aus Flensburg, Stuttgart und Hannover sowie Mannschaften aus Hessen veranstaltet hat, gelingt der Mannschaft Karl-Heinz Nuffer, Thomas Uebel, Dieter Dick, Uwe Seibert, Manfred Liebig, Wolfgang Knoll, Peter Kowalski, Lothar Hartmann, Michael Heuß, Martin Müller, Michael Emig und Herbert Schäfer sowie Trainer Thomas Blivier durch einen 1:0-Sieg über den TEC Darmstadt die sechste Hessenmeisterschaft im Feldhockey in Folge. Die Damen können nach 3-jähriger sportlicher Abstinenz wieder eine Mannschaft stellen und tragen Spiele aus.

Verpflichtung der Ruderer zum Training im März 1964: Ulrich Vorfalt, Wilfried Hoffmann, Lutz Dörsam, Helmut Schumacher, Trainer Dr. Alfred Buch, Wolfgang Treusch, Klaus Köppen, Wolfgang Vorfalt, Nils Freckmann und Wolf von zur Mühlen

Der RRK-Senior-Vierer-ohne mit Wolfgang Vorfalt, Wilfried Hoffmann, Klaus Köppen und Nils Freckmann, hier nach dem Sieg auf der Flörsheimer Regatta 1964

Der RRK-Senior-Vierer-mit mit Wolf von zur Mühlen, Dieter Lang, Werner Alt, Walter Eberle und Stm. Karl-Heinz Wagner, hier nach dem Sieg auf der Würzburger Regatta 1964

RRK-Ruderer auf der Nürtinger Herbstregatta 1964 (Ulrich Vorfalt, Karl-Heinz Wagner, Wolfgang Treusch, Dieter Lang, Rudi Reitz, Gerhard Müller, Wolfgang Vorfalt, Klaus Zander, Günter Müller, Dietmar Klausen)

Im Rudern erfolgt Mitte März die Trainingsverpflichtung, der sich neun Senioren unterziehen. Trotz Ausfalls einiger starker Ruderer kann Trainer Dr. Alfed Buch durch Zugang der Frankfurter Germanen Wolfgang Vorfalt und Nils Freckmann erneut einen Seniorachter, der auch in den Vierern startet, sowie einen leichten Seniorvierer bilden. Die Regattasaison beginnt für den RRK mit einer Sturmregatta in Flörsheim, wo der "Senior-Vierer ohne", der "Senior-Vierer mit" und der Senior-Achter, dessen Rennen allerdings nach Zieldurchgang annulliert wird, gewonnen werden. Damit erringt der RRK auch den "Ruthardt-Gedächtnis-Preis" für den erfolgreichsten Verein.

Es folgen die Regatten in Trier und Gießen, wo nur Platzierungen gelingen. Anschließend gewinnt der RRK mit geänderter Bootsriggerung in Bamberg gegen die Achter des Frankfurter RC 1884 und der Renngemeinschaft FRG Oberrad / Hassia Hanau in der Besetzung Walter Eberle, Wolfgang von zur Mühlen, Dieter Lang, Werner Alt, Wolfgang Vorfalt, Wilfried Hoffmann, Klaus Köppen, Nils Freckmann und Stm. Karl-Heinz Wagner nach hartem Kampf den Ersten Achter, den "König-Ludwig-Achter".

Der RRK-Seniorachter 1964 (hier in Flörsheim) mit Wolf von zur Mühlen, Walter Eberle, Werner Alt, Dieter Lang, Wolfgang Vorfalt, Wilfried Hoffmann, Klaus Köppen, Nils Freckmann und Stm. Karl-Heinz Wagner)

Nach weiteren erfolgreichen Starts in Heidelberg, Frankfurt, Würzburg und Kassel steht wie im Vorjahr die Internationale Züricher Regatta an. Im "Großen Achter" zeigt der RRK eine ausgezeichnete Leistung und belegt hinter der Renngemeinschaft Basler RC / Blau-Weiß Basel aber vor Reuß Luzern und der Renngemeinschaft Mannheim / Heidelberg den 2. Platz. Es folgen die Regatta in Offenbach-Bürgel sowie im Herbst in Nürtingen und Schierstein. Insgesamt gewinnt der RRK 1964 neun Rennen in der Seniorklasse. Erfolgreichste Ruderer des Jahres sind Werner Alt, Dieter Lang und Wolf von zur Mühlen mit je acht Regattasiegen.

Der RRK-Regatta-Tross in Heidelberg 1964 (Richard Trapp, Heinz Vorfalt, Günter Schmitt, Renate Herr, Hans Müller, Anneliese Vorfalt, Dr. Alfred Buch, Elisabeth Müller)

RRK-Ruderer mit ihrer "Regatta-Kuh" in Zürich 1964 (hinten: Nils Freckmann, Werner Alt; vorn: Karl-Heinz Wagner, Wolfgang Vorfalt)

"Da ist guter Rat teuer – alle Rennen verloren", Nürtingen 1964 (Hermann Müller, Günter Schmitt, Rudi Reitz, Georg Franke, Gerhard Ruppert)

Abschluss der Saison ist das Abrudern mit interner Regatta, bei der im Rennen um die RRK-Klubmeisterschaft nach zwei Vorläufen, in denen Werner Alt und Rudolf Müller ausscheiden, im Endlauf Klaus Köppen durch einen äußerst knappen Sieg über Klaus Hartmann Klubmeister im Einer wird. Aber es gibt noch acht weitere Rennen. Den Anfänger-Vierer gewinnen Andreas Würsching, Helmut Alt, Klaus-Peter Klingelschmitt, Karl-Heinz Dörfler und Stm. Klaus Berner, im Anfänger-Zweier siegen Adolf Theiner, Helmut Alt und Stm. Wolfgang Petry, im Anfänger-Einer siegt Karl-Heinz Dörfler vor Detlev Rieke. Den Sieg im Jugend-Einer holt sich Martin Herrlich vor Helmut Schumacher und Martin Herrlich kann mit Karl-Heinz Simon auch im Jugend-Doppelzweier als Erster die Ziellinie queren. Drei Boote kämpfen im Aktiven-Vierer um den Sieg, den sich im Endspurt Helmut Schwanke, Andreas Hartmann, Werner Alt und Schlagmann Walter Eberle knapp sichern. Und auch im Achter, in dem sich drei Boote im Schein der untergehenden Sonne um den Sieg streiten, lässt die Crew mit "Waldi" Eberle am Schlagriemen sich nicht überraschen.

Ehrung erfolgreicher Hockeyspieler beim Herbstball des RRK: Martin Müller, Hans Hermann, Michael Heuß, Hans Teerling und RRK-Vorsitzender Günter Schmitt

Der Herbstball des RRK im Saal des Hotels Adler am 17. Oktober 1964 kann an die festlichen Ballereignisse der Vorjahre leider nicht anknüpfen. Bei der traditionell stattfindenden Siegerehrung werden die Hockeyherren für ihre herausragenden Erfolge in der Halle und auf dem Feld ausgezeichnet, außerdem natürlich die Hockeyjugend für ihre Hessenmeisterschaft und die Ruderer für ihre Erfolge auf Regatten im Senior-Achter und Vierer. In den Tanzpausen unterhält das Turnier-Tanzpaar Karen und Philipp Schmitt mit einem "English Waltz" und einem "Quick-Step"; bei einer Tombola kann manch schöner Preis gewonnen werden. Die "Hasenkneipe", ein Funzelabend mit den "Aristos", ein Tanztee der Ruderjugend mit der "Side-Walk-Jazz-Band" und der Silvesterball beschließen die Feste des Jahres.

Zur gleichen Zeit läuft bereits die Feldsaison 1964/65 in der hessischen Hockey-Oberliga. Nach einem Superstart mit 10:0 Punkten nach fünf Spielen liegt der RRK vor der Winterpause mit 14:6 Punkten nur noch im Mittelfeld. Ausschlaggebend für die Punktverluste bei den letzten Spielen ist das verletzungsbedingte Fehlen von Fritz Schmidt.

Im Oktober kann der Hockey-Nationalspieler des RRK, Fritz Schmidt, zu den Olympischen Spielen nach Tokio fliegen. Er gehört zu vierzehn deutschen Sportlern oder Pechvögeln, denen die Olympiateilnahme sicher schien, sich jedoch aus unterschiedlichen Gründen nicht verwirklichte. Da die Vertretung der DDR sich überraschend in der Ausscheidung gegen die Mannschaft der BRD durchsetzen konnte, dürfen drei Hockeyspieler, die damit offiziell zum Kreis der deutschen Sportjugend gehören, nach Tokio. Sportwart Hugo Budinger schlägt Fritz Schmidt, den Gladbacher Günther Krauss und den Berliner Klaus Greinert vor. Die Reise ist für Fritz Schmidt ein großes Trostpflaster für kleine Enttäuschungen in der jüngsten Vergangenheit. Zur Gruppe der "Pechvögel" gehören auch die Ruderer Günther Zumkeller aus Konstanz und Edgar Heidorn aus Hannover.

Im Dezember beginnen die RRK-Herren die Hallensaison mit dem Besuch des Internationalen Hallenhockey-Turniers in Basel. Der RRK mit Peter Kraus, Karl-Heinz Nuffer, Bodo Schäfer, Hans Hermann, Fritz Staubach, Walter Leichtweiß, Rainer Seifert und Thomas Blivier zeigt Hallenhockey in Vollendung, erhält Applaus auf offener Szene, spielt sich ins Finale gegen Brandenburg Berlin und holt sich in einem rasanten und begeisternden Spiel mit 6:3 auch den Turnierpokal.

Bei der Sportlerehrung der Stadt Rüsselsheim am 29. Dezember 1964 sind unter 105 geehrten Sportlern allein 27 Hockeyspieler des RRK, die Hessenmeister-Mannschaft der Jugend mit Karl-Heinz Nuffer, Thomas Uebel, Dieter Dick, Uwe Seibert, Manfred Liebig, Wolfgang Knoll, Peter Kowalski, Lothar Hartmann, Michael Heuß, Martin Müller, Michael Emig und Herbert Schäfer sowie die Erste Herrenmannschaft mit ihren großen Erfolgen bei der Deutschen Feld- und Hallenhockey-Meisterschaft mit Peter Kraus, Hans Hermann, Dr. Philipp Gütlich, Bodo Schäfer, Hans Teerling, Fritz Schröder, Walter Leichtweiß, Wolfram Jirzik, Fritz Staubach, Rainer Seifert, Thomas Blivier, Helmut Köhler, Jürgen Saar, Horst Pöppel und Fritz Schmidt.

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