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Geschichte
des Rüsselsheimer Ruder-Klubs 08 (RRK) |
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2011 |
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Der Mitgliederstand des RRK liegt am 1. Januar 2011 bei 625, nachdem er 2006 mit 651 seinen Höchststand erreicht hat und im Jahr 2010 auf 609 abgesunken war. 357 Hockeyspielern stehen 116 Ruderer, 55 Tennisspieler und 128 passive Mitglieder gegenüber. Auf den RRK und auch die Ruderabteilung kommt in den ersten Januartagen eine Gefahr zu, das Wasser des Mains steigt und steht am 9. Januar vor den Bootshallen. Doch der RRK ist vorbereitet. Nach dem letzten Hochwasser im Jahr 2003 verfügt der RRK seit 2005 für die drei gefährdeten Eingänge ins Bootshaus über ein mobiles Hochwasser-Sperrsystem, das bei Gefahr kurzfristig eingebaut werden kann. Die am 9. Januar zu der Kasteler RKG geplante Eierfahrt der RRK-Ruderer kann leider mit Booten nicht stattfinden, doch auch mit dem Auto ist das Ziel zu erreichen. Nach Einbau des Hochwasserschutzes ist man beim RRK gelassen. Der höchste Pegelstand wird am 16. Januar mit 493 erreicht, anschließend fällt das Wasser langsam, am 25. Januar ist das Wasser weg, doch der Schlamm ist geblieben und muss in mühevoller Arbeit um das Bootshaus herum − aber auch von den beiden Tennisplätzen − beseitigt werden.
Für den 30. Januar lädt die Ruderabteilung Mitglieder und Freunde zum "Neujahrs-Ruderbrunch" ins Bootshaus. Die erfolgreichen Ruderer der Regattasaison 2010 werden geehrt, Trainern und Betreuern wird Dank gesagt und auch die Fahrtenpreise für das Jahr 2009 werden verliehen. Fahrtenpreise für 2009 erhalten Martin Kraft mit 1.511 km, Harald Czerwenski mit 1.402 km, Ulrich Vorfalt mit 721 km, Wolfgang Vorfalt mit 703 km, Rudi Reitz mit 593 km und Silvia Reitz mit 538 km. Trainer Udo Hild lässt in einem Rückblick das Ruderjahr 2010 mit seinen Ereignissen Revue passieren und ruft die Erfolgreichen nach vorn: Benjamin Michel und Martin Kraft – je 16 Siege, Karl-Heinz Wagner – 7 Siege, Orvil Keimig – 6 Siege, Jörg Herzog – 4 Siege, Andreas Klepper – 1 Sieg und Udo Hild selbst – als Mastersruderer 19 Siege. Christian Kunkel hat zwar keinen Sieg errungen, jedoch an der Deutschen U18-Jugendmeisterschaft in einem Rgm.-Vierer-ohne teilgenommen.
Nach acht von zehn Spieltagen der Hallenhockey-Bundesligarunde 2010/11 ist zu Beginn des Jahres für die RRK-Herren die Lage geklärt. Mannheimer HC und Nürnberger HTC sind uneinholbar enteilt, der RRK liegt mit 12 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz, das angestrebte Viertelfinale um die Deutsche Hallenhockey-Meisterschaft, wo er in den vergangenen Jahren Stammgast war, ist in den beiden ausstehenden Spielen im neuen Jahr nicht mehr erreichbar. Mit zwei Niederlagen verabschieden sich die RRK-Herren aus der Hallensaison, bleiben aber im Südstaffel-Abschlussklassement Tabellendritter. Dagegen ist für die RRK-Damen − ebenfalls nach acht von zehn Spieltagen − noch alles offen. Münchner SC, RRK und TSV Mannheim liegen eng beieinander auf den ersten drei Plätzen, die Chance auf den 1. Platz ist gegeben, aber es besteht auch Sorge um den 2. Platz. Die beiden letzten Spiele im neuen Jahr werden die Entscheidung bringen, wobei zwei Siege gegen Mannheimer HC und TSV Mannheim die "Poleposition" und Heimspiel im Viertelfinale bedeuten würden, dagegen würde eine Niederlage im letzten Spiel gegen den TSV wahrscheinlich das vorzeitige Aus markieren. Nach einem 4:1-Sieg beim Mannheimer HC gelingt am letzten Spieltag der Runde den RRK-Damen ein 7:5-Sieg − nach einem 2:4-Halbzeitstand − über den amtierenden Deutschen Meister, den TSV Mannheim. Damit ziehen sie als Gruppenerste in das Viertelfinale um die Deutsche Hallenhockey-Meisterschaft ein, wo sie zu Hause auf Schwarz-Weiß Neuss treffen. Die Statistik spricht für den RRK, haben doch die RRK-Damen seit Einführung der Play-offs im Hallenhockey alle ihre sechs Viertelfinal-Heimspiele gewonnen. Am Ende setzt sich die Serie fort. Die RRK-Damen nutzen auch zum siebten Mal in der mit etwa 400 Fans vollen Sporthalle Dicker Busch ihren Heimvorteil und ziehen nach einem schwer erkämpften 3:2(1:1)-Erfolg in die Endrunde der letzten Vier ein.
Wer wird der Gegner am 29. Januar in der Duisburger Rhein-Ruhr-Halle im Halbfinale um die Deutsche Hallenhockey-Meisterschaft 2011 sein? Zunächst scheint es der Harvestehuder THC (3:2-Viertelfinalsieg über TuS Lichterfelde), doch nach Protest und Wiederholung des Spiels ist es TuS Lichterfelde. Das zweite Halbfinale bestreiten der Berliner HC und der Münchner SC. Das RRK-Damenteam geht zuversichtlich in das Halbfinalspiel, doch lassen wir die "FAZ" berichten:
Der RRK, der in Duisburg mit
Doch nicht nur die beiden RRK-Spitzenmannschaften sind in der Halle erfolgreich. Die Zweiten Damen belegen in der 2. Regionalliga den 1. Platz, die Zweiten Herren erreichen in der 2. Regionalliga den 4. Platz, die Dritten Herren erspielen sich in der 2. Verbandsliga ebenfalls den 4. Platz und die Hockeysenioren knüpfen an alte Stärken an und gewinnen den Hessenpokal. Noch bessere Ergebnisse erspielen sich die Jugendmannschaften des RRK, denn von acht möglichen Hessenmeisterschaften im Hallenhockey holt sich der RRK fünf Titel und zwei Vizemeisterschaften. Hessenmeister werden weibliche A- und B-Jugend, A-Mädchen sowie A-Knaben, Vizemeister werden die männliche A- und B-Jugend.
Damit haben sich die sechs möglichen Jugendmannschaften des RRK für die Süddeutschen Hallenhockey-Meisterschaften qualifiziert, bei denen auch die Teilnehmer für die Deutschen Meisterschaften ausgespielt werden. Neigen sich die glorreichen Zeiten im weiblichen Nachwuchsbereich dem Ende zu? Nach dem Dreifach-Triumph auf Hessenebene wird der RRK erstmals seit langer Zeit "nur" mit einer Mannschaft bei der DM-Endrunde vertreten sein. Während A-Mädchen und weibliche B-Jugend im Süden unverhofft bereits in der Vorrunde scheitern und mit fünften Plätzen leben müssen, kann die weibliche A-Jugend im entscheidenden Moment in der Großsporthalle Bauschheim überzeugen. Sie nimmt finale Revanche für die 2:3-Pleite in der Vorrunde gegen den Mannheimer HC. Nach einer insgesamt wenig überzeugenden Gruppenphase steigert sich der mit vier Kräften aus dem Bundesligakader bestückte Favorit − Emma Seng, Louisa Willems, Nathalie Krätsch, Christina Schröder, Maike Cartsburg, Rebecca Schneider, Lara May, Lotte Kanz und Hannah Jung − in der Vorschlussrunde deutlich. Der TSV Mannheim hätte bereits zur Pause viel deutlicher als 2:1 distanziert sein können, doch am Ende hieß es angemessen 4:1. Und den 1:0-Sieg im Endspiel, den Maike Cartsburg mit ihrem Treffer und Torhüterin Emma Seng mit etlichen Paraden sichern, bezeichnet der zur Unterstützung von Trainerin Lisa Jacobi aus Mannheim eingetroffene Benedikt Schmidt-Busse als "absolut verdient". Im männlichen Hockey-Jugendbereich dagegen ist der RRK um ein bemerkenswertes Ereignis reicher: Erstmals überhaupt, seit Einführung nationaler Jugend-Endrunden anno 1969, kann der männliche Nachwuchs des RRK aus dem Schatten der internen weiblichen Konkurrenz heraustreten. Während "nur" die weibliche A-Jugend den Sprung unter die acht besten Teams schafft, sind männliche B-Jugend und A-Knaben auf süddeutscher Ebene nicht zu bremsen. Die B-Jugend wird in Ludwigshafen nach einem 4:2 im Halbfinale über den SC Frankfurt 1880, jedoch einem 2:4 im Finale gegen Dürkheim unverhofft Zweiter und kommt damit ebenso eine Runde weiter, wie die in Mannheim durch einen 5:2-Sieg über den Nürnberger HTC drittplatzierten A-Knaben. Damit gehören nach dem Jahr 2000 nun 2011 zum zweiten Mal zwei männliche RRK-Jugendteams zur deutschen Crème de la Crème.
Doch die Erwartungen im RRK, dass vielleicht eine der drei Mannschaften bei den "Deutschen" aufs Treppchen kommt, werden nicht erfüllt. Die weibliche A-Jugend des RRK mit bundesliga-erfahrenen Spielerinnen im Team, als Mitfavorit im Achterfeld gehandelt, kann in Schweinfurt ihre Möglichkeiten nicht ausschöpfen. Nach zwei Niederlagen in der Vorrunde gegen den HC Essen und die Zehlendorfer Wespen verpasst der süddeutsche Meister das angestrebte Halbfinale und spielt um den 5. Platz gegen den UHC Hamburg, wo man sich 2:2 trennt. Deutscher Meister wird der Südzweite, der Mannheimer HC. Bei den beiden männlichen Teams, der B-Jugend und den A-Knaben, sind die Erwartungen nicht so hoch gesteckt und auch eine Überraschung bleibt aus. Mit dem achten Rang der B-Jugend in Georgsmarienhütte und dem sechsten Rang der A-Knaben in Bad Kreuznach ist das Abschneiden des RRK nur auf den ersten Blick hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Bei der B-Jugend wird erst im dritten Gruppenspiel gegen den UHC Hamburg (1:5) das Halbfinale verfehlt. Bei einem knappen Sieg hätte der RRK den zweiten Gruppenrang belegt. Auch bei den A-Knaben entscheidet es sich erst im dritten Gruppenspiel bei der 0:5-Niederlage gegen Uhlenhorst Mülheim. Bereits ein Remis hätte zum Halbfinale gereicht. So belegt das Team punktgleich mit Mülheim nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz Rang drei. Die Mannschaften um die Trainer Christian Domke und Volker Schädel standen dicht vor einer Halbfinalteilnahme. Es wurde deutlich, dass die deutsche Jugendspitze enger zusammengerückt ist. Außerdem haben die Mannschaften des RRK den Abstand zu den besten deutschen Teams verkürzt. Dies wird auch darin ersichtlich, dass die Gruppengegner des RRK auch die Finalteams waren. Zwischenzeitlich finden Mitte Februar in Posen die Hallenhockey-Weltmeisterschaften statt. Während vom RRK in den beiden deutschen Mannschaften niemand nominiert ist, spielen die beiden Abwehrspieler des RRK, Christian Minar und Irene Balek in den österreichischen Nationalteams. Christian Minar bringt ein wertvolles Erinnerungsstück aus Posen mit nach Hause. Das Team des 30-Jährigen, vor Jahresfrist sensationell Europameister geworden, setzt sich im Spiel um Bronze gegen Russland 5:0 durch. Dagegen belegt Irene Balek mit der Austria-Auswahl nach einem 2:1 über Australien den siebten Platz. Weltmeister werden die beiden deutschen Teams, in den Reihen der Männer Nicolas Jacobi, ehemals RRK-Torwart und noch heute RRK-Mitglied, in den Reihen der Frauen die frühere Rüsselsheimerin Barbara Vogel, heute beim Berliner HC, die als beste Torhüterin der Weltmeisterschaft ausgezeichnet wird.
Ein wenig erfreulicher Aspekt des Klubgeschehens führt dazu, dass zum 3. Februar eine außerordentliche Mitgliederversammlung der Hockeyabteilung einberufen wird. Der Hockeyabteilung fehlen jährlich etwa 50.000 Euro. Diese Finanzlücke hat sich aufgetan, seit Opel im Jahr 2009 seine Standortförderung eingestellt hat. Entweder muss der Sportbetrieb zurückgefahren oder aber die Mitgliedsbeiträge müssen erhöht werden. Die in der Versammlung anwesenden Mitglieder entscheiden sich für eine drastische Anhebung des Hockey-Abteilungsbeitrags, was zu Mehreinnahmen von über 40.000 Euro führen soll. Einen Tag später ehrt der Sportbund und die Stadt Rüsselsheim im Rüsselsheimer Theater die erfolgreichen Sportler des Jahres 2010. Vom RRK erhalten den Silbernen Lorbeerzweig für ihre Erfolge bei der Hallenhockey-Europameisterschaft 2010 Lotta Hof und Christian Minar, außerdem 81 Hockeyspieler eine Ehrenurkunde. Bei der Schüler-Sportlerehrung der Stadt Rüsselsheim im Ratssaal des Rathauses am 11. Februar werden 116 Jungen und Mädchen für ihre sportlichen Erfolge im Jahr 2010 ausgezeichnet. Mehr als die Hälfte, d.h. 60, kommen aus dem RRK. Anschließend folgt gemeinsamer Kinobesuch in Mainz, wo man den neuen Streifen "Gulliver's Reisen" in 3D anschauen konnte. Dann am 18. März werden in der Stadthalle Walldorf die im Jahr 2010 erfolgreichen Kreissportler durch den Kreis Groß-Gerau geehrt. 327 Athleten aus dem Kreis stehen zur Ehrung an, darunter wieder eine große Anzahl aus dem RRK, zwei Ruderer und 53 Hockeyspieler. Es ist die Zeit der Hauptversammlungen im RRK. Den Beginn macht die Tennisgruppe, die am 18. März den Tennis-Ausschuss neu wählt und Thomas Susenburger erneut zum Vorsitzenden bestimmt. Es folgt am 31. März die Hockeyabteilung, die ebenfalls ihre Leitung neu wählen muss. Natürlich spielen die Finanzen, wie schon bei der außerordentlichen Versammlung anfangs Februar, eine bedeutende Rolle. Die nach den Jahresberichten erfolgenden Neuwahlen ergeben im großen und ganzen kein verändertes Bild: Martin Müller bleibt Abteilungsleiter und Ralf-Peter Rausch ist weiter für Finanzen zuständig, lediglich für die Position des sportlichen Leiters wird kein Nachfolger für Glenn Eifert gefunden. Einen Tag nach der Hockeyabteilung hat die Ruderabteilung am 1. April ihre Hauptversammlung terminiert. Hauptproblem bei den Ruderern sind die fehlenden Übungsleiter, die "schnuppernden" Jugendlichen oder Erwachsenen das "Ruderlatein" beibringen können. Da keine Wahlen anstehen, wird lediglich die seither vakante Position des stellvertretenden Abteilungsleiters mit Werner Alt besetzt.
Einige Tage später, am 8. April, findet die Jahreshauptversammlung des RRK statt. Natürlich schlagen die Sorgen der Abteilungen auch auf den Hauptverein durch, doch die anstehenden Probleme halten sich wie die Jahresberichte zeigen, in Grenzen. Am Bootshaus soll die Heizungsanlage erneuert und die Räume der stillgelegten Kegelbahnen sollen einer neuen Nutzung zugeführt werden. Auf Antrag des Gesamtvorstands beschließt die Versammlung einstimmig, Werner Alt zum 27. Ehrenmitglied des RRK zu ernennen. 1963 wird er Mitglied des RRK, insgesamt errudert er 33 Siege auf Regatten, kann beim Deutschen Meisterschaftsrudern in den Jahren 1965 und 1966 im Vierer-mit und Zweier-mit drei Bronzeplätze belegen, wird 1966 Länderkampsieger im Zweier-mit. Von 1975 bis 1983 ist er Rudertrainer im RRK mit vielen großen Erfolgen, er ist 6 Jahre im Ruderausschuss, er ist Pressewart der Ruderabteilung und des RRK, er ist stellvertretender Ruder-Abteilungsleiter und Beisitzer im Gesamtvorstand. Noch bevor die Fortsetzung der Feldsaison 2010/11 in der Damen- und Herren-Bundesliga für die Mannschaften des RRK anfangs April beginnt, gibt es negative Überraschungen. Zunächst erklärt die erfahrene Torhüterin Sonja Thüner, dass sie Rüsselsheim in Richtung ihrer Heimat Oelde verlässt, dann erklärt das junge Talent Hendrik Jordan, zu Schott Mainz zu wechseln. Doch es kommt noch heftiger. Der RRK muss weitere Abgänge verkraften. Nach angeblich lange schwelendem Zwist mit dem Trainer verlassen die erfahrenen Spielerinnen Lena Schüder, Cora Eilhardt und Irene Balek den RRK. Damit die RRK-Herren die drohende Abstiegsrunde der letzten Vier noch vermeiden, müssen sie noch zwei Plätze nach vorn rücken. Gemäß der Hochrechnung von Herrentrainer Markus Hippchen sind hierfür in den vier noch ausstehenden Spielen mindestens sieben Zähler erforderlich. Ob dieses Vorhaben mit einem weiter reduzierten Kader tatsächlich gelingen kann, muss jedoch abgewartet werden. Gegenüber dem ersten Saisonteil steht nun mit dem schon zur Hallenrunde zurückgekehrten Andreas Späck zwar wieder ein Klassekeeper zwischen den Pfosten, doch mit Christian Domke und Thomas Jost sind zwei etablierte Kräfte noch immer verletzt. Falk May und Marcel Nold haben wegen anhaltender Blessuren ihre Laufbahn mittlerweile beendet, Felix Seitz studiert in Freiburg und Jan Petersen ist nach Wien umgezogen. Dafür ist aus der zweiten Mannschaften Tobias Hof aufgerückt, zudem ergänzen die Jugendspieler Marc Papenburg (Tor) und Luca Müller fortan den Bundesligakader. Zur aktuellen Lage der Herrenmannschaft des RRK schreibt die "FAZ":
Die RRK-Herren starten mit einer 1:3-Niederlage gegen Harvestehude in die Schlussrunde, es folgt eine 8:1-"Pleite" bei Rot-Weiss Köln, dann − die Teilnahme an der Abstiegsrunde steht bereits fest − ein Unentschieden gegen Düsseldorf und eine 1:4-Niederlage bei Alster. Neben dem RRK stehen der Düsseldorfer HC, der Nürnberger HTC und der Crefelder HTC in der Abstiegsrunde, wo Jeder gegen Jeden Vor- und Rückspiel bestreiten muss. In diesen "Play-downs" wird der RRK laut Spielplan zunächst drei Mal auswärts antreten, eine aus RRK- und Pressesicht "unakzeptable Ungerechtigkeit". Nach diesen drei Spielen "in der Fremde" hat der RRK null Punkte und 0:11 Tore, die Stimmung ist desillusioniert. Ein 4:1-Heimsieg über Nürnberg lässt auf ein Wunder hoffen, doch zwei 1:5-Niederlagen gegen Düsseldorf und Crefeld besiegeln den dritten Abstieg der RRK-Hockeyherren nach 1991 und 2006 in die 2. Feldhockey-Bundesliga. Zusätzlich verlässt Trainer Markus Hippchen den RRK, da der zeitliche Aufwand dem Kreuznacher mit dem Trainerjob beim RRK zu groß ist. Damencoach Benedikt Schmidt Busse hat bei den RRK-Damen vor den ersten Spielen mit Nina Günther und Silke Müller nur noch zwei erfahrene Kräfte im Kader neben zum Beispiel vielen Eigengewächsen des starken RRK-Jahrgangs 1993. Die Rückkehr von Helena Faust, die auch im Blickpunkt des Bundestrainers steht, von einem Auslandsaufenthalt zum RRK mildert die Sorgen des Trainers erheblich. Der RRK liegt als Ligafünfter vier Punkte vor Platz 9, der die Teilnahme an der Abstiegsrunde bedeuten würde, und will am Rundenende zumindest auf Play-off-Rang 8 stehen. Vom Überlebenskampf in der Bundesliga gilt es für den fünfmaligen Deutschen Meister auf dem Feld Abstand zu halten. "Mit so einem jungen Team ist der Klassenverbleib das vorrangige Ziel", sagt Schmidt-Busse. "Wenn wir unter die ersten Acht kommen und nichts mehr zu verlieren haben, dann können wir angreifen." Auch bei den RRK-Damen stehen noch vier Partien aus, bevor sich die Spreu vom Weizen trennt − sprich, es entweder mit dem Play-off-Viertelfinale oder der Abstiegsrunde weitergeht. Nach zwei Heimspielen − 3:3 gegen TuS Lichterfelde und 1:0 gegen den Berliner HC − steht der RRK auf dem 4. Tabellenplatz und ist fast sicher im Viertelfinale. Doch zwei Niederlagen − 0:2 beim Club an der Alster und 1:4 beim Uhlenhorster HC − "schaufeln" den RRK noch auf Rang 8, so dass er im Viertelfinale auf den Primus aus München trifft. Zu Hause verliert der RRK gegen den Münchner SC 0:3, siegt im Rückspiel an der Isar im Siebenmeter-Schießen 3:2, doch er zieht im entscheidenden dritten Duell mit 1:2 den kürzeren. Doch dennoch geht es weiter! In Trostrundenvergleichen mit dem Mannheimer HC siegt der RRK zu Hause knapp 4:3, verliert beim Team der "Haase-Sisters" 0:3, jedoch im erforderlichen dritten Spiel, einer ganz "engen Kiste", setzt man sich nach Siebenmeter-Schießen mit 4:2 durch. Damit haben die RRK-Damen doch noch das Ticket zur DM-Endrunde beim UHC Hamburg gelöst, wo der RRK im Kampf um den Einzug ins "kleine Finale" (um den 3. Platz und die Europacup-Qualifikation) auf Klipper Hamburg trifft. Wir zitieren das "Rüsselsheimer Echo":
Die Zweiten Herren des RRK haben in der 2. Regionalliga Südwest ihre Probleme. Im abstiegsgefährdeten Bereich kämpft die Mannschaft um Trainer Burghard Trautmann in den letzten Spielen um den Klassenerhalt, verliert die letzten Spiele und muss absteigen. Das Zweite Damenteam des RRK um Teamsprecherin Sybille Friedrich-Breivogel kann nach der Oberliga-Meisterschaft in den letzten vier Jahren im Jahr 2011 "nur" den dritten Platz belegen. Über den Winter hat RRK-Rudertrainer Udo Hild seine jungen Rennruderer – die U19-Junioren Orvil Keimig, Moritz Richter, Martin Kansy, Marius Münzel und Robin Kraft, die "Youngsters" Justin und Marvin Schmidt, die U17-Juniorin Marion Weber sowie einige Anfänger – intensiv auf die Regattasaison 2011 vorbereitet. Bereits am 20. März starten elf RRK-Ruderer beim traditionellen Gerbermühllauf in Frankfurt und können zwei Siege (Marion Weber, David Weppler), einen zweiten (Justin Schmidt) und einen dritten Platz (Julian Banse) belegen. Mitte April weilen die RRK-Ruderer dann zu einer Trainingswoche in Erlangen, anschließend am 30. April veranstaltet die RRK-Ruderabteilung ihr traditionelles Anrudern gemeinsam mit dem Ankleppern der RRK-Tennisgruppe im Rahmen des Rüsselsheimer Mainfestes. In die Boote gehen jugendliche Ruderer mit Zweiern und Vierern sowie ein "Veteranenachter", außerdem die Freunde vom Flörsheimer RV mit einem Vierer. Am
Bereits am Wochenende des Anruderns startet Orvil Keimig auf der Frühregatta in Mannheim, eine Woche später ist der RRK auf der Offenbacher Regatta mit sechs Ruderern vertreten, doch einen Sieg gibt es noch nicht zu feiern. Weitere zwei Wochen später auf der Heidelberger Regatta ist es dann so weit, Orvil Keimig siegt im Lgw.-Junioreiner, Trainer Udo Hild in einem Rgm.-Mastersachter und der bereits vom Rennrudersport zurückgetretene Benjamin Michel in einem Rgm.-Seniorvierer und -Seniorachter. Es folgen zwei Siege von Udo Hild beim DRV-Masters-Championat (Rgm.-Vierer und -Achter) in Werder an der Havel, der erste Sieg von Justin Schmidt im Jungeneiner in Bamberg. Dann folgt Mitte Juni im Schiersteiner Hafen der Landesentscheid von "Jugend trainiert für Olympia", wo sieben RRKler für die Immanuel-Kant-Schule im Renn- und Gig-Doppelvierer starten. Die "Main-Spitze" schreibt:
Dann gewinnt Udo Hild auf den "German Masters Open" zwei Viererrennen in Rgm. Es folgt die regattafreie Sommerpause, während der sich die Ruderleitung des RRK von ihrem Trainer Udo Hild trennt. Neuer RRK-Rudertrainer ab Mitte August wird der 25-jährige Wetzlarer Nikolai Schwab. Dann anfangs September starten die jungen RRK-Ruderer mit ihrem neuen Trainer auf der Herbstregatta im Schiersteiner Hafen, der Mastersruderer Udo Hild fährt zum Jahres-Highlight der Mastersruderer, der "FISA World Rowing Masters" auf dem Maltasee bei Posen. Während Orvil Keimig (2) und Marion Weber in Schierstein drei Siege verbuchen können, gelingt das auch Udo Hild auf dem Maltasee − drei Siege in Rgm.-Booten im Mixed-Doppelzweier, im Achter und im Mixed-Achter. Auch bei der Großauheimer Kurzstreckenregatta ist Nikolai Schwab mit seinen Ruderern am Start und erneut erklimmen Marion Weber und Orvil Keimig das Siegespodest. Dann steht am ersten Oktober-Wochenende für die Beiden der Höhepunkt des Jahres an, die Hessischen Rudermeisterschaften auf dem Werratalsee in Eschwege. Bei ihrem Debüt auf einer Landesmeisterschaft errudert die 15-jährige Marion Weber im Lgw.-U17-Einer den 5. Platz und der 17-jährige Orvil Keimig kommt im Lgw.-U19-Einer auf dem 4. Platz im Ziel ein. Der Rest der jungen RRK-Ruderer ist an diesem Wochenende in Nürtingen am Start, wo Martin Kansy seinen ersten Rudersieg auf einer offenen DRV-Regatta erringen kann. In den Sommermonaten sind natürlich auch die Wanderruderer des RRK unterwegs. Wie seit vielen Jahren treffen sich an Fronleichnam die Ruderkameraden des RK am Baldeneysee und des RRK in Ungarn, um mit Start- und Zielpunkt Kimle auf der Mosoni-Donau an drei Tagen 97 km zu rudern. Einige Wochen später, in den ersten August-Tagen, sind die Ruderfrauen des RRK zusammen mit Ruderfrauen aus Frankfurt/Oder, beide mit männlicher Begleitung, im Gebiet der Müritz von Mirow aus unterwegs und rudern an drei Tagen 90 km. Zwei Wochen nach der letzten Regatta findet am 15. Oktober bei tollem, sonnigem Herbstwetter das traditionelle Abrudern mit Klubmeisterschaft im Einer, einem Viererrennen sowie Vorstellung des neuen Rudertrainers und gemütlichem Beisammensein statt. Nach der Ansprache von Abteilungsleiter Martin Kraft mit einem Rückblick auf das vergangene Ruderjahr stellt sich Nikolai Schwab, der neue RRK-Rudertrainer, den Anwesenden vor. Es folgt die Klubmeisterschaft im Einer, bei der sich sechs Ruderer dem Starter stellen. Und wie vorauszusehen ist, gewinnt der erfahrenen Seniorruderer Benjamin Michel nach 2004, 2007, 2009 und 2010 zum fünften Mal die RRK-Klubmeisterschaft. Auf dem zweiten Platz folgt Martin Kansy vor Orvil Keimig. Anschließend genießen alle bei Kuchen und Kaffee, aber auch Würstchen, Kartoffelsalat und diversen Getränken, die warme Herbstsonne. Auf den Regatten kann der RRK im Jahr 2011 schließlich 20 Regattasiege nach Hause fahren. Erfolgreichster Ruderer ist der Mastersruderer Udo Hild mit 10 Siegen vor Orvil Keimig mit 4 sowie Marion Weber und Benjamin Michel mit je 2 Siegen.
Zum sechsten Mal in Folge wird auch 2011 für alle golfspielenden RRKler ein RRK-Golfmasters mit zwei 18-Loch-Turnieren auf dem Golfplatz "Nessie" im Golfpark Bachgrund ausgespielt. Während beim ersten Turnier am 9. Mai bei herrlichem Maiwetter lediglich sechs Golfbegeisterte auf die Runde gehen, sind es am zweiten Turniertag Ende August, einem schönen, aber auch sehr windigen Tag, immerhin dreizehn Golfspieler, die sich der Herausforderung von "Nessie" stellen. Beim ersten Turnier siegt Fritz Schmidt in der Brutto- sowie Walter Leichtweiß vor Wilfried Hoffmann und Fritz Schmidt in der Nettowertung. Beim zweiten Turnier ist es erneut Fritz Schmidt, der die Bruttowertung für sich entscheidet. In der Nettowertung bis Hcp 23,5 siegt Walter Leichtweiß vor Fritz Schmidt und Wilfried Hoffmann und ab Hcp 23,6 Annette Susenburger vor Wolfgang Knoll und Helmut Robl. Außerdem werden in der Nettowertung die ersten drei der Gesamtwertung aus beiden Turnieren ermittelt − der erste Walter Leichtweiß als "RRK-Golfmasters-Sieger 2011" erhält zum ersten Mal den 2006 gestifteten Wanderpreis. Er siegt mit 71 Nettopunkten vor Fritz Schmidt mit 65 und Wilfried Hoffmann mit 64.
Hervorragende Leistungen zeigt der RRK-Hockeynachwuchs bei den Feldhockey-Hessenmeisterschaften. Der RRK steht in sechs von acht Finals − Hessischer Meister werden weibliche A- und B-Jugend sowie A-Mädchen und B-Knaben, hessischer Vizemeister werden B-Mädchen und männliche B-Jugend. Mit zwei Mannschaften beteiligt sich der RRK an den DM-Zwischenrunden, weibliche B-Jugend und A-Mädchen – die weibliche A-Jugend verzichtet, die männliche B-Jugend scheitert in der Vorrunde am Kreuznacher HC – versuchen die Endrunden um die Deutsche Meisterschaft zu erreichen. Das gelingt nur der weiblichen B-Jugend in Stuttgart durch Siege über die TG Frankenthal und Uhlenhorst Mülheim, die A-Mädchen scheitern in Duisburg an der TG Frankenthal.
Die Endrunde um die Deutsche Feldhockey-Meisterschaft der weiblichen B-Jugend wird Ende Oktober bei der TuS Obermenzing in München ausgetragen. Der RRK spielt mit Emma Seng, Franziska Ruhland, Viola Becker, Antonia Wilfer, Celina Hocks, Mara Bentscheck, Laura Stein, Emma Kanz, Judith Bremer, Camilla Schön, Teresa Hoff, Lena Mischlich, Jutta Pehle, Fabienne Werner, Kimberly Körbel, Clara von Nathusius und Michelle May. Martin Krieger berichtet für die "Main-Spitze":
Die neue Feldhockey-Saison 2011/2012 beginnt für beide RRK-Mannschaften im September, für die Damen in der Ersten Bundesliga und die Herren – nach dem Abstieg – in der Zweiten Bundesliga. Während Damentrainer Schmidt-Busse sich auf keine Saisonprognose vor den ersten Spielen einlassen will, sind die RRK-Herren in dieser Hinsicht weiter. Für einen vorderen Platz oder gar den Wiederaufstieg werde es nicht reichen, heißt es. Zu groß war der personelle Aderlass nach der sang- und klanglosen Versetzung in die zweite Liga. Der RRK geht mit Gerrit Rothengatter als neuem Herrentrainer in die nächste Saison. Der 42 Jahre alte Rüsselsheimer folgt damit auf Markus Hippchen, der nach dem Bundesliga-Abstieg zurückgetreten ist. Der ehemalige RRK-Bundesligaspieler Rothengatter, der seit seiner Kindheit RRK-Mitglied ist, soll den Neuaufbau am Sommerdamm anleiten.
Die RRK-Damen − sechsmaliger Deutscher Feldhockey-Meister − starten in die Saison mit einem 20-köpfigen Kader, dessen Durchschnittsalter etwa bei 20 Jahren liegt. Nachdem nach den vier "Abtrünnigen" im Frühjahr nun auch Nina Günther von Bord geht, zieht es Lotta Hof für ein knappes Jahr nach England und Christina Schröder nach Köln. Wann die beruflich stark eingespannten Silke Müller und Vera Battenberg einsteigen, ist unklar. Außerdem sind Hannah Pehle und Louisa Willems verletzt. Mit der Irin Karen Hales (28) kann der Trainer zum Glück auf einen Neuzugang, eine international erprobte und obendrein "kernige" Spielerin, zurückgreifen. Die Runde beginnt mit einem Doppelspieltag zu Hause am Sommerdamm gegen Düsseldorf und Neuss, es wird ein klassischer Fehlstart mit null Punkten. Es folgt ein Unentschieden bei Rot-Weiss Köln und eine weitere Niederlage zu Hause gegen ETUF Essen. Nach einer weiteren 1:2-Heimpleite gegen den Münchner SC schwenkt der RRK die "rote Laterne", mit der er in Hamburg beim aktuellen Tabellenersten, dem Club an der Alster, und dem amtierenden Deutschen Meister, dem UHC, antreten muss. Der RRK geht zwei weitere Male leer aus und steht nach sieben Spielen mit einem "Pünktchen" auf der Habenseite weiter am Tabellenende. Nach einer Niederlage gegen den Mannheimer HC gelingt der erste Sieg gegen den TSV Mannheim. In den beiden letzten Spielen der Hinrunde, beim Berliner HC und bei Klipper Hamburg, will der RRK vor der Winterpause die "rote Laterne" abgeben. Doch trotz eines Sieges in Berlin und eines Unentschiedens in Hamburg bleibt der RRK auf dem letzten Platz, kommt mit acht Punkten dem "rettenden Ufer" aber deutlich näher. Auch bei den RRK-Herren läuft es in der Zweiten Liga schlecht. Nicht weniger als neun Akteure aus dem letztjährigen Kader sind von Bord gegangen, wobei Thorsten Küffner (England) und Jonas Hof (Wien) im Frühjahr zurückerwartet werden. Stürmer Tobias Wuttke kann nur etwa die Hälfte des Programms mitmachen. Obwohl die Abwehr mit den Routiniers Christian Minar, Frank Trautmann und Mirco Fuchs erstklassige Ansprüche erfüllt, bleibt insbesondere abzuwarten, wie schwer der Weggang von Torwart Andreas Späck wiegt. Zur neuen Nummer eins hat Trainer Gerrit Rothengatter den 17 Jahre alten Marc Papenburg bestimmt, der bereits in der Erstliga-Abstiegsrunde beim Spiel in Nürnberg tolle Kritiken erhielt. Nach fünf Niederlagen in Folge gegen TG Frankenthal, Stuttgarter Kickers, Münchner SC, Zehlendorfer Wespen und TuS Lichterfelde wartet der RRK sehnlichst auf den ersten Punktgewinn, steht mit null Punkten und 7:21 Toren auf dem 10. und letzten Tabellenplatz − wie bei den Damen hängt die "rote Laterne" im RRK-Bootshaus. Eine derartige Negativserie verursacht natürlich vielen Mitgliedern der RRK-Familie Schmerzen. Doch dann verbucht der Absteiger am Sommerdamm gegen den Dürkheimer HC den ersten Sieg, wird jedoch am Folgetag beim TSV Mannheim erneut eine Niederlage einstecken. Zum Abschluss-Wochenende der Hinrunde muss der RRK etwa 1.000 Autokilometer auf sich nehmen, es geht zum Mitabsteiger Nürnberger HTC und dann nach Sachsen-Anhalt zum Osternienburger HC, dem Rekordmeister der ehemaligen DDR. Der erwarteten 2:5-Niederlage in Nürnberg folgt ein 1:1 im Osten. Nach neun Spielen hat der RRK vier Punkte und ein Torverhältnis von 15:33 erspielt, auch bei den Herren bleibt somit die "rote Laterne" über den Winter im Bootshaus des RRK. Kurz vor Ende der Feldhockey-Hinrunde schreibt Alex Westhoff in der "FAZ" einen kritischen Bericht über die Entwicklung des Hockeysports beim RRK:
Die Zweiten Herren unter Trainer Burghard Trautmann spielen nach dem Abstieg in der Oberliga Hessen, liegen zum Ende der Hinrunde nach sieben Spielen mit 18 Punkten und einem Torverhältnis von 45:9 auf dem 1. Platz, gehen somit als Oberliga-Spitzenreiter in die Hallenpause. Und auch die Zweiten Damen mit Mannschaftssprecherin Sybille Friedrich-Breivogel sind erfolgshungrig, haben in der Oberliga Hessen eine Siegesserie und belegen nach sechs Spielen ungeschlagen mit 16 Punkten und einem Torverhältnis von 21:2 den Spitzenplatz. Die Tennisgruppe des RRK trifft sich, wie schon seit vielen Jahren, in den Sommermonaten donnerstags zum gemeinsamen Doppelspiel, das den teilnehmenden Tennisspielern immer wieder viel Spaß bringt. Mitte September laden ältere Tennisspieler der TuS Rüsselsheim die Tennisgruppe des RRK zu einem Freundschaftsturnier auf ihre Anlage ein − vielleicht der Beginn zukünftiger regelmäßiger Treffen. Am 2. Oktober wird bei herrlichem Spätsommerwetter "abgekleppert" und Mitte Oktober treffen sich 16 Tennisspieler, um bei einer Radtour vom Bootshaus über Bischofsheim, Ginsheim, Kastel und Wicker nach mehreren "Boxenstopps" schließlich wieder nach Hause zu finden.
Am 4. November ehrt der RRK traditionsgemäß seine während des Jahres erfolgreichen Sportler. Bei dieser Meisterschaftsfeier, die von "RRK-Präsident" Prof. Dr. Dietmar Klausen zusammen mit Hockey-Abteilungsleiter Martin Müller sowie Schriftführerin Elke Schumacher abgewickelt wird, sind nur Hockeysportler zu ehren. Zwar gibt es wie schon im Vorjahr auch 2011 keine Deutsche Meisterschaft zu feiern, doch zwei dritte Plätze bei Deutschen Meisterschaften, ein erster, ein zweiter und ein dritter Platz bei Süddeutschen Hallenhockey-Meisterschaften, eine Ligameisterschaft und viele Hessenmeisterschaften sind ebenfalls nicht zu verachten. Neben den Mannschaften sind auch Einzelpersonen zu ehren: Nathalie Krätsch, Lara May, Anne Schröder und Louisa Willems für die Vize-Europameisterschaft mit den deutschen U18-Juniorinnen, Gerrit Rothengatter und Werner Pfeifer für eine "inoffizielle Europameisterschaft" mit der deutschen Ü40-Mannschaft und Martin Müller für Bronze beim "European Cup" mit den deutschen Ü60-Veteranen.
Die RRK-Jubilarenehrung musste 2010 wegen geringer Anzahl der Jubilare und Verhinderung von zu Ehrenden ausfallen, so dass die Jubilare des Jahres 2010 nun am 19. November 2011 von den beiden Vorsitzenden des RRK zusammen mit den Jubilaren des Jahres 2011 geehrt werden. Der Vorstand hat die langjährigen RRK-Mitglieder mit ihren Partnern auch eingeladen, um ihnen Dank für vielfältiges Engagement und langjährige Treue auszusprechen. Im Jahr 2011 sind zu ehren: für 25 Jahre Tanja Dickenscheid, Thorsten Fett, Kurt Maurer, Eduard Sajnovits und Thomas Späck sowie für 40 Jahre Thomas Richter mit der RRK-Ehrennadel in Silber, für 50 Jahre Maria Hartmann, Andreas Hartmann, Helmut Schumacher und Wolfgang Knoll mit der RRK-Ehrennadel in Gold, außerdem für sage und schreibe 70 Jahre Friedebert Grass, Rolf Sittmann und Charlotte Wippich. Nachdem der Gesamtvorstand des RRK Mitte des Jahres 2010 wegen zurückgehender Nutzung und dadurch fehlender Wirtschaftlichkeit eine Schließung der beiden Kegelbahnen zum 31. Dezember 2010 beschlossen hat, wurde noch 2010 ein Bauausschuss berufen, der sich mit anstehenden baulichen Aufgaben im und am Bootshaus beschäftigen, Entscheidungen des Gesamtvorstands vorbereiten und Maßnahmen durchführen soll. Berufen werden Karin Scheelke, Werner Alt, Andreas Hartmann, Wilfried Hoffmann, Dr. Dietmar Klausen, Ragnar Otto und Jochen Zimmermann − zum Vorsitzenden wählt sich der Ausschuss den RRK-Schatzmeister Wilfried Hoffmann. Im Jahr 2011 werden unter Federführung und auch aktivem Einsatz von Mitgliedern des Bauausschusses die alte Heizungsanlage durch zwei moderne Gas-Brennwertkessel ersetzt, eine neue Elektro-Hauptverteilung montiert, die Elektro-Installation des Sanitär- und Bootshallenbereichs saniert, ein Riss in einer Bootshallenwand durch Verpressung und die undichte Terrassenfläche über den Bootshallen provisorisch abgedichtet, die Oberlichter an der angebauten Spülküche erneuert sowie außerdem aufwendige Vorarbeiten für eine neue Nutzung der stillgelegten Kegelbahnen (Abbau der Anlagen und Planung der Umgestaltung des Bereichs) durchgeführt.
Im Jahr 2011 ist der "Kurt Becker Cup", der Ende Oktober zu Ehren des langjährigen RRK-Jugendleiters zum sechsten Mal ausgetragen wird, erneut als Hallenhockey-Turnier, jedoch nur für A-Mädchen, ausgeschrieben. Vier Mädchenmannschaften aus Hamburg, Berlin, Mainz und Bad Homburg wollen den beiden gemeldeten RRK-Teams den Sieg streitig machen. Am Ende sichern sich die Mädchen von Schott Mainz im Finale den Sieg über den vom ehemaligen RRK-Trainer, Berti Rauth, betreuten Club an der Alster, RRK I erreicht durch einen 5:1-Sieg über die Zehlendorfer Wespen Rang drei und RRK II teilt sich durch ein Unentschieden gegen Bad Homburg Rang fünf. Die Hallenhockey-Saison 2011/2012 in den Süd-Bundesligen beginnt für die RRK-Herren am 12. November, für die RRK-Damen erst eine Woche später. In der Vorbereitung auf die Hallenrunde gewinnen die RRK-Damen den "Bonfiglioli-Cup" mit 1.000 Euro Siegprämie in Neuss gegen erstklassige Gegner und die RRK-Herren den zweiten "Olli-Domke-Cup" in der heimischen "Dicker-Busch-Halle" gegen Mannschaften aus Frankenthal, Düsseldorf, Gladbach und Luzern. Beide RRK-Trainer, Benedikt Schmidt-Busse bei den Damen und Gerrit Rothengatter bei den Herren, sehen nach der misslungenen ersten Hälfte der Feldhockey-Runde − beide Mannschaften tragen in der Winterpause die "rote Laterne" − als erstes Ziel für ihr Team den Klassenerhalt. Bei den RRK-Herren haben im Tor der junge Marc Papenburg (17) und der erfahrenere Neuzugang Valentin Jeblick (27) in der Vorbereitung unterstrichen, dass sie eine gute Rolle spielen können. Nummer eins ist zunächst einmal der frühere Dürkheimer Jeblick. Im Abwehrblock sind Mirco Fuchs, Christian Minar und Frank Trautmann wichtige Pfeiler. In der Mitte sollen Nicholas Bachtadse, Moritz Frank und Christian Domke ihre Rolle spielen. Im Sturm haben sich nach den Abgängen von Tobias Wuttke und Christian Kösling mit Felix Seitz und Luca Müller Jüngere in den Fokus gespielt. Zudem stehen mit Niklas Isselhard, Hidde van Bodegom, Nicolas Lange und Hans Schneider (vom Limburger HC) noch Alternativen zur Verfügung. Dass seine Mannschaft vor dem Punktrundenstart auf der Homepage des RRK mit den "Play-offs" in Verbindung gebracht wird, dies vermag Gerrit Rothengatter beim besten Willen nicht nachzuvollziehen: "Wir werden uns ganz, ganz weit strecken müssen. Und wenn wir drin bleiben, dann haben wir wirklich etwas geleistet", sagt der 42 Jahre alte Rüsselsheimer Trainer. "Bei uns ist nach der Feldrunde jeder geerdet und weiß, wie schwer das wird." Es wird schwer! Der RRK beginnt im Sechserfeld der 1. Bundesliga Süd, wo die ersten Beiden in die Play-offs kommen und der letzte absteigt, mit einer Niederlage und einem Unentschieden. Einem Sieg folgen zwei Niederlagen und ein Unentschieden, dann nochmals zwei Niederlagen − die RRK-Herren stehen vor dem letzten Doppelspieltag auf dem letzten Tabellenplatz. Die Mannschaft steht unter großem Erfolgsdruck. Helmut Popp berichtet im "Rüsselsheimer Echo" über Hoffnungen und Enttäuschungen:
Dagegen ist bei den RRK-Damen "Jugend" angesagt. Denn vom Feldkader sind weitgehend Youngster übrig geblieben, da Lisa Faust, Victoria Krüger und Karen Hales in der Halle berufsbedingt nicht zur Verfügung stehen. Noch gravierender sind die Abgänge aus dem Hallenkader der Vorsaison, dem noch Silke Müller, Lotta Hof, Irene Balek und Nina Günther angehörten. Da müssen sich die vielen jungen Leute vor Torfrau Lisa Lahham beweisen, ihr Talent und zweifelsohne vorhandenes Potential einbringen und so schnell wie möglich ihren Rhythmus finden, um die nötigen Zähler gegen den Abstieg zu sammeln. Spielführerin Eva-Maria Frank ist mit ihren 22 Jahren in der Mannschaft schon ein "alter Hase". Eines ist klar: "Eine Rückstufung in die Zweitklassigkeit wäre sowohl auf dem Feld als auch in der Halle fatal für die Entwicklung des jungen, aber sehr ausbaufähigen Teams", betont Benedikt Schmidt-Busse, der zwar nicht von einer erneuten "Play-off"-Teilnahme ausgeht, diese aber gern als "Bonbon" mitnehmen würde. Wie die RRK-Herren spielen auch die RRK-Damen im Sechserfeld ihre Runde. Einem Unentschieden folgen drei Siege − der RRK übernimmt die Tabellenführung. Es folgt eine Niederlage und ein Sieg. Vor dem letzten Doppelspieltag liegt der RRK punktgleich mit dem Münchner SC auf dem 2. Tabellenplatz, die Play-offs sind in greifbarer Nähe. Über den entscheidenden Doppelspieltag berichtet Thomas Schulz in der "Main-Spitze":
Das Fazit des Wochenendes vor Weihnachten für die Hockeyabteilung: Die RRK-Damen verpassen das Viertelfinale um die Deutsche Hallenhockey-Meisterschaft wegen eines Treffers und die RRK-Herren müssen in die Zweite Hallenhockey-Bundesliga wegen eines Treffers absteigen. Am 22. Juni 2011 verstirbt nach schwerer Krankheit die begeisterte Ruderin und Tennisspielerin Sigrid Marschner-Schäfer im Alter von 66 Jahren, kurz nach dem Eintritt in den beruflichen Ruhestand. |
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