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Geschichte
des Rüsselsheimer Ruder-Klubs 08 (RRK) |
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2009 |
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Nach dem Jubiläumsjahr 2008 mit vielen Veranstaltungen "sehnt" man sich im RRK nach etwas Ruhe. Doch die Ereignisse lassen keine Ruhe aufkommen, der RRK ist weiterhin ein Sportverein mit den Sportarten Hockey, Rudern und Tennis und mit Ambitionen insbesondere im Hockey und Rudern. Des RRK hat am 1. Januar 2009 629 Mitglieder, 369 Hockeyspielern stehen 110 Ruderer, 59 Tennisspieler und 122 passive Mitglieder gegenüber. Für die aktiven RRK-Ruderer mit Trainer Udo Hild beginnt das Jahr, so wie das Jubiläumsjahr zu Ende gegangen ist, mit Bootstraining auf dem Main, mit Hantel- und Lauftraining. Sechzehn RRK-Ruderer, weibliche wie männliche, wollen am 11. Januar 2009 trotz seit Tagen bitterkalten Wetters im Rahmen der traditionelle "Eierfahrt" der Mittelrhein- und Untermainruderer zum Ruderverein Eltville 1919 (etwa 24 km) rudern. Doch nach kurzer Ruderstrecke wendet der Doppeldreier, ein Problem? Man ist mit einer Eisscholle kollidiert, hat einen Bootsschaden. Das Eis schwimmt unsichtbar unter der Oberfläche. Kurze Diskussion! Es ist klar, man kann unter diesen Bedingungen nicht rudern. Die Boote kommen wieder in die Halle und die Rudermannschaft fährt mit dem Auto nach Eltville, das ist Ehrensache. Man ist angemeldet und will die Eltviller Ruderfreunde nicht enttäuschen. Aber auch Glühwein, gekochte Eier und Laugenbrezeln locken ... Nachdem der erste "Neujahrsbrunch" der RRK-Ruderabteilung im Jahr 2003 stattfand, ist am 25. Januar 2009 somit der 7. "Neujahrs-Ruderbrunch" im Bootshaus angesagt. Die erfolgreichen Ruderer der vergangenen Regattasaison werden geehrt, Trainern und Betreuern wird Dank gesagt und auch die Fahrtenpreise für das Jahr 2007 werden verliehen. Nach der Begrüßung durch Abteilungsleiter Martin Kraft und dem Rückblick auf die Veranstaltungen des vergangenen Jubiläumsjahres werden die Fahrtenpreise des Jahres 2007 verteilt. Sieger im Fahrtenwettbewerb bei den Männern ist Benjamin Michel mit 2.498 Ruder-km vor Cihan Aydin mit 2.104 km und Hans-Peter Wagner mit 1.619 km. Bei den Frauen liegt Laura Schmidt mit 1.483 Ruder-km vor Silvia Reitz mit 726 km und Sigrid Schäfer mit 687 km. Bei den "Alten Herren" liegt Oliver Pooch mit 764 Ruder-km vor Wolfgang Vorfalt mit 748 km und Uli Vorfalt mit 701 km. Weiterhin haben die Bedingungen erfüllt: Christian Kunkel 808 km, Kiyomi Mitschke 537 km, Christine Brossier 510 km und Kirsten Pooch 455 km.
In den beiden Hallenhockey-Bundesligen Süd der Damen und Herren machen die beiden RRK-Mannschaften da weiter, wo sie Ende 2008 aufgehört haben, die Damen nach 8 von 10 Spielen mit 16 Punkten noch gefordert im Kampf um den 1. Platz, die Herren nach 8 von 10 Spielen mit 24 Punkten quasi schon am Ziel. Und was kaum jemand am Untermain erwartet, tritt ein. Die RRK-Damen "begnügen" sich am abschließenden Doppelspieltag gegen die beiden Mannheimer Vereine mit zwei Unentschieden, was den neunfachen Titelträger RRK völlig unerwartet auf den bedeutungslosen dritten Tabellenplatz durchreicht und damit die Meisterschaftsambitionen zunichte macht. Dagegen haben die RRK-Herren leichtes Spiel, nach einem Sieg und einem Unentschieden erwartet der RRK als Südgruppen-Erster im DM-Viertelfinale vor eigenem Publikum den Nordzweiten Club an der Alster Hamburg.
Doch dann die Überraschung! Der RRK hat gegen die Wertung des Spiels der Damen zwischen dem RRK und dem TSV Mannheim Einspruch (4:4) eingelegt. Nach einer Strafecke für den RRK wenige Sekunden vor Schluss wird zunächst auf Siebenmeter für den RRK entschieden, nach einer Unterredung zwischen den beiden Schiedsrichterinnen wird die Entscheidung zurückgenommen und das Spiel abgepfiffen. Ein klarer Regelverstoß, wie auch der zuständige DHB-Ausschuss entscheidet. Das Spiel muss wiederholt werden. Die RRK-Damen nutzen diese Chance, siegen 4:1 und stehen wie die RRK-Herren auch im DM-Viertelfinale – Heimspiel gegen den UHC Hamburg. Beide RRK-Teams dürfen ihre Viertelfinal-Spiele am 17. Januar 2009 vor eigenem Publikum in der Rüsselsheimer Dicke-Busch-Halle austragen. Die Zuschauer hält es an diesem Tag nicht mehr auf den Sitzen. Mit lauten Gesängen feiern die Fans die Spielerinnen des RRK, die im Viertelfinale den UHC Hamburg in einer an Dramatik kaum zu übertreffenden Partie mit 6:5 (5:5, 3:4) nach Verlängerung in die Knie zwingen. Noch ausgelassener geht es nur knapp zwei Stunden später auf den Rängen zu, als auch die Männer des RRK mit 7:5 (5:1) gegen den Club an der Alster die Oberhand behalten. Als einziger Verein in Deutschland hat sich der RRK damit mit beiden Bundesligateams für die Endrunde qualifiziert, die eine Woche später in Duisburg ausgetragen wird. Die Endrunde um die Deutschen Hallenhockey-Meisterschaften am 24. und 25. Januar in Duisburg erleben einen wahren Aufmarsch der erfolgreichsten Hockeyspieler Deutschlands und sogar der Welt. Nicht weniger als acht aktuelle Olympiasieger, sechs amtierende Weltmeister sowie Europas beste Vereinsmannschaft geben sich in der Rhein-Ruhr-Halle die Ehre. Dazu kommen eine Vielzahl erfolgreicher Nationalspieler sowie einige der größten Hockeytalente Deutschlands. Nach den beiden Halbfinalspielen ist der RRK drauf und dran, Hockeygeschichte zu schreiben. Bei der Endrunde um die Deutsche Hallenmeisterschaft greifen erstmals zwei Mannschaften eines Vereins nach dem Titel. Die RRK-Herren setzen sich wie 2008, als die Mannschaft nach 29 Jahren erstmals wieder ein Endspiel gewann, in der Vorschlussrunde gegen den Berliner HC durch. Nach einem 3:4-Rückstand zur Halbzeit bleibt das RRK-Tor für die Hauptstädter in den zweiten dreißig Minuten "geschlossen", so dass es am Ende 6:4 heißt. Den hessischen Freudentag in der Rhein-Ruhr-Halle haben jedoch die RRK-Damen eingeläutet. Nach dem in der Verlängerung erzwungenen 6:5-Erfolg im Viertelfinale gegen UHC Hamburg lässt sich der RRK auch von Schwarz-Weiß Neuss nicht aufhalten. Nach frühem 0:2-Rückstand ist am Ende dank Toren von Silke Müller, Lena Jacobi und Vera Battenberg zum zwölften Male das Finale erreicht. Im Endspiel treffen die Damen auf den Club an der Alster Hamburg, die Herren auf Rot-Weiss Köln. Lassen wir Christian Stör in der "Frankfurter Rundschau" berichten:
Die über 300 Rüsselsheimer Fans wissen zunächst nicht, ob sie sich über die beiden Vizemeisterschaften des RRK bei den Deutschen Hallenhockey-Meisterschaften freuen sollen. RRK-Abteilungsleiter Martin Müller jedenfalls ist trotz der Finalniederlagen nicht enttäuscht: "Wir sind stolz auf unsere beiden Mannschaften." Für die RRK-Herren ist die Hallensaison noch nicht beendet, ein weiterer Saison-Höhepunkt steht an. Der 20. Europacup-Wettbewerb findet vom 13. bis 15. Februar in der Rüsselsheimer Walter-Köbel-Halle statt. Die besten Mannschaften aus Europa werden zum Abschluss der Hallensaison zu Gast in der Opelstadt sein. Aber nicht nur die RRK-Herren sind gefordert. Ein Organisationsteam unter der Leitung von Abteilungsleiter Martin Müller hat sich eine Menge Arbeit aufgehalst. Seit Monaten laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Alles soll wie am Schnürchen klappen, peinliche Pannen tunlichst vermieden werden. Ein potenter Turniersponsor ist in Gestalt der Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen gefunden. Darüber hinaus ist die Unterbringung der Mannschaften, Schiedsrichter und Offiziellen in örtlichen Hotels zu regeln, zu deren Betreuung ehrenamtliche Helfer zu suchen. Zwei Tage vor dem Anpfiff des ersten Spieles ist aus Sicht der Organisatoren bis auf Kleinigkeiten alles in trockenen Tüchern. Es kann losgehen! In den Gruppenspielen bekommt es der RRK mit Dynamo Jekaterinburg aus Russland, dem Luzerner SC sowie mit Menzieshill aus Schottland zu tun. Alles andere als ein Erreichen des Halbfinales wäre eine Enttäuschung. Gut möglich, dass der RRK dort auf den HC Rotterdam oder den Club de Campo de Madrid trifft, die sich gegen Pocztowiec Poznan und den Wiener AC durchsetzen sollten. Ein 6:1-Sieg über die Russen, ein 6:0-Sieg über Luzern und ein 7:4-Sieg über die Schotten, der RRK steht im Halbfinale dem Vorjahresfinalisten Poznan gegenüber, der beim 7:2 keine Chance hat. Im zweiten Halbfinale siegen die Madrilenen 5:3 über Luzern. Das Endspiel um den Hallenhockey-Europacup bestreiten der RRK und der Club de Campo de Madrid, in dessen Reihen zwei ehemalige Rüsselsheimer – Adriaan Kühn (Torhüter) und Oliver Markowsky (Stürmer) besetzen Schlüsselpositionen bei den Spaniern. Wir zitieren Hans-Joachim Leyenberg in der "FAZ":
Die fairste Mannschaft des 20. Hallenhockey-Europapokals in der Köbel-Halle ist der HC Rotterdam. Mit elf Treffern ist Maurits Hertzberger vom HC Rotterdam der erfolgreichste Torschütze des Turniers. Oliver Domke vom RRK bringt es auf acht Treffer. Einen unvergesslichen Moment erlebt Andreas Späck. Er wird von der Jury zum besten Torhüter des Europacup-Wochenendes gewählt. Mit Andres Mir wird ein Spanier vom Club de Campo de Madrid zum besten Spieler des Turniers erkoren. Stolz, trotz der Finalniederlage seines Teams, nimmt er die Auszeichnung entgegen. Nicht nur die Spitzenmannschaften des RRK laufen mit dem "Krummstock" durch die Halle. Während die Zweiten Damen in der Hallen-Oberliga den 2. Platz belegen, erreichen die Zweiten Herren in der 2. Regionalliga den 7. Platz, die Dritten Damen werden in der 1. Verbandsliga Erster, die Dritten Herren in der 3. Verbandsliga Dritter. Deutlich bessere Ergebnisse erspielen die Jugendmannschaften des RRK, denn von acht möglichen Hessenmeisterschaften im Hallenhockey holt der RRK sechs Titel an den Untermain, einen 2. und einen 3. Platz. Die Hessenmeisterschaft erringen weibliche A- und B-Jugend sowie A-Mädchen, männliche B-Jugend sowie A- und B-Kaben.
Bei den folgenden Süddeutschen Hallenhockey-Meisterschaften belegt die weibliche A-Jugend den 1., die weibliche B-Jugend den 2. und die A-Mädchen den 5. Platz, die männliche B-Jugend den 3. und die A-Knaben den 8. Platz. Damit qualifiziert sich die weibliche A- und B-Jugend für die Deutsche Hallenhockey-Meisterschaft in Dortmund und Bad Kreuznach. Die weibliche B-Jugend gibt in Bad Kreuznach ihr Bestes. Das Team von Trainerin Lisa Jacobi beendet die Vorrunde nach einem Auftaktremis gegen HC Essen mit Siegen über die Zehlendorfer Wespen (3:0) und den Großflottbeker THGC (3:2) als Gruppenerster. Eigentlich spricht vor dem Halbfinale einiges für die Hessinnen. Schwarz-Weiß Neuss ist in der zweiten Staffel nach zwei Auftaktpleiten erst dank eines 4:0 im abschließenden Spiel gegen SB Rosenheim aufgrund des besseren Torverhältnisses weitergekommen. Gegen den RRK zeigen die Westdeutschen dann aber ihr wahres Gesicht und erzielen vom Anpfiff weg das 1:0. Als Marilena Krauss nach 27 Minuten erstmals für den Hessenmeister trifft, hat Neuss schon drei Treffer vorgelegt. "Das war schon ein bisschen schade und unnötig, denn wir waren spielerisch stärker und hatten zudem ein klares Chancenplus", so Jacobi. Hätte das Ausscheiden demnach nicht sein müssen, so gibt es am verdienten Triumph im "kleinen Finale" gegen HC Essen kein Vertun. Nach der Führung durch Nathalie Krätsch steht es analog zum 2:2 in der Vorrunde zwar in Minute 19 wieder pari, doch Lotte Kanz und Vanessa Hartlep (2) sorgen in der Endphase für den 4:1-Endstand, der Bronzeplatz. Besondere Ehre wird Louisa Willems zuteil: Die sechsmalige Nationalspielerin wurde ins "DM-Allstarteam" gewählt. In Dortmund beginnt die weibliche A-Jugend in der Vorrunde mit Siegen über den Münchner SC und den RTHC Leverkusen, muss dann aber gegen den Uhlenhorster HC eine empfindliche 5:1-Niederlage verkraften. Lassen wir Martin Krieger zum DM-Turnier in der "Main-Spitze" berichten:
Noch einer fehlt, dann sind die Fünfzig voll: Die weibliche Hockey-A-Jugend hat bei der Hallenhockey-Meisterschaft in Dortmund mit einem finalen 5:4-Sieg nach Siebenmeterschießen über den UHC Hamburg dafür gesorgt, dass sich der RRK mit dem 51. "Blauen Wimpel" des Deutschen Meisters schmücken kann. Heringe aus Krummhörn-Greetsiel, Gekwellde aus Bauschem, Sauce aus Gewürzgurken, Creme-fraiche, Sahne, Äpfeln und gehörig Zwiebeln – wenn das zusammen im RRK-Bootshaus auf den Tisch kommt, dann ist Aschermittwoch und das traditionelle "Heringsessen" angesagt. Werner Alt und seine Mannschaft machen diesen Abend am 25. Februar für etwa 50 RRKler zu einem gelungenen Abschluss der Faschingszeit. Dann platzt quasi eine "Bombe" in der RRK-Hockeyabteilung! Wenige Tage nach dem Gewinn des Hallenhockey-Europapokals kündigt der RRK überraschend den Vertrag mit Herrentrainer Kai Stieglitz zum 31. August 2009. Auslöser ist die erfolgreiche Herrenmannschaft, die nach fast zehn Jahren mit ihrem Erfolgstrainer nicht mehr zusammenarbeiten will. "Das Vertrauensverhältnis zwischen Mannschaft und Trainer ist nicht mehr vorhanden", heißt es aus der RRK-Hockeyabteilung. "Die Chemie stimmt nicht mehr", so äußert sich Martin Müller. Kommunikationsprobleme und Verschleißerscheinungen nach so langer Zeit haben ihr Übriges getan. Die Herrenmannschaft wird damit ohne Trainer das Ziel "Aufstieg in die Bundesliga" angehen müssen. Mit viel Herzblut übte Kai Stieglitz das Traineramt beim RRK aus. Er hat vieles erreicht mit dem RRK. Mit dem Abschied von Kai Stieglitz geht beim RRK auch eine Ära zu Ende.
Am 13. März 2009 ehrt der Kreis Groß-Gerau in der Stadthalle von Walldorf seine erfolgreichen Sportler, die im Jahr 2008 auf Bezirks-, Landes-, nationaler und internationaler Ebene Titel errungen haben. Wenn auch der RRK bei der Verleihung der Titel "Sportler oder Mannschaft des Jahres" dieses Mal nicht dabei ist, so sind doch unter den insgesamt etwa 400 ausgezeichneten Aktiven 62 Hockeyspieler des RRK. Einige Tage später, am 20. März 2009, wird Jörg-Dieter Häußer, dem Vorsitzenden des Sportbundes Rüsselsheim und seit 28 Jahren Mitglied der Tennisgruppe des RRK, im Rüsselsheimer Rathaus durch OB Stefan Gieltowski der Ehrenbrief des Landes Hessen verliehen. In der 2. Hälfte des März haben die Sportabteilungen des RRK und der RRK-Gesamtverein seine Hauptversammlungen terminiert. Am 20. März beginnt die RRK-Hockeyabteilung mit ihrer JHV, bei der etwa 60 Mitglieder anwesend sind. Die Berichte zeigen, dass der RRK erneut auf ein sehr erfolgreiches Hockeyjahr zurückblicken kann und dass die finanziellen Probleme, insbesondere auch durch den Rückzug von Opel aus der Sportförderung, weiter anhalten oder sich sogar vergrößern. Bei den anstehenden Neuwahlen gibt es keine großen Änderungen. Die Abteilungsleitung besteht für die nächsten zwei Jahre aus: Martin Müller – Abteilungsleiter, Ralf-Peter Rausch – stv. Abteilungsleiter Finanzen, Glenn Eifert – stv. Abteilungsleiter Sport und Recht, Birgit Jacobi – Bereichsleiterin weibliche Jugend, Bianca Heinz und Simone Schneider – Bereichsleiterinnen männliche Jugend, Wilfried Schwanke – Medien, Jürgen Kaul – Sponsoring und Werbung, Sebastian Körber – Öffentlichkeitsarbeit, Walter Isselhard – Schiedsrichterwesen, Thomas Blivier – Teammanager 1. Damen, Rolf Lange – Teammanager 1. Herren und Claudia Schlicht – Geschäftsstelle. Einige Tage später, am 25. März 2009, treffen sich einige Mitglieder der RRK-Tennisgruppe, um zurückzublicken, einen neuen Tennisausschuss zu wählen und um Termine für 2009 festzulegen. Bei der Neuwahl des Vorsitzenden gibt es eine Veränderung, Kurt Maurer übergibt sein Amt an Thomas Susenburger, dagegen bleiben Gerlind Liebig als Stellvertreterin und Manfred Liebig als Hüttenwart in ihren Ämtern. Da bei der RRK-Ruderabteilung keine Wahlen anstehen, liegt der Schwerpunkt der JHV am 27. März bei den Rechenschaftsberichten und dem Thema "Achterprojekt", zu dem der Trainer des RRK, Udo Hild, auf Befragen einen ausführlichen Bericht, außerdem eine ausführliche Stellungnahme zu seinen Beweggründen und seiner Motivation abgibt, die nun im Kauf eines neuen Rennachters münden. Am 3. April beschließt die "RRK-Generalversammlung" die Reihe der Jahreshauptversammlungen im RRK. Da auch hier keine Wahlen anstehen, nehmen der Rückblick auf das Jubiläumsjahr 2008, der Kassenbericht sowie die Sportberichte den meisten Raum ein. Dann soll es zur Überraschung der Betroffenen zu besonderen Ehrungen kommen. Auf Antrag des Gesamtvorstands beschließt die Versammlung einstimmig zunächst, Rudi Reitz, der sich seit vielen Jahren und noch heute in der Ruderleitung engagiert, darunter acht Jahre als Abteilungsleiter, zum 25. Ehrenmitglied des RRK sowie anschließend, den 1. Vorsitzenden des RRK, Prof. Dr. Dietmar Klausen, der dieses Amt seit 1982 ausübt, zum vierten Ehrenvorsitzenden in der Geschichte des RRK zu ernennen. Großer Beifall der Versammlung dankt den beiden Geehrten für ihr Engagement zum Wohle des RRK.
Für den 21. April 2009 lädt der Kreis Groß-Gerau zu seiner Schüler-Sportlerehrung für Erfolge im vergangenen Jahr 147 Mädchen und Jungen ein, die zumindest eine Hessische Meisterschaft errungen haben. 40 Hockeyspieler/innen vom RRK sind unter den Geehrten. Mitte April wird bei den RRK-Damen in der Ersten und bei den RRK-Herren in der Zweiten Feldhockey-Bundesliga die schon 2008 begonnene Meisterschaftsrunde fortgesetzt. Die Herren liegen nach sieben Spielen mit drei Punkten Rückstand auf dem 3. Tabellenplatz, nicht komfortabel, aber auch nicht aussichtslos im Hinblick auf den erstrebten Aufstieg! Da ohne Trainer, versucht ein Spielerrat diese Lücke zu schließen. Und auch die Damen besetzen nach neun Spielen mit 16 Punkten den 3. Tabellenplatz mit wenig Abstand nach oben aber auch mit wenig Abstand nach unten. Das Damenteam um Trainer Benedikt Schmidt-Busse will die letztjährige Platzierung unbedingt korrigieren und an der Endrunde teilnehmen. Die RRK-Herren kommen mit einer Niederlage und einem Sieg nicht optimal aus den Startlöchern. Es folgen drei Siege. Dann ist es endlich so weit. Zum ersten Mal, nach 14 von 18 Spielen übernehmen die RRK-Herren Ende Mai die Tabellenführung der Zweiten Bundesliga Süd und dürfen ernsthaft vom Aufstieg in die Erstklassigkeit träumen. Voraussetzung dafür ist das erfolgreiche Wochenende im heimischen Stadion am Sommerdamm, wo der RRK dem 3:2 vom Samstag gegen die Zehlendorfer Wespen tags darauf ein 1:0 im Penalty-Schießen gegen den bisherigen Spitzenreiter BW Berlin folgen lässt. Doch der Rückschlag folgt, aus zwei Heimspielen gegen den "Angstgegner" SC 80 und Lichterfelde holt der RRK nur zwei Punkte. Vor dem letzten Doppelspieltag ist der RRK mit einem bzw. zwei Punkten Rückstand auf BW Berlin und den Münchner SC auf fremde Hilfe angewiesen, um den Aufstieg noch zu schaffen. Mit einem 5:2 über die Stuttgarter Kickers und einem 5:4 über den Dürkheimer HC schafft der RRK die Voraussetzung für ein am Ende doch noch glückliches Ende. Woran am Untermain kaum noch einer ernsthaft glaubt, wird dank einer Verkettung glücklicher Umstände (punktgleich mit besserer Tordifferenz gegenüber dem Münchner SC) doch noch Realität: Die Hockeyspieler des RRK beenden ihre Degradierung ins zweite Glied nach drei Jahren und gehören in der Feldsaison 2009/10 wieder zum erlauchten Kreis der zwölf national besten Mannschaften. Bei den RRK-Damen macht Meike Acht eine berufsbedingte Pause und Lotta Hof hat Fersenprobleme, dafür brennen Christina Schröder und Marilena Krauss, zwei nachgerückte Talente, auf ihren Einstand im Bundesliga-Team. Der Rückrundenbeginn lässt sich zäh an, einem knappen Heimsieg folgen zwei knappe Niederlagen in Hamburg, dann ein mühsamer Sieg über den Münchner SC, dann jedoch ein 3:1-Sieg beim Tabellenzweiten Köln, zu Hause eine Niederlage gegen den Berliner HC und ein Sieg über Lichterfelde, der RRK steht wieder auf dem 3. Tabellenplatz und schließt hier mit zwei Siegen in Hamburg die Punktrunde auch ab. Somit fahren die RRK-Damen nach Düsseldorf zur Endrunde um die Deutsche Meisterschaft im Feldhockey 2009 und treffen im Halbfinale auf den Club an der Alster Hamburg. Das junge RRK-Team geht nur als Außenseiter in dieses Halbfinale. Wir zitieren die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung":
Damit haben der Berliner HC und der RRK gemeinsam den 3. Platz der Meisterschaft erreicht. Im Finale besiegt der UHC Hamburg überraschend den Club an der Alster mit 1:0. Die Zweiten Herren des RRK haben nach dem Aufstieg 2008 in der 2. Regionalliga Süd ihre Probleme. Im abstiegsgefährdeten Bereich kämpft die Mannschaft um Kapitän Gregor Theis in den letzten Spielen um den Klassenerhalt und kann sich erst am letzten Spieltag auf dem drittletzten Tabellenplatz in Sicherheit bringen. Das Zweite Damenteam des RRK um Teamsprecherin Franziska Eckhard kann dagegen nach 2007 und 2008 erneut die Runde als Oberliga-Meister beenden, ein Aufstieg ist nicht möglich.
Nachdem der Bootssteg am RRK-Bootshaus wegen Beschädigung durch die Berufsschifffahrt Ende Februar aus dem Main gehoben werden muss, im März repariert und anfangs April wieder aufs Wasser gebracht wird, kann auch im Jahr 2009, am 1. Mai, die RRK-Ruderabteilung ihr traditionelles Anrudern im Rahmen des Rüsselsheimer Mainfestes veranstalten. Es beteiligen sich mehr als 50 Ruderer auf dem Wasser, darunter auch Flörsheims Bürgermeister Michael Antenbrink, Rüsselsheims OB Stefan Gieltowski, Flörsheims Erster Stadtrat Markus Ochs sowie die Freunde vom Flörsheimer RV. Die geplante Taufe des neuen Rennachters muss leider ausfallen, da das Boot noch nicht geliefert werden konnte.
Bereits anfangs April weilt Trainer Udo Hild mit seinen Ruderern zu einer Trainingswoche in Erlangen und bereits am Wochenende vor dem Anrudern beginnt für die RRK-Ruderer die Regattasaison mit der Frühregatta in Mannheim. Neben Trainer und Mastersruderer Udo Hild wollen in der Regattasaison 2009 die Senioren Benjamin Michel, Martin Kraft und Hans-Peter Wagner sowie die Junioren Cihan Aydin und Christian Kunkel die Farben des RRK vertreten. Nach RRK-Siegen in Mannheim für Benjamin Michel im Einer (2) und Christian Kunkel im Rgm.-Achter, zwei Siegen für den Doppelzweier Kraft/Michel und einem Sieg für Udo Hild im Rgm.-Achter in Bamberg folgt schon der erste Saison-Höhepunkt für die RRK-Ruderer. Die Internationale Hügelregatta auf dem Essener Baldeneysee mit dem Deutschen Meisterschaftsrudern im Großboot ist Ziel für Martin Kraft und Benjamin Michel im Doppelzweier. Neben dem RRK sind der RV Weser Hameln, die Potsdamer RG und der Rüdersdorfer RV Kalkberge am Start. Doch die Hoffnungen beim RRK auf eine Medaille erfüllen sich nicht, Kraft/Michel müssen sich, obwohl an der 1.000-m-Marke noch im Feld, nach 2.000 Metern mit dem 4. Platz begnügen. Es folgen die Kasseler Ruderregatta mit je zwei Siegen für Christian Kunkel im Rgm.-Achter und Udo Hild im Rgm.-Doppelzweier, die Heidelberger Regatta mit einem Sieg von Kraft/Michel im Doppelzweier, dann die Kölner Juniorenregatta in Fühlingen, wo Christian Kunkel und Cihan Aydin in Rgm.-Booten am Start sind, jedoch keinen Sieg an den Untermain holen können. Dann steht der zweite Saison-Höhepunkt des Jahres für die RRK-Ruderer an, d.h. nur für den Mastersruderer Udo Hild. In Werder an der Havel findet das DRV-Masters-Championat, ein Stelldichein der stärksten deutschen Mastersruderer, statt, bei dem Udo Hild an zwei Tagen in vier verschiedenen Bootsklassen – im Zweier-ohne, im Vierer-ohne, im Vierer-mit und im Achter – mit seinen Bootskameraden in sieben Rennen an den Start geht und sich sechs Siege (!) holt. Am ersten Juni-Wochenende startet Cihan Aydin in Rgm.-Booten, im Lgw.-Vierer-ohne und im Lgw.-Achter, auf der Internationalen Hamburger Juniorenregatta, zwei zweite Plätze bei leistungsstarken Gegnern sind eine gute Basis für den dritten Saison-Höhepunkt der RRK-Ruderer.
Dieser dritte Saison-Höhepunkt der RRK-Ruderer, d.h. nun der Jugend, sind die Deutschen Juniorenmeisterschaften vom 25. bis 28. Juni auf der Wedau in Duisburg. Cihan Aydin wird hier Im Lgw.-Vierer-ohne und im Lgw-Achter der A-Junioren (U19) starten. Aber auch Christian Kunkel vom RRK ist auf der Wedau dabei, im Achter der B-Junioren (U17) wird der von Udo Hild trainierte Rgm.-Achter versuchen, eine Medaille zu holen. Das erste Rennen für den RRK ist der Vierer-ohne über 2.000 Meter mit Cihan Aydin sowie zwei Ruderern aus Ludwigshafen und einem aus Hanau an Bord. Nach einem packenden Rennen kommen die Vier hinter der Lübecker RG und einer Rgm. aus Essen, Köln und Wanne-Eickel-Herten auf dem Bronzeplatz ins Ziel. Der Kräfteverschleiß dieses Rennens macht sich im späteren Achterrennen bemerkbar. Das Bronze-Quartett, erweitert durch den Silbermedaillengewinner im Vierer-ohne, kann nur Rang vier belegen. Obwohl die Hebeleinstellungen im Boot noch vor dem Rennen verändert werden, um die Druckverhältnisse der körperlichen Verfassung anzupassen, kann die Mannschaft die Schlagzahl im Endkampf nicht mehr steigern. Über die 1.500 Meter errudern Christian Kunkel vom RRK und Christoph Laudes vom FRV, wie schon der Vierer-ohne, ebenfalls einen Platz auf dem Siegespodest. Im von Udo Hild trainierten Rgm.-Achter (U17) holen sich die beiden jungen DM-Debütanten aus Rüsselsheim und Flörsheim gemeinsam mit ihren Partnern aus Frankfurt-Fechenheim, Marburg, Mühlheim und Wiesbaden-Biebrich die Bronzemedaille. Auf den ersten 250 Metern führen die Hessen sogar das Rennen an, müssen letztlich aber im Sechs-Boote-Feld zwei Renngemeinschaften, eine aus dem Norden und eine aus dem Westen der Republik, ziehen lassen.
Vor der Sommerpause der Ruderer startet Udo Hild mit seinen Masters-Ruderkameraden noch auf der traditionsreichen Henley-Regattastrecke (nur zwei Startplätze) bei der "Henley Veteran Regatta", siegt im Masters-Achter, Mindest-Durchschnittsalter (MDA) 60, und belegt im Masters-Doppelzweier, MDA 70, nach Siegen im Viertel- und Halbfinale schließlich im Finale den zweiten Platz. Wie in den letzten drei Jahren wird auch 2009 ein RRK-Golfmasters mit zwei Turnieren stattfinden. Beim ersten Turnier am 18. Mai treffen sich 15 golfspielende RRKler zu einer 18-Loch-Runde auf dem Meisterschaftsplatz "Nessie" im Golfpark Bachgrund. Sieger der Bruttowertung wird Fritz Schmidt, in der Nettowertung bis Hcp 24,8 siegt Karl-Heinz Wagner vor Walter Leichtweiß und Wilfried Hoffmann und ab Hcp 24,9 Manfred Liebig vor Wolfgang Knoll und Helmut Robl sowie Klaus Köppen. Die Entscheidung, wer das 4. RRK-Golfmasters 2009 gewinnt und damit den Wanderpreis für ein Jahr mit nach Hause nehmen kann, entscheidet sich beim zweiten Turnier am 7. September. Wie seit vielen Jahren treffen sich die Ruderkameraden des RK am Baldeneysee und des RRK auch am Fronleichnams-Wochenende 2009 zu ihrer Ruder-Wanderfahrt. Organisator Jochen Rudloff vom RaB hat sich ein besonderes Highlight einfallen lassen, zwei Tage Rudern auf dem Starnberger See und dann eine Floßfahrt auf Loisach und Isar. Da das Wetter Kapriolen macht – Sturm ist angesagt – können die 16 RaBler und die 12 RRKler an den beiden Rudertagen nur 40 km rudern, doch die Floßfahrt bei herrlichem Sommerwetter entschädigt für alles.
Am 4. Juli 2009 wird das Mainvorland vor den Opelvillen und dem RRK-Bootshaus sowie die Festung im Rahmen des Rüsselsheimer Kultursommers zu einem besonderen Event genutzt. "Es wäre doch eine tolle Geschichte, RRK, SC Opel, die Bürgerstiftung Festung und die Stiftung Opelvillen einmal zusammenzuführen. Dann wird man sehen, dass Kunst einen wunderschönen Teil der Freizeitgestaltung ausmacht und nicht nur Sport". Das dachte sich Brigitte Nold vom Förderverein RRK-Hockey und gibt die Initialzündung für "Kunst trifft Sport". Ein voll gefülltes Programm für alle Altersklassen lockt etliche Besucher in die Festung, an die Opelvillen, ins Museum und ans Mainvorland. Den Startschuss gibt ein Fußball-Hockey-Turnier des Nachwuchses von RRK und SC Opel. Auch Rudern können die Besucher testen, denn die Ruderabteilung des RRK hat ein Ruderergometer aufgestellt. Einen Höhepunkt des Tages markiert die Taufe eines Rennachters, den der RRK sich 2009 angeschafft hat. Namensgeber für das neue Boot ist der langjährige RRK-Vorsitzende und seit 2009 auch RRK-Ehrenvorsitzende "Dr. Dietmar Klausen", der den Taufakt auch vornimmt.
In der ligaspielfreien Sommerzeit vom 3. bis 16. Juli finden in Boston (USA) die 6. Juniorinnen-Weltmeisterschaften statt, an denen vom RRK die Spielerinnen Hannah Pehle, Charlotte van Bodegom und Eva-Maria Frank sowie die Trainer Benedikt Schmidt-Busse und Lisa Jacobi teilnehmen. Doch die deutsche Mannschaft verpasst den Einzug ins Halbfinale und landet schließlich nur auf einem enttäuschenden 6. Platz. Besser macht es die "Ü60" des DHB beim "Grand Masters Europacup" in Amstelveen, wo Martin Müller, Hockey-Abteilungsleiter im RRK, mit seinen Spielkameraden den Bronzeplatz erreichen kann. Ende August richtet der RRK auf der Hockeyanlage am Sommerdamm im Gedenken an den langjährigen RRK-Jugendleiter den 4. "Kurt Becker Cup", ein Turnier für weibliche und männliche B-Jugend-Mannschaften aus. Vier weibliche und vier männliche Mannschaften zeigen an den drei Turniertagen niveauvolles Hockey. Sieger bei den Jungens wird der UHC Hamburg, bei den Mädchen ist der RRK nicht zu stoppen. Gleichfalls Ende August sind die Ruderdamen des RRK mit männlicher Begleitung zu einer Ruder-Wanderfahrt bei Frankfurt an der Oder, der Heimat von Kirsten und Oliver Pooch, unterwegs. Fünf Damen und vier Herren rudern auf Oder und umliegenden Gewässern an drei Tagen etwa 82 km. Einige Tage später wird im Rahmen des Flörsheimer Drachenboot-Cups erneut, wie schon im vergangenen Jahr, ein "Städteachter Flörsheim – Rüsselsheim" ausgetragen. 2008 konnte sich der Flörsheimer RV bei diesem Achterrennen äußerst knapp den Sieg über den RRK erkämpfen. Und auch in diesem Jahr gelingt es dem RRK-Achter mit Cihan Aydin, Michael Schindler, Hans-Peter Wagner, Harald Czerwenski, Martin Kraft, Oliver Pooch, Lutz Beyer, Benjamin Michel und Steuerfrau Laura Schmidt nicht, das Ergebnis zu ändern. Auch 2009 heißt der Sieger des Städteachters "Flörsheimer RV".
Und auch die Golffreunde des RRK entscheiden am ersten September-Wochenende bei ihrem zweiten Turnier 2009, wer das "4. RRK-Golfmasters" gewinnt. Sechzehn "golfverliebte" RRKler spielen im Golfpark Bachgrund bei herrlichem Wetter eine 18-Loch-Runde. Sieger der Bruttowertung wird Fritz Schmidt, in der Nettowertung bis Hcp 24,9 siegt Karl-Heinz Wagner vor Walter Leichtweiß und Wilfried Hoffmann und ab Hcp 25,0 Thomas Susenburger vor Manfred Liebig und Klaus Köppen. Außerdem werden in der Nettowertung die ersten drei der Gesamtwertung aus beiden Turnieren geehrt, der erste Manfred Liebig als "RRK-Golfmasters-Sieger 2009" erhält den 2006 gestifteten Wanderpreis – bei der vierten Austragung nun schon zum dritten Mal. Er siegt mit 74 Punkten vor Karl-Heinz Wagner mit 66 und Walter Leichtweiß mit 65 Punkten. Schon Ende August beginnen für die Ruderer des RRK die Herbstregatten. Auf der Kurzstrecken-Regatta in Mühlheim kann der RRK 5 Siege, in Limburg ebenfalls 5 Siege und in Großauheim 4 Siege erringen. Mastersruderer Udo Hild startet zwischenzeitlich auf dem "World-Masters-Championat" in Wien, kann dort im Zweier und Achter drei Siege erringen, und dann am Ende der Saison in Würzburg, wo er mit RRK-Steuermann Karl-Heinz Wagner im Achter ebenfalls erfolgreich ist. Andreas Klepper, Benjamin Michel, Martin Kraft und Jörg Herzog haben auf den Kurzstrecken-Regatten im Herbst ungeschlagen 7 Regattasiege im Doppelvierer an den Untermain geholt. Nun stehen am 10./11. Oktober in Köln-Fühlingen die 13. Deutschen Sprintmeisterschaften auf dem Programm des RRK-Doppelvierers. Ziel des RRK-Vierers auf der 310-Meter-Strecke des Fühlinger Sees ist der Einzug in das Finale der besten Sechs, der bei einem Starterfeld von 15 Booten mit vielen Rudergrößen sicher nicht einfach zu erreichen ist. Nach einem zweiten Platz im Vorlauf mit der zweitbesten Zeit aller Teilnehmer und einem Sieg im Halbfinale hat das RRK-Boot schon sein gestecktes Ziel erreicht, die Qualifikation für das Finale. Lassen wir zum Finale des Doppelvierer-Rennens das "Rüsselsheimer Echo" berichten:
Damit ist die Regattasaison beendet und wird am 24. Oktober mit dem Abrudern auch offiziell beschlossen. Gemütlich in gemeinsamer Runde wird gefeiert, aber auch der Sport kommt nicht zu kurz. In einem hart umkämpften Mixed-Vierer-Rennen über etwa 600 Meter, zu dem vier Mannschaften antreten, siegen im Finale aufgrund "roher Kraft" Stephanie Haupt, Manuel Gierth, Philipp Hauck, Martin Kraft und Michael Schindler. Die Klubmeisterschaft im Einer sieht nur zwei Ruderer, die beiden aus dem "Maschinenraum" des Meisterschafts-Vierers, am Start. Den Wanderpreis als RRK-Klubmeister sichert sich überlegen Benjamin Michel vor Martin Kraft.
Insgesamt beendet die Ruderabteilung des RRK die Regattasaison mit 37 Siegen. Am erfolgreichsten ist der Seniorruderer Benjamin Michel mit 15 Siegen vor Trainer und Mastersruderer Udo Hild mit 14 Siegen, gefolgt von Martin Kraft mit 12 Siegen, der nunmehr stolz auf 104 Regattasiege für den RRK zurückblicken kann. Die neue Feldhockey-Saison 2009/2010 beginnt für beide RRK-Mannschaften, Damen und Herren – nach dem Aufstieg im Frühjahr, Mitte September in der Ersten Bundesliga. Während RRK-Damentrainer Benedikt Schmidt Busse nun schon seine dritte Feldsaison beim RRK angeht, hat es in der Sommerpause bei den RRK-Herren eine Neuverpflichtung gegeben, der Frankenthaler Stephan Decher übernimmt das Training – die Hockeyleitung bezeichnet ihn als "Wunschkandidaten", für seine neue Mannschaft ist er die "Traumlösung". Im Damenteam herrscht große Fluktuation. Silke Müller verlässt den RRK Richtung Holland, Lena Jacobi und Hannah Pehle gehen nach Südafrika. Victoria Krüger ist aus Südamerika zurück und wird die Mannschaft verstärken. Nina Günther hat ihre Pause beendet. Nachwuchs wird ebenfalls hochrücken. Der Halbfinalist der vergangenen deutschen Meisterschaft muss wohl "kleinere Brötchen backen" (Schmidt-Busse). Von einem Einzug in die Finalrunde der besten Vier ist daher keine Rede: "Das wäre eine zu hohe Forderung." Im Herrenteam gibt es neben Trainer Stephan Decher weitere personelle Neuzugänge – Thorsten Küffner, Erlangen, und Julian Wuttke, Dürkheim, haben sich der Mannschaft angeschlossen. Oliver Domke wird noch ein Jahr an seine Karriere dranhängen. Trotz allem erwartet den RRK hier sicher ein Kraftakt zur Sicherung der "Ersten Klasse".
Die RRK-Damenmannschaft startet mit zwei Niederlagen in die Punktrunde, einem Sieg sowie zwei "Penaltysiegen" folgt ein weiterer Sieg, doch die drei letzten Spiele vor der Winterpause gehen verloren. Damit liegt der RRK zur Halbzeit nach 9 Spielen mit 10 Punkten auf dem 7. Platz. Die Bundesliga-Damen des RRK laufen damit Gefahr, in der Feldrückrunde gegen den Abstieg ankämpfen zu müssen. Das vor der Saison wegen schmerzlicher Abgänge notgedrungen weiter verjüngte Team rangiert nur drei Zähler vor dem Relegationsplatz. "Wir hatten einen Platz zwischen fünf und acht ins Auge gefasst. Nun müssen wir doch arg nach unten schielen", sagt Trainer Schmidt-Busse. "Und das ist völlig unnötig." Ärgerlich ist vor allem, dass die RRK-Damen zuletzt drei Siebenmeter in Serie verschossen – in spielentscheidenden Situationen. Schmidt-Busse ist aber überzeugt, dass das Schusspech bald überwunden sein wird. Bei den RRK-Herren läuft es noch schlechter. Neben zwei Unentschieden im ersten und dritten Spiel kann in den restlichen sechs Spielen kein Punkt gemacht werden. Desillusioniert sind sie dennoch nicht, die Hockeyherren des RRK. Nur zwei Punkte und acht Tore nach acht Spielen, Vorletzter – es kommt genau so, wie es nach der Rückkehr in die Bundesliga erwartet wurde. Die Realität sieht nur noch etwas schlechter aus als die Prognose. Schon nach der Hälfte der Feldspielzeit, die nach der Hallensaison im April 2010 fortgesetzt wird, steht fest: Die RRK-Herren werden im nächsten Sommer in der Abstiegsrunde mit drei Konkurrenten zwei Absteiger ausspielen. "Wir wussten von vornherein, dass es ein schweres Unterfangen wird", sagt Stephan Decher. "Wir konnten in einigen Spielen schön mitspielen", sagt der frühere Nationalspieler und Weltmeister Oliver Domke. "Unsere Strafecken sind aber noch sehr ungefährlich. So wird es schwer, in der Liga Punkte zu holen." Da aber auch Abstiegskonkurrenten wie Frankenthal und Rheydt ähnliche Probleme plagen, sieht sich der RRK gerüstet für den Verbleib in der Eliteklasse. "Wir wissen, was wir dafür tun müssen", sagt Decher. "Es wird jedenfalls nicht an unserer Motivation scheitern." Dagegen kann der RRK auf einem anderen Gebiet Erfolg vermelden. Nach dem Rückzug von Opel sind die Hockey-Bundesliga-Mannschaften des RRK bei der Suche nach einem neuen Hauptsponsor fündig geworden. Die Kreissparkasse Groß-Gerau und weitere Partner aus der Sparkassen-Finanzgruppe übernehmen ab dem 1. August 2009 als Hauptsponsor die Partnerschaft mit dem RRK und zwar für die erste Damen- wie die erste Herrenmannschaft. Die Kreissparkasse unterstreicht mit dieser Maßnahme, dass sie nicht nur vielfältige Sportarten in der Region unterstützt, sondern auch den Spitzensport auf nationaler und internationaler Ebene. Auch die Zweiten Herren des RRK kommen auf dem Feld nicht in Fahrt und müssen in der Zweiten Regionalliga Süd, Gruppe West, nach sechs Spielen mit vier Punkten auf einem Abstiegsplatz überwintern. Dagegen liegen die Zweiten Damen nach vier Spielen mit acht Punkten in der Oberliga Hessen auf dem 2. Platz. Bevor die Meisterschaften der Jugend in die entscheidende Phase kommen, treffen sich Ende September die U16-Auswahlteams der Länder in Nürnberg, um den Hessenschild und den Franz-Schmitz-Pokal auszuspielen. An den Talenten des RRK hat es kaum gelegen, dass es nichts wird – mit dem neunten Sieg beim Franz-Schmitz-Pokal oder dem siebten Triumph beim Hessenschild. Die U16-Auswahlteams des Hessischen Hockey-Verbandes (HHV) belegen beim Endturnier des Länderpokal-Wettbewerbs die Plätze zwei und drei, wobei die Mädels beim so genannten Hessenschild den Titelhattrick knapp verpassen. Sieben der neun männlichen sowie sechs der sieben weiblichen Torerfolge gehen auf das Konto der 18 beteiligten jugendlichen RRK-Hoffnungsträger.
Wieder hervorragende Leistungen zeigt der RRK-Hockeynachwuchs bei den Feldhockey-Hessenmeisterschaften. Hessischer Meister werden weibliche A- und B-Jugend sowie A-Mädchen, hessischer Vizemeister werden B-Mädchen, A-Knaben und die männliche B-Jugend. Mit vier Mannschaften beteiligt sich der RRK an den DM-Zwischenrunden – mit der weiblicher B-Jugend, mit den A-Mädchen, der männlichen B-Jugend und den A-Knaben – und versucht die Endrunden um die Deutsche Meisterschaft zu erreichen. Das gelingt nur der weiblichen B-Jugend in Mainz durch Siege über den TSV Mannheim und den Münchner SC. Damit lebt nur eine von vier Hoffnungen weiter: Die weibliche B-Jugend des RRK mischt bei der Endrunde um die Deutsche Feldhockey-Meisterschaft in Mönchengladbach mit. Wir zitieren zur Endrunde die "Main-Spitze":
Zu einer Ehrung in neuer Form lädt der RRK im November ein. "Meister treffen Jubilare" übertitelt der RRK in seinem 101. Vereinsjahr den festlichen Abend, zu dem der Vorstand rund 200 Sportler, Jubilare, passive Mitglieder und Sponsoren im "Adlerpalast" begrüßen kann. Neben einer langen Reihe an Titeln, Namen und Erfolgen, die der Verein feiert, bleibt auch – so das Ziel der Ideengeberin Bianca Heinz – genügend Zeit, um sich über Altersgrenzen und Abteilungen hinweg kennen zu lernen. Aus der Hockeyabteilung werden die erfolgreichen Jugendmannschaften für Hessen- und Deutsche Meisterschaften geehrt. Bei den aktiven Teams gibt es Ehrungen für zweite und dritte Plätze bei Deutschen Meisterschaften der Damen, bei den Herren für den Deutschen Hallen-Vizemeister und den Sieg im Europacup in der Halle. Auch in der Ruderabteilung gibt es nach einigen ruhigen Jahren wieder diverse Titel zu ehren. Im Juniorenbereich sind es dritte Plätze bei der Deutschen Meisterschaft, bei den Aktiven sogar einen Deutschen Titel im Sprintcup mit dem Doppelvierer.
Für vieljährige Treue zum RRK werden geehrt: Sybille Friedrich, Petra Vollhardt (abwesend), Christian Domke, Sebastian Körber, Björn und Patrick Birkicht (25 Jahre). 50 Jahre im Verein sind Martin Müller, Peter Kraus, Roland von zur Mühlen und Jochen Zimmermann (abwesend). Eine Ehrung von Hans-Peter Kraft und Sigurd Traiser für 60-jährige Mitgliedschaft ist wegen Abwesenheit leider nicht möglich. RRK-Leistungsnadeln in Silber oder Gold für sportliche Erfolge oder ehrenamtliche Tätigkeit erhalten Udo Hild, Jörg Herzog, Mirco Fuchs, Jan Petersen, Frank Trautmann, Thomas Jost, Andreas Späck, Tobias Wuttke, Glenn Eifert, Lorenz Klee, Andreas Klepper, Falk May, Christian Minar und Sven Wohlfahrt – alle in Silber, sogar in Gold wird sie Nicolas Jacobi, Benjamin Michel, Lena Jacobi, Wilfried Schwanke und Lena Schüder von "Präsident" Prof. Dr. Dietmar Klausen überreicht. Bereits bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung wurde Rudi Reitz zum Ehrenmitglied und Prof. Dr. Dietmar Klausen zum Ehrenvorsitzenden ernannt, wofür sie nun Urkunden von "RRK-Vize" Horst Ackermann erhalten.
Nachdem die Stadt Rüsselsheim am 4. Dezember erfolgreiche Jugendliche bei der Schüler-Sportlerehrung geehrt hat – unter den 97 Geehrten 49 junge Hockeyspieler/innen des RRK – findet am 5. Dezember unter der Organisation des Sportbundes Rüsselsheims Sportlerehrung und Sportlerball in der Walter-Köbel-Halle statt, wieder einmal ein gesellschaftliche Höhepunkt in Sportlerkreisen. Im Rahmen der Sportlerehrung erhalten vom RRK durch OB Stefan Gieltowski den Silbernen Lorbeerzweig, die Hockeyspieler Andreas Späck, Falk May, Mirco Fuchs, Jan Petersen, Christian Minar, Oliver Domke, Lorenz Klee, Tobias Wuttke, Christian Domke, Thomas Jost, Frank Trautmann, Sven Wohlfahrt und Trainer Kai Stieglitz, außerdem die Ruderer Jörg Herzog, Benjamin Michel, Martin Kraft, Andreas Klepper und Trainer Udo Hild. Ehrenurkunden werden viele verteilt, und auch hier ist der RRK wieder häufig (114 mal) vertreten. Höhepunkt des Balls ist natürlich die Proklamation der Wahl zum Sportler und der Mannschaft des Jahres. Markus Schick und Viola von Backhaus werden für ihre Weltmeistertitel im Bankdrücken ausgezeichnet und damit zum Sportler und zur Sportlerin des Jahres 2009 gekürt. Zur "Mannschaft des Jahres 2009" werden die Hockeyherren des RRK für ihre herausragenden Erfolge "gekrönt". Die Hallenhockeysaison 2009/2010 in den Süd-Bundesligen beginnt für die RRK-Herren Mitte November, für die RRK-Damen erst eine Woche später. Während die Fans glauben, dass beide Mannschaften die DM-Play-offs (Viertelfinale) erreichen und von der Endrunde in Berlin träumen, ist das Ziel von Herrentrainer Stephan Decher ebenfalls klar die Endrunde, während für Damentrainer Benedikt Schmidt-Busse bei dem personellen Aderlass im Sommer nicht das Viertelfinale sondern der Klassenerhalt als erstes Ziel angepeilt wird. Doch für die RRK-Herren, die ihre zehn Spiele alle vor Weihnachten absolvieren, wird die Spielrunde zum Auf und Ab. Siege und Niederlagen wechseln sich ab, so dass erst des letzte Spiel gegen den Tabellenersten Mannheimer HC die Entscheidung bringt – der RRK siegt knapp mit 7:6, sichert sich damit den 2. Platz und die Teilnahme an den Play-offs, wo ihn am 10. Januar der Berliner HC erwarten wird. Die RRK-Damen dagegen, deren Spielrunde erst im Januar mit den beiden letzten Spielen endet, können ihr erstes Ziel, den Klassenerhalt, schon früh verwirklichen. Sie liegen nach fünf Spielen auf dem 2. Platz, nach acht Spielen vor Weihnachten auf dem Dritten, doch die Chance auf den Einzug ins DM-Viertelfinale im neuen Jahr ist gewahrt. Die Entscheidung wird am 9. und 10. Januar in den beiden letzten Spielen – auswärts beim TSV 1846 Mannheim und zu Hause gegen die HG Nürnberg – fallen. Mit zwei Siegen können sich die RRK-Damen eventuell noch den ersten Platz in der Süd-Bundesliga erobern, der für das Viertelfinale Heimrecht bescheren würde. Zwei Niederlagen dagegen werden das Aus und damit das vorzeitige Ende dieser Hallensaison bedeuten.
Die Dicke-Busch-Halle erlebt am letzten Heimspieltag der RRK-Bundesligateams einen blendend gelaunten, mit jedem und über alles scherzenden Kai Stieglitz. Der langjährige Trainer der Rüsselsheimer Hockeyherren hat aber auch Gründe, übers ganze Gesicht zu strahlen. Da war die herzliche Verabschiedung vor stattlicher Kulisse, die ihm der RRK mit einigen Monaten Verspätung und nach einem wenig schönen, plötzlichen Ende nach zehn guten Jahren zuteil werden ließ. Von Abteilungsleiter Martin Müller wird ihm ein Bild überreicht, das ihn als Jugend- und aktiven Hockeyspieler zeigt. Und da sind die Erfolge mit seinem neuen Klub, dem Großflottbeker THGC, in der Hallenrunde. Auch im Jahr 2009 verliert der RRK wieder ein langjähriges Mitglied, einen ehemaliger Hockeyspieler – am 14. Oktober verstirbt im Alter von erst 57 Jahren in seiner neuen Heimat, auf Mallorca, der Arzt Jürgen Neumann, Träger der RRK-Ehrennadel in Silber und mehr als 41 Jahre Mitglied im RRK. |
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