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Geschichte
des Rüsselsheimer Ruder-Klubs 08 (RRK) |
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2003 |
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Zu Beginn des Jahres hat der RRK 576 Mitglieder, zur Hockeyabteilung gehören 377, zur Ruderabteilung 171 und zur Tennisgruppe 97 (Doppelbelegungen!).
In den ersten Tagen des Jahres, d.h. am 3. Januar 2003, steigt der Wasserpegel des Mains sehr schnell. Es hat Tage geregnet und nun kommt das Hochwasser. Noch am gleichen Tag errichten einige unermüdliche Helfer der Ruderabteilung in den Eingängen der Bootshallen vorbereitete Spundwände, um das Wasser aus den Bootshallen zu halten. Der Höchststand am Pegel Raunheim wird am 5. Januar gegen 10 Uhr erreicht - 541 cm. Die Fließgeschwindigkeit des Mains beträgt etwa 2,5 m/s. An den Bootshallen steht das Wasser etwa 60 cm hoch, hinter den Spundwänden wird mit Tauchpumpen das durchsickernde Wasser wieder nach außen gepumpt. Während die Hockeyherren des RRK in der Bundesliga bereits vor den letzten Spielen stehen und das Viertelfinale anpeilen, beginnen die RRK-Damen als Titelverteidiger erst mit der Hallenrunde. Gegenüber der letzten Hallensaison fehlen beim RRK Tanja Dickenscheid (Pause), Britta Becker (zurück zum Großflottbeker THGC) und Aurélie Morin (zurück nach Frankreich), dafür ist Lena Schüder (von Club Raffelberg) wieder zum RRK gestoßen. Weiter gehören Denise Klecker, Nicole Hardt, Nina Günther, Mandy Haase, Irene Balek, Sybille Breivogel, Lotte Schwärzel, Silke Müller, Lisa Jacobi, Angela Celikkol und Jennifer Lutz zum Kader. Bevor die RRK-Herren ihre beiden letzten Punktspiele in München austragen, fahren Oliver und Christian Domke mit der deutschen Hockey-Nationalmannschaft zur Hallenhockey-Europameisterschaft ins spanische Santander. Die deutsche Mannschaft spielt sich souverän ins Halbfinale, dann ins Endspiel und siegt unangefochten mit 6:1 über den Gastgeber Spanien. Für den 26. Januar 2003 lädt die Ruderabteilung zum Neujahrsempfang, einem "Ruder-Brunch", ins Bootshaus. Am Sektempfang mit Häppchen, der Ehrung der erfolgreichen Ruderer des Jahres 2002 und sonstiger Helfer sowie einem Brunch mit Ruderbilder-Präsentation nehmen etwa sechzig Mitglieder und interessierte Gäste teil. Es folgen für die von Kai Stieglitz trainierten RRK-Herren mit Christopher Reitz, Andreas Späck, Christian Minar, Christian Domke, Alexander von Schewen, Mirco Fuchs, Falk May, Jan Petersen, Oliver Domke, Nico Hosang, Oliver Markowsky, Thomas Jost, Frank Trautmann und Roland Schneefuß die beiden letzten Spiele der Runde in München. Mit einem 6:6 bei Rot-Weiß und einem 3:11 beim MSC spielt sich der RRK auf den 3. Tabellenplatz und damit aus den "Play-offs". Nach sieben von zehn Spielen stehen die RRK-Damen auf dem 1. Tabellenplatz und haben das Viertelfinale bereits in der Tasche. Anfangs März werden die Spiele nochmals unterbrochen, in Leipzig finden die 1. Hallenhockey-Weltmeisterschaften für Damen und Herren statt. Dabei sind vom RRK in den deutschen Mannschaften die Brüder Christian und Oliver Domke, Denise Klecker und das RRK-Mitglied aus Hamburg, Britta Becker, sowie in der österreichischen Nationalmannschaft Irene Balek. Die deutschen Nationalteams tragen die Favoritenbürde und schultern diese Last leicht. Nach den Gruppenspielen und den Halbfinals stehen beide Teams im Finale, die Männer siegen 7:1 über Polen und die Damen 5:2 über die Niederlande. Beide Mannschaften haben die erste WM in der Halle für sich entschieden. Einen Tag nach dem Erfolg empfängt der RRK seine Weltmeister im Bootshaus. Christian Domke und Oliver Domke erhalten für ihre außerordentlichen sportlichen Erfolge vom RRK-Vorstand die RRK-Leistungsnadel in Gold überreicht.
Dann geht die Hallenrunde für die RRK-Damen in die Endphase, man verliert beim TSV Mannheim. Doch die beiden letzten Spiele gegen die HG Nürnberg und den Münchner SC werden klar gewonnen, so dass schließlich der 1. Tabellenplatz als punktbestes Team aller 24 Bundesligisten gesichert ist. Im Viertelfinale um die Teilnahme an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft erwartet der RRK zu Hause den Nordzweiten, wieder den Club an der Alster Hamburg, der erst im Oktober 2002 am Sommerdamm den RRK mit einem 1:0-Erfolg aus dem Rennen um die Feldhockey-DM geworfen hat. Doch noch vor dem Viertelfinalspiel haben die RRK-Damen ihren Auftritt beim 14. Europacup-Wettbewerb im französischen Cambrai, dem Wettbewerb den sie zuletzt neunmal hintereinander gewonnen haben. Natürlich trägt der RRK die Favoritenbürde! Dennoch wird der Wanderpokal aus der Klubvitrine im Bootshaus entfernt und frischgeputzt nach Cambrai mitgenommen. In den Gruppenspielen schlägt der RRK zunächst den HC Cambrai überlegen mit 10:1, dann den Slough HC mit 7:3 und den HC Wiener Neudorf mit 10:3. Im Halbfinale kommt es zu einem richtig heißen Spiel zwischen dem RRK und dem HC s`Hertogenbosch. Obwohl der Sieg mit 5:2 für den RRK anscheinend klar ausfällt, es ist ein schwer erkämpfter Sieg in einem Spiel, das auch hätte verloren werden können. Im zweiten Halbfinale setzt sich der HC Ritm Grodno, quasi das weißrussische Nationalteam, mit 5:4 über Slough durch. Wir zitieren zum Finale und auch zu den anderen Spielen die "FAZ":
Torhüterin Jennifer Lutz bestätigt in Cambrai ihre bisher vorzüglichen Saisonleistungen und wird zur besten Torhüterin des Turniers gewählt. Eine Woche später treffen die RRK-Damen im Viertelfinale der Hallenmeisterschaft in der heimischen Dicke-Busch-Halle auf den Club an der Alster Hamburg und können sich mit 5:3 (2:0) durchsetzen. Wieder eine Woche später folgt die Endrunde um die Deutsche Hallenhockey-Meisterschaft in Hanau. Im Halbfinale hat es der RRK einmal wieder mit dem langjährigen Widersacher Berliner HC zu tun. Nach zwischenzeitlicher 4:1-Führung muss der RRK am Ende noch bangen, kann sich jedoch mit 5:4 ins Endspiel kämpfen, wo der Gegner Eintracht Braunschweig (2:1 über RTHC Leverkusen) wartet. Wir zitieren das "Rüsselsheimer Echo":
Sehr erfolgreich sind auch die Reservemannschaften des RRK in der Halle, die Ib-Damen belegen in der Oberliga den zweiten Platz, ebenso die Ib-Herren in der 2. Regionalliga. Die Dritten Herren werden mit 19 Punkten aus sieben Spielen und einem Torverhältnis von 81:46 Meister der 1. Verbandsliga und steigen erstmals in die Oberliga auf. Die Vierten Herren schließen die Runde der 4. Verbandsliga auf dem dritten Platz ab. Die "Hockey-Oldies" sehen alt aus, denn sie belegen im Hessenpokal unter vier Teams nur einen enttäuschenden dritten Platz.
Und auch die Hockeyjugend des RRK zeigt im Hallenhockey die gewohnt guten Leistungen: Weibliche und männliche B-Jugend sowie A-Knaben werden Hessenmeister, weibliche A-Jugend und A-Mädchen erringen die Vizemeisterschaft und die männliche A-Jugend wird Dritter. Bei den Süddeutschen Meisterschaften können alle drei weiblichen Teams sowie die A-Knaben Vizemeister werden und qualifizieren sich damit für die Endrunden um die Deutsche Meisterschaft. Doch hier gelingt keinem der vier Teams der ganz große Wurf. Die A-Mädchen belegen in Hanau den 5. Platz, die weibliche B-Jugend in Mannheim den 7. und die A-Knaben in Hamburg gar nur den 8. und letzten Platz. Allein die weibliche A-Jugend kämpft sich in Ludwigsburg ins Halbfinale, lassen wir die "Main-Spitze" berichten:
Im März hält zunächst die Ruderabteilung ihre Hauptversammlung ab. In Anwesenheit von 18 Mitgliedern blickt Abteilungsleiter Wolfgang Adrian auf die Erfolge und Ereignisse des vergangenen Jahres zurück und gibt einen Ausblick auf das Ruderjahr 2003. RRK-Vorsitzender Dr. Dietmar Klausen teilt mit, dass die Leitung der Ruderabteilung im Gesamtvorstand auf einen Teil des Beitragszuschusses zugunsten der Hockeyabteilung verzichtet hat, und würdigt dieses Verhalten als solidarische Geste und nobles Verhalten. Eine Woche später zieht die Hockeyabteilung in ihrer Hauptversammlung vor 35 anwesenden Mitgliedern Bilanz. Abteilungsleiter Martin Müller kann mit Stolz auf ein wieder sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. Im Jahr 2003 müssen sich beide Bundesligamannschaften, Damen und Herren, erstmals in einer einteiligen Bundesliga behaupten, wobei bei den Damen zehn Mannschaften und bei den Herren zwölf Mannschaften dieser Feldhockey-Bundesliga angehören. Bei den anstehenden Neuwahlen wird Martin Müller als Abteilungsleiter bestätigt; zu drei Stellvertretern werden Ralf-Peter Rausch für Finanzen, Kurt Becker für Jugend und Glenn Eifert für Sport und Recht gewählt. Da Kurt Becker als Jugendleiter zurücktritt, erklären Birgit Jacobi für den weiblichen und Rolf Lange für den männlichen Bereich ihre Bereitschaft, als Nachfolger zu wirken.
Anfangs April schließt die Generalversammlung des RRK den Reigen der Hauptversammlungen ab. RRK-Vorsitzender Prof. Dr. Dietmar Klausen gibt vor drei Dutzend Mitgliedern der Hoffnung Ausdruck, daß mit der Entscheidung für Frankfurt und die Rhein-Main-Region als Austragungsort für die Olympischen Spiele 2012 auch der RRK-Wunsch auf einen zweiten Kunstrasenplatz und Umbau des Hockeystadions Wirklichkeit werden. Die nicht rosige finanzielle Lage des RRK schildert Schatzmeister Wilfried Hoffmann. Erforderliche Sanierungsmaßnahmen am Bootshaus, Minderung der Mieterträge und die steigenden Lasten des Spitzensports führen dazu, dass der Kassenstand im Jahr 2003 wahrscheinlich auf Null zurückgeht, dennoch – der RRK ist schuldenfrei. Mit der RRK-Leistungsnadel in Silber werden Hildegard Domke, Wilfried Schwanke und Uwe Wötzel ausgezeichnet, mit der RRK-Leistungsnadel in Gold werden Kurt Becker und Horst Ackermann für ihre Verdienste im RRK geehrt. Bei der traditionellen Sportlerehrung des Kreises Groß-Gerau kann Landrat Enno Siehr insgesamt 403 Aktive (davon 92 vom RRK) auszeichnen, die sich im letzten Jahr in nationale und internationale Siegerlisten eingetragen haben: 139 erfolgreiche Jugendsportler (davon 51 vom RRK), 185 Hessische bzw. überregionale Meister (davon 23 vom RRK), 21 Deutsche Meister (davon 1 vom RRK) sowie 58 internationale Titelträger (davon 17 vom RRK). Als "Mannschaft des Jahres 2002" wird die Damenhockey-Mannschaft des RRK gekürt. Im Jahr 2002 hat die Mannschaft nahezu alles gewonnen, was es in ihrer Disziplin zu gewinnen gab, vorneweg den Europa-Cup im Hallenhockey und die Deutsche Hallenhockey-Meisterschaft. Und eine weitere große Ehrung erreicht die Hockeyabteilung des RRK, d.h. genauer gesagt Oliver Domke und die Damenmannschaft. Bei einer von der Deutschen Hockey-Agentur und der Deutschen Hockey-Zeitung durchgeführten Wahl werden Oliver Domke zum Hockeyspieler des Jahres 2002 in Deutschland und die Hockeydamen des RRK, die Schützlinge von Erfolgstrainer Berti Rauth, zur Hockeymannschaft des Jahres 2002 gewählt. Da man ein neues Boot in Dienst stellen möchte, verschiebt die Ruderabteilung wegen Lieferschwierigkeiten des Bootsbauers ihr Anrudern auf Mitte Mai. Doch da der maßgebliche Spender des Bootes nicht anwesend sein kann, wird das Boot nur seiner Bestimmung übergeben, die Taufe verschoben. Geehrt werden beim Anrudern die RRK-Mitglieder Günter Müller und Lutz Dörsam mit der Bronzenadel des HRV sowie Rudi Reitz und Elke Schumacher mit der Silbernadel des HRV. Einige Wochen später tauft Dr. Wolfgang Mack dann den neuen Vierer auf den Namen "maggi", so wie man ihn im Freundeskreis nennt. Natürlich läuft die Regattasaison der Ruderer längst auf Hochtouren. Während Udo Hild, der sich selbst für Masters-Rennen vorbereitet, für die älteren Jugendlichen und die Senioren als Trainer verantwortlich zeichnet, kümmert sich Günter Müller um den jüngeren Jugendbereich. Nach einem Trainingslager in Erlangen beginnt die Regattasaison mit der Aasee-Regatta in Münster (1 Sieg). Es folgen die Regatten in Offenbach (3 Siege), Bamberg (5), Heidelberg (4) und Gießen (8). Dann anfangs Juni startet Udo Hild beim Masters-Championat in Ratzeburg und kann in Renngemeinschaft zwei Siege, Doppelvierer und Achter, für den RRK gewinnen.
Schon eine Woche später stehen die Hessischen Rudermeisterschaften in Eschwege auf dem Programm. Hier kann der RRK mit seinem kleinen Team recht erfolgreich agieren: Sven Hartenbach und Sascha Adrian werden Hessenmeister im Junioren-Doppelzweier, Udo Hild wird Hessenmeister in Renngemeinschaft im Masters-Doppelvierer. Außerdem wird Sven Hartenbach hessischer Vizemeister im Junioren-Einer; dritte Plätze erreichen Dominic Schwöbel im Männer-Einer, Steffen Bockius im Lgw.-Junioren-Einer und Sascha Adrian in Renngemeinschaft im Junioren-Doppelvierer.
Es folgen die "German Masters Open" auf der Duisburger Wedau (2 Siege für Udo Hild), die Bad Emser Regatta (2) und die "FISA World Masters Regatta" in Vichy, wo Udo Hild in Renngemeinschaft drei Siege für den RRK im Doppelzweier, Vierer und Achter nach Hause fährt. Dann beginnen schon die Herbstregatten auf der Kurzstrecke: Limburg (2 Siege), Schierstein (8), Bad Waldsee (3) und Großauheim. Beschlossen wird die Regattasaison Mitte Oktober mit der Würzburger Bocksbeutel-Regatta über die Langstrecke von 4.500 Metern, wo Udo Hild nochmals zwei Siege für den RRK beisteuert. Am Ende der Regattasaison haben die Boote des RRK im Jahr 2003 47 Siege errungen; erfolgreichster Ruderer ist der Mastersruderer Udo Hild mit 19 Siegen vor Sven Hartenbach mit 15 und Sascha Adrian mit 9 Siegen. Schon vor der letzten offiziellen Regatta wird beim RRK das Abrudern mit der traditionellen internen RRK-Regatta abgehalten. Neben dem Feiern in gemütlicher Runde wird die Klubmeisterschaft des RRK im Einer ausgerudert, zu der drei Einerruderer antreten. Erstmals Klubmeister im Einer wird Sascha Adrian vor Dominic Schwöbel und Martin Kraft, der diese Klubmeisterschaft zwischen 1991 und 2002 sieben Mal gewinnen konnte. Während der sommerlichen Rudersaison sind natürlich auch die Wanderruderer des RRK nicht faul. Eine Gruppe von neun RRKlern rudert Ende Mai mit einem Aschaffenburger Ruderkameraden in zwei Vierern die "Vogalonga" rund um Venedig, ein Langstreckenrudern über etwa 40 km ausgehend von San Marco vorbei an den Inseln Vignole und Sant'Erasmo bis nach Burano und über die Glasbläserinsel Murano, den Rio Cannaregio und den Canal Grande wieder zurück nach San Marco. Die schon etwas betagteren Ruderkameraden von RaB und RRK, 33 an der Zahl, rudern mit sechs Gig-Vierern auf der Lauenburger Seenplatte und der Trave von Zarrentin über Ratzeburg nach Lübeck. Weiterhin rudern einige unentwegte RRKler zwei Boote von Aschaffenburg nach Rüsselsheim und von Mainz nach Bacharach. Die Feldsaison der Hockeyspieler beginnt bereits Ende April. Nach 34 Jahren, in denen der Punktspielbetrieb in der Feldhockey-Bundesliga in den Gruppen Süd und Nord abgewickelt wurde, fängt eine neue Zeitrechnung an. Zwölf Herrenmannschaften und zehn Damenteams, darunter jeweils auch der RRK, kämpfen künftig in einer Spielklasse um den Meistertitel. Da die Feldsaison in Zukunft wegen der Anpassung an internationale Standards von Herbst bis Sommer dauert, kommt es in der Übergangssaison 2003 zu einem Kuriosum. Auf der Basis der Resultate der Hinrunde spielen die besten vier Teams im Oktober 2003 den Meister aus. Danach läuft die Saison mit der Rückrunde weiter. Der Erste und Zweite der Abschlusstabelle ermitteln im Juni 2004 den Deutschen Meister 2004.
Während die RRK-Damen trotz des Rücktritts von Jennifer Lutz mit Selbstvertrauen in die Saison starten und die Play-offs im Hinterkopf haben, ist das Ziel der RRK-Herren nach außen erst einmal der Klassenerhalt. Doch es läuft im Spielbetrieb zunächst etwas anders. Nach sechs Spieltagen der Hinrunde stehen die RRK-Herren in der Tabelle auf dem ersten Platz vor Alster, dem Münchner SC und Harvestehude. Dagegen tummeln sich die RRK-Damen nach acht Spieltagen im Mittelfeld auf dem sechsten Platz. Doch während die RRK-Herren nun beginnen zu "schwächeln", besinnen sich die RRK-Damen ihrer Stärken. Am Ende der Hinrunde, wo ein vierter Platz für die Teilnahme am Halbfinale reicht, haben es Damen und Herren des RRK jedoch nicht geschafft, die Damen liegen immer noch auf dem sechsten Platz, die Herren auf dem fünften, wobei sie im letzten Spiel in Gladbach in der letzten Minute durch ein Tor der Gladbacher zum 3:3 die Halbfinal-Teilnahme verspielen. Deutscher Meister bei den Damen wird Rot-Weiss Köln, bei den Herren der Club an der Alster Hamburg.
Zwischendurch anfangs Juni erklärt Oliver Domke seinen Rücktritt aus der deutschen Hockey-Nationalmannschaft, um sich besser um seine Berufsausbildung kümmern zu können. Dann spielen anfangs Juli verschiedenen DHB-Auswahlmannschaften Turniere mit RRK-Beteiligung. Die Damen-Nationalmannschaft mit Silke Müller und Denise Klecker gewinnt die "Champions Challenge" in Catania. Bei den Altersklassen-Europameisterschaften siegen die männliche U16 mit Nicolas Jacobi in Barcelona und die weibliche U16 mit Vera Battenberg und Meike Acht in Siauliai. Lena Jacobi belegt in Dublin mit der weiblichen U18 den zweiten Rang hinter den Niederlanden, wird jedoch zur besten Spielerin des Turniers gewählt. Die männliche U18 mit Adriaan Kühn kann in Barcelona nur Fünfter werden. Dann laufen im September die Feldhockey-Europameisterschaften, wo der RRK im Damen-Nationalteam mit Denise Klecker, Silke Müller und Mandy Haase vertreten ist. Die deutsche Mannschaft belegt durch einen 3:1-Sieg über England im kleinen Finale den dritten Platz. Nach dem Aufstieg im Jahr 2002 in die 2. Regionalliga spielen die Ib-Herren des RRK auf dem Feld eine Supersaison und gehen nach neun von vierzehn Spielen mit fünf Punkten Vorsprung als Tabellenerster in die Winterpause. Die Dritten Herren spielen in der 1. Verbandsliga, haben des öfteren Probleme mit der Mannschaftsaufstellung und sichern sich am Ende der Runde den vierten Platz. Dagegen kann Trainer Glenn Eifert mit den Ib-Damen in der Oberliga hinter Eintracht Frankfurt Zweiter werden. Hervorragend schlagen sich die Jugendmannschaften des RRK auf dem Feld. Bei den Hessenmeisterschaften holen sich die weibliche B-Jugend, die A-Mädchen, die B-Mädchen und die männliche B-Jugend den Titel. Damit nehmen weibliche und männliche B-Jugend sowie A-Mädchen an der Zwischenrunde zur Deutschen Meisterschaft teil. Während sich die männliche B-Jugend in Frankenthal nicht qualifizieren kann, gelingt den beiden weiblichen Mannschaften in München und Mannheim der Sprung in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Die A-Mädchen spielen in Neuss, treffen im Halbfinale auf den Gastgeber sowie späteren Deutschen Meister und haben mit 1:2 knapp das Nachsehen. Im Spiel um den dritten Platz zeigt der RRK, obwohl zwei Leistungsträgerinnen fehlen, eine gute Leistung und siegt mit 2:0 über den Harvestehuder THC. Besser macht es die weibliche B-Jugend des RRK in Hamburg-Großflottbek. Klipper Hamburg wird im Halbfinale knapp aber verdient mit 1:0 geschlagen und damit stehen die jungen RRK-Damen im Finale gegen den Gastgeber, den Großflottbeker THGC. Es ist die Neuauflage des Endspiels 2001 der A-Mädchen. Und wie 2001 kann auch 2003 die RRK-Mannschaft mit 3:1 einen glücklichen, aber nicht unverdienten Sieg, und damit erneut die Deutsche Meisterschaft und den blauen Meisterwimpel, nach Hause ins RRK-Bootshaus bringen. Die "Main-Spitze" berichtet:
Der RRK ehrt seine Jubilare des Jahres 2003 Ende Oktober im Rahmen einer Feier im Bootshaus. Der RRK-Vorsitzende Prof. Dr. Dietmar Klausen kann dabei fünfzehn Jubilare mit Begleitung begrüßen, wobei Willi Klein und Curt Schrod für 75-jährige, Annemie Cezanne und Ludwig Kraft für 60-jährige sowie Horst Ackermann, Herbert Britz, Gerhard Ruppert und Ludwig Stolz (2002 verhindert) für 50-jährige Mitgliedschaft im RRK mit Ehrennadel und Urkunde ausgezeichnet werden. 40 Jahre zum RRK gehören Werner Alt, Dieter Lang, Bernd Weidmann und Harald Ruppert, 25 Jahre Georg Otto, Hans-Gert Richter, Torsten Althoff, Peter Hafner, Rolf Hafner, Anja Mück, Jeannette Wagner, Hans-Peter Wagner und Martin Wagner. Mitte November ehrt der RRK bei seiner Meisterschaftsfeier die erfolgreichen Ruderer und Hockeyspieler sowie deren Trainer und Betreuer: Hessenmeister, Deutsche Meister, Europameister und Weltmeister sind anwesend. Bei dieser Meisterschaftsfeier sollen Angela Celikkol, Lisa Jacobi und Jennifer Lutz mit der RRK-Leistungsnadel in Gold ausgezeichnet werden, die RRK-Leistungsnadel in Silber soll den Hockeyspielerinnen Irene Balek, Nina Günther, Mandy Haase, Silke Müller und Jana Schwärzel sowie dem Ruderer Lars Kerkmann angeheftet werden, jedoch nicht alle sind anwesend. Die Hallenhockeysaison 2003/04 beginnt der RRK anfangs November in der Bauschheimer Großsporthalle mit seinem Hallenhockeyturnier. Während die RRK-Damen im Endspiel dem TSV Mannheim mit 2:3 unterliegen, entscheiden die RRK-Herren das Finale mit 8:5 gegen den SC 80 Frankfurt für sich. Anschließend besuchen Damen und Herren die zehnte "Indoor-Trophy" in Leverkusen, bei der sich die RRK-Damen souverän den Turniersieg holen, während die RRK-Herren über den sechsten Platz bei acht Teilnehmern nicht hinauskommen. Einige Tage vor dem Rundenstart gewinnen die RRK-Herren den "Daimler-Chrysler-Cup" der Stuttgarter Kickers und die RRK-Damen ein Vorbereitungsturnier in Köln. Anschließend beginnt der Ernst für RRK-Damen und -Herren in der Hallen-Bundesliga, wo die Teilnehmer am Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft in jeweils vier Gruppen mit sechs Mannschaften (Nord, Ost, West und Süd) ausgespielt werden. In den Herrengruppen werden alle zehn Spiele bis Weihnachten abgewickelt. Der RRK beginnt in der Südgruppe mit zwei Unentschieden, verliert zu Hause gegen den MSC und befindet sich am Ende der Tabelle. Siege und Niederlagen wechseln sich ab, doch vor dem letzten Doppel-Wochenende kann der RRK zu Hause noch aus eigener Kraft die Play-offs erreichen. Einem Sieg über Frankenthal folgt eine Niederlage gegen Dürkheim, der RRK ist Dritter, das Viertelfinale knapp verpaßt. Klar besser läuft es bei den RRK-Damen, die bis Weihnachten sieben Spiele hinter sich bringen, sechs Siege und ein Unentschieden. Damit führt der RRK mit einem Punkt Vorsprung vor dem TSV Mannheim die Südgruppe der Bundesliga an. Gute Leistungen zeigen auch die Ib-Herren in der 2. Regionalliga, die Ib-Damen in der Oberliga und die 4. Herren in der 4. Verbandsliga, während die 3. Herren in der Oberliga ihre Probleme haben.
Bei der Sportlerehrung der Stadt Rüsselsheim und dem Sportlerball des Sportbundes ist der RRK der große Gewinner. Nicht nur, dass der RRK mit Oliver Domke erneut den Sportler des Jahres stellt: Auch die Erste Damen-Hockeymannschaft wird in der Walter-Köbel-Halle als Mannschaft des Jahres geehrt. Außerdem erhält Hockey-Weltmeisterin Denise Klecker den erstmals verliehenen Leserpreis der "Main-Spitze". Für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement im RRK werden Elke Schumacher und Lutz Dörsam mit dem Ehrenbrief der Stadt Rüsselsheim ausgezeichnet. Im Juni verliert der RRK sein langjähriges Mitglied Kurt Hofferbert sen. durch den Tod, im Oktober muß der RRK von seinen treuen Mitgliedern Dr. Hanns Körbel und Rüdiger Weidmann, der 55 Jahre dem RRK angehörte, und im Dezember von seinem Ehrenmitglied Karl Heuß, der dem RRK über 77 Jahre angehörte, Abschied nehmen. |
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