|
"Mit
Freude kann ich beobachten, dass sich immer wieder Mitglieder der
Betreuung unserer Jugendlichen widmen oder sich − allerdings
beklagenswert selten − in verantwortungsvolle Positionen in den
Abteilungen wählen lassen. Ihnen und den "Altgedienten" in den
Abteilungsvorständen und im Gesamtvorstand gilt an dieser Stelle mein
besonderer Dank.
Ich
danke zudem allen Mitgliedern, die zu einem insgesamt gesehen guten
Betriebsklima im RRK und zu einem toleranten Miteinander beigetragen
haben. Ich danke allen passiven Mitgliedern, die dem RRK die Treue
halten und ihre Beiträge zahlen ohne aufzubegehren oder zu fordern. Ich
danke den Aktiven, die auf den Spielfeldern oder auf dem Wasser durch
sportliche Erfolge und diszipliniertes Auftreten Ehre für den RRK
eingelegt haben. Ich danke den Eltern, die durch Engagement und
Ideenreichtum den RRK unterstützen und damit letztendlich zur
Entspannung der finanziellen Situation unseres Klubs beitragen. Ich
danke dem "Förderverein RRK-Hockey e.V." und seinen Aktivitäten. Ich
danke der Stadt Rüsselsheim, die uns Sportstätten von hoher Qualität zur
Verfügung stellt und uns im Rahmen ihrer Möglichkeiten finanzielle
Unterstützung gewährt. Ich danke dem Kreis Groß-Gerau und dem Land
Hessen für die finanzielle Unterstützung bei einigen unserer Projekte.
Ich danke den Gönnern und Sponsoren − im Besonderen der KSKGG und der
GEWOBAU Rüsselsheim − die uns 2010 unterstützten und das finanzielle
Überleben insbesondere unserer Hockeyabteilung sicherstellten. Dank
insbesondere an unser Klubmitglied Jürgen Kaul, der viel Zeit und Geduld
bei der Suche nach neuen Sponsoren für die Hockeyabteilung aufwendet.
Über den
Sport werden wir im Anschluss an meinen Bericht Näheres hören. Nur
soviel: Erfreuliches gibt es aus der Ruderabteilung zu berichten.
Trainer Udo Hild − dem ich auf diesem Wege baldige Genesung wünsche −
und seinen − zugegeben viel zu wenigen − Mitarbeitern ist es gelungen,
eine nicht unerhebliche Zahl Jugendlicher für den Rudersport zu
begeistern. Diese sind zwar noch nicht "regattatauglich", aber ein
Anfang ist gemacht und es ist zu wünschen, dass aus diesen ruderwilligen
Jugendlichen einmal aktive Rennruderer werden. In diesem Zusammenhang
wünsche ich mir, dass die Werbung an den Schulen weiter intensiviert
wird.
Nach wie
vor unbefriedigend ist, dass sich kaum mehr Klubmitglieder finden, die
die Ruderjugend betreuen, in das Rudern einweisen und ggf. trainieren.
Auch die Betreuung neu hinzukommender ruderwilliger Erwachsener ist
nicht mehr gewährleistet. Beispielgebend dürfte in dieser Hinsicht die
Mainzer Rudergesellschaft sein, der es offensichtlich gelungen ist,
Neuzugänge im Alter zwischen 25 und 40 Jahren durch vielfältige Aktionen
in die Rudergesellschaft einzubinden und − daraus resultierend − für
ehrenamtliche Tätigkeiten zu gewinnen.
Ich will
denen danken, die trotz aller Probleme im vergangenen Jahr engagiert im
Bereich Rudern tätig waren. Das gilt für die Aktiven, aber auch für
Trainer, Anfängerausbilder und Betreuer. Insbesondere Martin Kraft,
der das nicht leichte Amt
des Leiters der Ruderabteilung ausübt, wünsche ich weiterhin Kraft (!)
und Erfolg. Erfreulich ist, dass sich Werner Alt als
stellvertretender Leiter der Ruderabteilung zur Verfügung gestellt hat,
um Martin Kraft zu unterstützen.
Im
Bereich Hockey sind die ganz großen Erfolge ausgeblieben.
Abteilungsleiter Martin Müller
hat die Saison zwar als
"durchwachsen" gekennzeichnet, aber die erfolgreiche Teilnahme an
Deutschen, Süddeutschen und Hessischen Meisterschaften verdeutlicht,
dass die Aktiven der Hockeyabteilung
wieder einmal auf hohem sportlichen Niveau agiert haben.
Gleichwohl musste die Hockeyabteilung Rückschläge hinnehmen und
Hoffnungen begraben. Trainerwechsel und Abgänge bei den 1. Herren sowie
"Generationenkonflikte" bei den 1. Damen haben Spuren hinterlassen.
Darüber wird in den anschließenden Sportberichten sicher zu hören sein.
Die Mitgliederfluktuation in der Hockeyabteilung ist unverändert groß,
ist aus meiner Sicht jedoch in keiner Weise besorgniserregend. Auch die
kürzlich beschlossene, z. T. drastische Erhöhung des "Sonderbeitrags
Hockey" wird uns in dieser Hinsicht diese oder jenes Mitglied kosten.
Dennoch war diese Beitragserhöhung zwar schmerzlich, aber sie macht Sinn
und der Gesamtvorstand des RRK steht voll hinter der Entscheidung der
Hockeyabteilung. Denn die derzeitige finanzielle Situation der
Hockeyabteilung ist dramatisch und es muss mit Hochdruck daran
gearbeitet werden, diese Situation zu verbessern, um unser hohes
sportliches Niveau zumindest halten zu können. Eines ist offenkundig und
in diesem Zusammenhang klarzustellen: Der RRK kann Spielerinnen und
Spielern der 1. Mannschaften keine finanzielle Unterstützung und nur
bedingt Perspektiven anbieten. Dies gilt sowohl für die Unterstützung
bei der Wohnungsbeschaffung, bei der Beschaffung eines Arbeits- oder
Studienplatzes und natürlich auch für eine finanzielle Unterstützung.
Klar ist, dass ein eher kleiner Klub wie der RRK derartige Bedürfnisse
nicht oder nur unzureichend schultern kann.
Denn
dazu bedarf es eines attraktiven Umfeldes, über das die Stadt
Rüsselsheim nicht verfügt. Dazu bedarf es einer gewachsenen Struktur des
Mäzenatentums, die leider fehlt. Dazu bedarf es einer Klubkultur, der
sich die Mitgliedschaft und hier insbesondere die ehemaligen Aktiven
verpflichtet fühlen.
Umso
mehr ist die Kampagne "Ein Klub − ein Netzwerk" zu begrüßen, die die
Hockeyabteilung angestoßen hat und auf die ich besonders hinweisen
möchte. Und um so mehr sind die Aktivitäten des Fördervereins RRK-Hockey
mit ihrer Vorsitzenden Elke Göring-Rapp zu würdigen. Der Verein
weist derzeit 59 Mitglieder auf. Ich würde mir wünschen, dass sich
erheblich mehr RRKler entschließen könnten, dem Förderverein
beizutreten. Ein monatlicher Beitrag von etwa 5 Euro sollte kein
Hinderungsgrund sein.
Was ist
über Tennis im RRK zu sagen? Nun die Zahl der dem Tennisspiel
zuzuordnenden Mitglieder ist nahezu unverändert geblieben, aber nur
wenige Mitglieder nehmen das Angebot wahr, im RRK aktiv Tennis zu
spielen. Und dennoch ist Tennis nicht nur wegen der vielen geselligen
Veranstaltungen ein fester Bestandteil des RRK. Der Gesamtvorstand steht
hinter seiner Tennisgruppe und ihrem Vorsitzenden Thomas Susenburger.
Mitgliederzahl 01.01.2011: 625 Mitglieder. Damit hat der RRK gegenüber
01.01.2010 knapp 3% neue Mitglieder gewinnen können. Der Hockeyabteilung
gehören − Aktive und Passive zusammengerechnet − etwa 70% aller RRKler
an. Die Mitgliederzahl der Ruder- und Tennisabteilung ist unverändert
geblieben.
Über die
vielen Aktivitäten und Veranstaltungen kann ich aus Zeitgründen an
dieser Stelle leider nicht berichten. Nur so viel: Hockey-, Ruder- und
Tennisabteilung und auch unsere Golf spielenden Mitglieder haben durch
ihre Aktivitäten das Jahr 2010 bereichert. Als Beispiele darf ich
nennen:
-
An- und
Abkleppern der Tennisgruppe
-
An- und
Abrudern der Ruderabteilung
-
Fahrradtour
der Tennisgruppe im Mai nach Frankfurt-Schwanheim
-
RRK-Klubturnier mit anschließender Greyhound-Fete im Mai
-
RRK-Meisterfeier im November im Bootshaus
-
(Die
ebenfalls im November geplante Jubilarenehrung musste wegen vieler
Absagen ausfallen)
-
Eierfahrt
und Ruderer-Brunch im Januar
-
Kurt-Becker-Cup und Oliver-Domke-Cup der Hockeyspieler
Ich darf
allen Beteiligten sehr herzlich für ihr vielfältiges Engagement danken.
Der RRK hat sich auch durch ihre Arbeit hervorragend in der
Öffentlichkeit dargestellt und den guten Ruf des RRK gefestigt.
Natürlich waren auch die Mitglieder des Gesamtvorstandes nicht untätig:
-
9 reguläre
Vorstandssitzungen, dazu Sondersitzungen
-
Veranstaltungen des Sportbundes sowie der Sportämter der Stadt und des
Kreises und Veranstaltungen der Stadt Rüsselsheim,
-
Geburtstagsfeiern, Ehrungen von Klubmitgliedern, Betreuung von Gästen.
Am
Kultursommer der Stadt Rüsselsheim 2010 hat sich der RRK nicht
beteiligt. Unter dem Motto "Kunst trifft Sport" hatte der RRK 2009
zusammen mit dem Freundeskreis Stiftung Festung und Opelvillen sowie dem
SC Opel ein buntes Programm gestaltet. Allerdings war die Resonanz auf
diese Veranstaltung eher enttäuschend, so dass der RRK 2010 auf eine
vergleichbare Aktion verzichtet hat.
Die
unter dem Motto "Meister treffen Jubilare" stehende Meisterfeier und Jubilarenehrung im November 2009 im
"Adlerpalast" hatte einen
erfreulichen Zuspruch nicht nur von RRKlern sondern auch von der
Rüsselsheimer Prominenz erfahren. Da die Veranstaltung jedoch ein
beachtliches finanzielles Defizit erbrachte, wurde 2010 auf eine
Wiederholung verzichtet.
Die
RRK-Homepage ist nach wie vor die Informationsquelle schlechthin. Dank
unserer Webmaster Wilfried Hoffmann und Willi Schwanke
wird dieses Forum nahezu
täglich aktualisiert. Mittlerweile dient die RRK-Homepage bundesweit als
Informationsquelle und wird als vorbildhaft angesehen.
Wie sie
wissen, wurde unser Bootshaus im Jahr 2008 umfassend saniert:
Schallschutzfenstern sowie eine Wärme- und Schalldämmung im oberen
Geschoß, neue Dacheindeckung des alten Gebäudes, neuer Anstrich,
Blitzschutzanlage usw. Rechtzeitig zum 100-jährigen Jubiläum erstrahlte
unser Bootshaus in neuem Glanz.
2009 und
2010 standen keine größeren Arbeiten an, sodass keine nennenswert hohen
Beträge in Instandhaltung und Investitionen flossen. Das allerdings wird
sich in diesem Jahr ändern, wie unser Schatzmeister und Vorsitzender des
Bauausschusses, Wilfried Hoffmann, im Anschluss erläutern wird.
Wie den
meisten bekannt ist, wurde unsere Kegelbahn wegen hoher
Unterhaltungskosten und rückläufiger Einnahmen Ende 2010 geschlossen und
die Einrichtung abgebaut. Die vorläufigen Planungen sehen stattdessen
die Einrichtung eines Fitnessraumes vor, der an die Umkleiden im unteren
Stockwerk des Bootshauses angebunden werden soll.
In
diesem Zusammenhang sei die unermüdliche Arbeit von Andreas Hartmann
besonders hervorgehoben, der sich nicht nur um den Umbau der
Kegelbahn, sondern auch um die Neuinstallation der notwendigen
Elektroversorgung und um die Erneuerung der Heizungsanlage kümmert. Dank
auch an unseren Architekten Ragnar Otto, der die Umbaumaßnahmen
fachmännisch begleiten wird. Auch unserem Hausverwalter Jochen
Zimmermann
sei gedankt, der in ehrenamtlicher
Arbeit viele Missstände im Bootshaus kompetent beseitigen konnte. Dank
aber auch an alle Helfer und Freiwilligen, die sich in und um das
Bootshaus herum nützlich machen und so für einen gepflegten
Gesamteindruck unseres Anwesens sorgen.
Unser
Schatzmeister Wilfried Hoffmann lotet in diesem Zusammenhang jede
Möglichkeit einer Bezuschussung durch die öffentlichen Hände aus, er
sorgt für eine geordnete Buchführung und er steht in ständigem Kontakt
mit dem Pächter der Gaststätte. Dadurch konnten manche Missverständnisse
ausgeräumt und ein für beide Seiten zufrieden stellendes Miteinander
gesichert werden. Dies führte u.a. auch dazu, den Pachtvertrag mit dem
Wirt um weitere 5 Jahre zu verlängern.
Das
Thema "Kindeswohl im Verein" wurde auch vom RRK aufgenommen. Mit
unserem Vorstandsmitglied Karin Scheelke
konnte eine
Ansprechpartnerin gewonnen werden.
In
Sachen "Mainvorlandgestaltung" ist der RRK natürlich verstärkt
eingebunden, denn alle Maßnahmen tangieren den RRK in besonderem Maße
und werden von ihm aufmerksam verfolgt.
Lassen
sie mich abschließend einige Erwartungen aussprechen: Der RRK muss auch
in diesem Jahr deutlich machen, dass er nichts von seiner Vitalität und
Leistungsbereitschaft einbüßen will. Seine Struktur muss stabil und
intakt bleiben, dies vor allem im Hinblick auf die sich ständig
verändernden Anforderungen.
Dazu
gehört vor allem eine professionelle Klubführung, das heißt
insbesondere, dass die Hauptamtlichkeit zu einer tragende Säule für die
ehrenamtlich nicht mehr zu bewältigenden Aufgaben werden muss. Die
Erfahrungen, die der RRK und auch andere Vereine in den letzten Jahren
machen mussten, haben mich in der Auffassung verstärkt, dass
ehrenamtliche Tätigkeiten in Vereinen zu den "Auslaufmodellen" gehören.
Dem Engagement, das unsere Vorgänger insbesondere nach dem Krieg gezeigt
haben oder den aus einer gewissen Dankbarkeit resultierende Tätigkeiten
der nachfolgenden Generationen wird heute mit Verwunderung und
Unverständnis begegnet.
Wir
werden uns also darauf einstellen müssen, dass die Geschicke des RRK
sehr bald von hauptamtlich in Voll- oder Teilzeit beschäftigten Personen
bestimmt werden. Die Herausforderung wird darin bestehen, dafür ein
geeignetes Finanzierungsmodell zu erarbeiten.
Alle
Mitglieder haben Einfluss darauf, was im RRK geschieht und was nicht.
Daher darf ich alle, denen der RRK etwas bedeutet, zur Mitarbeit
auffordern, an welcher Stelle und in welcher Funktion auch immer.
Ich habe
keine Visionen, denn ich habe, was das Machbare in einem Sportverein wie
diesem angeht, gelernt, Realist zu sein. Ich wünsche mir für die vor uns
liegende Zeit eine vertrauensvolle und engagierte Zusammenarbeit aller.
Dies zum Wohle unseres Sports und für unseren RRK." |