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Über Mitglieder des RRK (2003)                                  

Karl-Heinz Bog

Diese Hände vermissen viele,
die von Karl-Heinz Bog
  

 

kri. - Die Würdigung in Form unserer Serie „Was macht eigentlich ...?" war für den Dezember geplant, doch die heimtückische Krankheit ließ ein Treffen nicht mehr zu. Nun bleibt nur noch die traurige Pflicht, einen Nachruf auf Karl-Heinz Bog zu verfassen. Der Mann mit den heilenden Händen und legendären Salben, von denen insbesondere die Kicker des SC Opel in ihrer Blütezeit sowie im Anschluss die Hockeyspieler des Rüsselsheimer RK profitiert haben, ist am späten Mittwoch im Alter von 72 Jahren gestorben.

Ursprünglich bei der Adam Opel AG im Brot, hatte Bog in der Freizeit beim Deutschen Roten Kreuz seine Talente als Masseur und somit einen neuen Beruf entdeckt. Den Spielern des Sport-Club Opel tat er auch mit seiner ausgleichenden, ruhigen Art so gut, dass er Angestellter des Vereins wurde und mit nach Zentral-Afrika reiste. Den Aufstieg in die Fußball-Regionalliga 1965 erlebte er ebenso mit, wie den Abstieg sieben Jahre später. Fortan engagierte er sich überwiegend bei den RRK-Hockeyspielem, die ihn vor dem Gewinn der ersten deutschen Feldmeisterschaft 1968 angesprochen hatten. „Und irgendwie ist er dann bei uns hängen geblieben", sagt der heutige Abteilungsleiter Martin Müller. Nach sieben weiteren Titelgewinnen mit dem RRK bis 1979 trat Bog nach einem Herzanfall Ende der achtziger Jahre kürzer.

In seiner Praxis in der Richard-Wagner-Straße gaben sich aber weiterhin Sportlerinnen und Sportler zahlreicher Vereine die Türklinke in die Hand - zuletzt auch die Razorbacks-Footballspieler. Die Liste derjenigen, die Karl-Heinz Bog vermissen werden, ist lang.

Karl-Heinz Bog (links) auf der RRK-Bank beim Finale um die Deutsche Hallenhockey-Meisterschaft 1973 in der Walter-Köbel-Halle mit Coach Josef Schnur, Walter Leichtweiß, Klaus Held, Roland Segner, Wolfgang Molitor und Friedrich Fleck